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Der USA Bären-Thread


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Stöffen:

Das ist ein Luschenmarkt

11
12.07.10 19:13
und viele Teilnehmer haben Schiss, so wie der von Malko in # 65872 zitierte Fondsmanager, der nur mit einer geringen Aktienquote unterwegs ist, weil er bei dem überwiegenden Teil der Stoxx künftig nur noch wenig bis gar nix an Aufwärtspotential erwartet.  Nun, die Staaten und Notenbanken haben in den letzten Monaten doch große Netze aufgespannt, um die Vermögenspreis-Illusion weiter zu spinnen und damit aufrechzuerhalten. Aber wird diese erneut losgetretene Schulden-Orgie zur Aufrechterhaltung der Illusion ausreichen?

Time will tell!
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Der USA Bären-Thread 331770
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Palaimon:

Offener Brief an die Kanzlerin

23
12.07.10 19:24
Der USA Bären-Thread 8308110
Wen meint die Bundeskanzlerin eigentlich, wenn sie davon redet, "wir" hätten jahrelang über unsere Verhältisse gelebt? Die Arbeitslosen, die Normalverdiener können es ja wohl nicht sein, meint Stephan Ueberbach. Er empfiehlt Merkel in einem offenen Brief, vor der eigenen Haustür zu kehren.
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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Palaimon:

Chinas "Immobilien-Crash" - Was sagen die Charts?

19
12.07.10 19:35

Kolumne - von heute 14:19

die vermeintliche „Immobilienmarkt-Blase“ in China hält uns schon seit einiger  Zeit in Beschlag. Spätestens seit April dieses Jahres warnen die China-Skeptiker  unentwegt davor, dass im Reich der Mitte ein großer Immobilien-Crash bevorstehe.  Damals hatte Peking Maßnahmen aufgelegt, um die hohen Preissteigerungsraten auf  dem Wohnungsmarkt einzudämmen. Unter anderem wurden die Vorgaben für die Vergabe  von Hypothekendarlehen verschärft, die von Käufern beantragt werden, die bereits  eine Immobilie besitzen.

Inzwischen schlagen diese Maßnahmen am Markt  durch. Zwar lagen die Immobilienpreise in Chinas 70 größten Städten im Mai noch  knapp 13 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bei den Transaktionen hat sich aber  ein dramatischer Rückgang ergeben. In Shanghai etwa brachen die Verkäufe neuer  Eigenheime im Jahresvergleich zuletzt um 70 Prozent ein. Dementsprechend ist es  nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Preise nach unten gehen werden.  

An den Börsen sorgte diese Entwicklung von Anfang an für erhebliches  Unbehagen. Die chinesischen Immobilienwerte entwickelten sich in den letzten  Monaten recht volatil. Wer allerdings erwartet hat, dass diese Aktien  schlichtweg kollabieren würden, hat sich getäuscht.

Vielsagend ist etwa  der Chart des Bau- und Immobilienkonzerns China Resources Land (WKN: 903621). Zwar ergab sich hier im  April ein deutlicher Kursrückgang, nachdem bekannt wurde, dass Chinas Regierung  ernsthaft gegen die Immobilienspekulation vorgehen werde. Bis Mitte Juni wurde  dieser Rücksetzer allerdings fast gänzlich wieder ausgebügelt. Letztlich mündete  das Papier in eine Seitwärtsbewegung ein. Dies führte dazu, dass die Aktie seit  Jahresbeginn inzwischen sogar wieder im Plus liegt, und sich damit besser als  der Hang Seng Index entwickelte.
 

Der USA Bären-Thread 8308134



Ein  weiteres beredtes Beispiel ist das Papier von Sino Land (WKN: 866305); eines Baukonzerns, der in Hongkong,  aber ebenso sehr auch im Inneren Chinas engagiert ist. Auch Sino Land gaben im  April deutlich ab, als die Marktteilnehmer plötzlich einen  Immobilienmarkt-Kollaps befürchteten. Ähnlich wie China Resources Land holten  Sino Land aber anschließend deutlich auf. In diesem Fall wurde Ende Juni sogar  ein neues Jahreshoch erreicht, während der Gesamtmarkt sich nur unerheblich  erholen konnte.

Der USA Bären-Thread 8308134



So  sehr auch viele Beobachter einen Immobiliencrash in China befürchten – die  Charts sprechen derzeit eine andere Sprache. Die Akteure am Markt gehen  offensichtlich viel weniger von einer bevorstehenden Krise aus als die  Zeitungen, in denen es vor Hiobsbotschaften aus diesem Sektor nur so wimmelt.  Gerade die großen Institutionellen sollen ihr Engagement bei den chinesischen  Immobilienwerten zuletzt sogar noch ausgebaut haben. Die Aktien aus dieser  Branche entwickelten sich seit Anfang Juni deutlich besser als der Gesamtmarkt.  

