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Desaster

 
26.04.02 10:47
hatten wir schon alles.

Ganz ruhig es kann nur schlimmer werden.

Das Böse ist immer und überall.

fG


Vodafone will Orange für Schuldenabbau schnell verkaufen

London (dpa) - Vodafone AirTouch Plc will nach Informationen der "Financial Times" den Mobilfunkanbieter Orange möglichst schnell veräußern. Ziel sei der schnelle Abbau der Schulden, die Vodafone wegen der Übernahme der Mannesmann AG entstanden sind. Außerdem wolle der britische Mobilfunkkonzern seine "Kriegskasse" füllen, um erfolgreich bei der Versteigerung der UMTS-Frequenzen mitbieten zu können.

Die Pläne stoßen dem Bericht zufolge allerdings beim Management von Orange auf Ablehnung, das den Mobilfunkanbieter im Verlauf des Jahres an die Börse bringen wolle. Ein Verkauf von Orange könne zwar mehr als 30 Milliarden Pfund (zehn Mrd DM) einbringen, würde dem Unternehmen aber eine hohe Steuerlast aufbürden, die bei einem Börsengang nicht anfiele.©dpa021112 Mai 00




Gott glaubt nicht, er sei Larry Ellison

"Verrückter Visionär" ist reichster Mann der Erde


Von CLAUDIA WEIDLICH

London - Londons Abendzeitung "Evening Standard" beschrieb ihn kurz, aber treffend so: "Er ist alles, was Bill Gates nicht ist - inklusive der weltgrößfte Verdiener." Wer hier so gelobt wird, ist Larry Ellison (55), Besitzer der Data-Management-Firma Oracle. Während Bill Gates im Moment noch vor der Entscheidung der amerikanischen Kartellrichter zittert und dessen Aktien um insgesamt 21 Prozent fielen, schießt Oracle nahezu kometenhaft in den Börsenhimmel. Um insgesamt 428 Prozent stieg der Oracle-Kurs. Damit ist Ellisons Firmenanteil umgerechnet über 105 Milliarden Mark wert und überholt damit hauchdünn Bill Gates' Wertanteile bei Microsoft. Ein Triumphzug für den High-tech-Playboy, wie die "Daily Mail" Ellison taufte.
Der dreifach geschiedene, braungebrannte und sportvernarrte Ellison möchte alles sein - nur nicht so wie sein etwas farbloser, glücklich verheirateter Rivale von Microsoft. Mit seiner 73 Meter langen Yacht "Sayonara" liefert er sich gern Rennen mit den Medientycoonen Rupert Murdoch und Ted Turner, nimmt aber auch an traditionellen Regatten wie in Cowes und Sydney-Hobart teil, surft und fährt Radrennen. Ellison besitzt einen italienischen Jagdflieger und liebt schnelle Autos.
Doch das sicherste Zeichen der Extravaganz ist wohl sein neues Haus in San Francisco. Japanische Handwerker schufen es nach dem Vorbild des Kyoto-Palastes, in Einzelteile zerlegbar. Diese werden für insgesamt 217 Millionen Mark nach Amerika geschifft und dort wieder aufgebaut.
Mike Wilson, Autor von Ellisons Autobiografie: "Der Unterschied zwischen Gott und Larry Ellison ist: Gott glaubt nicht, er sei Larry Ellison." Wilson sagt über seinen Freund: "Larry ist brillant und instinktiv im Denken, aber völlig unreif im Handeln. Er ist ein unkontrollierter Erwachsener. Zum Glück sind richtige Erwachsene in seiner Firma am Steuer. Er ist der verrückte Visionär." Ein Visionär, der sich seine kostspieligen Spleens leisten kann. Vor 23 Jahren, zwei Jahre nach Bill Gates' Microsoft-Gründung, baute Ellison mit 3600 Mark Erspartem seine neue Firma in Silicon Valley in Kalifornien auf. Das war alles, was sich der Mann aus Chicago, der als Kind von seiner Tante adoptiert wurde, leisten konnte.
Mittlerweile bedient Oracle 120 000 Kunden in 145 Ländern und hat 43 000 Angestellte weltweit, davon 2000 in Deutschland. Was mit dem Speichern und Zusammentragen von Informationen als Serviceleistung für Firmen begann, wurde mittlerweile zum Schlüssel für viele Internet-anbieter. Yahoo, Amazon und 90 Prozent der E-Commerce-Anbieter arbeiten ausschließlich mit Oracle-Software. Ellison befürchtet jetzt, dass sich Gates das für alle Computer kompatible System abgucken wird.

Börsenguru Soros im Pech

New York - Der Aktieneinbruch an der Technologiebörse Nasdaq bringt nicht nur Kleinanleger zur Verzweiflung - auch den ganz Großen unter den Wertpapier-Spekulanten hat der Crash ein tiefes Loch ins Portemonnaie gerissen. George Soros, bekannt als "König" hochspekulativer Investementfonds (Hedge-Fonds), hat zuletzt ein Fünftel seines Anlagevermögen eingebüßft. Auf dem Papier ein Verlust von drei Milliarden Dollar.
Unter die Räder kam Soros, der in seinen Fonds weltweit etwa 14,2 Milliarden Dollar seiner Anleger verwaltet, vor allem mit seinem Aushängeschild Quantum Fund. Der Wert des einstigen Überfliegers ist allein in den ersten zwei Wochen dieses Monats um 20 Prozent gefallen. Spekulierte der 70-Jährige bisher mit 11,2 Milliarden Dollar, stehen seinem Verwalter Stanley Druckenmiller jetzt nur noch 8,2 Milliarden Dollar zur Verfügung. Dabei zogen sinkende Technologie- und Biotechnologie-Werte den Fonds in den Keller.
"Wir haben unser Portfolio in der Vergangenheit mit Papieren der New Economy aufgestockt", erklärte Druckenmiller. "In den vergangenen Wochen mussten wir deshalb vor allem bei der Biotechnologie einige Dellen verkraften." Die Dellen, wie Druckenmiller sie nennt, haben allerdings im März zum schlechtesten Monatsergebnis seit sechs Jahren geführt. Im Februar 1994 hatte der Quantum Fund 24 Prozent verloren.
Doch nicht nur das Vorzeigeobjekt von Soros in den USA ist ins Taumeln geraten. Auch der in London verwaltete Quota Fund musste Federn lassen. Manager Nicholas Roditi, der 1,2 Milliarden Dollar verwaltet, meldet einen Verlust von 30 Prozent allein im April. Auf das bisherige Jahr 2000 gesehen, sank der Fonds damit um 41,2 Prozent.
An der New Yorker Wall Street fragen sich Aktienhändler bereits, ob ihr einstiger "Guru" seinen "Riecher" für Anlagen verloren hat. Ein Vorwurf, den er sich bereits im vergangenen Jahr gefallen lassen musste. Kurz vor Weihnachten 1999 meldete Soros mit seinen Fonds einen Verlust von 660 Millionen Dollar.
Doch George Soros, der 1998 weltweit für Schlagzeilen sorgte, als er durch Spekulationen auf den russischen Rubel zwei Milliarden Dollar verloren hatte, scheint bei allen Turbulenzen die Nerven zu bewahren. Trotz der Verluste mit Quantum Fund baut er immer noch auf das Vorjahresergebnis. Damals erwirtschaftete er auf Grund des starken Marktes an der Börse einen Gewinn von 35 Prozent. Auch wenn diese Zunahme fast aufgebraucht ist, will er das 99er-Ergebnis auch 2000 wiederholen. (SAD)

Washington - Im Kartellprozess gegen Microsoft erwägt die US-Regierung angeblich eine Zerschlagung des weltgrößten Softwareherstellers. Nach entsprechenden Berichten der "Washington Post" und "USA Today" brach die Aktie des Konzerns am Montag ein und verlor zu Handelsbeginn in den USA fast 15 Prozent. In dem Prozess ist Microsoft schuldig gesprochen worden, unfair gegen Konkurrenten vorgegangen zu sein. Das Strafmaß steht noch aus.

