Die Fed soll unbestätigten Gerüchten zufolge demnächst sogar Kaugummi als Sicherheiten akzeptieren ;-))
Im Ernst: Ich frage mich, wie Aktien - die ja bekanntlich erheblichen Schwankungen unterliegen - als vernünftige Sicherheiten gelten sollen. Bei Bonds sind die Schwankungen weitaus überschaubarer. Konkret könnte die "Aktienbeleihung" zur Folge haben, dass der Fed ausgerechnet nach einem Crash, wo sie theoretisch maximal viel Geld in den Markt pumpen müsste, die Mittel ausgehen.
Von Bankentiteln würde ich vorerst die Finger lassen, auch in Deutschland. Die Postbank sehe ich mittelfristig eher bei 30 (Stand von 2005) als bei 70 (Stand von 2007).
Nach einer Analyse von www.timepatternanalysis.de (vom 21.9.08 -> siehe "Texte") könnten sich die US-Indizes bis 2009 noch halbieren. Banken sind in solchen Abschwüngen meist überproportional betroffen. Dass US-Aktien bereits stark korrigiert haben, schützt sie nicht vor weiteren Kursverlusten (insbesondere wenn der common stock von Fannie und Freddie wertlos wird, was durchaus möglich ist). Bei der Commerzbank galten 9 Euro Anfang 2003 auch als billig, das Tief erreichte sie im März 2003 bei 5,40. Laut Timepatternanalysis könnten die Tiefstkurse von 2003 (zumindest in USA) sogar noch unterboten werden.
Ich will Euch damit Eure Investments in Bankentitel nicht madig machen, sondern lediglich "die andere Seite" beleuchten, damit Ihr Eure mMn allzu bullische Sicht der Dinge noch einmal anhand der Gegenargumente überprüft. Ein plötzlicher 20 % Rutsch in den US-Indizes, der bei einer Fannie/Freddie-Pleite (Chapter 11) über Nacht kommen könnte, lässt sich mit charttechnischen Mitteln nicht "vorausahnen".