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Der USA Bären-Thread


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fischerei:

"Der Euro fällt ungebremst"

8
15.05.10 00:28
Der Euro steht trotz oder gerade wegen dem 750 Mrd. Euro Rettungspaket weiter enorm unter Druck. Der Euro fiel heute unter 1,24 Dollar und immer deutlicher wird, dass der Euro eine poltische Kopfgeburt war, fernab vom ökonomischen Sachverstand! Wichtige Vorrausetzungen für eine erfolgreiche Gemeinschaftswährung wurden nicht geschaffen. Am Anfang hätte eine Angleichung der Steuer-, Abgaben-, Rechts- und Sozialsysteme stehen müssen, dies wurde bis heute versäumt. Neben der Einhaltung der Maastrichtkriterien und vor allem den Voraussetzungen für eine effektive Kontrolle der gemeldeten Daten, hätte man auch die wirtschaftlichen Ungleichgewichte unter den Ländern in der Eurozone abbauen müssen, ein elementares Basics für eine gemeinsame Währung!

Mit "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa" versucht die Kanzlerin eine weiteres Mal die Alternativlosigkeit, diesmal der Maßnahmen zur Stützung der Eurozone zu suggerieren. Dahinter verbirgt sich ein komplettes Versagen in Punkto europäischer Wirtschaft- und Finanzpolitik! Die Hilfspakete für hochverschuldete Mitglieder der Eurozone in Form von Darlehen und Kreditgarantien, von ebenfalls bereits hoch verschuldeten Ländern, schaffen kein Vertrauen mehr. Im Bewusstsein des Marktes verwässern diese virtuellen Gelder sogar weiter den Wert des Euro. Auch der Schritt der EZB in Richtung eines europäischen Quantitative Easing verspielt weiteres Vertrauen in die Geldpolitik und den Geldwert. Man erschöpft sich mal wieder am laborieren der Symptome, dabei liegen die Fehlentwicklungen glasklar auf der Hand.

Der Auslöser der Krise, Griechenland, war und ist nicht wettbewerbsfähig. Die industrielle Wertschöpfung ist unterentwickelt und die Leistungskraft der gesamten Wirtschaft reicht nicht aus, um die Verbindlichkeiten in der Gesamtheit zu bedienen! Dies illustriert sehr schön dieser Chart...hier weiterlesen
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Stöffen:

"Ich glaube denen kein Wort"

11
15.05.10 01:13
"Ich glaube denen kein Wort"

Der Ökonom Allan H. Meltzer findet die US-Notenbank zu leichtfertig. Der Ausweg aus der Geldschwemme wird schwer, das Inflationsrisiko ist hoch, sagt er im Interview.

Allan H. Meltzer gehört zu den profiliertesten Makroökonomen der USA und zu den Begründern des Monetarismus: einer Denkrichtung in den Wirtschaftswissenschaften, die besonders streng auf eine stabile Währung pocht. Thomas Fischermann wollte von ihm wissen, ob auf die große Wirtschaftskrise am Ende eine große Inflation folge.

ZEIT ONLINE: Seit der Finanzkrise haben die Zentralbanken extrem viel Geld in die Wirtschaft gepumpt. Aber insgesamt hat sich die Geldmenge gar nicht erhöht, weil die Banken kaum noch Kredite vergeben. Dann müssen wir uns aber auch nicht vor einer Inflation fürchten, oder?

Allan H. Meltzer: Dass die Banken so wenige Kredite vergeben, hat ja wohl zum Teil damit zu tun, dass sie sich mit Schuldpapieren des amerikanischen Staates eindecken können und damit 3,5 Prozent Rendite verdienen. Ein Risiko gehen sie damit überhaupt nicht ein, weil die Notenbank ihnen zusichert, dass die kurzfristigen Zinssätze nahe Null bleiben. Bei diesen niedrigen Zinsen halten die Banken bereitwillig große Extrareserven.

ZEIT ONLINE: Wenn die Wirtschaft wieder in Schwung kommt, dürfte das aber schnell anders werden. Viele Notenbanker kündigen an, sie würden dann sehr zügig durch Zinssteigerungen und andere Operationen das ganze überflüssige Geld wieder aus dem Markt saugen.

