Die linearen Spinner


Thema
abonnieren
Beiträge: 13
Zugriffe: 866 / Heute: 2
Libuda:

Die linearen Spinner

4
06.06.09 17:35
Man liest oft, dass man bis einschließlich des Jahres 2013 brauche, um die vielleicht 6% Einbuße beim BIP dieses Jahres aufzuholen.

Dahinter steckt die Vermutung, dass man in den letzten Jahren im Schnitt nur 1,5% Wachstum geschafft habe - wenn überhaupt. Diese Vermutung ist das Ergebnis von unsauberen Definitionen und bei angeblichen Wissenschaftlern die Ausgeburt grenzenloser Dummheit. In Deutschland wird zu wenig zwischen Konjunktur (Auslastung eines vorhandenen Produktionspotenzials) und Wachstum (Erweiterung des vorhandenen Produktionspotenzials) differenziert. Wäre der Rückgang von 6% auf einen Rückgang des Produktionspotenzials zurückzuführen, wäre es in der Tat schwierig, die Einbuße von 6% schnell wieder aufzuholen. Das ist aber nicht der Fall, sondern die 6% minus sind komplett das Ergebnis eines Rückgang bei der Auslastung - und dieser Rückgang lässt sich genau so schnell wieder aufholen, wie er entstanden sind. Daher wird vermutlich der Rückgang in diesem Jahr nicht ganz 6% betragen und das BIP wird nächstes Jahr nicht konstant bleiben, sondern mit einem Wert zwischen 4% und 6% wachsen.
Antworten
Harald9:

keiner von uns weiß, was

2
06.06.09 17:41
2013 sein wird !
Antworten
gogol:

doch

2
06.06.09 17:43
.........wieder Wahlvorbereitung..............
auf unserem Planeten gibt es nur Propheten
Antworten
Libuda:

Noch ein Ergänzung

 
07.06.09 12:21
In der heutigen Euro am Sonnta kann man lesen:

"Sparneigung der Amerikaner wächst

Das persönliche Einkommen der Amerikaner ist im April aufgrund der Leistungen des Konjunkturpakets gestiegen. Doch das Geld fließt keineswegs in den Konsum.

Im April hat sich das persönliche Einkommen der US-Bürger saisonbereinigt um 0,5% erhöht, wie das US-Handelsministerium bekannt gab. Verantwortlich dafür waren Steuererleichterungen und Leistungen aus dem Konjunkturpaket. Gleichzeitig nahm die Konsumfreude der Amerikaner jedoch ab. Der persönlichen Ausgaben gingen im Apirl gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent zurück, und die persönliche Sparquote erhöhte sich deutlich von 4,5 auf 5,7 Prozent. 620,2 Milliarden Dollar haben die US-Bürger derzeit auf der hohen Kante liegen. Das ist die höchste Sparsumme seit Beginn der Datenreihe im Januar 1959."

Zunächst einmal war es im Monat vorher genau umgekeht, denn da war der Konsum höher als die Einkommenssteigerung. Was aber wichtiger ist: In der Wirtschaft kommt es auf die Veränderungsraten an. die entscheidende Frage ist also: Werden die Amis ihre Sparquote von 5,7%, den vermutlich höchtsten Wert der letzten 25 Jahre, noch weiter steigern.  Das ist relativ unwahrscheinlich, sodass die aufgrund der Konjunkturprogramm entstehenden nicht unerheblichen Einkommenssteigerungen vermutlich sehr stark in den Konsum fließen werden.

Auch das ist wieder ein Beispiel für idiotisches lineares Denken von ANALysten
Antworten
Anti Lemming:

Endlich mal

 
07.06.09 12:37
ein vernünftiger Artikel in Euro am Sonntag. Die Argumente sind zutreffend und sprechen gegen eine Wiederbelebung des US-Konsums, womit auch die Kurserholungen am Aktienmarkt ein Ende finden dürften.

Die Amis sparen nicht ohne Grund. Ihre Rente basiert überwiegend auf steuerbegünstigten Aktien-Fonds (401k), und die sind nun im Keller. In den nächsten Jahren gehen Heerscharen von Baby-Boomern in Rente, die dann überwiegend ihre 401k-Pakete auflösen werden. Damit fehlt auf dem Aktienmarkt der Zustrom frischen Geldes, im Gegenteil wird "altes Geld" abgezogen.

