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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.875,6 -0,48% Perf. seit Threadbeginn:   +371,26%
 
Dozoern:

Gute Analyse zu Daimler, AL

7
16.06.08 12:07
Daimler ist auch einer der Werte, die ich intensiv beobachte, weil er m.E. "nach dem Sturm" steil nach oben abgehen wird. Ich freue mich schon darauf, zu um die 30.- EURO zu kaufen...:-)

Damit die message nun wieder hier in den Thread passt: Daimler zeigt exemplarisch, wie stark die Nerven sein müssen, um dem augenblicklichen Drang der Bottom-Caller standzuhalten. Für Leute, die bei 60.- (auf Anraten ihres Bankers) noch gekauft haben, sind die aktuellen Kurse schon ein Desaster. Manche haben bei 48.- vielleicht noch mal verbilligt (weil der Banker sagte: Sensationspreis)und sehen jetzt mit Bangen in die Zukunft.

Und nur wer die Zukunft einigermassen vernünftig einschätzt, kauft irgendwann um die 30.-. Das ist dann wahrscheinlich - alle Umstände ins Kalkül ziehend - ein fairer Kurs.
Antworten
Anti Lemming:

Dozoern - Analysten und Daimler

7
16.06.08 12:17
Hab noch mal was über die wahren Motive der Analysten-Empfehlungen in unterschiedlichen Chart-Phasen geschrieben. Das ist für Dich als "alten Hasen" sicherlich nichts Neues, könnte aber für einige Ariva-Newbies, die kritiklos den Empfehlungen folgen, hilfreich sein:

http://www.ariva.de/...h_Chart_Phasen_t333331?pnr=4406589#jump4406589

Dieses hypothetische Szenario lässt sich auch auf alle anderen DAX-Aktien übertragen - ähnlich lief es von 2000 bis 2003.

Fazit: Wenn die Mehrzahl der Analysten "Verkaufen" empfehlen, kann man meist unbesorgt long gehen. Solange sie "Kaufen" empfehlen, taugen die Aktien potenziell noch als Shorts.
Antworten
Knappschafts.:

Club der exklusiven Schuldner

7
16.06.08 12:43
SKANDAL UM US-DARLEHEN

Die umstrittene US-Hypothekenbank Countrywide wird von einem neuen Skandal erschüttert: Jahrelang hat sie VIP-Kunden mit bevorzugten Darlehen verwöhnt - während sie bei normalen Schuldnern kein Erbarmen zeigte. Auch ein Obama-Berater ist unter den Begünstigten.

New York - Die Nachricht machte Schlagzeilen: Jim Johnson, enger Berater des US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, trat vorige Woche zurück. Der langjährige demokratische Lobbyist - 1984 war er Walter Mondales Wahlkampfmanager gewesen - stolperte über das, was bisher eigentlich seine Stärke war: Insiderdeals.

Johnson hatte von der umstrittenen US-Hypothekenbank Countrywide Darlehen in Höhe von rund sieben Millionen Dollar bezogen - zu Sonderkonditionen, die Millionen anderen, ärmeren Amerikanern, die heute vor dem Ruin stehen, verwehrt blieben.

Was in den US-Medien als politischer Mini-Skandal gespielt wurde, offenbart bei näherem Hinsehen einen bisher kaum bekannten Aspekt der Kreditkrise. Denn Johnson war nicht allein: Countrywide - die Bank, die mit Ramschkrediten zur größten US-Hypothekenbank wurde, dann fast pleiteging und nun an die Bank of America verscherbelt wird - hat diese Spezialbehandlung einer ganzen Reihe von Prominenten gegönnt.

Späte Eingeständnisse der Betroffenen sowie übereinstimmende Medienberichte bestätigen inzwischen, dass es bei Countrywide eine Gruppe bevorzugter VIP-Kunden gab, die in internen Akten und E-Mails "FOA's" hießen: "Friends of Angelo" - Freunde des Firmengründers und Vorstandschefs Angelo Mozilo.

Sonderkonditionen ohne eigenes Wissen

Während normale Schuldner von Countrywide eiskalt abgezockt wurden, bekamen die "FOA's" still und leise und manchmal sogar ohne eigenes Wissen Sonderbedingungen eingeräumt, etwa bessere Zinssätze und Gebührenabschläge. Außer Johnson ist dies von zwei demokratischen US-Senatoren, zwei Ex-Ministern und einem früheren Uno-Botschafter bekannt.

Diese "FOA"-Spezialkunden genossen demnach etliche Privilegien: Sie hätten oft automatisch mindestens einen halben "Punkt" gutgeschrieben bekommen, also einen 0,5-prozentigen Zinsabschlag, schrieben das "Wall Street Journal" und das Wirtschaftsmagazin "Portfolio" unabhängig voneinander. Auch seien Verwaltungsgebühren in Höhe von Hunderten Dollar entfallen. Sanken die Zinssätze, während ihre VIP-Hypothek gerade anhängig war, so sei ihnen ein kostenfreies "Abgleiten" auf den günstigeren Satz gewährt worden. Auch hätten Refinanzierungen bessere Konditionen gehabt.

Die Begünstigten, so zitierte "Portfolio" einen Ex-Angestellten von Countrywide, hätten oft nur auf Anfrage erfahren, wie hoch ihr Vorteil sei. Ihnen sei jedoch zugesichert worden, dass sie "FOA-Rabatt" bekämen - und dass Mozilo ihre Hypothek persönlich berechnet habe.

Gegen "räuberische Praktiken gewettert

Countrywide schweigt bisher zu den Vorwürfen. Der Ethikkodex des Konzerns verbietet es, "Entscheidungen von Regierungsmitgliedern oder Vertragspartnern zu beeinflussen oder Geld, Geschenke, Kredite, Gegenleistungen, Gefälligkeiten oder sonstiges von Wert zu versprechen". Auch Regierungsmitglieder dürfen ihrerseits keine Geschenke annehmen, Senatoren ist es nur in Höhe von bis zu 100 Dollar gestattet.

