In meinen Augen stehen in dem Artikel eine Menge Wahrheiten drin. Das heißt aber nicht, dass man die persönliche Schlußfolgerung des Autors genauso sehen muss.
Eine starke eigene Währung hat ja auch Vorteile, wobei ich jungchen schon zustimme, das der Autor sich da zumindest im ersten Teil des Artikels widerspricht. Er scheint das aus einer heutigen finanzpolitischen Großmacht-Sicht zu betrachten, anstatt auf die Auswirkungen (zumindest kurzfristig) auf deutsche Unternehmen einzugehen, die erstmal ins schwitzen kommen würden.
Allerdings gab es ja mal eine starke deutsche D-Mark inklusive starker deutschem Export. Eine solche Währung wäre natürlich wieder denkbar. Es müssten sich nur andere Dinge rundrum ebenfalls wieder anpassen, wie es nach größeren Veränderungen ja immer geschieht. Der Mensch ist ein Gewöhnungstier.
Interessant an dem Artikel sind aber eher die politischen Dimensionen, besonders im zweiten Teil, nicht unbedingt was Deutschland angeht, sondern ganz allgemein.
Fenster auf, ich hör' Türkenmelodien,
ich fühl' mich gut, ich steh' auf Berlin!