Die Deutschen und ihre PapiereAngst vor der AktieDas vierte Jahr nun steigen in Deutschland schon die Kurse - doch die Zahl der Aktionäre sinkt rapide. Nur der Markt für Zertifikate boomt. |
Das Zutrauen der Deutschen zur Aktienanlage bleibt im internationalen Vergleich weiter niedrig. Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts (DAI) vom Dienstag hatten 10,3 Millionen Bundesbürger im vergangenen Jahr ihr Geld in Aktien oder Aktienfonds investiert. "Gefahr, zu spielen" Nach DAI-Angaben verfügen zum Beispiel derzeit rund die Hälfte der US-Haushalte über Aktien oder Fondsanteile, in Großbritannien hat ein knappes Viertel der Bevölkerung ein Aktiendepot, in Spanien setzt ein Drittel der Familien auf Dividendenpapiere oder Fonds. Weniger dramatisch sieht Kapitalmarktexperte Martin Weber von der Universität Mannheim die Entwicklung. "Dass Leute weniger direkt in Aktien investieren, sondern mehr in Fonds- und Indexprodukte, ist sogar positiv zu bewerten", so Weber. So zeigten Studien in den USA sowie auch seines Lehrstuhls für Deutschland, dass Privatanleger, die selbst in Einzelaktien investieren, "tendenziell eine um drei bis vier Prozent schlechtere Wertentwicklung ihres Portfolios aufweisen als Profis".
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(SZ vom 17.1.2007) |
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