Außer Obama-Berater Johnson bestätigte auch der demokratische Senator Kent Conrad am Wochenende, dass er bevorzugt worden sei - jedoch ohne davon gewusst oder darum gebeten zu haben. Countrywide habe ihm einen einprozentigen Zinsabschlag gewährt, erklärte er. Dem "WSJ" zufolge war Conrad von Jim Johnson - der zuvor CEO der staatlichen Hypobank Fannie May gewesen war - an Countrywide weiterempfohlen worden.

Einer weiterer Kunde, der von Countrywide verwöhnt worden sein soll, ist der Senator Christopher Dodd. Der Vorsitzende des Bankenausschusses hatte sich während der Vorwahlen erfolglos um die demokratische Präsidentschaftskandidatur beworben und dabei auch heftig gegen die "räuberischen" Praktiken der Hypothekenbanken gewettert. Er gilt derzeit als ein potentieller Obama-Vize.

Den Recherchen von "WSJ" und "Portfolio" zufolge refinanzierte Dodd in den Jahren 2003 und 2004 über das VIP-Programm von Countrywide zwei Hypotheken für Häuser in Washington und Connecticut. Countrywide habe die Zinssätze von 4,875 auf 4,25 beziehungsweise 4,5 Prozent reduziert. Was Dodd insgesamt 75.000 Dollar gespart habe.

Nicht illegal, aber mit bitterem Beigeschmack

Dodd lehnte die Vorwürfe als "empörend" ab. "Als meine Frau und ich unsere Hypotheken refinanzierten, haben wir Sonderbehandlung weder gesucht noch erwartet", erklärte er. "Wie Millionen andere Amerikaner auch haben wir uns umgeschaut." Auch hätten sie nie persönlichen Kontakt zu Mozilo gehabt.

Was nicht unbedingt illegal ist, hat allerdings einen bitteren Beigeschmack: Denn es gibt Tausende von Fällen, in denen Countrywide andere Schuldner brutal aus ihren Häusern vertrieben hat - nur weil sie ein paar tausend Dollar nicht aufbringen konnten.

Allerdings macht Countrywide nicht bei allen Prominenten eine Ausnahme: Manche gerieten genauso in den Kreditstrudel wie gewöhnliche Amerikaner auch - und der Konzern sah gnadenlos zu. Das zeigt das traurige Beispiel von Ed McMahon, das in der gleichen Woche ans Licht kam. McMahon ist in den USA eine TV-Legende: Er war ein erfolgreicher Spielshow-Moderator und der Partner von Talk-King Johnny Carson sowie Komödiant Jerry Lewis.

McMahon, inzwischen 85, lebt am legendären Mulholland Drive in den Hügeln von Beverly Hills, in einer Fünf-Millionen-Dollar-Villa, die über eine Countrywide-Hypothek finanziert ist. Leider ist er bei der Abzahlung um 644.000 Dollar in Rückstand geraten. Seit zwei Jahren versucht er vergeblich, das Haus zu veräußern. Jetzt hat Countrywide das Anwesen - das sich in der gleichen geschlossenen Wohnsiedlung befindet wie das von Britney Spears - knallhart zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben.

Das zeigt, dass Ed McMahons zweifellos ein VIP war - aber leider kein "FOA".



www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,559848,00.html
Antworten
Knappschafts.:

Hotstock: "Finger weg von den Aktienmärkten?"

6
16.06.08 14:02
Einer mehr der sich die Schnauze an der Börse verbrannt hat und nun lieber jetzt in  Anleihen investieren will!

Nachfolgendes Mail hat mich heute erreicht:



Finger weg von den Aktienmärkten!?


Marc Nitzsche,
Chefredakteur

Liebe Trader,

möglicherweise haben einige von Ihnen mich und meinen Hotstock-Trading in den letzten Wochen bereits vermisst. Bevor wir daher "in medias res" gehen, möchte ich ein paar Worte in eigener Sache verlieren.

Bis auf weiteres wird der Hotstock-Trading nur noch monatlich erscheinen. Hintergrund ist die derzeitige Situation an den Aktienmärkten und meine Erwartungshaltung weiter rückläufiger Notierungen. Oder anders ausgedrückt: Ich bin für Aktien mittel- bis längerfristig aktuell ziemlich bärisch gestimmt.

Zwar will ich nicht gänzlich ausschließen, dass es immer wieder zu kleinen Zwischen-Rallyes kommt. Insgesamt sehe ich aber erheblich größere Risiken auf der Abwärtsseite als Aufwärtspotenzial. Ich persönlich halte daher auch nur noch eine Aktien-Quote von rund 20 Prozent. Der Rest ist derzeit am Geldmarkt "geparkt" und wird in den kommenden Monaten wohl zum überwiegenden Teil in ausgewählte Anleihen investiert.

Natürlich könnte ich Ihnen trotzdem Woche für Woche eine Aktie vorstellen. Aber wenn mein Fazit jedes Mal lautet: "Abwarten, den Wert gibt es bald noch billiger!", bringt Ihnen das unterm Strich auch nicht viel.

Im Moment versuche ich den Verlag zu überzeugen, dass wir in Kürze gemeinsam eine (kostenlose) Publikation zum Thema Anleihen herausgeben und die Chancen, dass das klappt, stehen gar nicht schlecht. Klar: Mega-Renditen lassen sich in diesem Segment eher selten erzielen, aber zwischen fünf und 15 Prozent pro Jahr bei geringem bzw. überschaubarem Risiko sind allemal drin.

Auf den ersten Blick mag das lächerlich wenig erscheinen. Allerdings dürfen Sie nicht vergessen, dass zehn Prozent Plus doch sehr viel besser ist als 20, 30 oder mehr Prozent Minus. Warum aber bin ich eigentlich so pessimistisch in Bezug auf die Aktienmärkte? Dafür gibt es gleich eine ganze Reihe von Gründen:

*Finanzkrise noch längst nicht ausgestanden

Zunächst einmal hat sich in den vergangenen Tagen und Wochen gezeigt, dass die Finanzkrise längst noch nicht ausgestanden ist. Mehrere Großbanken - darunter die hier vor einiger Zeit vorgestellte Lehman Brothers - haben angekündigt, in erheblichem Umfang frisches Kapital zu benötigen. Ganz übel sieht es zudem bei den Bond-Versicherern aus. Hier rechne ich sogar mit der einen oder anderen Pleite.

