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Auf die zweite Nachfrage sagt Obama widerstrebend, dass „einige Komponenten" seines Planes zur Förderung erneuerbarer Energien womöglich wegfallen müssten. McCain fordert die Radikalkur. Er würde den Haushalt einfrieren, sagt er, mit Ausnahme der Ausgaben für das Militär und die Veteranen sowie für die Auszahlung von Pensionen aus den Sozialkassen.
vorsichtig.
Die haben aktuell Fantasie für Conti in 1-2 Monaten in den DAX aufzurücken. Dazu hat man kürzlich den langfristigen Aufwärtstrend erfolgreich getestet. Mehr als 5-7% auf der Shortseite dürfte da nicht drin sein, bei gleichzeitiger Gefahr, das sie nach oben gekauft wird. Zudem ist Q-Cells bezüglich Auftragsbestand noch die günstigste größere Solaraktie.
DAX und DOW Jones - Die Rallye startet! - Beide Indizes sind Trading Buys
Datum 27.09.2008 - Uhrzeit 01:00 (© BörseGo AG 2007, Autor: Weygand Harald, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
WKN: 846900 | ISIN: DE0008469008 | Intradaykurs:
Lehman Brothers, Merrill Lynch, Washington Mutual, allesamt von den Kurszetteln verschwunden, aber die Indizes stagnieren bzw. ziehen bereits leicht an. Zentrale charttechnische Unterstützungen haben gehalten. Der Punkt ist der, dass der Markt die Bankenpleiten schon längst eingepreist hatte. Ersichtlich war dies nicht über die gängigen Bonitätsratings der Ratingagenturen, sondern über die Credit Spreads der betroffenen Banken.
Anbei der Link zu einem Artikel, in dem ich den Zusammenhang erklärt habe. Anhand der Credit Spreads läßt sich sehr gut erkennen, wie der Markt die Bankhäuser einschätzt. Lehman, Merrill und Washington Mutual hatten bereits seit Wochen exorbitant hohe Credit Spreads. Diese kündigten die möglichen Pleiten ziemlich eindeutig an.
LINK : Wie funktionieren CDS ? Warum sind sie so wichtig ?
Weitere umfassende BIAS-führende DAX Trend- und Kurszielprognosen meiner Kollegen Gräfe und Tiedje anbei ...
LINK : EW Analyse - DAX Index - Bullenmarkt oder Bärenmarktrallye? - Datum 22.09.2008 - Uhrzeit 08:00 (Tiedje)
LINK : DAX - Klarer BULLKEIL verfestigt sich! Ziel bis Mai 2009 wäre 7200 - Datum 22.09.2008 - Uhrzeit 00:00 (Gräfe)
Nachdem der Markt die bisherigen Bankenpleiten sichtbar eingepreist hat und die Notenbanken die Märkte massiv mit Liquidität fluten, stehe die Weichen auf Rallye an den Aktienmärkten. Und zwar Rallyes im Sinne von Bärenmarktrallys. Es handelt sich also um umfassende kurz- bis mittelfristige Kurserholungen, die jedoch im Rahmen der nach wie vor intakten Bärenmärkte in DAX und DOW Jones zu sehen sind. Als Anleger sollten Sie sich dessen bewußt sein.
Mittelfristige temporäre Kurserholung ja, großer Boden und Ende des Bärenmarkts eher nein.
Rechtsseitig habe ich das Video mit dem Interview im Rahmen der heutigen n tv Telebörse angehängt. Starten Sie das Video, um das Interview anzusehen.
Um die Hauptaussagen vorwegzunehmen. Wir gehen davon aus, dass wir im DAX und DOW Jones die Jahrestiefs gesehen haben. Wir gehen davon aus, dass die Aktienmärkte eine kurz- bis mittelfristige Bärenmarktrallye starten können. Im DAX bis mindestens 6.600, später bis zu 7.200 Punkte und im DOW Jones bis 11.800, 12.200 und anschließend im Extrem sogar in Richtung 12.800 Punkte. Die erwarteten Bärenmarktrallyes haben im DAX also ca. +20% und im DOW Jones +15% Aufwärtspotential. Aus heutiger Sicht klassifizieren wir diese Rallyes tatsächlich als Bärenmarktrallyes. Sprich, es dürfte sich umfassende Erholungsphasen innerhalb der nach wie vor intakten Abwärtstrends handeln.
