Im Nachbarthread schimpfen alle auf den rasanten Absturz. Nun ja, am 10. Januar sahen wir 37,89 und gerade mal 5% Kursabschwächung bedeuten 35,99€ Allerdings war dieses als Tageshoch, wenn man realistischer das Hoch bei 37 Euro sieht, sind 5 Prozent Kurseinbruch gerade mal 35,15 €. 5% Kursschwankungen standen vor einem Jahr noch fast an der Tagesordnung. Ergo ist all dieses Jammern auf hohen Niveau beziehungsweise bewegt sich der Kurs im tristen Niemandsland. Weit weg von fundamentalen Betrachtungen und möglichen Potential, jedoch über den Panikkursen unterhalb der 30 Euromarke.
Traurig stimmt mich allerdings, dass die 36 nicht gehalten haben, da die 34 bis 36 Euro ein schier unüberwindbare Hürde zu sein schien. Kaum einmal überwunden, ist diese Hürde nicht einmal 2 Wochen später wieder gefallen.
Noch ist der Weg nicht frei für den Kurs der Bank! Wie Graflahnstein es schon bemerkt hatte, die Q4 Zahlen werden ernüchternd sein. Das Kosteneinsparprogramm kostet erst einmal, vor allem die einmaligen Abfindungen der entlassenden Investmentbanker.
Auch die deutsche Regierung ist ersteinmal Handlungsunfähig durch die vergangene Wahl und die nun anstehende Bundestagswahl. Traurig, aber wahr. Außerdem schwenken alle Regierungen in Europa zu sozialistischeren, doch gerade in der heutigen Zeit ist doch die zentrale Frage, wer den Sozialstaat noch bezahlen soll. In diesem Punkt beneide ich die USA. Der mit mehr Macht ausgestattete US-Präsident kann nur einmal wiedergewählt werden. Somit kann dieser Mann nach freien Willen und wirklich besten Gewissen regieren, da für ihn keine erneute Wahl ansteht, er kann sich überhaupt nicht an der Macht festklammern.
Und genau wegen diesem Ruck, der durch Europa fährt, befüchte ich eine Rückkehr der Eurokrise in diesem Sommer. Dennoch sehe ich bis zur HV im Mai Kurse von über 40 Euro, doch was ist dies schon auf lange Sicht betrachtet. Wir bewegen uns im Niemandsland mit einer realtiv blassen Doppelspitze.
Früher erschienen Kurse von unter 30 Euro als unvorstellbar, heute sind Kurse von über 60 Euro genauso undenkbar. Schon merkwürdig.
Und durch die Einführung der Abgeltungssteuer und der somit abgeschafften steuerfreien Haltefrist werden Kurse überwiegend von Spekulanten und Tradern bestimmt und immer weniger von Investoren, denn Traden ist heutzutage erfolgreicher geworden. Dennoch halte ich ein langfristiges Invest über einige Jahre in dei DB für lukrativ, doch sollten dafür eher niedrige Kurse im Juli oder August genutzt werden, auch wenn momentane weder hoch noch niedirg sind.
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!