Obwohl die Immobilien-Preise in den USA bereits durchschnittlich 20 bis 25 Prozent nachgegeben haben, dürfte die diesbezügliche Talsohle noch nicht durchschritten sein. Meiner Einschätzung nach haben wir bestenfalls Halbzeit. Und solange die Immobilien-Preise fallen, werden die Großbanken auch weitere Gewinn mindernde Abschreibungen vornehmen müssen.

Ein anderes Problemfeld sind die Kreditkarten. Nachdem die Finanzierung des Konsums über Häuser-Darlehen nicht mehr funktionierte, brachten viele US-Bürger ihre Kreditkarten förmlich zum Glühen. Auch in diesem Bereich drohen nicht unerhebliche Zahlungsausfälle, die den Bankensektor zusätzlich belasten.

Hinzu kommen noch einige andere "Baustellen", auf die ich jetzt nicht ausführlich eingehen möchte. In jedem Fall aber erscheint es im Moment noch deutlich zu früh, in Bank-Titel zu investieren, auch wenn diese optisch günstig aussehen mögen.

*Dunkle Wolken am Konjunktur-Himmel

Aber was ist mit den zigtausend Aktien aus anderen Branchen? Lohnen sich hier nicht vielleicht Investments? In Einzelfällen sicherlich, aber man muss sich dabei im Klaren darüber sein, dass am Konjunktur-Himmel vermehrt dunkle Wolken aufziehen. Das gilt in besonderem Maße für die Vereinigten Staaten, wo die jüngsten volkswirtschaftlichen Daten ganz und gar nicht geeignet waren, überschwängliche Euphorie zu schüren.

Und in "Euroland" sieht es kaum besser aus. Lag das Wachstum in Deutschland im ersten Quartal beispielsweise noch bei 0,5 Prozent rechnen Experten für die zweiten drei Monate nur noch mit 0,2 Prozent. Ich würde mich nicht wundern, wenn es bis Jahresende zu einer Stagnation kommt.

In einem solchen Umfeld drohen Umsatz- und Gewinn-Rückgänge quer durch alle Branchen. Die fundamental derzeit noch günstige Bewertung vieler Aktien würde sich dann schlagartig in Wohlgefallen auflösen. Denn: Fällt der Gewinn eines Unternehmens um die Hälfte, verdoppelt sich das Kurs/Gewinn-Verhältnis. Das ist einfach eine mathematische Wahrheit.

Und in Anbetracht der unzähligen Belastungsfaktoren für die Wirtschaft (Zinsängste, um die steigende Inflation in den Griff zu bekommen, Schwindel erregend hohe Rohstoff-Preise, schwacher US-Dollar usw.) sind sogar zeitweise rezessive Phasen möglich. In solchen Zeiten muss man sicherlich einiges haben, aber ganz bestimmt kein Depot randvoll mit Aktien!

*Gefährliche technische Situation

Wenig erbaulich ist darüber hinaus die technische Verfassung insbesondere des Dow Jones. Der amerikanische Leit-Index befindet sich seit Herbst vergangenen Jahres in einem intakten Abwärtstrend. Durch die Abverkäufe in dieser Woche hat sich der Markt gefährlich an die zentrale Unterstützung bei 12.000 Punkten angenähert. Fällt diese, wovon ich mittelfristig ausgehe, könnten wir uns schnell 1.000 oder sogar 2.000 Punkte (nicht ganz so schnell) tiefer wieder finden.

Da der Dow Jones nach wie vor den Takt für die anderen Aktienmärkte vorgibt, drohen weltweit empfindliche Rücksetzer. Heftig dürfte es dabei insbesondere für unser geschätztes "Pelztier" werden: Immerhin ist der DAX bekannt dafür, die amerikanische Entwicklung in potenzierter Form nachzuvollziehen.

Zugegeben: Von der technischen Warte aus betrachtet sind die Märkte noch nicht gänzlich verloren. Aber es sieht eben alles in allem nicht gerade übermäßig erfreulich aus. Darüber kann es nicht den geringsten Zweifel geben.

In einem solchen Umfeld ist zumindest ein Höchstmaß an Vorsicht angebracht. Sicherlich gibt es auch Aktien, die in derartigen Marktphasen steigen (denken Sie nur einmal an eine Puma in den Jahren 2000 bis 2003). Aber solche Turnaround-Werte wachsen eben nicht auf Bäumen. Und genau deshalb haben wir uns beim Hotstock-Trading entschlossen, künftig nach dem Motto zu agieren: Qualität (hatten wir ja eigentlich schon immer) statt Quantität.

*10tacle Studios: "Strohfeuer" oder Trendwende zum Guten?

Eine Aktie, die man sich unter diesem Gesichtspunkt zumindest einmal anschauen kann, ist 10tacle Studios. Von ihren Höchstständen im Bereich von 15 Euro sind die Anteilsscheine der Computerspiel-Schmiede fast 90 Prozent eingebrochen. Das Pennystock-Dasein konnte der Wert zuletzt jedoch mit bemerkenswerten Kursanstiegen verhindern.

In der heutigen Ausgabe verrate ich Ihnen, ob es sich dabei lediglich um ein "Strohfeuer" handelt, oder ob sich nach vielen Enttäuschungen doch noch eine Trendwende zum Guten abzeichnet. Wenn letzteres der Fall wäre, könnte sich ein Engagement auf dem aktuellen Kurs-Niveau nämlich richtig lohnen.

2.) 10tacle Studios:
Turnaround-Chance oder bloßer Zockerwert?



Obwohl ich ja mittlerweile das vierzigste Lebensjahr vollendet habe, gehören Computerspiele zum Leidwesen meiner Frau nach wie vor zu meinen ganz großen Leidenschaften. Manche mögen das vielleicht als kindisch erachten, für mich ist es jedoch Entspannung pur und gleichzeitig eine Erinnerung an die recht unbeschwerte Jugendzeit.