Vor allem die westlichen Medien halten einen kommenden  China-Immobiliencrash weiterhin für eine ausgemachte Sache. Wie die jüngsten  Entwicklungen am Aktienmarkt zeigen, sollte man sich als Anleger aber davor  hüten, voreilige Schlüsse zu ziehen. Besonders wichtig ist vor allem, dass  Peking seine Drosselungsmaßnahmen jederzeit wieder zurückziehen kann, wenn die  Regierenden in den kommenden Monaten zu dem Schluss kommen sollten, dass dieses  Vorgehen der Binnenwirtschaft zu stark schaden würde.

Wir wünschen Ihnen  viel Erfolg bei Ihren Investments!
Ihr

Gerhard Heinrich

 

www.emfis.de/no_cache/global/global/kolumnen/...e_Charts_ID87659.html
 

An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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daiphong:

Malko, es war definitiv nicht die billige Energie

7
12.07.10 19:37
(eher deren Verteuerung wegen Abrodung), durch die die Frührenaissance als Blütezeit der Erfindungen und Entdeckungen und Kultur in kürzester Zeit fast alles hinter sich ließ, was die Antike geschaffen hatte.

Wie unendlich weit man sich kulturell entwickelt hatte, sieht man an der Malerei jener Zeit am Einfachsten. Nimm z.B. nur ein Aquarell von Dürer, oder einen Caravaggio, und du weißt sofort, dass wir uns bereits im Wahrnehmungsraum der Moderne befanden. Oder schau die Uhren an, da wird Ökonomie sichtbar.

Aus der mittelalterlichen Stadt wurde mit der Renaissance vielleicht eine angelegte Stadt, keinesfalls aber keine römische. Der entscheidende Unterschied liegt im zivilen und freieren Bürgertum und seinen (Handels-, Kommunikations-) Netzwerken, nicht in der öffentlichen Wassertechnik einer Militäranlage oder soldatischer Hygiene.
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wawidu:

"Playboy" müsste man sein

 
12.07.10 20:00
äh, haben! Der Wert weist seit März 2009 eine nette Performance auf. 1999 lag das Hoch allerdings bei 33, 2003 bei 17 und 2007 bei 12.
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Der USA Bären-Thread 331775
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Malko07:

daiphong, unser heutiger Wohlstand

14
12.07.10 20:04
in der industrialisierten Welt beruht weitgehend auf der billigen Energie. das war meine ursprüngliche Behauptung und bei der bleibe ich. Casaubon brachte dann die Renaissance ins Spiel, mit der sinngemäßen Aussage, dass dort Grundlagen für die spätere Entwicklung gelegt wurden.

Die Ausgangslage in der Diskussion war der jedoch der Wohlstand und der bezieht sich nicht auf eine bürgerliche Minorität sondern auf die breite Bevölkerung. Auch zu Zeiten der Römer gab es einen weit gespannten Handel, umfangreicher als in der Renaissance. Die Bürger waren über längere Zeiten frei und haben ihren Staat regiert. Die Kunst war frei und weit entwickelt. Bilder haben leider kaum überlebt aber massenweise Statuen und Mosaiken. Betrachtet man diese haben die überhaupt nichts gemein mit der Kunst von vor der Renaissance.  

Ich würde auch nicht abfällig über technische Anlagen und Hygiene reden. Was hab ich vom schönsten Bild wenn ich schon mit 6 von einer Seuche dahingerafft werde. Die Großen der Renaissance waren fast alle auch technisch und militärisch tätig und haben nicht nur den Pinsel geschwungen. Ich meine, dass man die größten Erkenntnisse nicht umsetzen kann wenn einem die Mittel fehlen. Und nur in der Umsetzung  kann etwas sich weiter entwickeln. Alle Erkenntnisse während der Renaissance zum Fliegen haben es nicht zu einem Airbus 380 gebracht. Die modernen Flugzeuge sind entstanden als das Wissen aus der Renaissance schon wieder verschütt gegangen war. Der wesentliche Unterschied war die billige Energie. Kohle und später Erdöl und Erdgas haben die industrielle Entwicklung und damit unseren heutigen Wohlstand erst ermöglicht.
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wawidu:

Sehr seltsam!

3
12.07.10 20:50
YRC Worldwide Inc. gehört zu den größten Transportdienstleistern der USA.

finance.yahoo.com/q/pr?s=YRCW+Profile

"tractor" = Sattelschlepper

Schaut euch mal dessen Chart an! Dieser Pennystock ist seit Monaten einer der heißesten Zockerwerte, heute mal wieder mit einem Plus von bislang 76 %.
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Der USA Bären-Thread 331784
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Katjuscha:

was genau ist jetzt seltsam?

