Hallo,
Vorsicht mit Short!!!
Der Down im DJ war wegen einer banalen Meldung von CISCO Chef Chambers
von einer intakten Erholung wieder zurückgefallen.
Am Dienstag wird der DJ sich wieder kräftig erholen und zu einer Endralley
ansetzen, 300 Punkte Plus würden mich am Dienstag nicht überraschen genauso
wenig bin ich überrascht wenn der DAX am Montag fett im Plus schliesst.
Deshalb ganz klar LONG orientiert und inverstiert, SHORT in der Mitte einer
Erholung ist der Griff ins ....
Gestern war nun der Technologiesektor dran. Garmin, Research in
Motion, Google, Apple, EMC, Cisco, Intel und Amazon wurden
allesamt ausverkauft. Die Abschläge betrugen 4 bis 7%, bei
Cisco sogar 9,5%.
Die Hiobsbotschaften aus dem Finanzsektor nehmen kein Ende:
Abschreibungen werden nach oben korrigiert, die Banken stufen
sich gegenseitig in ihrer Bewertung herab und vermuten bei
ihren Wettbewerbern stets noch große Bestände an
Immobilienderivaten. Kein Wunder also, dass der Banken-, Broker
und Immobiliensektor auch in der abgelaufenen Woche wieder zu
den Verlieren gehörte. Aber der Technologiesektor? Was steckt
hinter dem dortigen Ausverkauf?
CISCO-CHEF CHAMBERS ZÜNDET DIE BOMBE
Doch zurück zum Technologiesektor und zum gestrigen Ausverkauf.
Cisco war der Auslöser des Ausverkaufs. John Chambers, CEO von
Cisco und in der Finanzbranche bekannt als jemand, der über
minutengenaue Analysen zum Marktumfeld auf Knopfdruck verfügt,
hat von Auftragsrückgängen aus dem Finanzsektor gesprochen. Er
sagte, Cisco habe bemerkt, dass die Finanzbranche ihre EDV- Investitionen zurückschraube.
Die Turbulenzen der vergangenen Wochen haben viele Anleger,
insbesondere auch Hedgefonds und Spekulanten, veranlasst,
vermeintlich sichere Verstecke aufzusuchen. Wie Sie wissen gibt
es Unternehmen im Technologiesektor, deren Wachstumsraten
überdurchschnittlich und deren Bewertungsniveau
unterdurchschnittlich sind. Gleichzeitig verfügen sie über hohe
Barreserven, sind somit von den Liquiditätsengpässen der
Finanzbranche unabhängig. Dort ist eine Menge Risikokapital hin
gesteuert worden.
Doch nun hat Chambers eine Bombe gezündet, mitten im
Technologieversteck. Wie die aufgescheuchten Hühner haben
gestern Spekulanten ihre Technologieaktien auf den Markt
geworfen, ungeachtet der fundamentalen Hintergründe. Die
Börsianer sind nervös und es wird erst geschossen und dann
später nach dem Grund gefragt.
Aber, wenn Sie einmal ehrlich sind, dann sollte Sie die Meldung
nicht überrascht haben. Natürlich gehören die Finanzinstitute
zu den Großkunden der Technologiebranche. Und natürlich werden
die Finanzinstitute nun versuchen, ihre Barmittel zu erhöhen –
und wenn es durch Ausgabenkürzungen ist.
Ist die Technologiebranche damit nun auch verbrannte Erde?
Nein, denn was die zumeist sehr örtlich ausgerichteten
amerikanischen Spekulanten übersehen, ist, dass Cisco seine 35
Mrd. USD Umsatz um jährlich 20% steigert. Und diese 20% kommen
nicht von Finanzinstituten, sondern von Neukunden aus Asien,
aus Europa und aus Südamerika. Dort brummt die Wirtschaft, im
Gegensatz zu der Finanzbranche in den USA. Und wenngleich die
Finanzbranche einen Teil des Umsatzes streicht, so ist das
Gesamtwachstum eines internationalen Konzern wie Cisco noch
immer groß genug, um ein KGV von 35-40 zu rechtfertigen.
Aktuell ist das KGV auf 25 gerutscht, schon im nächsten Jahr
wird es weiter auf 16 fallen.
Der Ausverkauf am gestrigen Donnerstag ist in meinen Augen
völlig überzogen. Von 34 auf 29 USD ist die Aktie gefallen, da
würde ich erste Käufe tätigen. Nachkaufen würde ich, falls der
unlogische Ausverkauf weiter geht, unter 26 USD. In einem Jahr
sollte Cisco meiner Erwartung nach deutlich über 50 USD
notieren.