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DAX : 6.063 Punkte
Das Kursgeschehen seit März dieses Jahres zeigt eine bullische Keilformation, die gleichzeitig auch eine relativ angeordnete nach oben aufgebrochene SKS Formation darstellt. Die Art und Weise, wie der Korrekturprozess in dieser Marktphase abgelaufen ist, spricht für eine umfassende Erholung. Die charttechnisch ermittelten Kursziele liegen mindestens bei 6.600 Punkten. Dort kann der Index nochmals zurückkommen, - und zwar erheblich -, anschließend besteht aus heutiger Sicht eine gute Chance für eine weitergehende Erholung in Richtung 7.200 Punkte. Dieses Erholungsziel könnte dann im März/Mai 2009 erreicht werden. Nochmal! Die erwartete umfassende Kurserholung werten wir im Sinne einer Bärenmarktrallye. Eine Kurserholung im intakten übergeordneten Abwärtstrend seit Anfang 2008.
DOW Jones : 11.143 Punkte
Ebenfalls intakter Abwärtstrend seit Oktober 2007 ausgehend vom Allzeithoch bei 14.200 Punkten. Aber auch hier trotz oder gerade der aktuell brachial negativen Nachrichtenlage um den US Finanzsektor eine sehr gute Chance auf Ausbildung einer Bärenmarktrallye mit bis zu 15% Potential. Der Kursverlauf seit Juli dieses Jahres zeigt im DOW Jones ein relativ angeordnetes Rounding Top, das sich als bärisches Fehlsignal herausgestellt hat. Wir erwarten eine Rallye bis 11.800 und 12.200 Punkte. Beachten Sie, dass es ausgehend von den genannten Etappen-Kurszielen zu erheblichen temporären Kursrücksetzern kommen kann. Das Maximal-Kursziel für die Bärenmarktrallye sehen wir bei 12.800 Punkten.
Herzliche Grüße und viel Erfolg am Markt,
Ihr Harald Weygand - Head of Trading bei GodmodeTrader.de
GodmodeTrader ist ein Service der BörseGo AG : http://www.boerse-go.ag/
Wirtschaftsdaten: Die Krise weitet sich aus...
Datum 26.09.2008 - Uhrzeit 22:18 (© BörseGo AG 2007, Autor: , © GodmodeTrader - www.godmode-trader.de/)
Montag:
Der US-amerikanische Chicago Fed National Activity Index notiert für August bei -1,59. Im Monat zuvor hatte er noch bei -0,93 gestanden.
Dienstag:
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2008 Lastkraftwagen im Wert von 5,2 Mrd. Euro exportiert. Das waren 12,3 % mehr als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor.
Im Monatsvergleich sind die Auftragseingänge in der Euro-Zone im Juli um 1,0 % gestiegen nach zuvor -0,5 %. Im Jahresvergleich sind die Auftragseingänge um 1,6 % geklettert nach -7,2 %.
Der US-amerikanische State Street Investor Confidence Index notiert im September bei 70,7. Einen Monat zuvor hatte der Index noch bei 73,1 gestanden.
Mittwoch:
Im Monats-Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in Deutschland im Juli zum Vorjahr um 2,7 % auf 703.000 gefallen, die Summe der geleisteten Arbeitsstunden ist gleichzeitig um 3,5 % auf 79,5 Mio. Stunden zurückgegangen. Der Gesamtumsatz ist in gleicher Zeit um 5,2 % angestiegen und betrug im Berichtsmonat 8,157 Mrd. Euro, während der Index des Auftragseingangs um 3,0 % auf 88,2 gesprungen ist (2000 = 100).
Im Jahr 2008 ist die Beschäftigtenzahl jedoch bislang um 2,1 % auf durchschnittlich 691.000 gesunken, während die geleisteten Arbeitsstunden um 1,3 % auf 472,2 Mio. gefallen waren. Der Gesamtumsatz ging bis dahin um 6,8 % auf 44,684 Mio. Euro nach oben, der Index des Auftragseingangs stieg um 0,3 % auf im Durchschnitt 77,3.