5
12.07.10 20:52
"Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, worauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein."

Arthur Schopenhauer
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wawidu:

Schuldenuhr

3
12.07.10 21:28
www.usdebtclock.org/

Anmerkung zur Spalte "World Debt" rechts: Sowohl die Berechnungsmethoden der Schulden als auch insbesondere die des GDP in den aufgeführten Staaten divergieren z.T. erheblich. Die Daten sind bekanntlich alle hedonistisch geschönt - mehr oder weniger. Ein objektiver Vergleich ist daher nicht möglich.
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wawidu:

kat - # 65908

4
12.07.10 22:05
Vor dem Hintergrund einer angeblichen deutlichen wirtschaftlichen Erholung in den USA mutet die Kursentwicklung dieses Transportwertes schon merkwürdig an, oder ich drücke es mal umgekehrt aus: Vor dem Hintergrund der Kursentwicklung dieses Wertes mutet die angebliche Erholung der US-Wirtschaft sehr merkwürdig an. Nachfolgend der Langfristchart des global größten Transportdienstleisters FEDEX, der allerdings in Anbetracht des internationalen Geschäfts nicht so übel aussieht wie der von YRC Worldwide (ist keineswegs "weltweit" tätig!). Aber auch die Tendenz dieses Charts schaut ziemlich übel aus: Seit Anfang Mai fällt die Preiskurve im MA25-Modus, und dies ist "Crash-Modus".
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 331797
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Katjuscha:

das ist irgendwie typisch wawidu

9
12.07.10 22:35
Du schließt von einem einzigen Transportwert auf den Zustand einer Branche oder gar einer ganzen Volxwirtschaft.

Solche Charts finde ich bei deutschen Einzelwerten auch, aber ich würd doch nicht auf die Idee kommen, daraus etwas "seltsames" abzuleiten.

na ja ...
"Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, worauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein."

Arthur Schopenhauer
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Contrade 121:

Wall Street at its glance...

12
12.07.10 22:41

 

Nach einer ziemlich heftigen Korrektur der US-Indizes - hervorgerufen durch Angstzustände der Banker - sie könnten nicht mehr so weitermachen wie bisher - beginnen wir einen neuen Abschnitt: Das 2. Halbjahr 2010. In den Prognosen fängt jetzt die lang erhoffte konjunkturelle Erholung. Doch die Unternehmen scheinen trotz der Supersparprogramme und Restrukturierungsleistungen (sprich Leute rausschmeissen, keine Steuern zahlen und kreativ Bilanzieren) nicht überzeugen zu können. 

Alcoa meldete heute die Hj.-Zahlen: Erwartungen übertroffen. Auf Bloomberg war dieser Tage die Anpassung der Gewinne nach unten deutlich sichtbar. So lange wurde heruntergesenkt, bis die "better than expected"-Situation nicht eingetreten ist. Siehe folgendes: 

NEW YORK (TheStreet)  -- Alcoa(AA) earned 13  cents a share in the second quarter, meeting the Street consensus and  actually doing better than many expected. Over the past month, several  analysts had dropped Alcoa earnings estimates all the way from 19 cents  or 20 cents down to 10 cents per share.

http://www.thestreet.com/story/10804316/1/alcoa-beats-worse-street-expectations.html?puc=tscmarketwatch&cm_ven=tscmarketwatch

Die Banker treiben deren Spielchen weiter: 

Die Bank of America, eine der größten Banken der Welt, hat zugegeben  ihre Bilanzen im großen Stil frisiert und Schulden im Umfang von knapp  elf Milliarden US-Dollar manipuliert zu haben. Es handele sich um  „unbedeutende Ungenauigkeiten“, wie die Bank of America per  Pressemitteilung meldete.

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-07/17381130-wsj-bank-of-america-gesteht-schulden-verschleierung-015.htm

Konsequenzen: Wahrscheinlich keine, der Steuerzahler hat die Bank ja bereits gekauft.

Bankenregulierung: Aus dem Paper von 2.000 Seiten, das wohl keiner Bock hat zu lesen, scheint sich eine Farce zu entwickeln: Bereits jetzt werden die Regulierungen durchlöchert, noch bevor sie überhaupt verabschiedet wurden. US-Banken haben schon Schlupflöcher ausfindig gemacht, um die geplanten Beschränkungen zu umgehen. So sollen beispielsweise Händler ins Kundengeschäft versetzt werden, um die geplanten Beschränkungen des Eigenhandels zu umgehen. Auch scheint sich die Branche auf die Gründung oder den Kauf von Firmen vorzubereiten, über die dann die riskanten Geschäfte abgewickelt werden sollen.

Was die Finanzmärkte angeht, einige Marktteilnehmer haben richtig Bestände abgeladen - und es waren die armen Würstchen die herzhaft zugegriffen haben.

