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Auf der zweiten Seite steht, wie Dialogs Atmel übernahme von Elliott gesehen wird: "...als eine eher kurzfristig motivierte Handlung, statt langfristig orientierte strategische Interessen".
Dass sich Elliott um meine Interessen sorgt, ist nur noch absurd. Kurz gesagt, schrieben sie, dass sie Atmel verhindern wollen, weil dann Dialogs jetziger Kurs stark unterbewertet ist. Dann wollen sie mit Dialog zusammenarbeiten, um den Kurs hochzutreiben. Sie gehen dann raus, sobald Dialog nicht mehr unterbewertet ist.
Da stellt sich doch die Frage, wie man Kurse treiben kann. Genau das Gegenteil machen, was Dialog macht. Die F&E Ausgaben runter, Teilbetriebe aussondern und verkaufen (SiTel, iWatt), Mitarbeiter entlassn. Ganz gefährlich, so hohe Barmittel anzuhäufen ,aber keinen Plan für die folgenden Jahre.
Atmel vertritt diese kurzfristigen Interessen. Das sind nicht meine.
Dass Atmel zu teuer ist, behauptet Elliott. Sie gehen von den vergangenen Zahlen aus und nicht vom Potential. Das ist richtig, wenn man z.B. von einem 12 Monatszeitraum ausgeht.
Dialog sagt aber, dass sie Atmel innerhalb von drei Jahren so fit bekommen, dass der Kredit erledigt ist. Weiterhin meint Dialog (500 Kunden), dass sie Atmel (>10.000 Kunden) zur Diversifizierung und Wachstum brauchen. Weiterhin braucht es Atmel, damit Apples Anteil nicht mehr so gefährlich dominiert.
Es wird öfters auf den gleichen Umsatz bei extrem unterschiedlicher Mitarbeiterzahl verwiesen (1300 zu 4500). Dialog ist sicher zu kopflastig (67% Ingenieure), Atmel hat zu viele Indianer. Mehr als 10.000 Kunden zu verwalten, braucht mehr Nichtingenieure, schon klar.
Eine einfache ABC Analyse wird schnell zeigen, dass der Vertriebsaufwand bei einigen Kunden und Produkten höher ist, als der Ertrag. Die Wertschöpfung der Mitarbeiter ist bei diesen Kunden und Produkten negativ.
Ich denke, hier liegt der Grund für Dialogs Einschätzung, dass der Preis nicht zu hoch ist. Die Kosten sind zu hoch für diesen Umsatz. Also Kosten senken und Umsatz/Marge pro Mitarbeiter erhöhen. Dann sind die Zahlen plötzlich ganz anders.
Übrigens Atmel wäre auch ein Objekt für Hedgefonds. Extrem Durchrationalisieren, Betriebsteile abspalten, das dadurch geschöpfte Vermögen verteilen. Es könnte im Interesse der Hedgefonds liegen, dass Atmel nicht gestärkt wird. Dialog stört gewaltig. Noch war Atmel zu teuer für Hedgefonds. Sie lieben Notpreise. Die Not war noch nicht hoch genug.