Die saisonbereinigte Leistungsbilanz für die Eurozone weist im Juli ein Defizit in Höhe von 1,7 Mrd. Euro aus, verglichen mit einem Minus von 6,1 Mrd. Euro im Vormonat (revidiert von zuvor veröffentlichten -8,2 Mrd. Euro). Ohne Bereinigung ergibt sich für den Berichtsmonat ein Minus in Höhe von 1,1 Mrd. Euro.
Die Handelsbilanz weist ein Defizit in Höhe von 1,6 Mrd. Euro aus, die Dienstleistungsbilanz zeigt ein Minus von 4,4 Mrd. Euro, die Einkommensbilanz einen Überschuss von 2,3 Mrd Euro. Die Transferbilanz ist mit 6,8 Mrd. Euro defizitär.
Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland notiert für September bei 92,9. Im Vormonat hatte er noch bei 94,8 gestanden. Der Index für die Geschäftslage notiert bei 99,8 nach zuvor 103,2. Der Index zur Geschäftserwartung liegt bei 86,5 nach 87,0 im letzten Monat.
Unser Kommentar:
Angesichts der dramatischen Entwicklungen wundert es nicht, dass der ifo-Index weiter abgetaucht ist. Unter normalen Bedingungen wäre das ein guter Kontra-Indikator. Gegenwärtig sollte man aber nichts überstürzen. Abwarten und Tee trinken, heißt jetzt die Devise…
Die Zahl der US-amerikanischen Hausverkäufe ist im August auf 4,91 Mio. gefallen. Im Vorfeld war mit einem Rückgang in den Bereich von 4,93 bis 4,95 Mio. gerechnet worden. Im Monat zuvor waren 5,02 Mio. Häuser verkauft worden. Damit wurde der Vormonatswert von 5,00 Mio. nach oben revidiert.
Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind in der vorangegangenen Woche um 1,5 Mio. Barrel gefallen, nach zuvor -5,9 Mio. Barrel.
Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA im Wochenvergleich um 5,9 Mio. Barrel verringert, nach zuletzt einem Minus in Höhe von 3,3 Mio. Barrel.
Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten Staaten um 4,2 Mio. Barrel gefallen, nach zuvor -900.000 Barrel.
Donnerstag:
Die Zahl der Neuzulassungen bei den leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 t ist im Juli in der Euro-Zone verglichen mit dem Vorjahr um 7,9 % gesunken, im August lag das Minus bei 20,7 %. Gleichzeitig fielen die Neuzulassungen bei den Nutzfahrzeugen über 3,5 t im Juli um 9,3 % und im August um 22,2 %. Bei den Lastkraftwagen über 16 t wurde ein Rückgang der Zulassungen um 0,9 % im Juli und um 12,6 % im August registriert, während bei Bussen über 3,5 t auf das Jahr gesehen im Juli 11,4 % und im August 0,7 % mehr Zulassungen zu verzeichnen waren.
Die Geldmenge M3 ist in der Euro-Zone im August-Jahresvergleich um 8,8 % gestiegen nach zuvor 9,1 % (revidiert von 9,3 %). Das Dreimonatsmittel des M3-Wachstums liegt bei 9,2 % nach zuletzt 9,6 %.
Die Geldmenge M1 ist im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % geklettert nach ebenfalls +0,2 % im Vormonat. Der Durchschnitt der letzten drei Monate liegt hier bei 0,6 %.
Die Kreditvergabe im privaten Sektor ist gleichzeitig gegenüber dem Vorjahr um 8,8 % gestiegen nach einem 9,4 % Anstieg im Monat zuvor. Mit der aktuellen Veröffentlichung liegt das Dreimonatsmittel bei 9,3 %.
Die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im August um -4,5 % gefallen. Erwartet wurde hingegen ein Minus im Bereich von 1,3 bis 1,5 %. Im Vormonat waren die Auftragseingänge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern noch um 0,8 % geklettert. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten +1,3 % revidiert.