Doch Achtung - aktuelle Lage ist sehr gefährlich, mMn könnten wir Jahreshochs im DAX bzw. die 11.000 im Dow Jones sehen. Die Umsätze sind niedrig, die Gewinnsaison wird schöngeredet und die Märkte können mit einfachen Mitteln hochgetrieben werden. Daher Achtung vor allem mit den Shorts, was nicht heisst, dass sich keine Gelegneheiten dieses Jahr nocht eröffnen werden. Jetzt muss man eben mit den BAngstern einfach auch mal Geduld haben.

I.d.S. gute Trades noch allerseits.

Contrade121

 

 

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thostar:

Offene Briefe, aber auch journalistische Kritik

11
12.07.10 23:21
nützen nichts, um die Politik und damit auch die Finanzmärkte zu ändern.
Der erste Schritt ist immer ein Bewusstseinsänderung, die weite Teile der Bevölkerung erreicht. Das ist in D noch nicht der Fall und nur die intellektuellen Eliten bemängeln die Eckpfeiler der Politik.

Es ist im Gegenteil so, dass die Politik, darunter zB auch die Grünen, an alten Zöpfen wie dem Euro um jeden Preis festhalten, um das System und damit den eigenen Allerwertesten zu retten. Das System Brüssel zB mit seinem undurchschaubaren Beamtenapparat ist nichts weiter als ein Wasserkopf-Abstellbahnhof mit fünf wichitigen Positionen und dem Rest ausrangierter Politiker aller Couleur und Nationen, die weiter aktiv bleiben wollen.
In Amerika sind die verknöcherten Strukturen nicht viel anders, oder hat irgendjemand schon mal von einer erfolgreichen Partei gehört, die nicht Rep. oder Dem. beginnt?

Dummerweise neigen alle Systeme, die keine Selbstheilungskräfte durch Veränderung mehr zulassen, zur Instabilität, Übertreibungen und Blasenbildung. Es liegt nicht an dem System selbst, sondern an den beteiligten Protagonisten, die die hinderlichen, aber eigentlich nützlichen Konfliktstellen immer erfolgreicher umschiffen und damit trotz evtl. Minderbemittlung leichter ans Ziel gelangen als geeignetere Personen. Die negativen Auswirkungen dieser Anpassung an die politische Rahmenbedingungen statt den äusseren Herausforderungen hat die Geschichte vielfach unter Beweis gestellt.

Doch es kann sich noch Jahre hinziehen, vllt sogar Jahrzehnte, bis ein neues Bewusstsein in breiten Bevölkerungsschichten ensteht, das der Selbstbedienungsmentalität der Herrschenden Einhalt gebietet. Diesmal muss der Veränderungsgedanke sich nämlich global durchsetzen.
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wawidu:

Russell 2000

7
12.07.10 23:24
Zwischen März 2009 und April 2010 wurden die Werte dieses - marktengen - Small Cap Index in Relation zu denen der Blue Chip Indizes spekulativ deutlich stärker hoch gekauft. Diese Spekulation ging jedoch nicht auf. Die reinen "domestic" Unternehmen konnten in dieser Phase keineswegs die durchschnittlichen Umsatz- und Gewinnerwartungen der sog. Investoren, aka: "Zocker", erfüllen. Das Kernproblem sehr vieler Small Cap Unternehmen ist aktuell die - recht restriktive - Refinanzierung durch ihre Banken. Heute lag der Index zum Handelsschluss - im Gegensatz zu allen anderen Indizes - mit 1,25 % deutlich im Minus. Seit Mai bin ich diesbezüglich über den ETF IWM short. Das aktuelle technische Setting spricht bislang für meine Entscheidung.
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 331811
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Keno77:

Entwicklungshilfe war das nicht

7
13.07.10 00:23

Südafrika steht bei der Bundesregierung unverändert auf der Liste der Länder, denen Entwicklungsilfe gewährt wird. Für 2010 und 2011 wurden jüngst ca. 113 Mio. € an Unterstützungen zugesagt.

Die FIFA sieht da aber offenbar keine Notwendigkeit dem Land auch einen Entwicklungshilfebeitrag zu leisten.

3,2 Mrd $ hat die FIFA aus der Veranstaltung der WM - Spiele 2010 vereinnahmt (2 Mrd. $ aus Fernsehrechten und 1,2 Mrd. aus Sponsorengelder). Die Kosten beliefen sich auf auf 1 Mrd. $ - macht einen satten Gewinn von + 2,2 Mrd. $. 

Dabei sind die Vereinbarungen so, dass für den südafrikanischen Staat keine Steuern abfallen.