Trotz ihrer Abneigung brachte mir meine "bessere Hälfte" vor einiger Zeit ein Rennspiel (dieses Genre ist mein absoluter Favorit) mit Namen "GTR II" vom Einkaufen mit. So etwas muss doch wirklich echte Liebe sein oder? Das Game finde ich gar nicht einmal schlecht und irgendwann googelte ich mal nach dem Hersteller, wobei ich feststellte, dass die 10tacle Studios eine börsennotierte deutsche Gesellschaft ist.

Kurze Zeit später hatte ich mir das Unternehmen einmal etwas näher angesehen und zeitweilig brachte es der Wert sogar auf meine erweiterte Watchlist, weil die Geschäftszahlen richtig gut aussahen. Den Sprung in mein Depot schaffte die Aktie aber schlussendlich doch nicht und dafür danke ich tagtäglich allen "himmlischen Mächten".

*Verlust statt Gewinn

Im März veröffentlichten die Darmstädter nämlich eine ziemlich deftige Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2007: Hatte man bis dahin immer einen Gewinn von 0,83 Euro je Anteilschein in Aussicht gestellt, war nun plötzlich von einem Verlust die Rede, nachdem man im November 2007 noch von einer "Unterschreitung der Prognosen" gesprochen hatte.

Als Ursache dafür wurden erhebliche Verzögerungen bei den beiden Spielen "Totems" und "Eleveon" genannt. Die als potenzielle "Blockbuster" gehandelten Games werden mindestens zwölf Monate später auf den Markt kommen als zunächst geplant. Angesichts der eher dünnen Kapitaldecke führten die daraus resultierenden Umsatzausfälle zu beträchtlichen Liquiditätsengpässen.

Nach dieser Meldung war auch klar, warum die Aktie in den zurückliegenden Monaten dermaßen einbrach. Wie heißt es doch so schön: An der Börse folgen die Nachrichten den Kursen. Und diese Weisheit hat sich bei 10tacle einmal mehr eindrucksvoll bestätigt. Die Dummen sind dabei - wie immer - die Privatanleger, die alles erst erfahren, wenn es zu spät ist. Der Neue Markt lässt grüßen!

Nun gut, jetzt ist die "Katze" wenigstens "aus dem Sack". Insofern werfen wir doch gemeinsam einen Blick in die Zukunft, die ja bekanntlich an den Finanzmärkten gehandelt wird. Vielleicht war das Ganze ja nur ein "Ausrutscher" und das Unternehmen verdient in Bälde wieder richtig gutes Geld.

*Schwierige Branche

Vollständig überzeugt bin ich davon jedoch nicht: Zwar sind Computerspiele zweifellos eine Boom-Branche mit erheblichem Umsatzpotenzial. Vor allem in Asien können die Kids scheinbar gar nicht genug "zocken". Gleichzeitig jedoch bestehen gewaltige operative Risiken.

Die Entwicklung eines modernen Spiels verschlingt Unsummen an Geld. Zweistellige Millionenbeträge sind da gar nichts. Fehlschläge können daher vor allem bei kleinen unabhängigen "Spiele-Schmieden" schnell Existenz bedrohende Auswirkungen haben. Zugegeben: Bislang hat jedes Produkt von 10tacle seine Kosten wieder eingespielt. Eine Garantie, dass dies in Zukunft immer so läuft, ist das allerdings nicht.

Erschwerend hinzu kommt das Problem der "Raubkopien". Im Vergleich zu früher ist die Zahl der legal verkauften Spiele heute zugegebenermaßen wesentlich höher. Nichtsdestotrotz erfreuen sich illegal gebrannte DVDs auf Schulhöfen nach wie vor einer großen Beliebtheit. Einen echten Schutz dagegen gibt es nicht. Mit einem gewissen Maß an Fachwissen lässt sich alles kopieren und daran wird sich auch nichts ändern.

Zu Gunsten von 10tacle vermag ich festzuhalten, dass die Gesellschaft anders als viele "Betrüger-Klitschen" vom Neuen Markt über ein erwiesenes operatives Geschäft verfügt und nicht nur Scheinumsätze bucht. Die Branche, in der die Darmstädter tätig sind, ist durchaus interessant aber eben auch nicht ungefährlich. Dessen sollten Sie sich als potenzieller Anleger stets bewusst sein.

*Anleger-Vertrauen komplett verspielt

Doch selbst wenn 10tacle die operative Wende schafft, werden es die Anteilscheine an der Börse bis auf weiteres sicherlich sehr schwer haben, an alte Höchststände anzuknüpfen. Dafür ist letztlich einfach zu viel "Porzellan zerschlagen" worden, wodurch das Anleger-Vertrauen komplett verspielt wurde.

Monatelang sah man dem Kursverfall scheinbar desinteressiert zu, bevor sich das Management endlich zu der erwähnten Gewinnwarnung durchringen konnte. Die endgültigen Zahlen für 2007 versprach die Gesellschaft für den 18. April dieses Jahres und dann (spätestens) bis zum 31. Mai. Bis jetzt habe ich diesbezüglich noch nichts gehört. Klar ist nur, dass die Bilanz längst nicht so solide ist, wie der Vorstand es den Anlegern noch Ende 2007 glauben ließ.

Ich kann ja in gewisser Weise nachvollziehen, dass man sich scheut, unangenehme Nachrichten zu kommunizieren. Aber so geht es eben wirklich nicht. Hätte man hier schneller und mutiger agiert, wäre dieses "Kurs-Desaster" zumindest teilweise wohl zu verhindern gewesen. Bezeichnenderweise stieg der Kurs unmittelbar nach der Veröffentlichung der reduzierten Gewinnerwartungen nämlich sprunghaft an.

Meiner Einschätzung wird es Jahre dauern, bis Anleger wieder ansatzweise Vertrauen in die Aktie fassen können. Und erfahrungsgemäß vermögen die Notierungen während dieser "Vertrauensbildungs-Phase" keine "Bäume auszureißen".

*Umfassende Restrukturierungen versprochen

Wie eigentlich immer in solchen Zeiten werden von Unternehmensseite im Handumdrehen umfassende Restrukturierungsprogramme angekündigt. Auch 10tacle macht da keine Ausnahme. Künftig will man sich stärker als Entwicklungs- und Produktionshaus positionieren. Die Aufgaben der Marketing- und Sales-Abteilungen werden ausgelagert.

