ftd.de, Do, 3.1.2002, 16:37
Die erste Benzin-Preisrunde steht bevor
Die Autofahrer in Deutschland müssen künftig bei den Benzinpreisen auch die Stelle nach dem Komma vergleichen. Branchenexperten rechnen bereits mit einer baldigen Preiserhöhung.
Neben den gewohnten neun Zehntelcent werden auch vier Zehntelcent zu den künftigen Euro-Preisen an den Zapfsäulen gehören. Das zeichnete sich am Donnerstag bei einer Umfrage am zweiten Geschäftstag nach der Euro-Bargeldeinführung ab. Somit bleibt der bisherige Preisintervall von einem Pfennig erhalten und Unternehmen wie Conoco (Jet-Tankstellen) können sich preislich knapp unter die großen Markengesellschaften legen.
Die größte deutsche Tankstellenkette Aral hat ihre Tankstellenpreise inzwischen abgerundet, so dass sie auf einen Schwellenpreis mit einer 9 am Ende kommt. "Wir haben damit auf den Wettbewerb reagiert", sagte Aral-Sprecher Detlef Brandenburg. Der Marktführer hatte mit einer korrekten Umrechnung zum Jahreswechsel zahlreiche verschiedene Werte für die Bruchstelle hinter dem Komma herausbekommen. Das hatte zu Kritik bei Autofahrerverbänden geführt, die der Branche Verwirrung und Irreführung der Verbraucher vorgeworfen hatten.
Die erste Preisrunde in Euro dürfte nach Angaben aus der Branche kurz bevorstehen. Während die Tankstellenpreise in Deutschland ohne die neue Stufe der Öko-Steuer über Silvester und Neujahr zurückgegangen wären, sind sie am europäischen Ölmarkt in Rotterdam gestiegen. Rohöl der Nordsee-Sorte Brent kostet bereits über 21 $ je Barrel (159 Liter) und auch die Großhandelspreise für Benzin und Diesel gingen in die Höhe. In einer solchen Situation erhöhen die Mineralölkonzerne in der Regel die Preise. Im vergangenen Jahr gab es rund 60 Preisrunden.
Nach der Einführung des Euro und der Anhebung der Steuern um 3,6 Cents kostet der Liter Normalbenzin in Deutschland 93,4 Cent, Superbenzin 95 bis 96 Cent und Super Plus 99,5 Cent je Liter. Diesel ist für 79 Cent je Liter zu haben. Die Preise sind geringfügig niedriger als einen Tag zuvor
© dpa
Die erste Benzin-Preisrunde steht bevor
Die Autofahrer in Deutschland müssen künftig bei den Benzinpreisen auch die Stelle nach dem Komma vergleichen. Branchenexperten rechnen bereits mit einer baldigen Preiserhöhung.
Neben den gewohnten neun Zehntelcent werden auch vier Zehntelcent zu den künftigen Euro-Preisen an den Zapfsäulen gehören. Das zeichnete sich am Donnerstag bei einer Umfrage am zweiten Geschäftstag nach der Euro-Bargeldeinführung ab. Somit bleibt der bisherige Preisintervall von einem Pfennig erhalten und Unternehmen wie Conoco (Jet-Tankstellen) können sich preislich knapp unter die großen Markengesellschaften legen.
Die größte deutsche Tankstellenkette Aral hat ihre Tankstellenpreise inzwischen abgerundet, so dass sie auf einen Schwellenpreis mit einer 9 am Ende kommt. "Wir haben damit auf den Wettbewerb reagiert", sagte Aral-Sprecher Detlef Brandenburg. Der Marktführer hatte mit einer korrekten Umrechnung zum Jahreswechsel zahlreiche verschiedene Werte für die Bruchstelle hinter dem Komma herausbekommen. Das hatte zu Kritik bei Autofahrerverbänden geführt, die der Branche Verwirrung und Irreführung der Verbraucher vorgeworfen hatten.
Die erste Preisrunde in Euro dürfte nach Angaben aus der Branche kurz bevorstehen. Während die Tankstellenpreise in Deutschland ohne die neue Stufe der Öko-Steuer über Silvester und Neujahr zurückgegangen wären, sind sie am europäischen Ölmarkt in Rotterdam gestiegen. Rohöl der Nordsee-Sorte Brent kostet bereits über 21 $ je Barrel (159 Liter) und auch die Großhandelspreise für Benzin und Diesel gingen in die Höhe. In einer solchen Situation erhöhen die Mineralölkonzerne in der Regel die Preise. Im vergangenen Jahr gab es rund 60 Preisrunden.
Nach der Einführung des Euro und der Anhebung der Steuern um 3,6 Cents kostet der Liter Normalbenzin in Deutschland 93,4 Cent, Superbenzin 95 bis 96 Cent und Super Plus 99,5 Cent je Liter. Diesel ist für 79 Cent je Liter zu haben. Die Preise sind geringfügig niedriger als einen Tag zuvor
© dpa