Aber die Geldgier der FIFA hat damit noch nicht das  Ende gefunden. Bereits Ende 2009 konstatierte die FIFA mehr als 2.000 Verletzungen ihrer Markenrechte. Durch profane Schlüsselanhänger, auf der die Vuvuzela-Plastiktröten, ein Ball und die Zahl 2010 zu sehen sind, sieht die FIFA bereits ihre Rechte verletzt.  Die FIFA hat zur Geltendmachung ihrer Rechte weltweit ein ganzes Netz von Anwälten eingespannt. Bei der WM 2006 in Japan / Südkorea hatte die FIFA mehr als 200 Gerichtsverfahren veranlasst.  Der FIFA dürften somit in nicht  unerheblichem Umfange auch noch weitere, nachlaufende Einnahmen aus der WM 2010 gewiss sein.

Die Ausgaben des Landes Südafrika für die WM 2010 beliefen sich auf 3,4 Md. Nach einem offiziellen Papier sollen die Einnahmen sich auf 3,8 Mrd. $ belaufen. Vermutlich sind da auch einige Abstriche machen, so dass für Südafrika die WM bestenfalls ein ausgeglichenes Gschäft war.

 

http://www.focus.de/sport/fussball/wm-2010/...ie-fifa_aid_529174.html

 

 

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daiphong:

#65906 Wohlstand beruht auch auf billigem Eisen.

5
13.07.10 01:14

Oder Plastik, oder derzeit evtl. billigem Wasser usw.usf.                                                                           Natürlich auch auf billiger Energie bzw. energieerzeugenden Industrien.                                                         Er beruht aber nicht zuletzt auch auf einer effektiv hochentwickelten Kultur.                                                   Auf Struktur und Organisation menschlicher Energie.

Antworten
Anti Lemming:

Alcoa

12
13.07.10 07:16
Die Prognosen wurden, wie Contrade bereits anmerkt, im Vorfeld so lange gesenkt (von 20 auf 13 Cents pro Aktie), bis sie passten. Doch hat die US-Autoindustrie, die zum Hauptabnehmer von Alcoa zählt, wirklich die Kurve gekriegt? Ich habe da meine Zweifel.

Was an den Alcoa-Zahlen bedenklich stimmt ist, dass bei 5,2 Milliarden Dollar Umsatz nur ein lächerlicher CashFlow von 87 Millionen Dollar rauskam.


Poilin Breathnach
Highlights of Alcoa Q2 Earnings Report
7/12/2010 4:15 PM EDT
# Income from continuing operations of $137 million or $0.13 per share; net income of $136 million or $0.13 per share.

# Revenue of $5.2 billion, a 6% increase from the first quarter of 2010, primarily driven by higher volume.

# EBITDA of $724 million -- EBITDA margin of 14% highest since third quarter 2008.

# Free cash flow in the second quarter totaled $87 million.

# Cash on hand of $1.34 billion.

# Global aluminum consumption forecast raised from 10% to 12% on improved end-market demand.
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Anti Lemming:

Für die US-Banken fällt die Sommerparty aus

12
13.07.10 07:30
Berichtssaison
Für die US-Banken fällt die Sommerparty aus

So üppig wie zu Beginn des Jahres dürften die Gewinne der Institute im zweiten Quartal nicht ausgefallen sein. Schuld daran sind Marktkapriolen und die fragile Konjunkturerholung. Und noch ein Problem steht ins Haus: Obamas Bankenregulierung. von Christine Mai  Frankfurt


Wenn die US-Banken ab dieser Woche über die Ergebnisse des zweiten Quartals informieren, dürften Investoren und Analysten vor allem auf eines achten: wie Bankmanager die Folgen neuer Vorgaben für die Finanzmärkte einschätzen - und wie sie sich als Reaktion darauf positionieren. "Wir hoffen, die Unternehmensleiter weichen dieser Frage nicht aus", schreibt Jason Goldberg, Analyst bei Barclays Capital.

Noch in dieser Woche könnte Präsident Barack Obama  ein Gesetzespaket unterschreiben, mit dem die Finanzaufsicht so radikal reformiert wird wie zuletzt in den 1930er-Jahren. Die neuen Regeln berühren praktisch alle Aktivitäten der Geldhäuser: Sie umfassen unter anderem Vorgaben zum Derivatehandel und dem Geschäft mit Hedge-Fonds und schaffen eine neue Verbraucherschutzbehörde. JP Morgan Chase  eröffnet die Berichtssaison der Geldhäuser am Donnerstag.....

