Ich habe mir die Zahlen von UPS mal genauer angeschaut, und bin zu dem Ergebnis gekommen, das die Amis aus den letzten Löchern pfeifen. Gewinn um 100% gesteigert aber Umsatz nur um 3% ???
Das geht nicht miteinander her, wenn da nicht intern an verschiedenen Schrauben gedreht worden ist, die alles, aber wirklich alles auf die Ertragsseite geworfen haben. Ausgaben runter, Erträge rauf, ansonsten kann der Kurs der Aktie nicht mehr mit der Post mithalten. Wie bewertet man einen boomenden Internethandel, der gerade in den USA nur zu 3% Umsatzwachstum geführt hat ? Na klar ! Es müssen anderweitige Marktanteile soweit verloren worden sein, dass nur noch magere 3% übrig geblieben sind. (hähä!) Weltweiter Durchschnitt liegt (in den Industrieländern) bei 6-8%. Also sind irgendwo 3-5% "verloren gegangen" . Wer die wohl gefunden hat ?
Jahrelang war die Post wegen ihrer fehlenden Erträge im Marktsegment nur zweite Wahl. Das droht sich zu ändern. Für UPS gilt es um (fast) jeden Preis nicht den Anschluss an die Post zu verlieren, da ansonsten die Abstufung im Marktsegment der Logistiker auf "untergewichten" erfolgt. Was sich dann in den USA abspielt, kann sich hier noch kaum einer ausmalen. Alle Segmentorientierungen von Fonds werden die Amis massiv abstoßen und zur Post wechseln. Noch ist das nicht erfolgt, aber da die Amis schon die ersten notgeborenen strategischen Fehler machen, wird das nicht mehr lange dauern. Größter Fehler ist, dass UPS mit schlechterer Reputation und ohne Rückhalt bei den Kunden in Deutschland expandieren will. Überstarke Konkurrenz, fürchterlicher Wechselkurs (jetzt 1,38), gnadenlose Unterbezahlung und infolge davon grottenschlechte Ausbildung der Beschäftigten sind nur ein paar Fakten, die darauf warten, dass die Firma bald klein beigeben muss. Kommt in Deutschland erst der flächendeckende Mindestlohn, so besteht die große Gefahr, dass UPS anders als erwartet in die Schlagzeilen kommt. Für die Amis ist Tariflohn das rote Tuch mit dem die Post hier in Deutschland wedeln kann, muss und wird. Wie man es nicht machen sollte, hat man eigentlich am Beispiel Opel gesehen, aber anscheinend nichts daraus gelernt, wobei Opel noch guten Rückhalt bei den deutschen Kunden hat, was aber nichts nützt, wenn man die guten Autos nicht weltweit vermarkten darf um nicht GM in die Quere zu kommen.
Langfristig wird Deutschland durch seine besseren Leistungen die Amis zu einem minderwertigen Billiglohnland degradieren. Der innovative Fortschritt, der noch teilweise in den USA vorhanden ist, wird immer weiter abgebaut, weil die noch vorhandene Innovation längst nicht mehr Preis-Leistungsgerecht verkauft werden kann. Selbst die Tage von Apple sind bei den Preisen gezählt. Wie in der Werbung zutreffend gesagt wird : "Qualität überall", das steht für Deutschland. Qualität nur da, wo sie bezahlt wird, steht für die USA. Wenn es ganz schlimm kommt, und die USA richtig sparen müssen, so sehe ich als Chartlord schon eine ganz neue Epoche anbrechen.
Das ist die Epoche der Auswanderung aus den USA nach Europa !
(grins)
Die Folgen davon wären verheerend. In Irland würde sich neben der IRA (Irish republikan army) noch eine IDA etablieren (Irish demokratic army). In London würde es zur Gründung einer "Coffee Party" kommen. An Deutschlands Nord- und Ostseeküsten würden Sklavenjägerchiffe anlegen, die Jagd auf braungebrannte deutsche Urlauber machen um diese als "preiswerte Arbeitskräfte" an die zurück gebliebenen Mitglieder der Tea-Party zu verkaufen. (Man beachte die doppeldeutige Formulierung!)
und so weiter...
Aber noch ist es nicht soweit.
Der Chartlord