Wie Zeitungen berichteten, plant die US-Regierung, mit einer Zerschlagung von Microsoft den Wettbewerb in der Softwarebranche zu stärken. Das Unternehmen des Milliardärs Bill Gates könnte in zwei oder drei eigenständige Unternehmen aufgespalten werden.

Die Microsoft-Aktien fielen an der NASDAQ, der US-Börse für Technologietitel, um mehr als zehn Prozent auf unter 67 Dollar (Aktueller Kurs der Microsoft-Aktie). Die Microsoft-Aktie hatte in den vergangenen zwölf Monaten zeitweise mit knapp 120 Dollar notiert. Weiterer Grund für den massiven Kurssturz war die Vorlage von Quartalsergebnissen und negative Bewertungen durch Analysten. Die Gesellschaft hatte vergangene Woche Quartalergebnisse vorgelegt, die die Wall Street enttäuschten.

Aufteilung in drei Gesellschaften

Der Plan des US-Justizministerium sieht vor, das Betriebssystem Windows vom Rest des Unternehmens abzuspalten. Eine zweite Firma würde den Anwendungssoftware-Bereich von Microsoft erhalten. Möglich sei auch die Abspaltung der Internetsparte in eine dritte Gesellschaft. Darin würde der der Online-Dienst MSN eingehen, wie die "Washington Post" berichtete.

Ein Microsoft-Sprecher wies nach Angaben der Zeitung diese Vorschläge energisch zurück. Sie würden als Abhilfe zu weit gehen und der Softwarebranche und den Verbrauchern schaden.

In dem Kartellprozess ist der nächste Gerichtstermin für den 24. Mai angesetzt. Der Richter muss dann entscheiden, mit welchen Mitteln er Microsoft in Zukunft von wettbewerbswidrigem Verhalten abhalten will. Der zuständige Richter Thomas Penfield Jackson hatte in dem bereits seit zwei Jahren laufenden Verfahren entschieden, dass Microsoft gegen das US-Kartellgesetz verstoße.

Das US-Justizministerium und die meisten der 19 mit klagenden US-Staaten wollen weit reichende Auflagen für die zukünftigen Geschäftsmethoden von Microsoft beantragen. Microsoft will in Berufung gehen. "USA Today" berichtet, dass das Berufungsverfahren mehr als zwei Jahre dauern könnte. Selbst wenn Jackson einer Zerschlagung zustimme, bestehe eine große Chance, dass höher gestellte Gerichte sie als zu extrem ablehnen könnten. (AOL/dpa/rtr)

MobilCom zahlt notfalls über 24 Milliarden Mark für UMTS-Lizenz




Berlin, 20. April (AFP) - MobilCom-Chef Gerhard Schmid rechnet für sein Unternehmen fest mit einer Lizenz für den neuen Mobilfunkstandard der dritten Generation. MobilCom sei durch die Verbindung mit dem "starken Partner" France Telecom "gut gerüstet" für die Versteigerung der fünf Multimedia-Lizenzen im Sommer, sagte Schmid am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Zusammen mit dem französischen Unternehmen könne MobilCom 22 bis 24 Milliarden Mark aufbringen - "wenn nötig mit Hilfe der Börse auch noch mehr", sagte Schmid. In Deutschland wird UMTS im Jahr 2002 verfügbar sein. Der neue Übertragunsstandard bietet neben besserer Sprachqualität auch schnellere Datenübertragung und Multimedia-Anwendungen wie den mobilen Zugang zum Internet. Experten gehen davon aus, dass der Verkauf Finanzminister Hans Eichelzwischen 40 und 120 Milliarden Mark in die Kasse spülen könnte. In Großbritannien übertraf die noch laufende Versteigerung von insgesamt fünf Lizenzen alle Vorhersagen: Mit umgerechnet mehr als 70 Milliarden Mark lagen die Gebote zuletzt um ein Vielfaches über den anfänglichen Erwartungen© AFP201023 Apr 00




Bankenfusion geplatzt

Desaster




Was für ein Desaster. Da verkünden zwei der höchstbezahlten Herren im Lande den größften Firmenzusammenschluss aller Zeiten. Beide sind angeblich Fusionsprofis, erfahrene Top-Manager von Weltrang. Alles sei klar. Die größfte Bank der Erde gehe glänzenden Zeiten entgegen, und überhaupt sei alles prima.
Dann gestern ein so klägliches Scheitern, dass selbst geneigte Laien fassungslos den Kopf schütteln.Nun könnte man die Chefs von Deutscher Bank, Dresdner Bank und Großaktionärin Allianz inklusive deren Aufsichtsräte mit dem berechtigten Vorwurf der Branche davonkommen lassen, die Mega-Fusion sei mit zu heißer Nadel gestrickt und dilettantisch vorbereitet worden. Doch trifft das allein den Kern? Nein. Was diese Herren da angestellt haben, ist eine verantwortungslose Stümperei auf dem Rücken der Kunden, der Aktionäre sowie Zehntausender verunsicherter Mitarbeiter und deren Familien. Bei denen dürften zwar gestern die Sektkorken geknallt haben. Immerhin sollten 16 000 Beschäftigte wegrationalisiert und Hunderte Filialen geschlossen werden. Die Sache aber ist noch längst nicht ausgestanden. Das Zittern wird nur verlängert. Die Dresdner Bank bleibt Übernahmekandidat.
Und die Kunden? Auch sie werden die ebenso arrogante wie unverschämte Offenbarung nicht so schnell vergessen, dass langjährige treue Sparer plötzlich nicht mehr gut genug waren. Dass ein paar Herren die neue deutsche Armutsgrenze bei 200 000 Mark Vermögen und fünf Millionen Mark Firmenumsatz festlegten.
Die Aktionäre schließlich werden sich erschüttert fragen, ob das von ihnen finanzierte Gehalt für solche Bankenchefs berechtigt ist, die die weltweite Fusionsberatung als eigene und ganz besondere Stärke feilbieten, den eigenen Zusammenschluss aber katastrophal verpatzen. Was für ein Desaster.

"Die Presse" zu US-Abhöraktion in Europa

Wien (dpa) - Die in Wien herausgegebene konservative österreichische Zeitung "Die Presse" erregt sich am Samstag über die US-Abhöraktion gegen europäische Firmen.

