da bin ich absolut bei Dir, Maxxim. Vorher sollte man die Aktie nicht anfassen. Sicherlich sah es lange Zeit auch aus meiner Sicht so aus, als ob Ackermann der geniale Vorsitzende war, der die DB sogar einigermaßen gut durch die Krise gebracht hat. Aber er hat auch die ganzen Altlasten hinterlassen, mit denen der jetzige Vorstand und die Bank zu kämpfen haben. Und man kann heute noch nicht absehen, was da noch kommt und wie hoch die Strafen sein werden, wenn mal alles ausgestanden sein sollte. Das muss man fairerweise auch beachten, wenn man über den jetzigen Vorstand schimpft, der allerdings selbst zumindest zum Teil für die Schweinereien aus der Vergangenheit mitverantwortlich ist. Der Preis für die besseren Jahre bis zur Finanzkrise und auch dafür, wie man damals a durch kam, zahlen die heutigen Aktionäre. Leute wie Reniar, der sich, wie jeder von uns, im Jahre 2010 nicht in seinen schlimmsten Alpträumen die jetzige Lage vorstellen konnte. Damals hat man doch gedacht, dass die Bankenkrise irgendwann ausgestanden ist und man wieder zu alter Stärke zurückkommen wird. Einigen Banken, insbesondere in den USA, ist dies auch gelungen, wie man an den letzten Quartalsergebnissen sieht, die zusammen gerechnet knapp geschlagen das zweitbeste Quartal überhaupt ergeben. Aber in Deutschland gibt es auch Banken wie die Aareal Bank, die ebenfalls durch die Krise gut durchkam und heute sehr gut da steht. Nur bei der Deutschen Bank ist das eben nicht gelungen und der Kurs stand selbst kurz nach der Krise beinahe doppelt so hoch wie heute, auch wenn man inzwischen die ein oder andere Kapitalerhöhung berücksichtigen muss. Wie gesagt, für die gute Zeit vor der Finanzkrise zahlen die heutigen Aktionäre den Preis. Wohl dem, der damals durch einen rechtzeitigen Verkauf von den krummen Geschäften profitieren konnte.