Das verhindert große Kursschwankungen.
Ich habe mir mal ausgerechnet, wie das gute Wachstum der Post eine noch günstigere Veränderung der Ausschüttungsquote umsetzen kann. Hier das Ergebnis :
Strategisch könnte der etwas verhaltene Kursanstieg ausgenutzt werden. Eine Phase der Aktienrückkaufe zusätzlich zu den bestehenden Dividendenzahlungen könnte eine verbesserte Verwendung der Ausschüttungen langfristig herbeiführen. Allerdings nicht pauschal sondern abgestimmt. Das müsste an dem Wachstum der Ausschüttung angelehnt werden. So könnte ein Beispiel lauten.
Ausgangsbasis ist 100 Cent pro Aktie Ausschüttung im Vorjahr des Beginns der Aktienrückkäufe
Steigerung im ersten Jahr auf 110 Cent, wovon allerdings 10 Cent nicht als Dividende zugeteilt werden, sondern mit denen werden die Aktien zurückgekauft.Die Dividende bleibt also bei 100 Cent.
Steigerung im zweiten Jahr auf 120 Cent, wovon jetzt 110 Cent als Dividende ausgezahlt werden und 10 Cent für die Rückkäufe benutzt werden.
Steigerung im dritten Jahr auf 130 Cent, wovon 115 Cent als Dividende ausgezahlt werden und 15 Cent zum Akteinrückkauf benutzt werden.
Und so weiter.
Nach dem ersten Jahr würde die Dividende also nicht nur um die angegebene Summe von 110 Cent steigen sondern auch um die Anzahl der nicht mehr Dividenden berechtigten Rückkäufe. Das wäre zwar nur eine kleine Summe, die aber durch die ständige Anwendung jährlich beachtlich steigen würde. Ein gutes mögliches strategisches Ziel wäre die Senkung der Anzahl von Aktien auf genau 1000 Mio. Stück.
Der Vorteil dieser Praxis würde erst richtig sichtbar in den absoluten Zahlen werden. Geht man davon aus, dass zur Zeit 10 Cent pro Aktie eine Summe von 120 Mio. ausmachen, so würde das bei einem Kurs von 30 Euro genau 4 Mio. Aktien zurückkaufen. Nach 12 Mio. zurückgekauften Aktien würde sich die Dividende bereits um 1% erhöhen. Und für alle weiteren 12 Mio. weiter um 1%.
Ist der Gewinn der Post jedoch größer als 10 Cent pro Jahr, so würde jeder weitere Cent in den Aufkauf fallen, umgekehrt bei schlechter Wirtschaftslage der Aufkauf entsprechend vermindert. Da das Wachstum bis 2020 andauern wird, sollte so jedes Jahr die Dividende um 5 Cent (+x% wegen der sinkenden Anzahl der berechtigten Dividenden) steigen und mehr und mehr Aktien jährlich zurückgekauft werden.
Da der Vorstand mit einer fast Verdoppelung des jährlichen EpS rechnet, läge der Betrag bei ca. 300 Cent pro Jahr, wovon 40 bis 60% ausgeschüttet werden. 80 Cent beträgt die Dividende momentan, also wären das dann 150 Cent-80 = 70 : 2 = 35 Cent um die die Dividende erhöht werden würde und mit denen die Rückkäufe abliefen. Zusätzlich wären das 7 Jahre des Rückkaufes, die ca. 30 Mio. Aktien einbringen. Die Summe der Dividende läge dann bei 80+35 Cent + ca.2,5% = ca. 118 Cent.
Ich habe alle Werte sehr vorsichtig berechnet, so dass man davon ausgehen kann, dass die wirkliche Entwicklung deutlich besser ist. Das ist eine Überlegung wert.
Alles Gute
Der Chartlord