"Der Affront ist einzigartig. Da munkelt man seit Jahren über ein US-Abhörsystem in Europa, rätselt, warum europäische Firmen Aufträge an US-Firmen verloren haben, lässt Experten monatelang die Möglichkeit der Existenz eines solchen Abhörsystems untersuchen - und dann schreibt der ehemalige CIA-Direktor in einem Gastkommentar frank und frei: 'Ja, liebe Freunde, wir haben euch ausgehorcht.' Eine rechtliche Grundlage für den millionenfachen Lauschangriff gibt es nicht. Mag man die Abhöraktion früher damit gerechtfertigt haben, man müsse über den Feind, die UdSSR, informiert sein (Zufall, dass auch Gespräche befreundeter Staaten abgehört wurden), fällt diese Erklärung mittlerweile weg. Die Lauschangriffe dienen einzig dazu, US-Firmen einen Vorteil gegenüber ihren europäischen Konkurrenten zu verschaffen. Das hat nichts mit der in den USA so gern strapazierten 'nationalen Sicherheit' zu tun, sondern ist schlicht und einfach Industriespionage - staatlich sanktioniert und finanziert." ©dpa 010857 Apr 00

Mannesmann vor Zerschlagung



Düsseldorf - Nach der Übernahme durch Vodafone droht der Mannesmann AG mit dem Kauf der Industriesparten durch ThyssenKrupp endgültig das Aus. Der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp billigte am Freitag das Konzept des Vorstandes, Atecs für 8,75 Milliarden Euro (17,5 Milliarden Mark) komplett zu übernehmen.
Die Kaufofferte sei dem Vorstand von Mannesmann überreicht worden, teilte ThyssenKrupp mit. Das Angebot erstrecke sich auf den Erwerb von 100 Prozent der Aktien von Atecs mit dem gesamten weltweiten Geschäft von VDO, Sachs, Rexroth, Dematic und Demag Krauss-Maffei.
Der Mannesmann-Sprecher Manfred Söhnlein bestätigte den Eingang des Angebots. "Wir werden das prüfen, und dann wird der Aufsichtsrat beraten und darüber entscheiden." Man werde sich außerdem mit Vodafone abstimmen und zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen. Als die wichtigsten Kriterien nannte Söhnlein die Attraktivität des Angebots für Atecs und für den Verkäufer Vodafone/Mannesmann. Außerdem müsse die Prüfung berücksichtigen, ob das Kaufgebot einem Börsengang standhalte.
Mannesmann hatte sich bislang entschieden für einen Börsengang ausgesprochen und einen Verkauf strikt abgelehnt. Die für Freitag anberaumte außerordentliche Aufsichtsratssitzung wurde kurzfristig auf Mitte kommender Woche verschoben.
ThyssenKrupp zeigte sich überzeugt, dass die Zusammenführung der beiden Unternehmen vor dem Hintergrund des zunehmenden Wettbewerbs industriell sinnvoll sei. Die Verbindung würde allen beteiligten Unternehmen bessere Wachstumschancen eröffnen, hieß es.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und des Vorstandes von Atecs Mannesmann würden Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG sein, hieß es weiter. Hierdurch würden Transparenz, Motivation und Integration von Atecs sichergestellt werden. Die Mannesmann-Tochter erwirtschaftet 1999 mit rund 90 000 Beschäftigten 12,3 Milliarden Euro Umsatz. Das Unternehmen sieht sich in den Bereichen Autoelektronik, Hydraulik, Kunststoffmaschinen und Logistiksysteme als ein Weltmarktführer.
Zum beschlossenen Joint Venture von Atecs und Siemens erklärte ThyssenKrupp, für eine Zusammenarbeit sprächen deutliche strategische Überlegungen. ThyssenKrupp erwarte, dass auch nach einem Erwerb von Atecs das Joint Venture gemeinsam durchgeführt werde.
Der Mannesmann-Vorstand hatte nach Bekanntwerden des Kaufinteresses von ThyssenKrupp seinen Widerstand gegen die Pläne angekündigt. Die Geschäfte von Mannesmann und ThyssenKrupp passten nicht zusammen. Vorstand und Aufsichtsrat seien verpflichtet, Atecs als Publikumsgesellschaft an die Börse zu bringen. Der Börsengang ist für Juni vorgesehen.
Auch die Atecs-Betriebsräte lehnen einen Verkauf ab. Durch einen solchen Schritt könnten 1000 Arbeitsplätze bedroht sein, sagte Jürgen Ladberg, Arbeitnehmervertreter im Mannesmann-Aufsichtsrat. Hinsichtlich des industriellen Konzeptes von ThyssenKrupp zeigte er sich skeptisch. (dpa)

DaimlerChrysler startet in Asien durch



Hamburg - DaimlerChrysler steht vor dem größften Umbau seit der Fusion der beiden Autobauer im Oktober 1998. Um sich noch mehr auf das Kerngeschäft zu konzentrieren, will Deutschlands größfter Industriekonzern seinen Informationstechnologie-Dienstleister debis Systemhaus verkaufen. Das Unternehmen soll nach Informationen vom Wochenende mehrheitlich an die Deutsche Telekom gehen. Auch Siemens hatte Interesse angemeldet. Der Kaufpreis für das Unternehmen, das zurzeit noch zur DaimlerChrysler-Dienstleistungstochter debis AG gehört, soll nach Informationen der "Börsenzeitung" zwölf Milliarden Mark betragen.
Das Geld kann DaimlerChrysler-Chef Jürgen E. Schrempp gut gebrauchen. Schließlich will sich der deutsch-amerikanische Autokonzern mit 33,4 Prozent an seinem bisherigen japanischen Konkurrenten Mitsubishi beteiligen. Dafür muss Schrempp dem Vernehmen nach umgerechnet knapp 2,6 Milliarden Mark bezahlen. Eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Beteiligung ist derzeit in weite Ferne gerückt. Schließlich hat der Aktienkurs seit Bekanntwerden der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler Anfang Mai 1998 von knapp 200 Mark (Daimler-Benz-Aktie) auf heute umgerechnet etwa 140 Mark gesunken.
DaimlerChrysler muss seine Präsenz in Asien, dem Weltautomarkt der Zukunft, verstärken. Die Beteiligung an Japans viertgrößftem Autobauer wird nicht der letzte Schritt in diese Richtung sein. Schrempp will langfristig einen Marktanteil von 25 Prozent in dieser Region. 1999 waren es gerade mal 3,2 Prozent. Mit Mitsubishi würde die Präsenz am Markt auf 15 Prozent steigen. Eine Beteiligung von 33,4 Prozent würde nach japanischem Recht ausreichen, damit DaimlerChrysler die Kontrolle über das Unternehmen bekommt. Unklar ist noch, ob sich der Konzern auch an der Nutzfahrzeugsparte von Mitsubishi beteiligen kann. In diesem Bereich sind die Japaner bereits eine Beteiligung mit Volvo eingegangen. Japanische Zeitungen hatten in der vergangenen Woche berichtet, Mitsubishi gliedere die Pkw-Sparte aus und bringe sie in zwei bis drei Jahren bei DaimlerChrysler ein. (HA)

Versicherer greifen nach Bank-Filialen

Berlin - Die neue Deutsche Bank will nach ihrer Fusion zunächst in Europa auf Partnersuche gehen. Das machte ihre künftige Doppelspitze, Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer und sein Dresdner-Bank-Kollege Bernhard Walter, deutlich. "Die erste Phase ist in der Bundesrepublik sicherlich eine Konsolidierung in den verschiedenen Banksektoren. Anschließend erwarte ich eine Grenzüberschreitung in Europa", sagte Breuer der "Welt am Sonntag". Eine weitere Expansion in Europa kann sich Breuer schon im Jahr 2001 vorstellen.
Die Verschmelzung von Deutscher und Dresdner Bank zum 1. Juli wird möglicherweise nicht ohne Entlassungen über die Bühne gehen. Dem "Spiegel" sagte Breuer: "Es gibt keine Festlegungen, in keiner Richtung." Sicher ist, dass rund 16 000 Arbeitsplätze im Zuge der Fusion wegfallen.
Der Einstieg des Versicherungskonzerns Allianz bei den künftig gemeinsamen Filialen von Deutscher und Dresdner Bank ist offensichtlich erst ein Anfang: Die Münchener Rück mit ihrer Versicherungsgruppe Ergo plant eine stärkere Beteiligung an der HypoVereinsbank, und auch das Filialgeschäft der Commerzbank könnte an einen Versicherer fallen.
Dahinter steht ein einfaches Kalkül: Die vielen Kleinkunden in den Filialen bringen den Banken kaum Profit, für die Versicherungen aber ist es genau jene Laufkundschaft, die gern einen Bausparvertrag, eine Haftpflichtpolice oder einen Schutzbrief abschließt. "Dem Datenmissbrauch könnte Tür und Tor geöffnet sein", fürchtet Ulrich Brock vom Bundesverband der Versicherungskaufleute. Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) zeigt sich auch skeptisch: "Wenn das in den Banken künftig so laufen soll, als könne man in zwei Minuten eine Versicherung abschließen fürs ganze Leben, dann muss man den Kunden raten: Finger weg", sagt AgV-Experte Manfred Westphal. (afp/dpa)