Da die Erträge bei den 401k-Veräußerungen deutlich "niedriger als erwartet" ausfallen, muss ein Sparpolster zur Ergänzung her. Es ist daher unwahrscheinlich, dass die Amis dieses Sparpolster nun mit mehr Konsum wieder verprassen oder dieses in unsichere Aktien stecken. Der Trend geht - auf allen Ebenen - zum "Deleveraging". Am Horizont droht das Schreckgespenst von "alt und arm". Manche Amis müssen nun auch länger arbeiten, weil ihre Vermögen durch die Aktienverluste so stark dezimiert wurden, dass damit kein "sorgenfreies Alter" mehr finanziert werden kann.

Weitere Gegenargumente:

http://www.ariva.de/...chte_Inflation_t283343?pnr=5940518#jump5940518
Antworten
Libuda:

Logischerweise sparen die Amis nicht ohne Grund

 
07.06.09 13:03
- allerdings haben sie inzwischen schon ein Niveau erreicht, das sie nicht weiter steigern werden. Denn die US-Sparquote hat inzwischen längst das deutsche Niveau erreicht, wenn man bedenkt, dass in den USA die Ausgaben für den selbstgenutzte Wohneigentum als Konsum gelten. Würde man in Deutschland die Ausgaben für das selbstgenutzte Wohneigentum ebenfalls als Konsum rechnen und nicht als Investitionen/Sparen wäre bei uns die Sparquote auch nicht höher als die 5,7% der Amis.

Hinzu kommt, dass die US-Firmen mit sehr viel höheren Eigenkapitalquoten arbeiten als deutsche Unternehmen - Firmen wie Google, Microsoft usw. arbeiten mit Null Prozent Eigenkapital. Wichtig für die Einkommensstatistik ist dabei, dass sie fast nicht ausschütten, sondern die Gewinn thesaurieren. Diese thesaurierten Gewinn sind eigentlich Einkommen, tauchen aber als Einkommen in der Statistik nicht auf. Bei dieser Thesauerierung gibt es gewaltige Unterschieden zwischen US-Firmen und europäischen Firmen: Wahrend die US-Firmen nur zu 30% bei der Finanzierung Banken benöitigen, sind es in Europa 70% und in Japan 90%. Auch dieser Effekt dürfte die US-Sparquote im Vergleich zu unserer Sparquote um 3 bis 5% unterzeichnen.
Antworten
Libuda:

Und wir sollten inzwischen auch nicht vergessen

 
07.06.09 13:07
dass die Amis nicht wie die Deutschen so stark auf die staatliche Rente setzen, sondern mit sehr viel größeren Vermögen in Rente gehen als die Deutschen. Die Eigenheimquote ist inzwischen fast doppelt so hoch und nicht alle Ami haben ein überschuldetes Haus. Und Aktien haben es an sich, auch wieder zu steigen, wie wir es in den letzten Wochen gesehen haben und noch weiter sehen werden.
Antworten
Marlboromann:

Zur US-Sparquote-Diskussion zwischen AL und Libuda

 
07.06.09 13:56
Meine Meinung zu dem ganzen ist, dass ihr eigentlich beide recht habt, denn ich vertrete die Ansicht einer Abweichung von max. 10% bei der Sparquote. Das bedeutet, dass nicht alle Amerikaner, aber einige sehr viel mehr Sparen werden, weil ihnen der Schock noch frisch sitzt. Daher gehe davon aus, dass einige wesentlich mehr Sparen werden und noch abwarten, weil sie nur bei Gewissheit konsumieren und andere der Meinung sein werden das ihr Polster nun groß genug ist. So gesehen glaube ich an eine Abweichung und deshalb habt ihr beide Recht, wobei ich die Konsumwiederbelebung in den USA nicht für Juni sonder für Juli sehe.

Gruß Marlboromann
Antworten
Libuda:

Der Bernanke kann noch nicht die Wahrheit

 
07.06.09 14:53
sagen. Immerhin sagt er, dass er schon da ist, aber noch nicht dass er V-mäßig verläuft. Allerdings handelt er schon so, denn hat seit Wochen den Ankauf von Anleihen eingestellt, um die Kapitalmarktrenditen wieder über 3% zu heben. Denn zuviel "V" ist auch ungesund. Nichtdestrotz ist das dumme Geschwätz über eine langsame Erholung abartig, denn ein Einbruch durch sinkende Kapazitätsauslastung wird sehr schnell wieder aufgeholt.

Die Arbeitsmarktzahlen stützen die Vermutung der amerikanischen Regierung und der Notenbank Federal Reserve, wonach die Talsohle der Konjunkturentwicklung bald erreicht sein könnte. Der Vorsitzende der Fed, Ben Bernanke, hatte sich jüngst verhalten optimistisch geäußert, dass die Rezession vor dem Jahreswechsel in einen langsamen Konjunkturaufschwung münden wird.

