US-Institut: 90 Prozent weniger Verkehr in Straße von Hormus
BERLIN (dpa-AFX) - Im Zuge des Iran-Kriegs ist der Schiffsverkehr durch die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Solange es die militärischen Fähigkeiten des Irans zuließen, werde er weiter versuchen, den Schiffsverkehr durch die Meerenge zu stören, schreibt das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in seiner neuesten Lage-Analyse. Das Vorgehen in der Straße von Hormus sei Teil der iranischen Strategie, auch den Golfstaaten Kosten für den Krieg aufzuerlegen.
Der Seeweg ist eine Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Sie ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, zu den Anrainern zählen neben dem Iran Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.
In mehreren dieser Staaten befinden sich US-Militärbasen - damit sind sie seit Beginn des Krieges Israels und der USA gegen den Iran am Samstag neben Israel auch zum Ziel iranischer Angriffe geworden. Der Iran konzentriere seine Gegenangriffe sogar auf die Golfstaaten statt auf Israel, heißt es in dem ISW-Bericht. Die meisten Attacken richteten sich demnach gegen die Vereinigten Arabischen Emirate./lkl/DP/men
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