Monopoly a la CDU: Zwei Deutsche erfinden das Spiel zum Skandal

Von Angela Schiller, dpa =

Mainz (dpa) - Schwarze Kassen und Geldwasch-Anlagen, anonyme Vermächtnisse und Anderkonten - das illegale Millionen-Spiel der deutschen Christdemokraten (CDU) übertrifft inzwischen die Vorstellungskraft vieler Bürger. Bei zwei Frauen aus Mainz hat die CDU-Finanzaffäre die Fantasie erst richtig beflügelt: Andrea Huster und Emily Link entwarfen mit viel Sinn für Satire und Sprachwitz "Bimbes - das Spiel zum Skandal". Jetzt suchen die Erfinderinnen einen Verleger für das Polit-Spiel.

"Die Ereignisse kann man doch nur noch mit Ironie sehen", sagt Verlags-Mitarbeiterin Huster. So kam ihr die Idee zu dem Brettspiel, einer Mischung aus "Monopoly" und "Mensch ärgere dich nicht". Mehrere Parteien müssen von Bonn nach Berlin ziehen und unterwegs möglichst viel Geld sammeln. Die Scheine sind nur in Stückelungen von 500 000 und einer Million zu haben. Das Geld muss allerdings vorher im Ausland gewaschen werden. Statt mit Mark wird mit "Bimbes" (pfälzisch für Geld) bezahlt, ein "Don Kohleone" ziert das Spielgeld.

Auf dem Weg nach Berlin lauern auf "Schikane-Feldern" viele Gefahren: die Steuerfahndung oder Presse-Enthüllungen. Unterwegs gibt es aber auch immer neue Zuwendungen von Unternehmen. So spendet die Firma "Transvestit" Geld dafür, dass sie eine Teststrecke durch ein Naturschutzgebiet bauen darf. Das Unternehmen "Pfau Weh" erkauft sich mit Barem ähnliche Gefälligkeiten. Auch anonyme Vermächtnisse füllen die Parteikassen. Wenn acht Millionen Mark illegal gesammelt sind, müssen sie in der Schweiz oder in Liechtenstein gewaschen werden.

Eine Woche haben die Erfinderinnen jeden Abend an ihrem Spiel gearbeitet. Während Andrea Huster das Spielbrett und die Spielkarten am Computer entwarf, textete Emily Link die Anweisungen. Inzwischen wandert der Prototyp im schwarzen Spielkoffer zum Ausprobieren durch den Bekanntenkreis.

Die Resonanz ist durchweg positiv: "Es macht allen Spaß, denn es ist ein Spiel, das man nicht planen kann", sagt ein begeisterter Test-Spieler. Bevor das Spiel einem größeren Publikum zugänglich gemacht wird, soll es noch einmal überarbeitet werden. "Ich möchte es noch näher an die Geschehnisse heranbringen und noch aktueller machen", sagt die Erfinderin.

©dpa

150953 Feb 00




Zeitung: Vodafone will nun spanische Airtel übernehmen

London (dpa) - Nach der vereinbarten Übernahme von Mannesmann soll Vodafone schon wieder ein neues Ziel ins Visier genommen haben. Die britische Zeitung "The Daily Telegraph" (London) berichtete am Samstag, Vodafone-Chef Chris Gent strebe nun die Kontrolle über das spanische Telekommunikationsunternehmen Airtel an. Bisher besitzt der britische Mobilfunkbetreiber 21,7 Prozent an Airtel, doch bis Ende dieses Monats wolle Vodafone die Beteiligungen einiger spanischer Aktionäre übernehmen.

Eine ganze Reihe von Interessenten gibt es nach britischen Presseberichten für Orange, den von Mannesmann übernommenen Mobilfunkbetreiber, der nach der Fusion mit Vodafone wieder abgestoßen werden soll. Für eine Übernahme könnten sich demnach France Telecom, die niederländische KPN und die amerikanische MCI Worldcom bewerben. Orange-Chef Hans Snook wurde mit den Worten zitiert: "Wir freuen uns darauf, als unabhängiges Unternehmen auf den Markt zurückzukehren."

©dpa

051108 Feb 00




"The Independent": Die deutsche Festung ist gefallen

London (dpa) - Zur Mannesmann-Übernahme durch Vodafone schreibt am Samstag die linksliberale britische Zeitung "The Independent" (London): "Die deutsche Festung ist diese Woche vom globalen Kapitalismus gestürmt worden, und die Medien füllten sich mit militärischen Vergleichen. Für die meisten Nachrichtenkonsumenten erschien die epische Schlacht zwischen Vodafone und Mannesmann als die entscheidende Auseinandersetzung zweier rivalisierender intergalaktischer Flotten. Doch was nicht stimmt, ist, dass hier ein britisches Unternehmen über ein deutsches triumphiert hat. Vodafone ist keine wirklich 'britische' Firma - es ist eine multinationale Gruppe, geführt von einem überwiegend britischen Management.

Platter Patriotismus ist in der internationalen Wirtschaft irrelevant. Es war wichtig und gut, dass die deutschen Versuche, die Übernahme aus nationalistischen Gründen zu verhindern, gescheitert sind. Doch es war ein Sieg für den Internationalismus, nicht für Großbritannien."

©dpa

050926 Feb 00




Zeitung - BT will Allianz oder Fusion mit Telefonica




London, 30. Jan (Reuters) - Die British Telecom (BT) ist nach einem Zeitungsbericht an einer Allianz mit der spanischen Telefonica SA interessiert. Die Verbindung könne sogar in einer Fusion der beiden Telefonkonzerne münden, die ein Volumen von rund 135 Milliarden Pfund Sterling (etwa Milliarden Mark) hätte, berichtete "Sunday Business" am Sonntag. BT wolle die vor zwei Wochen unterbrochenen Gespräche mit Telefonica wieder aufnehmen. Der entscheidende Punkte sei, dass Telefonica einen Anteil von nahezu 50 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen anstrebe, zitierte die Zeitung Analysten. BT war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.




"Neue Zürcher Zeitung": Time Warner und AOL sind ein Traumpaar

Zürich (dpa) - Die "Neue Zürcher Zeitung" schreibt am Dienstag über die Fusion des Time Warner-Konzerns und AOL: "Die Partner erscheinen auf den ersten Blick zu unterschiedlich, als dass Beobachter eine solche Hochzeit vorausgeahnt hätten: Time Warner, dessen Wurzeln bis in die zwanziger Jahre zurückreichen und der zum größten Medienkonzern der Welt avanciert ist, und der Online-Dienst America Online (AOL), ein vor neun Jahren von einer Gruppe junger Internet-Enthusiasten gegründetes Unternehmen im Internet-Fieber. Und doch hat sich ein Traumpaar gefunden. ...