Gleichwohl dürfte sich der Stellenabbau noch geraume Zeit hinziehen und die Arbeitslosigkeit weiter in die Höhe treiben. Erst für den Verlauf des kommenden Jahres rechnen Volkswirte damit, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen die Zahl der gestrichenen Arbeitsplätze wieder übersteigen wird.

Text: ctg./F.A.Z.
Antworten
Libuda:

Über stinkende Fische

 
07.06.09 17:45
Viele Fische stinken nicht nur vom Kopf her, denn das folgende ist nicht sehr viel besser als das vom Ackermann-Sepp:

"Die Rallye ist unhaltbar, spätestens bei 5200 Stellen ist Schluss", konstatiert Stefan Bielmeier, Stratege bei der Deutschen Bank stellvertretend für die Bären. Nach dem enormen Kursplus gebe es die Gefahr eines schmerzlichen Rückschlags auf bis zu 4000 Zähler. "

Wie der Bielmeier erzählen das viele Verzocker gebetsmühlenartig seit der DAX bei 3.500 stand. Der sollte sich einmal von seinem Chef-Volkswirt erklären lassen, dass Rückgange der volkswirtschaftlichen Aktivitäten, die auf einem sinkenden Auslastungsgrad basieren, sehr schnell wieder korrigiert werden. Das Problem scheint zu sein, dass sich sein Chefvolkswirt nicht mehr mit den einfachen Dingen der Ökonomie beschäftigt, sondern nur noch hochtrabend herumfaselt - mein Gott, Walther.
Antworten
Libuda:

Das "V" ist da

 
10.06.09 14:44
Home Depot raises full-year earnings guidance
Home Depot says full-year earnings from continuing ops may beat previous forecast
On Wednesday June 10, 2009, 7:58 am EDT


ATLANTA (AP) -- Home Depot Inc., the nation's largest home improvement retailer, said Wednesday that its full-year earnings from continuing operations may come in better than previously forecast.

The move comes a few weeks after smaller rival Lowe's Cos. raised its full-year outlook. Home Depot's stock climed $1.02 to $25.37 in electronic premarket trading.

Atlanta-based Home Depot now sees earnings per share from continuing operations to be flat to down 7 percent. Prior guidance called for a 7 percent decline.

The retailer also expects adjusted earnings per share to be down 20 percent to 26 percent. Its previous outlook was for a 26 percent decline.

In 2008, Home Depot had earnings from continuing operations of $1.37 per share. Its adjusted earnings from continuing operations were $1.78 per share. This implies 2009 earnings from continuing operations of $1.27 to $1.37 per share and adjusted earnings from continuing operations of $1.32 to $1.42 per share.

The retailer maintained its outlook for an approximately 9 percent sales decline, which would mean sales of about $64.9 billion.

Analysts polled by Thomson Reuters, whose estimates generally exclude one-time items, predict full-year profit of $1.40 per share on sales of $65.27 billion.

Home Depot reiterated its forecast for same-store sales to decline in the high single digits.

Same-store sales, or sales at stores open at least a year, are a key indicator of retailer performance since they measure growth at existing stores rather than newly opened ones.

Home Depot, which has 2,238 retail stores, will hold its investor and analyst conference later today
Antworten
Libuda:

Lasst Euch von den linearen Spinnern

 
10.06.09 14:45
also kein L oder U für ein V vormachen.
Antworten
Libuda:

IWF hat offensichtlich bei uns mitgelesen

 
12.06.09 12:23
IWF ortet 2010 nun wieder mehr Wachstum
Wie unsicher derzeit die Experten in Sachen Prognosen sind, zeigt der jüngste Schritt des IWF. Nachdem der Währungsfonds die Wachstumsraten massiv nach unten geprügelt hat, soll die Weltwirtschaft 2010 nun doch kräftiger Wachsen als die bisher verlauteten 1,9 Prozent.




Mehr zum ThemaChinas Wirtschaft schreibt wieder Boom-Zahlen
Japans Verbrauchervertrauen steigt weiter
Weltwirtschaft schrumpft stärker als erwartet

Beim Internationalen Währungsfonds wächst die Zuversicht auf eine Erholung der Weltkonjunktur. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag erfuhr, erhöhte der IWF seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im kommenden Jahr auf 2,4 von zuletzt 1,9 Prozent. Anlass für den zunehmenden Optimismus seien die staatlichen Konjunkturpakete der vergangenen Monate, hieß es. Der IWF gehe von einer schrittweisen Erholung aus, die noch immer großen Gefahren ausgesetzt sei. Der Fonds habe seine Schätzung sowohl für die USA als auch für Europa erhöht.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--