Ex-Vorstandschef Michele Pes wird diesen Wandel jedoch nicht mehr Feder führend begleiten. Mitte Mai beschloss der Aufsichtsrat, den Medienfachmann Joachim Magin als neuen Vorstand zu berufen. Diesen Schritt kann ich natürlich insbesondere im Hinblick auf das neu zu gewinnende Vertrauen nur begrüßen. Allerdings will ich auch nicht verhehlen, dass personelle Veränderungen allein nichts bringen. Erfolgt kein grundsätzlicher Wandel in punkto Unternehmens-Kommunikation sehe ich für 10tacle schwarz.

*Insolvenz nach Finanzierungspaket erst einmal vom Tisch

Nicht zuletzt auf Grund der "Geheimnis-Krämerei" machten zeitweise sogar Gerüchte über eine unmittelbar bevorstehende Insolvenz die Runde. Nachdem es der Gesellschaft aber gelungen ist, eine Wandelschuldverschreibung zu begeben, sind diese Befürchtungen erst einmal vom Tisch. Im Zusammenhang mit dieser Maßnahme wurde eine Kapitalerhöhung über knapp 615.000 Aktien zu einem Stückpreis von 2,50 Euro durchgeführt.

Als Geldgeber diente der Hamburger Reeder Bertram Rickmers, der zuvor bereits mit rund neun Prozent an 10tacle Studios beteiligt war. Die Tatsache, dass man die angesprochene Finanzierung zu diesen Konditionen durchgebracht hat, lässt hoffen. Auch wenn das Unternehmen auf Grund der fehlenden Zahlen für 2007 eine Art "Black Box" ist, gehe ich nicht davon aus, dass Herr Rickmers dem schlechten Geld noch gutes hinterher wirft, ohne sich zuvor ein umfassendes Bild über die Situation zu machen.

Ich zumindest hätte in diesem Fall die Bilanzen der letzten Jahre und sowie die aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertungen auf "Herz und Nieren" geprüft. So gesehen halte ich es für wahrscheinlich, dass es bei den Darmstädtern erst einmal noch weitergeht.

• 10tacle Studios AG

• WKN
TACL10

• Börsenwert
9,5 Mio. EUR

• KGV 08 (e)
k.a.
• Div.-Rend. 08 (e)
-

• Akt. Kurs
1,60 EUR



MEIN FAZIT:

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ergeben sich für mich noch keine eindeutigen Hinweise, dass es sich bei 10tacle Studios um einen potenziellen Turnaround-Kandidaten handelt. Das Unternehmen ist zwar in einem generell aussichtsreichen Markt aktiv und die Bewertung mutet mit unter zehn Millionen Euro außerordentlich niedrig an, vor allem wenn man berücksichtigt, dass die Marktkapitalisierung gerade einmal dem Gegenwert einer einstigen Produktion (momentan befinden sich zehn Projekte in der Pipeline) im Konsolenbereich entspricht.

Auf der anderen Seite birgt die Entwicklung von Computerspielen massive betriebswirtschaftliche Risiken in sich und die derzeitige Liquiditäts-Situation lässt sich in Ermangelung der 2007er-Zahlen nur erahnen, wenngleich ich davon ausgehe, dass dank der "Finanzspritze" das Ende des Unternehmens nicht unmittelbar bevorsteht. Ob man es aber demnächst wieder in die Gewinnzone schafft, ist ungeachtet des intakten Studio-Netzwerks und zahlreicher Lizenzen für die Entwicklung von Spielen für mich fraglich.

Das entscheidende Argument gegen ein Investment ist für mich jedoch das vollständig zerstörte Anlegervertrauen. Allein deshalb traue ich der Aktie bis auf weiteres lediglich eine durchwachsende Performance zu, es sei denn, die Situation wäre erkennbar besser als angenommen. Daran glaube ich aber nicht. Denn wo Rauch ist, ist bekanntlich auch Feuer! Gegenwärtig ist die Aktie daher meiner Einschätzung nach ein reines Zockerpapier.

+ In boomender Branche tätig
+ Akzeptable Produkte und funktionierende Entwicklungsabteilung
+ Kapitalspritze erhalten

- Hohe Entwicklungskosten und starke Konkurrenz von "Big Playern"
- Drohende Verluste auf Grund von Verzögerungen bei Blockbuster-Games
- Bilanz-Situation völlig unklar
- Massiver Verlust des Anlegervertrauens
- Umsatzeinbußen auf Grund von Raubkopien
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permanent:

530.000 Hektar verloren

5
16.06.08 14:15
Montag, 16. Juni 2008
530.000 Hektar verloren
Hochwasser zerstört Maisernte

Die heftigen Regenfällen und das Hochwasser im US-Staat Iowa haben bislang nicht nur mehrere Menschen das Leben gekostet, sondern auch schwere Schäden beim Maisanbau verursacht. So muss die Ernte auf rund 530.000 Hektar Anbaufläche abgeschrieben werden, bei Sojabohnen sind es sogar 810.000 Hektar Ackerfläche.

Iowa ist der größte Maisproduzent der USA. In letzter Zeit waren die Preise für Mais und andere Agrarprodukte weltweit gestiegen, in einigen Ländern kam es deswegen zu Unruhen.

Unterdessen schaute man in der rund 60.000 Einwohner zählenden Stadt Iowa City gebannt und ängstlich auf den Iowa River, der die Stadt praktisch in zwei Hälften geteilt hat und derzeit einen Hochwasserstand von rund 9,60 Meter erreicht. Mit der Scheitelwelle wird erst am Montagabend gerechnet. Rund 600 Häuser wurden bereits evakuiert. Besonders betroffen ist die Universität. Dort stehen 16 Gebäude unter Wasser.

Quelle n-tv
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metropolis:

Mal wieder eine journalistische Meisterleistung

4
16.06.08 15:16

Aktien New York Ausblick: Gewinne erwartet - Übernahmen im Fokus

15:00 16.06.08

 

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts enttäuschender Konjunkturdaten werden die wichtigsten US-Aktienmärkte am Montag voraussichtlich mit leichten Verlusten in die neue Börsenwoche starten.