Viele Medienunternehmen tun sich schwer, ein Bündel mit gewerblichen und journalistischen Informationen zu schnüren und - wie in der realen Welt auch - im Internet zum bevorzugten Anbieter von Informationen und Unterhaltung zu werden. Branchenfremde wie AOL oder Yahoo haben diese Lücke blitzschnell erkannt. Über die Macht dieser Portale ist viel spekuliert worden. Das ist nun nicht mehr nötig: Im Fall der bisher größten Fusion in der Wirtschaftsgeschichte ist ein Internet-Unternehmen zu einem mehr als ernst zu nehmenden Partner eines traditionellen Medienunternehmens avanciert."

©dpa

110844 Jan 00




Esser - Dramatischer Vodafone-Verlust bei Übernahme




Düsseldorf, 04. Jan (Reuters) - Nach einer Übernahme des Mannesmann-Konzerns würde der britische Mobilfunkbetreiber Vodafone Airtouch nach den Worten von Mannesmann-Chef Klaus Esser ein "dramatisch" negatives Ergebnis ausweisen. Vodafone müsste dann Goodwill-Abschreibungen von über 100 Milliarden Euro in die Bücher nehmen, sagte Esser der "Börsen-Zeitung" (Mittwochausgabe) laut vorab verbreiteter redaktioneller Interview-Fassung. Wenn Mannesmann das feindliche Übernahmegebot abwehren könne, werde 2000 für seinen Konzern ein "besonders ereignisreiches Jahr", was das Wachstum in Europa angehe. Die finanzielle Lage lasse Spielraum für weitere Expansionsschritte.




Bisher habe es im Zuge der Wachstumsstrategie immer fast im Monatstakt Neuigkeiten gegeben, sagte Esser. Die Finanzierung weiterer Schritte sei "selbstverständlich möglich". Vodafone hat den weiteren Geschäftsaufbau für einen unabhängigen Mannesmann- Konzern als schwierig bezeichnet, weil die Beurteilungen (Ratings) für die Kreditwürdigkeit des Düsseldorfer Konzerns nach der Übernahme der britischen Orange herabgesetzt worden seien und die Aufnahme von Fremdkapital so schwieriger werde.




Esser sagte im Interview mit der "Börsen-Zeitung", eine weitere Kapitalerhöhung sei möglich. Die Aktie sei in den vergangenen Jahren ein "Renner" gewesen; daher habe der Kapitalmarkt "höchsten Appetit" auf sie.




Vodafone hatte am 23. Dezember sein Übernahmeangebot offiziell unterbreitet. Die britisch-amerikanische Mobilfunkfirma bietet 53,7 eigene Aktien für eine Mannesmann- Aktie. Das Vodafone-Angebot ist bis zum 7. Februar befristet.







Pharmakonzerne Monsanto und Pharmacia-Upjohn fusionieren




Stockholm, 20. Dezember (AFP) - Der schwedisch-amerikanische Pharmakonzern Pharmacia-Upjohn und der US-Biotechnikriese Monsanto fusionieren. Dies gab Pharmacia-Upjon am Montag in Stockholm bekannt. Der gemeinsame Börsenwert der beiden Unternehmen liegt bei mehr als 50 Milliarden Dollar (96,6 Milliarden Mark/49,4 Milliarden Euro). Beide Konzerne beschäftigen jeweils etwa 30.000 Angestellte. Pharmacia-Upjohn war vor vier Jahren selbst durch einen Firmenzusammenschluss entstanden. Der Monsanto-Konzern, der von Umweltschützern scharf kritisiert wird, ist Vorreiter bei gentechnisch verändertem Saatgut. Erst vor einigen Tagen reichten in den USA einige Landwirte wegen des Gensamens des Unternehmens eine Schadenersatz- und Kartellklage gegen Monsanto ein.

© AFP

200850 Dez 99




Dresdner Bank will ihren Marktwert verdoppeln




Hamburg (dpa) - Die Dresdner Bank AG will ihren Börsenwert bis 2003 annähernd verdoppeln. "Wir werden diesen Konzern noch mehr wertorientiert führen", sagte der Konzernchef Berhard Walter der "Welt am Sonntag". Außerdem strebe das Geldinstitut mittelfristig eine Kapitalverflechtung mit ausländischen Bankkonzernen an. Mit massiven Investitionen wolle die Dresdner zudem in Deutschland Marktführer als Beraterbank für "gehobene Privatkunden" werden.




Zur Verdoppelung des Marktwertes sollen die Gewinne in allen 16 Geschäftsbereichen hochgetrieben werden. Ziel sei eine Mindest- Kapitalrendite von 15 Prozent nach Steuern für den gesamten Konzern, sagte Walter. In den ersten neun Monaten 1999 hatte das drittgrößte deutsche Geldhaus seinen Gewinn um gut ein Fünftel auf 1,21 Milliarden Euro (2,37 Mrd DM) gesteigert, so dass für das Gesamtjahr ein Spitzenergebnis erwartet wird. Der Kurs der Dresdner-Aktie ist seit Jahresbeginn von 35,79 auf 45 Euro gestiegen.




Walter bestätigte Pläne der Dresdner Bank, das "Investment-Banking in eine rechtlich selbstständige, hundertprozentige Tochter" auszugliedern. Eine Fusion des Massengeschäfts mit Privatkunden mit dem der Deutschen Bank sei endgültig vom Tisch. Dieser Bereich schreibe zwar einen Verlust in einer "niedrigen dreistelligen" Millionenhöhe, werde aber 2003 schwarze Zahlen schreiben. "Das übrige Privatkundengeschäft weist schon heute eine Rendite von mehr als 24 Prozent aus", sagte Walter.




Die Verluste im Filialgeschäft will die Dresdner Bank mit der Schließung von Filialen abbauen, ohne sich aus der Fläche zurück zu ziehen. Heute würden nur noch 25 Prozent aller Bankgeschäfte in der Filiale abgewickelt, sagte Walter. Der Rest laufe über Telefon, Bankautomat und heimischen PC. "Wer jetzt noch in eine Geschäftsstelle kommt, möchte hochwertig beraten werden. Dafür akzeptiert der Kunde auch einen etwas längeren Weg." Im "gehobenen Privatkundengeschäft" will Walter das Geschäft europäisieren. "Das werden wir insbesondere durch unsere Direktbank, die Advance-Bank, europaweit über Internet vorantreiben", sagte er. Bei grenzüberschreitenden Bankenfusionen in Europa wolle die Dresdner Bank "am Lenkrad sitzen und nicht auf dem Beifahrersitz". In einer globalen Welt müsse die Bank weltweit präsent sein.

©dpa

191221 Dez 99




Vodafone muss Kaufangebot vorlegen - Angebot steigt mit Aktienkurs




Düsseldorf (dpa) - Schon an diesem Montag wird Vodafone Airtouch möglicherweise den Mannesmann-Aktionären sein definitives Kaufangebot für den Düsseldorfer Technologiekonzern vorlegen. Der britsche Mobilfunkbetreiber ist unter Zeitdruck: Legt er das Angebot nicht bis Weihnachten vor, kann die Übernahmekommission der Frankfurter Börse die Offerte wegen "schuldhafter Verzögerung" aussetzen.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hält Vorstandschef Chris Gent an seiner letzten Offerte von 53,7 Vodafone-Aktien für eine Mannesmann-Aktie fest. Einen Baraufschlag soll es nicht geben. Obwohl das Angebot damit seit dem 19. November nicht verändert wurde, ist sein Wert aber dennoch kräftig gestiegen.

Damals war das Übernahmeangebot mit 242,5 Milliarden DM bereits das höchste der Industriegeschichte. Seitdem haben sich die Aktienkurse von Mannesmann und Vodafone aber ebenso verändert wie der Pfundkurs zum Euro. In der Folge ist der rechnerische Wert des Übernahmeangebotes um rund 30 Milliarden DM gestiegen.

