Worum es im Rechtsstreit geht:
1. Streitpunkt: Lizenz für Tunnelrechte
Seabridge hat von der Provinz eine „Licence of Occupation“ (LoO) erhalten, die dem Unternehmen erlaubt, die geplanten Tunnel durch bestimmtes Land zu führen – darunter auch Bereiche, über die Tudor Mineralrechte besitzt.
seabridgegold.com
Tudor argumentiert, dass:
eine solche Lizenz nicht das Recht geben kann, in ihre Mineralansprüche hineinzubauen oder diese zu beeinträchtigen;
die bedingte Mineralreserve, die diese Rechte schützt, nicht auf ihre Ansprüche angewandt werden darf;
die Provinz zu Unrecht diese Tunnelrechte gewährt hat und dadurch Tudors wirtschaftliche Interessen verletzt werden – teils sogar bis zur „Enteignung“.
Die Tunnel würden nach ihrer Ansicht die wirtschaftliche Nutzung der Goldstorm-Lagerstätte zerstören oder erheblich beeinträchtigen.
Tudor fordert deshalb in den Gerichten von British Columbia unter anderem:
-eine gerichtliche Feststellung, dass die Lizenz bzw. der Reserve-Status nicht auf ihre Claims anwendbar ist
- Aufhebung (Quashing) der 2024er LoO
- Entschädigung, falls der Tunnelbau oder die Genehmigung illegal war
- Inverzugsetzung bislang ergangener Genehmigungen.
2. Seabridge dagegen …
Seabridge hält dagegen, dass:
die Genehmigungen rechtmäßig und ordnungsgemäß von der Provinz erteilt worden seien;
sie in Übereinstimmung mit geltenden Verfahren stehen;
Tudor unangemessene Forderungen stelle, die den Fortschritt des KSM-Projekts behindern sollen;
man bereits versucht habe, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Seabridge betont, dass das KSM-Projekt im öffentlichen Interesse sei und dass die Tunnel für die Entwicklung notwendig seien.
Warum dieser Streit wichtig ist
Ressourcenwert: Beide Projekte liegen in direkter Nachbarschaft und enthalten große, wirtschaftlich bedeutende Mineralvorkommen.
Rechtliche Präzedenzfälle:
Die Frage, ob staatliche Konzessionen für Infrastruktur die Rechte von Mineralrecht-Inhabern überstimmen dürfen, ist rechtlich komplex und potenziell weitreichend für die Bergbaugesetzgebung.
Marktwirkung: Der Streit hat bereits Einfluss auf die Aktien und Wahrnehmung beider Unternehmen bei Investoren.
Aktueller Stand (Stand Ende 2025)
Tudor hat mehrere parallele Klagen und eine Petition eingereicht, um die Genehmigungen anzufechten.
Seabridge verteidigt die Lizenzen und setzt seine Projektvorbereitung fort, während der Rechtsstreit läuft.
Eine endgültige richterliche Entscheidung steht noch aus und wird die weitere Entwicklung beider Projekte beeinflussen.