Meltzer: Ja, und ich glaube denen kein Wort, bis sie mir erklären, bei welcher Zinsrate die Banken dann bereit sein sollen, weiterhin all diese Extrareserven zu halten. Im Augenblick existieren etwa eine Billion Dollar solcher Sonderrücklagen. Ich glaube nicht, dass sie auch noch zu einem Zinssatz gehalten werden, bei dem sich die Wirtschaft erholen kann und die politisch akzeptabel ist.

ZEIT ONLINE: Über steigende Inflationsgefahren wird im Augenblick viel geredet - Zeichen einer Inflation sind aber nirgendwo zu sehen. Sie glauben, dass sich das ändern könnte?

Meltzer: Ich glaube nicht, dass man im Augenblick ein Datum nennen kann, an dem die Inflation zurückkehrt. Viele Menschen blicken jetzt auf die enormen Defizite, die viele Jahre lang finanziert werden müssen, und sie blicken auf dieses außerordentlich hohen Sonderrücklagen und auf eine amerikanische Notenbank, die viel zu leichtfertig den Forderungen der Politik nachgegeben hat. Viele glauben den zuversichtlichen Verlautbarungen der Federal Reserve Bank und der amerikanischen Regierung nicht.
ZEIT ONLINE: Was sollten die Ihrer Meinung nach tun?

Meltzer: Am besten wäre es, wenn die Notenbank und die Administration jetzt einen Plan vorlegen, wie sie die Defizite reduzieren wollen. Und eine ehrliche Vorhersage, welchen Zinssatz die Banken erhalten sollen, um die Überschussreserven zu halten.

ZEIT ONLINE: Und damit ließe sich eine Inflation in den kommenden ein bis drei Jahren verhindern?

Meltzer: Man muss graduell die Überschussreserven reduzieren und die künftigen Budgetdefizite herunterfahren, das ist ein Problem, das über etliche Jahre hinweg gelöst werden muss. Wir brauchen dafür ein glaubwürdiges Programm, das wenn irgend möglich ohne Rezession und ohne Inflation auskommt. (Der Ökonom) Paul Romer lag allerdings falsch, als er die aktuellen Umstände kürzlich mit der Situation in den Jahren 1936 bis 1937 verglich. Damals ergriffen die Notenbank und das Finanzministerium in Amerika drakonische Maßnahmen, sie haben den fiskalischen Stimulus abgeschnürt und einen gewaltigen Zufluss an Gold sterilisiert. Heute sind die Aufgaben andere.

www.zeit.de/wirtschaft/2010-03/interview-oekonom-allan-meltzer
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Svartur:

Moin

15
15.05.10 09:12
und "Das wort zum Samstag"

Da hatten wir diese Woche mal ein Glanzlicht im Fensehen, Cheffe Ackermann durfte sich im Fernsehen produzieren und erhielt wohltemperierte Fragen.
Glanzlicht deswegen, weil man daraus etwas lernen kann, dieser Mann gehört zur Riege der perfekten Verkäufer. Die rhetorischen Fähigkeiten sind phänomenal, die schon oft gelesenen Sätze die er äussert, kommen ihm so über die Lippen, als ob diese gerade erst neu im Gehirnkasten entstanden sind.
Ich war zutiefst beeindruckt von der Fähigkeit, mit einem Lächeln symphatisch rüberzukommen.
Erstaunlich ist es nicht, diese Art Typen sind eingereiht in die Riege der "Elite". Perfekte Schauspieler, Verkäufer und Selbstdarsteller.
Würden solche Menschen ihr Talent mal ausnahmsweise für das Allgemeinwohl nutzen, stände es nicht schlecht um unsere Wirtschaft und Politik.

Gleiches war bei Obama zu beobachten. Eine gigantische Ansprache zum Thema Öl und den Verquickungen zwischen Konzernen  und Staat. Wow, die Dinge auf den Punkt gebracht, wirkte er regelrecht erbost.

Japp, sie können es und wir dürfen mal klar denken, diese "Eliten" wissen ganz genau, was sie tun.

Etwas anders ist da unsere Freundin Merkel. Sie hat die Fähigkeiten Fäden zu ziehen und zu verbinden, tatsächlich, daß kann sie. Durch einen eher weiblich geprägten Führungsstil, also weniger Steinzeitmännchen Gehabe und mehr taktieren, schafft sie das gleiche Ergebniss wie die Herrenriege: Sie verarschen uns nach Strich und Faden.