So bietet Vodafone nach den Schlusskursen vom Freitag 265,85 Euro je Mannesmann-Aktie. Zu den am 19. Dezember zu Grunde gelegten Kursen hatte Vodafone die Aktie des Düsseldorfer Technologiekonzerns mit 240 Euro bewertet. Am Freitag schloss die Mannesmann-Aktie in Frankfurt mit 236 Euro. Mannesmann-Chef Klaus Esser hat als realistischen Kaufpreis sogar 330 Euro angegeben. Er argumentiert, an einem fusionierten Unternehmen müssten die Mannesmann-Aktionäre mit 60 Prozent Anteil die Mehrheit haben.

Welchen Wert die Altaktionäre von Mannesmann bei einem Verkauf an Vodafone tatsächlich realisieren könnten, ist unklar, weil dann ein starker Druck auf die Kurse einsetzen könnte. Denn Vodafone will nicht mit Geld, sondern nur mit eigenen Aktien bezahlen, deren Wert schwankt. In den vergangenen Wochen haben sowohl Mannesmann als auch Vodafone Airtouch in groß angelegten Werbekampagnen versucht, Analysten und Aktionäre auf ihre Seite zu ziehen. Wenn das Angebot offiziell vorliegt, haben die Mannesmann-Anteilseigner zwei Monate Zeit, sich dafür oder dagegen zu entscheiden.

©dpa

191146 Dez 99







Die Welt beherrschen

Rupert Murdoch hat Europa im Visier - Einstieg bei Kirch



Hamburg - Seit einigen Monaten trägt er schwarze Rollkragenpullover, edelmaschige Strickhemden, leichte Slipper und wirkt viel entspannter als früher. Die Veränderung des Medienzaren Rupert Murdoch (68), der sich jahrzehntelang nicht von Krawatte und dunklem Anzug trennen mochte, wird seiner einstigen Angestellten Wendy Deng (32) zugeschrieben, seit Juni dritte Ehefrau des australischen Medienzaren.
Aber auch wenn Murdoch auf seine alten Tage den Wert eines glücklichen Privatlebens neu entdeckt zu haben scheint, arbeitet er nach wie vor fieberhaft daran, sein weltweites Medien-Imperium auszudehnen. Jetzt steigt Murdochs britischer Pay-TV-Sender BSkyB bei KirchPayTV ein. Mit dem Geld und der Erfahrung des Medienriesen Murdoch will der Münchner Filmhändler Leo Kirch seinen Pay-TV-Sender Premiere World zum Erfolg führen. Immerhin ist BSkyB mit acht Millionen Zuschauern der erfolgreichste europäische TV-Sender beim Bezahlfernsehen. Der Münchner Abosender soll nach Milliardenverlusten in drei Jahren erstmals Gewinn abwerfen und Ende 2003 an die Börse gehen. Mit der Allianz Murdoch-Kirch soll dem Bezahlfernsehen in Deutschland zum Durchbruch verholfen werden. Monatlich sollen 60 000 Neukunden gewonnen werden, in drei Jahren eine Abonnentenzahl von mehr als vier Millionen erreicht sein.
Ebenso wie vor ihm beispielsweise Howard Hughes und John-Paul Getty verkörpert Murdoch den Prototypen des Tycoons, des Industriemagnaten mit unbändigem Willen zur Macht. Seit Murdoch das Studium in Oxford abgeschlossen hat, wo er durch eine Lenin-Büste im Schlafraum aufgefallen war ("Ich hätte mich sicherlich als Sozialist bezeichnet, nicht aber als Kommunist"), hat der Verlegersohn sein eigenes Imperium aufgebaut. Mit 23 Jahren managte er seine erste Zeitung in Australien. In Großbritannien hielt er 1969 Einzug, als er das Massenblatt "Sun" kaufte. Später kam die ehrwürdige "Times" dazu. Mit dem TV-Sender Fox kontrolliert er 25 Prozent des US-Fernsehmarktes. Murdoch versteht sein Firmenreich als Vorreiter für Demokratie und Marktwirtschaft. Er ist der Prototyp einer neuen Elite, die keine nationalen Bindungen mehr kennt, ihre Ziele aber im Informationszeitalter weltweit durchsetzen kann. "Murdoch möchte die Welt beherrschen", sagt Sumner Redstone vom Konkurrenten Viacom.
Murdochs Imperium News Corporation gilt als einer der größften Medien- und Unterhaltungskonzerne der Welt, der nach Schätzungen britischer Experten einen Wert von 30 Milliarden Dollar haben soll. Er ist Herr über 800 Unternehmen in über 50 Ländern: 150 Zeitungen, unzählige TV-Stationen, Radiosender, Kinos, Verlage und Sportclubs. In Hollywood gehören Murdoch Traumfabriken wie die Filmgesellschaft 20th Century Fox. In Deutschland ist er am Fernsehsender Vox beteiligt und besitzt die Mehrheit am Münchner Sender TM3. News Corporation setzte im vergangenen Jahr 13 Milliarden Dollar um und erreichte einen Gewinn von 1,1 Milliarden Dollar.
"Ich habe genug Geld", sagt Murdoch. "Geldverdienen macht mir Spaß, und ich liebe das Gefühl, dass ich etwas bewegen kann." Im Visier hat er jetzt Europa, das weitgehend ein weißer Fleck im Reich Murdochs geblieben ist. Dabei macht es schon lange Sinn, auf dem Kontinent stärker einzusteigen. Denn mit seiner hohen Fernsehdichte und 300 Millionen wohlhabenden und konsumfreudigen Verbrauchern bietet Europa gute Expansionsmöglichkeiten.
Der asiatische Markt, auf den Murdoch zunächst setzte, wird noch lange brauchen, um ähnlich profitabel zu werden. Dennoch ist er auch in Asien präsent, mit dem Sender Star TV in Hongkong. Vizepräsidentin war dort lange Zeit eine junge Chinesin namens Wendy Deng - bis Murdoh sie zu seiner dritten Ehefrau machte. (HA/dpa)