"Es ist größtenteils schon durchgesickert, dass die Ergebnisse aus dem Kapitalmarktgeschäft im zweiten Quartal aufgrund schwacher Resultate im [Eigen-]Handel und dem Investmentbanking schwach waren", schreiben Analysten von Credit Suisse. Sie erwarten für die großen US-Banken mit Kapitalmarktgeschäft - wie JP Morgan, Citigroup  oder Bank of America  - in diesem Segment Ertragsrückgänge um durchschnittlich zehn Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Auch die beiden großen Broker, Goldman Sachs und Morgan Stanley , dürfte die Entwicklung an den Kapitalmärkten laut Experten getroffen haben.....

www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...us/50143330.html
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permanent:

OT, heute sind Aufräumarbeiten auf dem Programm

19
13.07.10 07:30

Der Sturm hat bei uns gewütet, hier ein Bild von einem Baummarkt welcher ca. 2 Km von meiner Wohnort entfernt ist:Der USA Bären-Thread 8309241

http://www.rp-online.de/niederrheinnord/moers/...ch-ab_bid_56792.html

Ich habe nur leichte Schäden an meinen Gebäuden. Einige Dachflächen sind leicht beschädigt, zwei Fenster von herumfliegenden Gegenständen eingeschlagen worden, mein Hoftor wurde aus der Verankerung gerissen. Insgesamt überschaubar.

Ich wünsche euch einen schönen Tag.

Permanent

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permanent:

Chinese Factories Now Compete to Woo Laborers

9
13.07.10 07:34
Chinese Factories Now Compete to Woo Laborers
CHINA, LABOR WOES, STRIKES, JOBS, EMPLOYMENT, MANUFACTURING
The New York Times
| 13 Jul 2010 | 12:07 AM ET

If Wang Jinyan, an unemployed factory worker with a middle school education, had a résumé, it might start out like this: “Objective: seeking well-paid, slow-paced assembly-line work in air-conditioned plant with Sundays off, free wireless Internet and washing machines in dormitory. Friendly boss a plus.”

As she eased her way along a gantlet of recruiters in this manufacturing megalopolis one recent afternoon, Ms. Wang, 25, was in no particular rush to find a job. An underwear company was offering subsidized meals and factory worker fashion shows. The maker of electric heaters promised seven-and-a-half-hour days. “If you’re good, you can work in quality control and won’t have to stand all day,” bragged a woman hawking jobs for a shoe manufacturer.

 

Ms. Wang flashed an unmistakable look of ennui and popped open an umbrella to shield her fair complexion from the South China sun. “They always make these jobs sound better than they really are,” she said, turning away. “Besides, I don’t do shoes. Can’t stand the smell of glue.”

Assertive, self-possessed workers like Ms. Wang have become a challenge for the industrial titans of the Pearl River Delta that once filled their mammoth workshops with an endless stream of pliant labor from China’s rural belly.

In recent months, as the country’s export-driven juggernaut has been revived and many migrants have found jobs closer to home, the balance of power in places like Zhongshan has shifted, forcing employers to compete for new workers — and to prevent seasoned ones from defecting to sweeter prospects.

The shortage has emboldened workers and inspired a spate of strikes in and around Zhongshan thatparalyzed Honda’s Chinese operations last month. The unrest then spread to the northern city of Tianjin, where strikers briefly paralyzed production at a Toyota car plant and a Japanese-owned electronics factory.

Although the walkouts were quelled with higher salaries, factory owners and labor experts said that the strikes have driven home a looming reality that had been predicted by demographers: the supply of workers 16 to 24 years old has peaked and will drop by a third in the next 12 years, thanks to stringent family-planning policies that have sharply reduced China’s population growth.

In Zhongshan, many factories are operating with vacancies of 15 to 20 percent, compelling some bosses to cruise the streets in their BMWs and Mercedeses in a desperate hiring quest during crunch time.

The other new reality, perhaps harder to quantify, is this: young Chinese factory workers, raised in a country with rapidly rising expectations, are less willing to toil for long hours for appallingly low wages like dutiful automatons.

Guo Yuhua, a sociologist at Tsinghua University, said the new cohort of itinerant workers was better educated, Internet-savvy and covetous of the urban niceties they discovered after leaving the farm. “They want a life just like city folk, and they have no interest in going back to being farmers,” said Ms. Guo, who studies China’s 230 million-strong migrant population.

But the more immediate challenge is to the Chinese export machine, which churns out about a third of China’s gross domestic product. Stanley Lau, deputy chairman of the Hong Kong Federation of Industries, whose 3,000 members employ more than three million workers, said he had been advising factory owners to offer better salaries, to treat employees more humanely and to listen to their complaints.

“The young generation thinks differently than their parents, they have been well protected by their families, and they don’t like to ‘chi ku,’ ” Mr. Lau said.

The expression “chi ku,” or eat bitterness, is a time-honored staple of Chinese culture. But for young workers in Zhongshan, it is not the badge of honor that an older generation wore with pride.

In an effort to avoid eating too much bitterness, Zhang Jinfang, a talkative 28-year-old, has cycled through a dozen factory jobs since arriving in Zhongshan after high school. “Sometimes I’ll quit after a few weeks because the work is too hard or too boring,” he said, eating dinner at an outdoor restaurant. “Money is important, but it’s also important to have less pressure in your life.”