 

usw.

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derph:

Brown droht Iran mit weiteren Sanktionen

7
16.06.08 15:31
16.06.2008/14:56:19

FOKUS 1-Brown droht Iran mit weiteren Sanktionen in Atomstreit

London, 16. Jun (Reuters) - Der britische Premierminister Gordon Brown hat dem Iran mit weiteren Sanktionen im Atomstreit gedroht. Er sei zuversichtlich, dass die europäischen Länder neuen Strafmaßnahmen zustimmen würden, sollte die Regierung in Teheran weitere Angebote der internationalen Gemeinschaft ablehnen, sagte Brown nach einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush am Montag in London. Zwar werde alles daran gesetzt, den Dialog aufrecht zu erhalten, sagte Brown. "Wenn der Iran aber weiterhin gemeinschaftlich gefällte Beschlüsse und unsere Angebote einer Partnerschaft ignoriert, haben wir keine andere Wahl als die Sanktionen zu verschärfen."

Der Iran hatte sich am Wochenende in dem Atomkonflikt trotz Androhung neuer Sanktionen unnachgiebig gezeigt. Mit einem neuen Anreizpaket wollen Deutschland sowie die UN-Vetomächte USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien das Land zu einem Kurswechsel bewegen. Sollte der Iran nicht darauf eingehen, muss das Land mit weiteren Strafmaßnahmen rechnen.

Einem Zeitungsbericht zufolge zog die iranische Regierung aus Angst vor einem Einfrieren ihrer Vermögenswerte mittlerweile rund 75 Milliarden Dollar von europäischen Banken ab. Die Summe sei auf Anweisung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad zurück in den Iran transferiert worden, berichtete die Wochenzeitung "Schahrwand-e Emrus" am Montag. Unter Berufung auf ein hochrangiges Regierungsmitglied hieß es, iranisches Vermögen bei europäischen Banken sei teils in Gold und Aktien umgewandelt und teils bei asiatischen Instituten angelegt worden.

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Nuklearwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran hat stets erklärt, sie wolle die Atomkraft lediglich zur Stromgewinnung nutzen. Bush bezeichnete die Forderung des Irans nach Atomstrom am Montag bei seinem Besuch in London als "gerechtfertigt".

Übrigens: neues ATH beim WTI: 139,30 (14:51)
Antworten
metropolis:

AL

4
16.06.08 15:32
Super Postings zu Daimler, gestochen scharfe AL-Qualität erster Güte!

Du singst da ein Hohelied auf die antizyklische Methode, denn man sollte immer auf der Seite der Stärkeren stehen (hier der Banken). Ich denke mal hier im Thread sind die meisten skeptische Antizykliker wie wir, alle anderen sollten sich die Postings ausdrucken und an die Wand nageln. Oder beim guten alten Börsenfuchs Kostolany nachlesen, der gleiches erzählte.  
Antworten
metropolis:

Wenn die Iraner Bargeld abziehen

3
16.06.08 15:36
und zwar in dieser Größenordnung dürfte das manche Banken unter gehörigen Liquiditäts-Druck bringen! Obacht!

Derweil verpufft der Saudi-Effekt auf Öl vollkommen, im Gegenteil: ATH bei WTI!!

Leute, diese Woche wird sehr bärig!!
Antworten
michi976:

TIC-Daten

 
16.06.08 15:39
...hat einer der geschätzten Poster eine Ahnung wie die abstrusen TIC-Daten zustande kommen????
Antworten
Dreistein:

Nudeln in Nadelstreifen, Teil II für heute

6
16.06.08 15:47
S&P beichtet Modellfehler bei Ratings


Überhöhte Bonitätsraten will die Ratingagentur nicht verteilt haben. Aber ausgerechnet bei hochkomplexen Wertpapieren, die im Zentrum der internationalen Finanzkrise stehen, ist S&P ein Fehler unterlaufen.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat Fehler bei ihrem Bewertungsmodell für besonders komplexe Wertpapiere (Collateralized Proportion Debt Obligations, CPDO) eingeräumt. Anders als beim Wettbewerber Moody's sollen die Irrtümer aber nicht zu überhöhten Bonitätsnoten geführt haben.

S&P bestätigte am Freitag, einen entsprechenden Bericht bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht zu haben. Hintergrund für eine entsprechende SEC-Anfrage sind schwere Vorwürfe gegen die Ratingagentur Moody's. Diese soll Anfang 2007 bemerkt haben, dass ein Computerfehler systematisch zu überhöhten Ratings von CPDOs geführt hatte. Statt die Ratings zu korrigieren und die Investoren zu informieren, änderte Moody's das Bewertungsmodell. Das führte dazu, dass diese Produkte ihr Toprating behielten. Moody's lässt den Vorgang derzeit untersuchen.

Auch S&P ließ die Ratings und Modelle solcher strukturierter Ratingmodelle auf Aufforderung der SEC extern überprüfen. Dabei kam heraus, dass es auch im S&P-Modell Fehler gab. Diesen Fehler hatte S&P im Oktober 2007 entdeckt und korrigiert, dies aber nicht mitgeteilt, weil die Ratings sich auch nach der Korrektur nicht geändert hatten. "Wir werden immer alle Fehler mitteilen, die zu Ratingveränderungen führen", so ein S&P-Sprecher.

S&P war neben Moody's die einzige Ratingagentur, die solche CPDOs so hoch benotet hatte, die Agenturen Fitch und DBRS waren kritischer. Die Wertpapiere boten extrem hohe Renditeaufschläge trotz ihrer Topratings. Im Dezember hat S&P sein Bewertungsmodell aber verschärft und die meisten der Produkte im Februar herabgestuft. Eine entsprechende Ankündigung erging in September. Die Modelländerung sei der ungünstigen Kapitalmarktentwicklung geschuldet und habe nichts mit dem Modellfehler bei CPDOs zu tun, hieß es.