Die Welt der Global Player

Todernst und kein Spiel



Von PETER KRUSE

Alte Zeiten waren immer die guten Zeiten. So denkt der Mensch jeder Generation, wenn neue Zeiten anbrechen, die von ihm Anpassungen abfordern, die unbequem und voller Ungewissheit sind. Der Wechsel vom zwanzigsten Jahrhundert ins neue Jahrtausend, vom endgültigen Ende der nationalen Industriegesellschaften in den weltweiten Datenstrom einer Wissensgesellschaft, die keine Vaterländer mehr kennt, ist erfüllt von Angst und Sorgen.Das Misstrauen wächst gegenüber Politik und Wirtschaft, weil die Menschen das Gefühl haben, ihre ureigenen Interessen würden verraten. Sie fürchten um die Sicherheit einer individuellen Lebensplanung, viele wissen heute nicht, was morgen sein wird. Die Belegschaft des Baukonzerns Holzmann konnte nicht ahnen, dass eine zahlenmäßfig kleine, hoch bezahlte Führungsmannschaft das Kapital des Konzerns verspielt hat und sie, der eigentliche Wertschöpfer, durch drohende Entlassung den Zusammenbruch auszubaden hätte. War von diesen Menschen ernsthaft zu erwarten, dass sie Verständnis für die kaltblütige Erklärung haben würden, so sei nun mal der Markt.
Geliebt worden sind Banker, Unternehmer und Politiker nie. Aber sie wurden einst geachtet und respektiert, weil sie in dem Ansehen standen, neben eigenem Erfolgsstreben, das jedem Menschen angeboren ist, auch in der Fürsorgepflicht gegenüber anderen zu stehen.
Diese Welt, in der von immer weniger Menschen immer mehr Produkte geschaffen werden, in der von immer weniger Arbeitsplatzbesitzern immer mehr Menschen ohne Arbeit mitfinanziert werden und in der bald von zu wenig jüngeren für immer mehr ältere Menschen Ruhestandsleistungen aufgebracht werden müssen, droht aus den Fugen zu geraten. Ohnmächtig muss der Bürger mitansehen, wie Institutionen, denen er früher vertraute, versagen oder sich aus der Verantwortung stehlen.
Der Euphemismus vom Global Player ist typisch für diese neue Welt, die in Wirklichkeit kein harmloses Spiel, sondern ein todernstes Unternehmen ist. Nationale Banken und Firmen, die beinahe täglich grenzüberschreitend gigantische Fusionen verkünden, entledigen sich ihrer nationalen Identität, entziehen sich damit automatisch auch der Verantwortung gegenüber dem Volk ihres Herkunftslandes. Ja, sie werden zu "vaterlandslosen Gesellen", getrieben wie von einem göttlichen Auftrag, dort zu wirtschaften, wo die Steuern am geringsten, die Löhne am billigsten und die Gewinne demzufolge am höchsten sind.
Zurück bleiben die Globalisierungsopfer, der zynischen Aufforderung ausgesetzt, sich nicht länger der Mobilität zu verschließen und Dienstleister einer hoch gelobten Job-Welt zu werden: heute hier und morgen da, Hauptsache weg von der Straße. Ist das die Welt, die wir wollen, in der das Reservoir minderwertiger Arbeitsplätze riesenhaft anwächst?
Seit der Kapitalismus den Sozialismus besiegt hat, herrscht die Meinung vor, der Staat solle sich als ordnende Kraft aus dem Markt heraushalten. Das kommt so flapsig daher, als wären Tugenden wie Soldidarität, Sozialstaatlichkeit und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft mit dem Ausgang dieses Jahrhunderts aus der Pflicht entlassen worden.

Vodafone Airtouch: Ein Gigant, der ständig größer wird

London (dpa) - Die britische Vodafone Airtouch plc ist die größte Mobiltelefon-Gesellschaft der Welt. Vodafone hatte im vergangenen Januar für 36 Milliarden Pfund das US-Mobilfunk-Unternehmen Airtouch gekauft.

Im September legten Vodafone und Bell Atlantic ihr Mobilfunkgeschäft in den USA zusammen. Es entstand ein Gemeinschaftsunternehmen mit 20 Millionen Kunden und einem Marktwert von 70 Milliarden Dollar.

Vodafone mit Sitz in Newburg (Grafschaft Berkshire) hat nach eigenen Angaben mehr als 28 Millionen Kunden in 23 Ländern. Das Unternehmen wies zuletzt einen Umsatz von 3,36 Mrd Pfund aus.

©dpa

190954 Nov 99

Vodafone-Chef: Das ist unser letztes Angebot

London (dpa) - Vodafone-Chef Chris Gent hat sich am Freitag zuversichtlich gezeigt, dass die feindliche Übernahme von Mannesmann gelingen wird. "Wir denken, dass dies ein sehr gutes Angebot ist. Es ist unser letztes Angebot und wir rechnen damit, dass es die Unterstützung der Aktionäre von Mannesmann bekommt", sagte Gent in London.

Die Einzelheiten der Offerte würden an Wochenende den Investoren bekannt gemacht. Gent sagte, der Vorstandsvorsitzende von Mannesmann, Klaus Esser, habe bei der Ablehnung des ersten Angebots deutlich gemacht, "dass er kein Interesse an einer konstruktiven Diskussion hat."

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190859 Nov 99




Japans Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo mit Rekordgewinn

Tokio (dpa) - Japans größter Mobilfunkanbieter NTT Mobile Communications Network Inc. (NTT DoCoMo) hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Rekordgewinn erwirtschaftet.

Wie der Telekomriese am Freitag bekannt gab, kletterte der Vorsteuergewinn der Gruppe im Zeitraum von April bis September um 42,7 Prozent auf 332,5 Milliarden Yen.

Der Umsatz stieg in Jahresfrist um 20,5 Prozent auf 1,8 Billionen Yen. Für das Gesamtjahr bis März 2000 erwartet NTT DoCoMo einen Rekordgewinn von 475 Mrd Yen, 35,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz werde mit 3,7 Billionen Yen ebenfalls Rekordhöhe erreichen.




©dpa




190815 Nov 99

Bill Gates, der moderne Monopolist

Von Holger Schmale, dpa =

Washington (dpa) - Bill Gates gilt als Erfinder-Genie und reichster Mann der Welt, als gnadenloser Geschäftsmann und als großzügiger Wohltäter. Seit vergangenem Freitag ist er auch ein gerichtlich anerkannter Monopolist.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung der "Feststellungen" von US- Richter Thomas Penfield Jackson im Kartellverfahren gegen Microsoft ließ für das Software-Unternehmen von Gates schon nichts Gutes erwarten. Die Terminierung auf Freitag Abend um halb sieben Washingtoner Zeit konnte nur bedeuten, dass die Microsoft-Kurse vor einem Absturz nach schlechten Nachrichten bewahrt werden sollten. Denn um diese Zeit ruhte der Handel an allen bedeutenden Wertpapierbörsen der Welt. Dies war aber auch so ziemlich die einzige Rücksicht, die Jackson auf den Software-Konzern nahm.

Mit unerwartet deutlichen Worten feuerte der Richter eine juristische Breitseite auf das Unternehmen ab, die von vielen Kommentatoren als vernichtend bezeichnet wurde. In allen Punkten folgte Jackson der Beweisführung der US-Bundesregierung und von 19 Bundesstaaten, wonach Microsoft seine mit dem Windows-Systems erworbene Monopolmacht über den Betrieb von Personal Computern in aller Welt regel-, wenn nicht sogar rechtswidrig ausgenutzt hat. Nicht ein einziges der in 78 Prozesstagen vorgetragenen Argumente der Microsoft-Anwälte fand Gnade vor den Augen Jacksons, der sogar von "trügerischen" Ausführungen sprach.

Jackson hat damit zumindest auf juristischem Gebiet bewiesen, dass die aus der Zeit der Kohle- und Stahlimperien stammenden Kartellgesetze auch auf die dynamische Computer-Industrie anwendbar sind. Bedrohung und Einschüchterung von Konkurrenten auf Grund von Marktmacht sind wie vor 70 Jahren nicht innovativ, sondern wettbewerbs- und verbraucherfeindlich, lautet die Botschaft des Richters, die auch in anderen monopolträchtigen Branchen der USA verstanden werden dürfte.

Bill Gates reagierte eher zurückhaltend auf die harschen Worte aus Washington. "Microsoft möchte diesen Fall auf eine faire und verantwortliche Weise lösen", sagte er noch am Abend am Firmensitz in Redmond. Manche Beobachter nahmen dies als Hinweis auf die gestiegene Bereitschaft des Unternehmens, einen außergerichtlichen Vergleich zu schließen.

Das hat Richter Jackson den Parteien schon mehrfach nahe gelegt. Denn ein Urteil - das frühestens im Januar zu erwarten wäre - dürfte einen über viele Jahre gehenden Prozess von Berufung und Revision in Gang setzen, ehe es zur Umsetzung möglicher Sanktionen gegen Microsoft kommen könnte.