Bestes Beispiel eines antidemokratischen Kurses, vor der NRW Wahl war von Steuersenkungen die Rede, dann kassierten einige diese ein, starteten Versuchsballons, dann kamen Steuererhöhungen ins Gespräch, die wurden umgehend zurückgewiesen und nach der Wahl kommt, was allen klar war. Kernaussage :

Die Deutschen haben über ihre Verhältnisse gelebt.

Jo, ist klar. Demokratie existiert für diese Politik nicht. Die Wahrheit ist schon lange nicht mehr Gegenstand von Aussagen und die Wähler haben es quittiert, mit rund 60 % Wahlbeteiligung ein Faustschlag ins Gesicht der Parteien und was tun die : HÖÖÖÖÖYYYYYY; PAAAARRRTTTTTYYYYYYYY;WIR HABEN GEWONNEN !!!!!

Naja, gewonnen, bis auf FDP und CDU, die wollte nun gar niemand mehr haben.

Aber rechnen wir mal :

60 % Wahlbeteiligung.

Rund 1/3 davon wählten die großen Volksparteien

Nun, wie viele Wahlbeteiligten haben sich nun für die herrschenden Parteien entschieden?

Das ist so wenig, daß wohl nur noch die Familienangehörigen der Politiker und ihre Freunde zur Wahl gehen.
Der Rest bleibt zu Hause und läßt sich nicht mehr verarschen, es fehlt an Alternativen und vor allem an klarem politischem Profil.

Was die Börsen angeht, die Amis haben die ganze Zeit den Aufschwung beim Dax nicht mitgetragen, der Euro sumpft komplett ab. Der Kampf geht weiter, wir werden sehen, ob die Märkte ein erneutes Tief produzieren, oder eben nicht.

Zu beachten ist und das ist wichtig, der Dax ist sowohl nach unten, als auch nach oben oft Vorläufer. Wenn die Amis ein neues Tief generieren und der Dax das nicht zeitnah mitzieht, dann betrachtet man das als Vorläufer und Warnsignal an die Bären.

Warum das?

Ganz einfach, die ganze Welt ist auf den Euro Short und steckt in Dollars. Vollkommener Quatsch nun gerade den Dollar als Kriesenwährung einzuschätzen. Da ist im Hirn einiger Marktteilnehmer etwas verquer gelaufen. Aber egal, die gleiche Situation wie im Dollar, wo der verprügelt wurde. Ergo, wenn es zu einem Ausverkauf kommt, der Dax relativ stabil bleibt und prozentual nicht nach unten übertreibt, dann kann der Euro einen Pull Back hinlegen der sich gewaschen hat, was bei einem längeren Trend bedeutet, die europäischen Börsen werden von den Amis gekauft und dann brummt es nach oben ohne Unterlaß und heftiger als man denken mag, denn Euro Gewinne und Dax Gewinne werden die Anleger noch gieriger werden lassen.

Dagegen steht, daß Europa destabilisiert werden soll und solange das politisch und wirtschaftlich seitens der USA gewollt ist, so lange sehen wir im Euro nur Gegenreaktionen im Abwärtstrend und dann wird auch der Dax erneut unter die 6000/5700 fallen.

Aber es ist aufzupassen und sich nicht zu sehr auf die bearishe Seite zu stellen, ergo, einen Rebound nach einem starken Downer genau einschätzen und einplanen und auch mal Long gehen.

Da gibt es wieder eine Faustregel, Zeit ist alles, wenn man mit dem trend schwimmt, sind die richtigen Positionen sofort im Plus und man kann sich erholt zurücklehnen. Umgekehrt ist man am Schwitzen und hoft und bangt.
Schon aus gesundheitlichen Gründen sollte man sich letzteres wirklich nicht antun.

Seit clever, sonst gewinnen genau die Typen, die ihr nicht leiden könnt und die ich ebenfalls nicht leiden kann und die noch mit Inbrunst denken, sie wüßten alles. Naja, zumindestens hinterher wissen sie es und vorher schreiben sie es so verklausuliert, daß eh beide Seiten drin sind.

beide Seiten muß man gedanklich abstecken, aber hinterher kann man sich dann nicht rühmen, daß kann man nur, wenn man einen klaren Ein und Ausstieg gegeben hat und den auch handelt.