Ratingagenturen stehen seit Ausbruch der Kreditkrise in der Kritik, da Anleger und Aufsichtsbehörden ihnen vorwerfen, komplexe Bonds zu lange zu hoch bewertet zu haben. Daher hatte der Vorgang bei Moody's hohe Wellen geschlagen.

www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...ler%20Ratings/373051.html
Antworten
metropolis:

Im Moment hängt die Nudel ganz schon durch

3
16.06.08 15:53
Sieht heute mal nicht nach Morgenlatte aus. Na, vielleicht gibt's ja ne Abendlatte. Aber ohne mich, ich werde das "letzte Spiel" gucken (fragt sich für wen, die Ösis oder uns, ähem)

Abolut geil, das Lied für heute abend: Der Ösisong (off topic)

www.ffn.de/...eight=625&width=805&modal=true&id=610&itemid=A14
Antworten
derph:

US-Handelsbilanzdefizit scheint gut abgedeckt

5
16.06.08 15:53
16.06.2008/15:00:11

Ausländische Investoren legen im April viel Kapital in USA an

Washington, 16. Jun (Reuters) - Die ausländischen Investitionen in den USA haben im April kräftig zugelegt. Netto verbuchte die größte Volkswirtschaft der Welt einen Zufluss von 60,6 Milliarden Dollar, wie das US-Finanzministerium am Montag mitteilte. Im März hatte es einen Abfluss an Investitionen von revidiert 48,7 Milliarden Dollar gegeben. Bei den langfristigen Investitionen ergab sich ein hoher Zufluss von 115,1 Milliarden Dollar nach revidiert 79,6 Milliarden.

Die Kapital-Daten gelten als Indikator für das Interesse ausländischer Anleger an US-Wertpapieren. Die USA benötigen zur Finanzierung ihres massiven Handelsbilanzdefizits ausländisches Kapital, das ihnen nun fast im erforderlichen Maß zufloss. Das US-Handelsdefizit im April betrug 60,9 Milliarden Dollar.
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KuK Hofmarsc.:

ad fußball

4
16.06.08 16:07
Möge der bessere gewinnen!

Doch nicht heute, heute möge Ö gewinnen, viel Spass beim Spiel!
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derph:

Außerdem drückt noch:

4
16.06.08 16:11
16.06.2008/14:30:12

New Yorker Konjunkturindex Juni deutlich schwächer als gedacht

New York, 16. Jun (Reuters) - Die Industrietätigkeit im US-Bundesstaat New York ist im Juni überraschend deutlich gesunken. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe gab auf minus 8,68 Zähler nach von minus 3,23 Punkten im Vormonat, wie die New Yorker Federal Reserve am Montag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit minus 2,00 Punkten gerechnet.

Die Daten der New Yorker Fed gelten als zuverlässiger und frühzeitiger Indikator für die landesweite Entwicklung der Industrie zu Beginn eines Monats.
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permanent:

Fed Chairman Bernanke Speaks

 
16.06.08 16:27
Der USA Bären-Thread 4408001Fed Chairman Bernanke Speaks

    On Health Care To Senate Finance Committee

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wawidu:

@ perma - # 23280

6
16.06.08 16:57
Nichts ist besser als ein Bild. Weitere und schärfere Unruhen vorprogrammiert? Die Tortilleros können verdammt ungemütlich werden.
(Verkleinert auf 77%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 169300
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wawidu:

Wer hätte das gedacht?

 
16.06.08 17:13
(Verkleinert auf 74%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 169304
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derph:

Unglaublich, wie Öl hin- und herschwappt!

3
16.06.08 19:50
17:30 TT=132,80 $ --- Tidenhub =7 $ heute !!
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pfeifenlümmel:

Seid Ihr alle blöd,

6
16.06.08 21:14
schaut mal auf city: 3,99% Kredit und sofort wieder anlegen für 4,7%. Da staunt Ihr aber, wa?
www.citibank.de/DEGCB/JPS/portal/...anlagen&sd=sd_Geldanlagen

www.citibank.de/DEGCB/JPS/portal/...terestnom=&payment_pause=
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Ischariot MD:

@KuK: Kopf hoch ;o)

7
16.06.08 23:42

@Kicky in #23271:

"... the dollar rally is just getting started as the Federal Reserve's shift to fighting inflation makes it likely to raise interest rates more aggressively than the European Central Bank. The currency will strengthen 2.5 percent to $1.50 per euro by year-end, according to the mean estimate of 39 firms surveyed by Bloomberg. Economists anticipate that the ECB will raise rates a quarter-percentage point by September and then cut borrowing costs by yearend. Fed Chairman Ben S. Bernanke, who said he's ``attentive'' to the U.S. currency, will boost rates three-quarters of a percentage point by the end of the third quarter of 2009, according to data compiled by Bloomberg"

Das sieht weissgarnix (bzw. seine Quelle) aber etwas anders:

 

 

 

Bernanke denkt nicht an Zinserhöhung

Aus dem “Real Time Economics“-Blog des Wallstreet Journals erfahren wir, dass Ben Bernanke wohl im Traum nicht dran denkt, die US Leitzinsen angesichts deutlich gestiegener Inflationsraten auch tatsächlich zu erhöhen. Quelle dieser Information ist die Washington Post, die sich auf “Bernanke nahestende Personen” bezieht.

In dem Beitrag heisst es, Bernanke mache sich nach wie vor deutlich größere Sorgen um Konjunktur und Kreditkrise als Inflation, und weicht in diesem Punkt wesentlich stärker von den Positionen der EZB ab, als dies aus öffentlichen Statements zu erkennen wäre.

Naja … ich habe mein “Dollar kaufen!”-Szenario ja gottseidank schon letztens kassiert, und wie es scheint, werden die Dollar- und Bond-Shorts mit Ben weiterhin ihre helle Freude haben.

http://www.weissgarnix.de/?p=261

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Ischariot MD:

Ach so ja, remember AL's ANALystenschelte

5
16.06.08 23:53
kann natürlich auch sein, daß die im WSJ-Blog nicht näher bezeichneten "Friends of Benny" schlichtweg nur ein paar Spezis sind, deren Interesse es ist, die Indices hoch oder den Dollar runter und damit Oil hochzureden ... PPT light sozusagen ...

