Es gibt sie noch, die Neugründungen, die unglaubliche Beträge wert sein sollen: Procket Networks, ein kalifornisches Internet-Startup, wird von Investoren auf 1,55 Milliarden Dollar geschätzt.
Sie hat einen etwas komischen Namen, sitzt im Silicon-Valley-Städtchen Milpitas und gilt einigen Experten schon als «neuer Cisco» - als Nachfolger des überaus erfolgreichen Netzwerk-Giganten: Procket Networks, ein Internet-Unternehmen, das gerade in den USA für Furore sorgt. «Alle wollen dort derzeit arbeiten», so ein Branchenbeobachter.
Bislang teuerstes Startup der USA
Wie die 'San Jose Mercury News' in dieser Woche berichten, hat die Neugründung sich nun auch den Titel des bislang teuersten Startups der Vereinigten Staaten verdient. Die Investoren, vor allem Risikokapitalisten, konnten offenbar nicht anders: Bei der letzten Finanzierungsrunde im Februar 2001 wurde die Summe von 1,55 Milliarden Dollar erreicht. Sollte Procket Networks nicht zu einer Top-Bewertung an die Börse gehen, holen sich die Finanziers mehr als nur eine blutige Nase. In der Branche sind so früh so teuer eingeschätzte Firmen insbesondere nach der «Dot-Com»-Krise kaum noch anzutreffen - im Gegenteil, die Bewertungen sinken noch immer.
Die Leistung ist noch geheim
Was Procket Networks genau macht, wissen zumindest die zahlreichen und zahlungskräftigen Investoren: Es scheint etwas mit der Entwicklung neuer Internet-Technologien zu tun zu haben, die das Ausliefern von Datenpaketen stark beschleunigen sollen. Ansonsten befindet sich das von ehemaligen Sun-Mitarbeitern gegründete Unternehmen vollkommen und absolut tief im so genannten «Stealth»-Modus: Die Produkte und Ideen der Firma werden im Verborgenen vorangetrieben, damit die Konkurrenz ja keinen Einblick in die «revolutionären neuen Verfahren» erhält.
Revolutionäre Verfahren sind angekündigt
Dabei nutzt die Firma trotzdem jede Gelegenheit, den Mund schön voll zu nehmen: Auf ihrer Website, die kaum praktischen Informationen enthält, kündigt sie schon einmal «die mächtigste Internet-Infrastruktur-Lösung aller Zeiten» an. Ein gut sichtbarer Knopf verkündet zudem, dass man unter die «Zehn Startups, die man sich 2001 ansehen sollte» vom Fachmagazin 'Network World' gewählt worden ist. Ansonsten ist hier nur nachzulesen, dass das Unternehmen von drei Doktoren gegründet wurde, man das beste «Routing Software»-Team der Industrie habe und die Investoren hochzufrieden seien.
(Quelle: netzzeitung vom 4.1.2002)
www.netzeitung.de/servlets/page?section=926&item=173420
So long,
Calexa
Sie hat einen etwas komischen Namen, sitzt im Silicon-Valley-Städtchen Milpitas und gilt einigen Experten schon als «neuer Cisco» - als Nachfolger des überaus erfolgreichen Netzwerk-Giganten: Procket Networks, ein Internet-Unternehmen, das gerade in den USA für Furore sorgt. «Alle wollen dort derzeit arbeiten», so ein Branchenbeobachter.
Bislang teuerstes Startup der USA
Wie die 'San Jose Mercury News' in dieser Woche berichten, hat die Neugründung sich nun auch den Titel des bislang teuersten Startups der Vereinigten Staaten verdient. Die Investoren, vor allem Risikokapitalisten, konnten offenbar nicht anders: Bei der letzten Finanzierungsrunde im Februar 2001 wurde die Summe von 1,55 Milliarden Dollar erreicht. Sollte Procket Networks nicht zu einer Top-Bewertung an die Börse gehen, holen sich die Finanziers mehr als nur eine blutige Nase. In der Branche sind so früh so teuer eingeschätzte Firmen insbesondere nach der «Dot-Com»-Krise kaum noch anzutreffen - im Gegenteil, die Bewertungen sinken noch immer.
Die Leistung ist noch geheim
Was Procket Networks genau macht, wissen zumindest die zahlreichen und zahlungskräftigen Investoren: Es scheint etwas mit der Entwicklung neuer Internet-Technologien zu tun zu haben, die das Ausliefern von Datenpaketen stark beschleunigen sollen. Ansonsten befindet sich das von ehemaligen Sun-Mitarbeitern gegründete Unternehmen vollkommen und absolut tief im so genannten «Stealth»-Modus: Die Produkte und Ideen der Firma werden im Verborgenen vorangetrieben, damit die Konkurrenz ja keinen Einblick in die «revolutionären neuen Verfahren» erhält.
Revolutionäre Verfahren sind angekündigt
Dabei nutzt die Firma trotzdem jede Gelegenheit, den Mund schön voll zu nehmen: Auf ihrer Website, die kaum praktischen Informationen enthält, kündigt sie schon einmal «die mächtigste Internet-Infrastruktur-Lösung aller Zeiten» an. Ein gut sichtbarer Knopf verkündet zudem, dass man unter die «Zehn Startups, die man sich 2001 ansehen sollte» vom Fachmagazin 'Network World' gewählt worden ist. Ansonsten ist hier nur nachzulesen, dass das Unternehmen von drei Doktoren gegründet wurde, man das beste «Routing Software»-Team der Industrie habe und die Investoren hochzufrieden seien.
(Quelle: netzzeitung vom 4.1.2002)
www.netzeitung.de/servlets/page?section=926&item=173420
So long,
Calexa