Die Verwendung beider Anleihen soll zweckgebunden erfolgen, das heisst aber auch, dass ein entsprechend grosser Teil des Geldes angelegt werden muss. Die Verzinsung der Wandelanleihe wird zwischen 0,25% und 0,95% liegen. Geht man davon aus, dass pro Jahr ein Siebentel des Kapitals für die Pensionsauszahungen benötigt wird, so kann man sich ausrechnen, wie hoch das Anlagevolumen bei einer Vorhaltung von 2 Jahren als Barbestand sein wird. 1,44 Milliarden Euro dürften Kurswert und zinsbringend als Anlage bis zum 1.1.2014 zur Verfügung stehen. Danach vermindert es sich um jeweils 280 Mio. pro Jahr. Der geplante Ablösungswert von 130% des aktuellen Kursniveaus, welches ich mit 15,40 (!) Euro ansetze, liegt dann bei 20,02 Euro frühestens ab 7.12.2017 und regulär 7.12.2019, wenn die Ausgabe am Donnerstag abgeschlossen ist. Steigt der Kurs über 20 Euro so ist für die Post klar, dass natürlch in Bar abgeglichen wird, und die teureren Aktien behalten oder am Markt verkauft werden, andernfalls ist man an einen günstigen Kredit gelangt. Für uns Anleger ist schon jetzt wichtig, dass das Bezugsrecht für die Wandelanleihe ausgeschlosen worden ist, und so die Post über den Umtausch frei verfügen kann. Das macht also auf jeden Fall einen sofortigen Schub für die Post aus, aber nur wenn genügend verständige Anleger da sind, und nicht wie ich bereits gelesen habe, das Kursverhalten aufgrund der Anleihen als "Bullenfalle" dargestellt wird. Eine Verwässerung kann erst dann eintreten, wenn der Vorstand von der HV ermächtigt wird neue Aktien auszugeben, die als Wandel verwendet werden. Andernfalls müssen Aktien gekauft werden oder in bar bezahlt werden. Aufjeden Fall aber wird durch die Kapitalanlage soviel Zinsertrag anfallen, dass die Kosten für die Anleihen mehr als ausgeglichen werden. Man darf nicht vergessen, dass im Normalfall die zurückgekauften Aktien dividendenberechtigt bleiben. Und hier ist der wirkliche Vorteil der Post enthalten, denn der Vorstand kann schon jetzt abschätzen wie sich die Dividende im Verhältnis zur Zinslast entwickelt. Für 2012 etwa 75 Cent pro Aktie und ab 2013 über 85 Cent, was aber schon über dem Zinsniveau liegt.
Auch das ist ein Fingerzeig, dass die Post anfängt mit ihren guten Zahlen zu arbeiten.
Der Chartlord