Daß Ben uns gnadenlos linkt, das glaube ich dem weissgarnix aber sofort!
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metropolis:

Der Markt ist recht technisch zur Zeit

2
17.06.08 07:17
Ablesbar an der Kaufbereitschaft trotz schlechter News. Gestern wurde wg. des Bruchs der 1360 im SP nach oben spekuliert, aber trotzdem blieben größere Anschlusskäufe aus. Ein typischer Daytrader-Markt, ist halt erstmal Konsolidierungszeit um den Rücksetzer von vorletzter Woche zu verdauen.

Öl testet derweil seine Grenzen aus; der Abpraller an den 139 dürfte eher ein Luftholer sein. Der Sprung von 134 auf 140 und darüber war für einen Tag zu groß.

Das einzige was mich gestern nervte war die relative Stärke der Tech- und Nebenwerte. Gut, man kann nicht alles haben.
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Anti Lemming:

Warum der Ölstaat Iran Atomenergie "braucht"

14
17.06.08 08:36
Eine These, die mir heute beim Lesen der Iran-Postings (Geldabzug usw.) in den Sinn kam:

Iran "braucht" Atomenergie - aber weder dazu, um einen nennenswerten Anteil seines Stroms damit zu generieren (Iran-Behauptung) noch dazu, um Atomwaffen zu bauen (USA/Israel-Behauptung), sondern einzig und allein dazu, um mit "kontrollierter Provokation" den Ölpreis hochzutreiben. Es ist ein Poker- bzw. Schachspiel mit dem Erzfeind USA. Die verbalen Provokationen (angeblicher Atomangriff auf Israel), denen vermutlich niemals Taten folgen werden, sind die begleitende "PR-Kampagne" zur Erreichung dieses Ziels. Die Schachspieler in Teheran belassen es bewusst bei verbalen Provokationen, die für das Ziel, den Ölpreis hochzutreiben, völlig ausreichen. Dazu muss freilich auch das Atomprogramm zwingend fortgesetzt werden, denn es ist die "Dame" in diesem Schachspiel (bzw. die "vier Asse" im Pokerspiel).

Das teure Öl hat für Iran gleich doppelten Nutzen: Es spült viel Geld in die landeseigenen Kassen, und der Erzfeind Amerika wird an seiner empfindlichsten Stelle - Energiebedarf - getroffen. Außerdem forciert teures Öl die Wertvernichtung des US-Dollars. Washington hat dieses Spiel durchschaut und den Iran nicht zuletzt deshalb der "Achse des Bösen" zugewiesen. Dass allerdings auch USA ein gehöriges Potenzial an Bosheit innewohnt, zeigt der grundlos wegen Saddams angeblicher Massenvernichtungswaffen (die nie gefunden wurden...) vom Zaun gebrochene Irakkrieg, bei dem es letztlich nur um's "Eingemachte" - sprich Öl - ging.

Wir haben mit USA und Iran also zwei gleichermaßen bitterböse Rivalen im verbalen, diplomatischen und teils bereits militärischem Schlagabtausch. Die Iraner spielen dabei allerdings mit dem Feuer. USA wird die Eskalation womöglich gezielt hochtreiben, um "legitim" mit Waffengewalt gegen den Iran vorgehen zu können. Dazu reicht ein angeblicher Angriff auf einen dort vor der Küste liegenden US-Flugzeugträger. Ein Krieg in Iran, der mMn ähnlich wie der Kosovo-Krieg allein aus der Luft geführt und sich gegen strategische Zentren (auch atomare) richten würde, hätte für die Amis den angenehmen Nebeneffekt, von innenpolitischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten im eigenen Land abzulenken (ähnlich dem kalkulierten "Falklandkrieg"-Effekt, auf den die argentinische Junta 1982 in ihrem "letzten Gefecht" setzte). Wenn dann die Börsen kollabieren und der Dollar absäuft, hätten die "bösen Iraner" schuld.
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Anti Lemming:

Ischariot - Dollar-Zinserhöhungen

6
17.06.08 09:08
"Fed Chairman Ben S. Bernanke, who said he's ``attentive'' to the U.S. currency, will boost rates three-quarters of a percentage point by the end of the third quarter of 2009..."

Was nützt es dem Dollar, wenn die Zinsen bis zum 3. Quartal 2009 um 0,75 % steigen, wenn die Zinsen in der EU wegen der hiesigen (importierten) Inflation im gleichen Zeitraum ebenfalls deutlich angehoben werden? Bleibt die Zinsdifferenz in etwa erhalten, wird der Dollar zum Euro nicht erstarken.

Wahrscheinlicher ist sogar, dass sich die Zinsschere noch weiter zuungunsten des Dollars öffnet, da Bernankes Zinserhöhungs- und Inflations-Gebrabbel (womöglich von Trichet "verordnet") vermutlich keine faktischen Zinserhöhungen folgen werden. Denn die würden die fragile US-Wirtschaft vollends in den Abgrund schicken...

http://www.ariva.de/...waere_Wahnsinn_t283343?pnr=4397064#jump4397064

...und damit die oberste Prämisse der Fed - Wachstumsförderung, die noch vor Inflationsbekämpfung steht - verletzen.

Trichet hingegen kann man, im Gegensatz zu "easy Ben", noch für voll nehmen. Zudem hat die EZB das alleinige Mandat der Inflationsbekämpfung - und sie nimmt es, da sie als relativ junge Institution um ihren guten Ruf bedacht ist, auch ernst.

Für die Fed hingegen gilt: "Ist der Ruf erst ruiniert, druckt man gänzlich ungeniert".

Der Dollar dürfte daher weiter absacken. Damit wird auch das Öl teurer, und damit steigt die importierte Inflation in der EU. Der Teufelskreis...

1. der Dollar fällt, Öl wird teurer
2. EU-Inflation steigt wegen des teureren Öls
3. EU-Zinsen müssen erhöht werden
4. Zinsschere zwischen Euro und Dollar vergrößert sich
5. (weiter bei 1.)

...kann bis auf Weiteres nicht durchbrochen werden.

Devisenmarkt-Interventionen werden dies auch nicht nachhaltig verhindern können.

Apropos...

??? :
(Verkleinert auf 85%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 169406
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