Mr. Zhang saves almost nothing of the $260-a-month salary he earns assembling cardboard boxes, another notable shift from the previous generation, which saved voraciously. By Western standards, he works hard — six days a week, sometimes more when orders pile up — and he spends about a fifth of his pay on a rented apartment, having long since fled the bunk beds and curfews of the factory-owned dormitory. His dream: to one day run a factory of his own. “But for now, I’d love to work in an air-conditioned office,” he said.

One factor in the expanding consciousness of migrant laborers is an astounding rise in education. Last year, nearly 8.4 million students graduated from high school, 5 million more than in 2001. The result is that a growing number young people are ambitious, optimistic and more aware of their rights, said Lin Yanling, a labor specialist at the China Institute of Industrial Relations. Then there is their fluency with technology — cellphones, e-mail and Internet chat — that connects them to peers in other factories. “When they bump against unfair treatment, they are less afraid to challenge authority,” she said.

With her iridescent fuchsia toenails and caramel-tinted hair, Liang Yali does not exactly fit the stereotype of the “made in China” worker bee. Raised by rice-farming peasants on the island province of Hainan, Ms. Liang, 22, is happily employed at a lock factory, where she packs up the finished product into boxes.

She rents an apartment with two friends, eats out for most meals and spends Saturday night bar-hopping or singing at a local karaoke parlor. At night, before she goes to sleep, she sometimes plays a computer game in which participants steal vegetables from one another’s virtual farm.

Unlike many workers in Zhongshan, Ms. Liang had heard about the strikes, perhaps because the front door to Guangdong Mingmen Lock Industry sits across a muddy canal from where employees of a Honda lock factory held a rare protest last month. She expressed measured sympathy for the strikers, but said she was not interested in following their lead. “My boss is nice and the work isn’t strenuous, so I have no complaints,” she said.

Her friend and co-worker Li Jingling, 27, nodded in agreement, adding that their company sponsored sports activities and allowed employees to dress in street clothes on Saturdays. When the topic turned to her parents, Ms. Li said she felt sorry for them. “They go out to the fields when the sun rises and return home when the sun goes down,” she said. “No matter how difficult their marriage was, they would stick it out. For us, whether a bad marriage or a bad job, we’ll leave it if it’s lousy.”

Back on recruiters’ row, the afternoon sun had thinned the already sparse crowd of job-seekers, leaving a few roughneck kids so undisciplined that not even the sweltering pipe factory was interested in taking them on.

Xiang Qing, a 22-year-old recruiter for the Funilai undergarment factory, was looking wilted and abject under the shade of a plastic canopy. Her factory, which normally employs 2,700 people, was about 700 bodies short. She did her best to sound upbeat, but admitted that it was getting more difficult to find people who are willing to “love the factory and make it their home,” as her brochure suggested.

Ms. Xiang complained that too many young people were unwilling to work hard. “They’re all spoiled and coddled and have no patience,” she said. Then, with the interview over, she returned to her reading material, a woman’s magazine called Beauty.

Antworten
Anti Lemming:

Katjuscha

6
13.07.10 07:43
Federal Express hat eine MK von 23 Mrd. und ist nicht irgendein kleiner Nebenwert, sondern einer der führenden US-Expressdienste. FedEx kann als Gradmesser für die US-Konjunktur betrachtet werden. Die FedEx-Gewinne kamen in letzter Zeit hauptsächlich aus Asien.
Antworten
Malko07:

Ich empfinde es als lustig

14
13.07.10 08:05
wenn von fallenden Kursen auf die wirtschaftliche Lage geschlossen wird, dies bei steigenden Kursen aber vehement bestritten wird. Spiegeln nun die Kurse die reale wirtschaftliche Lage wieder und das auch noch bei marginalen Kursveränderungen? ich glaube es nicht.  In den Kursen erblicken wir Hoffnungen und Ängste und die Liquiditätslage. Und nicht zu vergessen die aktuelle Spielsituation bei den großen professionellen Bluffer in den Zockerbanken und ihren Töchtern.
Antworten
louisaner:

US-Finanzmarktreform verwässert

12
13.07.10 08:27
Eines der ehrgeizigsten Projekte von US-Präsident Barack Obama droht zu verwässern: Die umfassendste Finanzreform seit 80 Jahren sollte die Banken an die Leine legen. Doch der Widerstand ist groß - und gut finanziert.


Spielszene aus dem American Football Super Bowl in Miami 2010 (Foto: apn)Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Wer gewinnt - der Präsident oder die Lobbyisten?

