Ein weiter so will doch keiner!
Werbung
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 5,00 | 10,00 | 15,02 | |
| Fallender DAX-Kurs | 5,01 | 10,00 | 15,01 | |
|
... explosionsartig angestiegen ist, ist die Unglaubwürdigkeit des DB-Vorstands und die Offensichtlichkeit seiner Ohnmacht.
Schon wieder eine katastrophale Woche für die Aktionäre der beiden deutschen Großbanken in. Als ob Herr Merz hier irgendetwas bewirkt hätte, gerade er, dessen Auftraggeber mit einer der größten Verleiher deutscher Aktien auf dem Markt ist. Er wird seinen Einfluss im Hintergrund schon geltend machen, um Deutschland noch weiter und noch tiefer in eine US-Abhängigkeit zu reiten. Ich schätze, dass ihm seine zukünftige Rolle in der CDU weitaus mehr Möglichkeiten zur Verfolgung der Unternehmensziele von BlackRock verschafft als die der Gallionsfigur. Cleveres Kerlchen, dieser Merz ...
... denn auch kleinere Verluste sind Verluste, die kein Mensch in seinem Depot haben möchte, und Kurse deutlich unterhalb von 50% des Buchwertes sind mehr als ärgerlich, aber bei 25% darf man auch schon einmal die Frage stellen, was da in den Vorstandsbüros eigentlich abgeht!? Selbst wer bei 10,00 oder 9,00 eingestiegen ist, sitzt nach nur relativ kurzer Zeit auf herben Verlusten. Da darf man auch schon einmal schimpfen und wüten. Das ist okay und in diesem Fall auch angebracht, gerade auch wenn man die Arroganz und die Ignoranz gewisser Vorstandsmitglieder (z. B. das jüngste Interview von Herrn von Moltke bei CNN) sieht. Ich brauche als Aktionär nicht deren Mitleid, sondern deren Leidenschaft, den Karren (endlich) aus dem Dreck zu ziehen. Ich erkenne da aber nur blanke Ohnmacht.
Eine Verschmelzung mit der CoBa wäre ja eine Art Teilverstaatlichung der Deutschen Bank. Ich meine, dass man am Kurs der Commerzbank sehr schön sehen kann, wozu das (sehr wahrscheinlich) am langen Ende führen wird. Allerdings ist ja noch nicht ganz raus, wie genau das Ganze am Ende aussehen soll. Es wird Szenarien geben, die einen kurzfrisitg deutlichen Kursanstieg nach sich ziehen könnten, da Leerverkäufer sich schneller als gedacht eindecken müssten. Das wäre also eine erste technische Reaktion, aber dann muss man im 2. Schritt sehen, wie die Fusion genau aussehen soll, denn eine Teilverstaatlichung mit anschließenden Massenentlassungen wird es wohl eher nicht geben. Ich glaube auch, dass das Investmentbanking in diesem Zug ausgelagert wird, wobei der deutsche Steuerzahler dann (anteilig) für eine gewisse Übergangszeit Garantien für den Käufer bzw. die Aktionäre der ausgelagerten Investmentbank wird übernehmen müssen. Das wird auf jeden Fall für ordentlichen politischen Zündstoff sorgen, gerade wenn es tatsächlich zu einem nachhaltigen Wirtschaftsabschwung kommt. Andererseits bliebe dem Steuerzahler auch so nicht erspart, die Deutsche Bank im Falle einer möglichen Schieflage zu retten, weil der geplante EZB-Auffangschirm noch längst nicht das Volumen erreicht hat, um in einer baldigen Krise allen wankenden Banken in der Eurozone zu helfen.
Deshalb: Eine gute Frage, die Du da stellst, aber die Antworten hängen von der konkreten Ausgestaltung ab. Kurzfristig aber würde ich auf dem aktuell ausgebombten Niveau einen deutlichen, eher technisch bedingten Kursanstieg sehen, aber die von einigen hier erwähnten 20,00 gehören dann wohl ein für allemal der Vergangenheit an. Ich hingegen würde der Deutschen Bank-Führung raten, sich besser jetzt als gleich der UBS als Übernahmekandidat anzubieten, um die Bank und auch die Aktionäre vor staatlichen Eingriffen zu schützen. Für die Commerzbank gäbe es wohl genügend Käufer im Ausland. Da muss man halt ein Preisschild heraushängen, das ca. 40% über dem aktuellen Kurs liegt (10,00 pro Aktie). Dann ist der Laden weg und die paar Kröten, die der Bund dann seit der Rettung draufgelegt hätte, wären ein vergleichsweise kleiner Preis im Gegensatz zu dem, was eine Fusion an möglichen Kosten verursachen würde.
