Und wann kommt der Bus mit den Leuten, denen es interessiert?
Die Story lässt sich auf zig Tausend weitere Unternehmen übertragen, macht sie nur nicht interessanter und relevanter für dieses Forum. Vielmehr sollte der Austausch von fundamentalen Analysen und - meinetwegen - für kurzfristige Trader auch Charttechnik im Vordergrund stehen.
In den Rückspiegel zu schauen ist keine Kunst. Warum gibt es so viele Menschen, die ihren Weg zum unschätzbaren Reichtum in diesem Forum breittreten müssen? Mangelnde Anerkennung im richtigen Leben scheint mir als Grund wesentlich plausibler.
Da gibt es den Welti, der regelmäßig die Papierkörbe in einer kleinen Investment-Klitsche leert, und sein Taschengeld auf Basis von Whiteboard-Infos verzockt, sich aber als Teil des Teams versteht.
Oder der Kollege mit dem doch wenig sympathischen Charakterzug, immerzu Recht haben zu müssen. Der aufgrund seiner Verbitterung seine Meinung unbelehrbar auf Short wechselte, und jetzt anscheinend zurück auf Los geschickt wurde.
Bleiben wir doch bei den zugrundeliegenden Fakten (incl. Wertung meinerseits):
- Die Kursziele werden seitens der Konkurrenz moderat angehoben, um die Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren (keiner lobt das Geschäftsmodell des direkten Konkurrenten in den Himmel)
- Diverse Konkurrenten stocken ihr Engagement in die DB auf (sofern man diesem Bericht Glauben schenken mag www.fundresearch.de/banken/...etzen-auf-die-deutsche-bank.php )
- Investoren (managed Fonds) vertrauen der neuen Strategie
- Risiken bleiben weiterhin die makroökonomische Lage (hohes Risiko), die Ertragslage (geringes Risiko) und das Erreichen der Kostenziele (geringes Risiko)
Ertrags- und Kostenziele zahlen auf das Ziel 8% RoTE ein. Nach jetziger Ausgangslage ein niedrigeres Risiko, da der aktuelle Kurs gerade einmal 3-4% RoTE widerspiegelt. Kurse unter 8 waren der Unsicherheit einer Kapitalerhöhung geschuldet. Sollte sich das makroökonomische Umfeld eintrüben, helfen die meisten anderen Aktien auch nicht mehr.
Die weitere Ausgabe von CoCo-Bonds sehe ich gelassen. Sollte sich dadurch die Verschuldungsquote auf 4,5% verbessern und in der Folge das Rating angehoben und die Refinanzierungskosten gesenkt werden, werden die ca. 70Mio Zinsen pro Jahr mehr als aufgewogen.
Die Fantasie für 2022 ist vorhanden und auch der Grund warum der Kurs steigt. Es sind bestimmt noch weitere institutionelle Investoren unterhalb der Meldeschwelle eingestiegen.
Ich bin klar positiv gestimmt und konnte hoffentlich eine (wenn auch subjektiv angehauchte) Einschätzung zur Diskussion stellen. Kritik ist herzlich willkommen. Dies ist keine Empfehlung!