Hoch über dem New Yorker Finanzviertel sitzen 150 Männer und Frauen und bewegen das grosse Geld: Der Trading Floor der Mellon Bank sieht aus wie ein nobles Call Center. Die Bank gehört zu denen, die in den letzten Wochen ein Heer von Lobbyisten nach Washington geschickt haben. Die großen Banken investieren zusammen über eine Million Dollar, um die Politik zu beeinflussen - pro Tag, wohlgemerkt. Völlig legitim, sagt Michael Woolfolk, leitender Devisenstratege bei Mellon. Bezahlte Lobbyisten seien schließlich ein normaler Bestandteil der politischen Kultur: "Sie sind Fürsprecher, Anwälte der Firmen, die betroffen sind. Also haben auch die Banken ihre Fürsprecher, die ihre legitimen Interessen vertreten."


Das TIME-Magazine verglich den Kampf der Lobbyisten gegen die Finanzreform mit dem größten Sportereignis der USA, dem Superbowl beim Football. Für die großen Geldinstitute haben sich die Investitionen in die Lobbya...www.dw-world.de/dw/article/0,,5784071,00.html
www.diesistkeineaufforderungzuirgendetwas.de
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Anti Lemming:

Malko - Charts und die wirtschaftliche Lage

11
13.07.10 08:33
Es ist in der Tat schwierig bis unmöglich, an Hand von Charts kurzfristig Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Lage (mikro wie makro) zu ziehen. Längerfristig ist das aber sehr wohl möglich: Dass Fannie, Freddie und AIG von einstmals bis zu 100 Dollar zu Pennystocks "verkamen", widerspiegelt realistisch den Niedergang dieser Firmen.

Sieht man sich den Russell 2000 an (# 914), ist der Kollaps ab Herbst 2008 unverkennbar. Er korrespondiert mit einem entsprechenden Einbruch bei den Geschäftsergebnissen. Ab März 2009 schien es wieder bruchlos aufwärts zu gehen (nicht zuletzt dank dem Getrommel von Bubblevision). Die Erholung des Russell 2000 ab März 2009 ist allerdings vor allem Hype-getrieben, d.h. die Erholung "der Zahlen" kann mit den Anstiegen der Kurse nicht mithalten. Die Russell-Rallye  suggeriert daher mehr Erholung, als faktisch vorhanden war. Dem Chart sieht man das freilich nicht an. Er stieg fast bis auf Vorkrisen-Niveau.

Im jüngsten Abschwung ab April 2010 zeigt der Russell jedoch eine auffallende Underperformance zu DOW und SP-500. Das liegt mMn daran, dass Hedgefonds, die Short-Squeezes "spielen", vor allem High-Beta Big Caps wie Apple kaufen, die im Russell nicht enthalten sind. Die 2000 Small Caps im Russell sind viel zu illiquide für solche Squeeze-Spiele. Dort werden teils nur wenige 1000 Aktien pro Tag gehandelt. Wenn ein HF hier "auf die Tube drückt", würde sich der Kurs im Nu verdreifachen. Bei Apple hingegen werden Dutzende Millionen Aktien pro Tag gehandelt. Da bewegen die Kurse weniger, wenn HF im "Kollektiv-Push" kaufen. Es gibt genügend Apple Aktien, um die Pusher-Milliarden der HFs ohne Kursexplosionen aufzusaugen. Bei diesem Ponzi-Spiel hofft Jeder, schneller als andere wieder rauszukommen, wenn die Aktie erneut fällt.

Das ist freilich kein Investoren-, sondern ein reiner Zockermarkt. Diesen belegt auch die Underperformance des Russell 2000. In wirklichen wirtschaftlichen Erholungen zeigte der Russell 2000 in der Vergangenheit Outperformance, weil kleinere Firmen ein höheres Potenzialwachstum haben.
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Malko07:

A.L., meine Erfahrung zeigt,

8
13.07.10 08:50
dass die Kurse nur sehr selten die wirtschaftliche Lage der Firma oder die gesamtwirtschaftliche Lage widerspiegeln. Wie erkannte man schon vor Jahrzehnten so schön:

André Kostolany: "Das Verhältnis von Börse und Wirtschaft ist wie das eines Mannes auf einem Spaziergang mit seinem Hund. Der Mann geht langsam vorwärts, der Hund rennt vor und zurück. Aber beide bewegen sich in die gleiche Richtung. Der Mann ist die Wirtschaft, der Hund die Börse."

Auf jeden Fall hast du dir die Finger wund geschrieben während dem Kursaufschwung um zu belegen, dass dieser nicht gerechtfertigt sei. Daran ändert sich auch nicht, dass unterschiedliche Indizes sich immer unterschiedlich verhalten und die Zukunft nicht in der Vergangenheit festgeschrieben ist. Auch der DAX lässt momentan den S&P500 weit hinter sich und er enthält Apple nachweislich nicht.
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