... an der Deutschen Bank zu Lasten der Steuerzahler schon einmal ab:
www.bloombergquint.com/business/...s-rebuff-in-merkel-s-party
Da wird man wohl andere Wege gehen müssen, um die deutsche Finanzindustrie zu stärken. Man könnte ja bei den negativen Einlagezinsen beginnen und dafür sorgen, dass diese in Ländern, in denen es bereits eine Liquiditätsschwemme gibt, schon jetzt zurückgenommen werden.
Die Idee der negativen Einlagezinsen war ja, dass die Banken sich nicht grundlos Geld leihen und dieses bunkern, sondern die (erwartet hohe) Nachfrage der europäischen Volkswirtschaften nach Liquidität bedienen. Andererseits verpflichtete man die Institute jedoch, Liquiditätspolster vorzuhalten, damit im Falle eines Falles schnell darauf zugegriffen werden kann. Irgendwie beißt sich hier die Katze in den Schwanz und gerade die Banken mit den riesigen Bilanzen hätten doch eigentlich schon längst gegen so ein Vorgehen, sich nämlich ihr eigenes Grab ausheben bzw. sich selbst in den Rücken schießen zu müssen, entschieden vorgehen müssen.
Was anfangs als Motivationsspritze vor allem für die Banken in Südeuropa gedacht war, entpuppte sich mehr und mehr als sprudelnde Einnahmequelle für die EZB zu Lasten der Banken in den Volkswirtschaften, die mit dieser Form der Geldschwemme schon bald nicht mehr viel anfangen konnten. Den gewünschten Effekt hätte man auch mit -0,05% erreichen können statt mit -0,4%. Jahr für Jahr "verdampfen" bei der Deutschen Bank allein dadurch ca. 1 Mrd. Euro und es hat wohl auch (vernünftige) Gründe, weshalb man in den USA zu keinem Zeitpunkt negative Zinssätze eingesetzt hat.
Zusätzlich nahm die EZB den Banken über viele Jahre das ohnehin margenschwache Anleihegeschäft teilweise weg, ohne diese für den dadurch entstandenen Verlust zu entschädigen. Schon komisch, wenn man Volkswirtschaften dadurch stärkt, indem man den privatwirtschaftlichen Bankensektor schwächt. In Zukunft sollte die EZB schauen, dass sie sich im Falle eines Einschreitens - und das war in jedem Fall wichtig und notwendig - nicht "versehentlich" Bereiche schwächt, die auch eine stützende Funktion in einer funktionierenden Volkswirtschaft innehaben. Auch bringt es nicht so viel, Anleihen von Unternehmen zu kaufen, die damit keinerlei Investitionen in den Ländern der EU voranbringen, die es eigentlich nötig hätten: Daimler mit billigem Geld zu versorgen, die damit neue Werke in Fernost und Nordamerika aufbauten, hilft den maroden europäischen Südstaaten keinen Schritt weiter. Umgekehrt konnten Unternehmen, die gerade dort investieren wollten (und sollten), ihre Anleihen bei der EZB kaum platzieren, weil diese dann nicht über die notwendige Bonität verfügten.
Das Experiment von Draghi muss man auch nicht zwingend verstehen, weil es (unterm Strich) gescheitert ist. Die ausgebliebene Hilfe wird aber erst deutlich werden, wenn die durch die ausgelöste Geldschwemme verursachten Wellen sich zurückziehen und den verbrannten Boden wieder freigeben, den wir zu Beginn dieser Maßnahmen bereits hatten und weiter haben werden. Strukturschwächen bekämpft man mit gezielten Maßnahmen und nicht dadurch, dass man blindlinks Pflaster verteilt und hofft, dass es an den richtigen Stellen angebracht wird.
|
Werbung
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 5,00 | 10,00 | 15,02 | |
| Fallender DAX-Kurs | 5,01 | 10,00 | 15,01 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 55 | 43.742 | Deutsche Bank - sachlich, fundiert und moderiert | BiJi | Highländer49 | 18.03.26 16:12 | |
| 8 | Deutsche Bank seit 6 Monaten ohne Performance | Terminator100 | mexel | 23.05.24 15:58 | ||
| 100 | 17.836 | wer traut sich heute Deutsche Bank zu kaufen? | Jabl | ExcessCash | 12.03.24 13:00 | |
| 68 | Zunächst... | RobertController | Lionell | 02.01.24 14:19 | ||
| Banken | Karlchen_V | 18.12.23 16:26 |