Die Zahl der Erstanträge ist in den USA auf 493.000 gestiegen. Erwartet wurden 445.000 neue Anträge nach zuvor 461.000 (revidiert von 455.000).
Unser Kommentar:
Die Krise kommt auf dem US-Arbeitsmarkt an: Ein Anstieg bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe von 493.000 markiert einen Rekord im laufenden Jahr. Zinssenkungen wird es vorerst dennoch nicht geben. Keine guten Aussichten für die Börsen…
Die Zahl der Hausverkäufe ist in den USA im August auf 460.000 zurückgegangen. Erwartet wurden 515.000 bis 518.000 Hausverkäufe. Im Monat zuvor waren 520.000 Hausverkäufe registriert worden. Damit wurde die zuvor veröffentlichte Zahl von 515.000 nach oben revidiert.
Die US-amerikanischen Erdgasvorräte ("Nat Gas Inventories") sind in der letzten Woche um 51 Bcf auf 3.023 Bcf gestiegen.
Freitag:
Die japanischen Verbraucherpreise sind im August zum Vorjahr um 2,1 % gestiegen. Auf Monatssicht kletterten die Preise jedoch um 0,3 %. Die Kernrate ohne verderbliche Lebensmittel und ohne Energie war auf Jahresbasis unverändert, auf Monatssicht gewann der Index um 0,1 %.
Die deutschen Einfuhrpreise sind im August zum Vorjahr um 9,3 % gestiegen nach zuletzt ebenfalls +9,3 %. Im Monatsvergleich sind die Preise auf der Importseite um 0,8 % gefallen nach zuvor +0,6 %. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse ist der Index der deutschen Einfuhrpreise auf Jahresbasis um 4,1 % gestiegen. Gegenüber dem Vormonat kletterte der Index um 0,5 %.
Die Ausfuhrpreise haben in Deutschland zum Vorjahresmonat um 2,9 % angezogen nach zuletzt +3,3 %. Auf Monatssicht fielen die deutschen Exportpreise um 0,4 % nach +0,5 % im Monat zuvor.
Das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in der endgültigen Fassung zum zweiten Quartal um 2,8 % gestiegen. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 0,9 % gelegen.
Die persönlichen Ausgaben für den Konsum ("Personal Consumption Expenditures", PCE) sind laut endgültiger Veröffentlichung um 1,2 % gestiegen.
Unser Kommentar:
Während die US-Banken reihenweise pleite gehen und die Menschen um ihre Ersparnisse fürchten, sind die Verbraucherausgaben also gestiegen und das Bruttoinlandsprodukt ist um 2,8 Prozent gewachsen. Wie heißt es so schön: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast…
Der endgültige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan notiert im September bei 70,3 nach 73,1 in der vorläufigen Fassung. Es war erwartet worden, dass die vorläufige Veröffentlichung vom 12. September innerhalb des Bereichs von 70,9 bis 71,0 revidiert werden würde. Im Monat zuvor hatte der Index bei 63,0 notiert.
Wall Street: Tohuwabohu
Datum 26.09.2008 - Uhrzeit 23:34 (© BörseGo AG 2007, Autor: Maier Gerhard, Redakteur, © GodmodeTrader - www.godmode-trader.de/)
WKN: A0AET0 | ISIN: US78378X1072 | Intradaykurs:
New York (BoerseGo.de) - An der Wall Street überschlugen sich in den vergangenen 24 Stunden die Stimmungen. Als heute Nacht der gestrige Schlussbericht verfasst wurde („Fast wie an Weihnachten“), galt noch das Prinzip Hoffnung, angeregt vom Rettungsprogramm für das US-Finanzsystem. Heute früh sah alles schon wieder ganz anders aus. Inzwischen scheint sich aber das Blatt schon wieder zu wenden.
