Deutschland i.d. EU Spitze bei der Nanotechnologie


Thema
abonnieren
Beitrag: 1
Zugriffe: 224 / Heute: 1
Sahne:

Deutschland i.d. EU Spitze bei der Nanotechnologie

 
31.03.03 09:30

Deutschland in der EU Spitze bei der Nanotechnologie


Europäische Technologiepolitik: Noch ein weiter Weg zur Weltspitze

VDI nachrichten, 28.3.2003
Geht es nach den EU-Regierungschefs, soll Europa in den nächsten Jahren zur dynamischsten Wirtschaftsregion der Welt werden. Doch das Ziel liegt in weiter Ferne.

Kurz vor der Frühjahrstagung der 15 EU-Staats- und Regierungschefs am vergangenen Wochenende hatte die EU den „3. EU-Report über Wissenschafts- und Technologieindikatoren“ vorgestellt. Er soll zeigen, wie die Europäische Union auf dem Weg zu ihrem selbstgesteckten Ziel voran gekommen ist, bis 2010 die innovativste und dynamischste Wirtschaftsregion der Welt zu werden. Doch wirklich näher scheint die EU diesem Ziel nicht gekommen zu sein.
Der Blick in das 450-seitige Kompendium gibt Auskunft über die Stärken und Schwächen der Europäischen Hightech-Szene: Aussagekräftige Daten, wie zum Export von Hochtechnologiegütern, den wissenschaftlichen Veröffentlichungen sowie dem Stellenwert der Nano- oder Biotechnologie werfen Schlaglichter auf das Wissenschafts- und Technologiepotenzial der EU. Das hat sich zwar entwickelt, hängt aber noch immer hinter den Wettbewerbern USA und Japan zurück.
Beim Export von Hochtechnologiegütern ergeben sich in den einzelnen Sektoren im Vergleich mit den USA und Japan signifikante Unterschiede. So nimmt die Luft- und Raumfahrt in der EU eine große Bedeutung ein. Der EU-Export weist hier einen Anteil von 24 % auf gegenüber 17 % in den USA (Japan: 1%). Auch die Importquote liegt hier in Europa mit 17 % deutlich höher als in den USA (9 %) und Japan (5 %).
Ganz anders sieht es bei der zahlenmäßig wesentlich bedeutenderen Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) aus: Exportiert hier Japan 50 % seiner IuK-Produkte und die Vereinigten Staaten 40 %, sind es in Europa lediglich 34 %. Die Computerindustrie trägt in den USA mit 19 % und in Japan mit 23 % zum Hochtechnologieexport bei (EU: 14 %). Doch Europa zieht nach. So verzeichnet die europäische IuK-Branche von 1995 bis 2000 ein Umsatzzuwachs von 20 %.
Dennoch bleibt der EU-Export des Jahres 2000 mit 27 Mrd. ‰ deutlich gegenüber den USA mit 48 Mrd. ‰ und Japan mit 33 Mrd. ‰ zurück.
Unter den zehn größten Elektronik- und Telekommunikations-Produzenten weltweit nimmt Deutschland mit einem Weltmarktanteil von 6 % (1999) Platz sechs ein. Die Spitzenposition behaupten die USA (18 %) und Japan (12 %) gefolgt von der EU mit 11 %. Unter den Top 10 der Computer und Büromaschinen liegt Deutschland mit 4 % Weltmarktanteil auf Platz 9.
Besser steht Deutschland bei diagnostischen, medizinischen oder optischen Linsen und Lasern sowie Glasfaseranwendungen da: Nach den USA mit einem Weltmarktanteil von 26 % liegt Deutschland gleichauf mit Japan mit 13 % auf Platz vier (EU: 18%).
Auch der Export pharmazeutischer Produkte zählt noch zu den europäischen Stärken: Hier hält die EU insgesamt mit 29 % den Spitzenplatz in der Welt, gefolgt von den USA mit 14 %.
Für die Biotechnologie bilanziert EU-Forschungskommissar Philippe Busquin für Europa Licht und Schatten: Während die EU bei den Patenten in der Biotechnologie zunehmend gegenüber den USA an Boden verliert, hat die EU bei den Publikationen in diesem Bereich die Nase vorn. Von 1994 bis 1999 veröffentliche die EU 348 935 wissenschaftliche Arbeiten gegenüber 345 206 von US-Wissenschaftlern.
In der Nanotechnologie stellt Deutschland den europäischen Wachstumsmotor dar. Nach den USA mit 23,7 % der weltweiten Publikationen von 1997 bis 1999 folgen Japan mit 12,5 % und Deutschland mit 10,7 %. „Deutschland spielt bei den Innovationen der Nanotechnologie weiterhin die Wachstumslokomotive in der EU“, bilanziert Busquin. T. A. Friedrich
http://europa.eu.int/comm/research/rtdinfo_en.html

Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--