'Welt': Commerzbank will Dresdner-Kauf ohne Kündigungen - 9.000 Stellen weg
20:53 29.08.08
BERLIN (dpa-AFX) – Die Commerzbank(Profil) will nach einem Pressebericht bei einer Übernahme der Allianz(Profil)-Tochter Dresdner Bank weitgehend auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe) soll der geplante Stellenabbau schonend erfolgen, beispielsweise durch Altersteilzeitregelungen und natürliche Fluktuation. Damit wäre die zentrale Forderung erfüllt, an die die Arbeitnehmervertreter ihre Zustimmung zu dem Zusammenschluss geknüpft hatten, schreibt das Blatt.
Wie die Zeitung weiter berichtet, soll der mögliche Verkauf an die Commerzbank rund 9.000 Arbeitsplätze kosten. Von den Streichungen im Fall einer Übernahme seien vor allem Investmentbanker in London sowie die Frankfurter Bankzentralen betroffen. Ein Großteil werde in den Verwaltungsabteilungen und der Abwicklung wegfallen, heißt es. Weniger stark betroffen seien die Filialen der Banken. In den insgesamt 1.800 Geschäftsstellen seien „deutlich weniger als 3.000 Stellen“ gefährdet.
KLARHEIT BEI COMINVEST
Wie es weiter heißt, herrscht mittlerweile auch Klarheit über die Zukunft der Commerzbank-Fondstochter Cominvest. Sie gehe mit ihren 820 Mitarbeitern im Gegenzug an die Allianz. Der zwischenzeitlich erwogene Verkauf an einen Dritten sei vom Tisch.
Die Commerzbank steht kurz davor, den Zuschlag für die Dresdner Bank zu erhalten. Die Konzernspitze des Dresdner-Mutterkonzerns Allianz favorisiert dem Vernehmen nach einen Verkauf an die Frankfurter Konkurrentin. Am Sonntag tagen die Aufsichtsräte der beiden Konzerne./wiz/das
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