Bis dahin dürfte sich der Markt allerdings ohnehin vollkommen verändert haben. Bereits jetzt hat allein das Verfahren selbst gegen Microsoft die Kräfteverhältnisse in der Computer- und Software- Industrie der USA nach Ansicht von Branchenkennern nachhaltiger verschoben, als es ein spätes Urteil überhaupt könnte.

"Das Verfahren hat neuen Wettbewerb in den Markt gebracht", stellte der Kartellrechts-Experte George Cary fest. Als Beispiele gelten das kostenlos vertriebene PC-Betriebssystem Linux oder die populären Minicomputer PalmPilot des kalifornischen Herstellers 3com, die völlig ohne Microsoft-Produkte auskommen. Ohne den Druck und die Öffentlichkeit des Kartellprozesses hätte Microsoft solche Konkurrenz niemals aufkommen lassen, sind Cary und viele andere überzeugt.

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071106 Nov 99





"Focus": Telekom und Microsoft planen Joint Venture

München/Düsseldorf (dpa) - Die Deutsche Telekom plant nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" ein gemeinsames Tochterunternehmen mit dem US-Softwarekonzern Microsoft. Wie das Blatt in seiner neuen Ausgabe berichtet, wollen die beiden Unternehmen mehrere Milliarden DM in das Projekt investieren, um zu weltweiten Anbietern für multimediale Dienstleistungen aufzusteigen.

Die Verhandlungen von Telekom und Microsoft befinden sich nach Darstellung von "Focus" in der Endphase. Telekom-Sprecher Ulrich Lissek sagte der dpa am Sonntag dazu: "An Spekulationen beteiligen wir uns nicht".

Bereits im Mai hatten des "manager magazin" und die Wochenzeitung "Die Zeit" (beide Hamburg) über Pläne von Telekom-Chef Ron Sommer berichtet, mit Microsoft-Gründer Bill Gates eine strategische Partnerschaft einzugehen, die eine gegenseitige Kapitalverflechtung nicht ausschließt. Microsoft habe für den Einstieg bei der Telekom rund eine Milliarde Dollar reserviert.

Im Gespräch waren damals unter anderem eine breit angelegten Kooperation im Internet-, Online- und Mobilfunkgeschäft. Microsoft solle für die Deutsche Telekom neue Web-Dienste, interaktive Services für das digitale Fernsehen und Breitbandanwendungen für den Mobilfunk entwickeln.

©dpa

071141 Nov 99

Entscheidende Niederlage für Microsoft

Washington - Der US-Softwarehersteller Microsoft hat eine vorentscheidende Niederlage im Kartellverfahren der US-Regierung und mehrerer Bundesstaaten erlitten. Der zuständige Richter folgte weitgehend dem Vorwurf der Kläger. Sie hatten geltend gemacht, der weltgrößte Softwarehersteller habe seine Marktmacht missbraucht, Konkurrenten rechtswidrig behindert und damit den Verbrauchern geschadet.

Das Unternehmen habe sein Monopol bei Betriebssystemen für Personalcomputer zu "räuberischen Taktiken" gegenüber Konkurrenten missbraucht und die Interessen der Verbraucher verletzt, stellte Richter Thomas Penfield Jackson fest. Microsoft habe seine ganze Markt- und Kapitalmacht gegen konkurrierende Firmen eingesetzt, sobald diese für Microsofts Stellung gefährliche Produkte entwickeln wollten. "Auf diese Weise sind Innovationen, die den Verbrauchern wirklich genutzt hätten, aus dem einzigen Grund nie verwirklicht worden, dass sie den Interessen von Microsoft im Weg standen".

Diese Feststellungen sind noch kein Urteil in dem Verfahren. Die Einschätzung Jacksons lässt aber die Leitlinien der späteren Entscheidung des Richters erkennen. Die Parteien können nun dazu Stellung nehmen. Denkbar ist auch ein Vergleich. Microsoft-Sprecher äußerten großes Interesse an einer solchen Beilegung des Verfahrens.

Gates: Beitrag zum Fortschritt

Microsoft-Chef Bill Gates widersprach den Äußerungen des Richters umgehend. Sein Unternehmen kämpfe fair, energisch und gesetzestreu um seinen Marktanteil, sagte er in Redmond (US-Staat Washington). Microsoft habe in den vergangenen 25 Jahren einen erheblichen Beitrag zum Fortschritt, zur Produktivität und zum Lebensstandard geleistet. Dies alles habe den Verbrauchern genutzt und nicht geschadet. Nie seien die Preise für Computerprodukte niedriger als heute gewesen.

"In dem Verfahren geht es vor allem um eine Frage: Kann ein erfolgreiches amerikanisches Unternehmen fortfahren, seine Produkte zum Nutzen der Verbraucher zu verbessern?" meinte Gates. "Das ist genau, was Microsoft getan hat, als es sein neues Windows- Betriebssystem mit eingebautem Internet-Zugang entwickelt hat."

Der Hauptvorwurf in dem Verfahren lautete, dass Microsoft mit dieser Koppelung seine beherrschende Marktstellung beim Betriebssystem Windows für Personalcomputer missbraucht hat, um Konkurrenten aus dem Internetgeschäft zu drängen.

US-Justizministerin Janet Reno sprach in einem ersten Kommentar von einem Sieg der Regierung und von einem "großen Tag für die Verbraucher". Der Kurs der Microsoft-Aktie fiel im nachbörslichen Handel um zwei Dollar auf 89 Dollar. (AOL/dpa)





Mannesmann-Telekom wächst um 73 Prozent - Keine Ergebnisprognose

Düsseldorf (dpa) - Das rasante Wachstum des Geschäftsfeldes Telekommunikation hat Mannesmann in den ersten neun Monaten 1999 ein Umsatzwachstum von 16 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro gebracht.

Die Sparte Telecommunications sei um 73 Prozent gewachsen, teilte die Mannesmann AG (Düsseldorf) am Donnerstag morgen mit. Dazu habe die Einbeziehung der italienischen Telefongesellschaften Omnitel und Infostrada seit Juli maßgeblich beigetragen.

Wegen des laufenden Übernahmeangebotes für die Londoner Mobilfunkgesellschaft Orange Plc gab Mannesmann gemäß den britischen Bestimmungen keine Ergebniszahlen bekannt. Die Investitionen erreichten 15 Milliarden Euro.

Dabei schlugen die Aufstockung der Beteiligungen an Arcor, Omnitel und Infostrada und der Erwerb der Telefonfirma Otelo zu Buche. Die Zahl der Beschäftigten stieg wegen der Übernahmen in Jahresfrist um elf Prozent auf 130 800.

Der Unternehmensbereich Maschinenbau behauptete sich auf dem Vorjahresniveau. Die Sparte Automobiltechnik (Automotive) wuchs in Jahresfrist um fünf Prozent. Dagegen schrumpfte die Röhrenfertigung. Mannesmann will den Bereich Telekommunikation in einer eigenen Aktiengesellschaft ausgliedern. Der Entscheidungsprozess laufe nach Plan, hieß es.

©dpa

110812 Nov 99



Antworten
Elend:

@Überzieher: Korrektur ...

 
26.04.02 11:15
zu gestern: 2 Postings (wenn ich Überstunden mache ;-)
Antworten
Überzieher:

jajajaja ;-)

 
26.04.02 11:19
das kostet nur unnötig Zeit.


Ist auch nicht alles wichtig oder spannend. Einfach mal links liegen lassen.


fG
Antworten
Elend:

@Überzieher: Noch was ...

 
26.04.02 11:23
Pro Message einen Thread, Überschriften fett und in 3 Wochen stiehlst Du Happy End locker die Show ;-)

Trotz Überlänge (uff) 1 * informativ bitte
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