Das von US-Finanzminister Henry Paulson eingefädelte Rettungspaket für das schwer angeschlagene US-Bankensystem wird seit vergangener Nacht von einer „Palastrevolution“ blockiert. Ausgerechnet „Parteifreunde“ von Präsident George Bush und Finanzminister Henry Paulson stellen sich quer. Einige konservative Politiker stören sich daran, dass damit der Staat massiv in das Wirtschaftsgeschehen eingreift und möglicherweise den Banken Geschenke macht. Heute machte eine Gruppe konservativer Politiker einen Gegenvorschlag. Der Staat solle auf den von Paulson & Co. angestrebten Ankauf der „toxischen“ Forderungen verzichten. Stattdessen wurde ein Bündel aus Steuererleichterungen und staatlich finanzierter Versicherungsprogramme für immobiliengesicherte Kredite empfohlen. Sowohl Finanzminister Paulson als auch Mitglieder der oppositionellen Demokratischen Partei erklärten, dass dieses Programm nicht funktionieren kann. Damit entstand eine Pattsituation, die die Wall Street zum Börsenstart tief in den Süden schickte.
Obduktion im Elfenbeinturm?
Auch aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft kam Widerstand. Gleich 166 Professoren der Ökonomie, darunter der Nobelpreisträger Robert Lucas (University of Chicago), erhoben Einspruch. Da das Rettungspaket schwerwiegende Folgen hat, die lange Zeit wirken, müssen man es peinlichst genau und äußerst gründlich überprüfen, warnten die Akademiker. Hoffentlich dachten diese gelehrten Leute nicht gleich an eine Obduktion der US-Wirtschaft. Noch ist sie am Leben.
Unterstützung der Pragmatiker
Pragmatiker setzen sich jedenfalls für das Programm ein, darunter Gary Becker, ebenfalls Nobelpreisträger aus Chicago. Der Ökonom hält den staatlichen Ankauf der angeschlagenen Forderungsbestände der Banken für notwendig und sinnvoll. „Die Intervention der US-Regierung ist gerechtfertigt, weil sie einen kurzfristigen Kollaps des finanziellen Systems vermeidet, der die Weltwirtschaft in eine große Depression treiben könnte“, folgert der erklärte Marktwirtschaftler. Der Wirtschaftsexperte glaubt, dass dadurch dem US-Steuerzahler sogar Gewinne entstehen, weil die Preise der Immobilienforderungen derzeit - wegen der aktuellen Panik - im Durchschnitt zu niedrig bewertet werden. „Das Programm ist absolut notwendig. Es gibt keinen Plan B für diese Situation“, betonte auch Investment-Guru Warren Buffet. Und auch das Wall Street Journal rechnete vor, dass die staatliche Übernahme der „toxischen“ Kredite dem US-Steuerzahlen im Laufe der Zeit enorme Gewinne einbringt, weil sich die Wirtschaft wieder erholt - und damit auch der Wert der beliehenen Immobilien.
Die Dringlichkeit einer schnellen Lösung verdeutlichte auch der Kollaps der Washington Mutual. Die größte Sparkasse der USA war wegen der Hypothekenkrise- und dem daraus folgenden tiefgehenden gegenseitigen Misstrauen der Banken - in den Abgrund gestürzt. Heute Nacht wurde sie von Behörden übernommen und an den Bankriesen JP Morgan Chase zwangsverkauft, jedenfalls die meisten Teile.
Prinzip Hoffnung
Zum Wochenende ringen Bush Administration und Kongress, Republikaner und Demokraten, um eine Kompromisslösung. Das „weiße Haus“ machte auf Optimismus und verkündete, wir rechnen damit, dass ein Rettungspaket bis Montag unter Dach und Fach ist. Man sei sich einig, dass etwas getan werden müsse und streite sich nur noch um die Form der Lösung, hieß es.
Die Wall Street schloss sich dem anscheinend an. Zum Schluss galt jedenfalls wieder das Prinzip Hoffnung. Eine solide Schluss-Rallye glich die zwischenzeitlichen herben Tagesverluste für den breiten Markt wieder aus. Der - für den breiten US-Aktienmarkt repräsentative - S&P 500 gewann 0,34 Prozent auf 1.213 Punkte. Der Dow Jones Industrial Average kletterte 1,10 Prozent auf 11.143 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite Index bröckelte allerdings 0,15 Prozent auf 2.183 Punkte.
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