Ein schönes WE

wünscht allen Lesern des BT und natürlich auch denen, die die Wahrheit selbst nicht erkennen, wenn sie es intravenös eingeflößt bekommen, aber denen ist eh nicht zu helfen, weil sie völlig verquer im Kopf sind vor lauter Selbstüberschätzung   :-)

Svartur
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Palaimon:

@Svartur # 62528

11
15.05.10 09:31
>>>Dagegen steht, daß Europa destabilisiert werden soll und solange das politisch und wirtschaftlich seitens der USA gewollt ist, so lange sehen wir im Euro nur Gegenreaktionen im Abwärtstrend und dann wird auch der Dax erneut unter die 6000/5700 fallen.<<<

Verstehe ich nicht. Welches Interesse sollten die USA haben, Europa zu destabilisieren?
Es war Obama, der die Kanzlerin zur Rettung von Griechenland und der Eurozone gedrängt hat, weil gerade jetzt ein wirtschaftlich stabiles Europa für die USA so wichtig ist wie nie. Obama will die Ausfuhren der US-Industrie bis 2015 verdoppeln und verbindet damit die Hoffnung, 2 Millionen neue Jobs zu schaffen.
Dieses Ziel wäre nicht erreichbar, wenn Europa als Abnehmer ausfällt.
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Antworten
alfastr:

''Damit uns der Euro nicht um die Ohren fliegt''

3
15.05.10 10:20
Politökonom Enderlein über unberechtigte Inflationängste - und warum die No-bail-out-Klausel Ähnlichkeit mit Zahnpasta hat.
www.sueddeutsche.de/,ra13m1/wirtschaft/952/511064/text/
Antworten
alfastr:

Trichet fordert "Quantensprung" von Euro-Staaten

 
15.05.10 10:26
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,694891,00.html
Antworten
permanent:

Auswirkungen der europäischen Sparbemühungen

5
15.05.10 10:51

Auswirkungen der europäischen Sparbemühungen
von Bernd Raschkowski
 

Nach den historischen Plänen zum Rettungsschirm der EZB am vergangenen Wochenende haben Sie sicherlich den Aufschrei zahlreicher Experten in den Medien mitbekommen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass fast alle Stimmen negativ urteilten, die Maßnahmen der EZB und ihre Auswirkungen wurden regelrecht in der Luft zerrissen. Überall konnte man lesen, dass das von den EU-Kommissaren geplante Maßnahmenbündel nicht nachhaltig sei bzw. neue Probleme entstehen lassen würde.
 
Schenkt man den Expertenmeinungen Glauben, so steht uns unweigerlich eine starke Inflation im Euro-Raum bevor. Der Gedanke dahinter ist klar: Durch den Ankauf von Staatsanleihen der in Schwierigkeit geratenen Länder stabilisiert die EZB zwar die schwachen Mitgliedsländer, verliert dadurch aber gleichzeitig stark an Unabhängigkeit und Reputation. Das eigentliche Ziel der Preisstabilität wird geschwächt, zudem steigt der politische Einfluss auf die europäischen Währungshüter. Richtig, dass die Wahrscheinlichkeit einer anziehenden Inflation steigt. Soweit so gut. 

Strengere Regeln innerhalb der EU
 
Diese Betrachtung ist meiner Meinung nach allerdings etwas unvollständig. Mir fehlt ein Aspekt in dieser Diskussion, der bislang noch nicht in den Medien thematisiert wurde. Vergessen wird, dass die EZB die Maßnahmen an Sparbemühungen der wackeligen Länder knüpft. Durch strengere Regeln innerhalb der EU sollen Staatsschulden verringert werden und die Staatshaushalte über die Jahre hinweg wieder auf einen gesünderen Pfad gebracht werden. Dass Griechenland starke Kürzungen im öffentlichen Haushalt beschlossen hat, ist uns allen bekannt. Aber dabei wird es nicht bleiben: Erst kürzlich hat auch Spanien bereits drastische Sparmaßnahmen verkündet.
 
Mit Lohnkürzungen, Stellenabbau und einem Investitionsstopp will die spanische Regierung die Schuldenkrise eindämmen und bis Ende 2011 rund 15 Milliarden Euro einsparen. Das von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero vorgestellte Reformpaket sieht unter anderem vor, die Gehälter von Staatsbediensteten noch in diesem Jahr um fünf Prozent zu senken sowie 13.000 Stellen im öffentlichen Dienst zu streichen. Neben Griechenland und Spanien dürften bald auch andere Länder dem Sparzwang unterliegen. Bislang stehen noch die hoch verschuldeten Euro-Länder im Blickpunkt der Aufmerksamkeit, generell müssen allerdings fast alle Mitgliedsstaaten sparen.
 
Neben der Europäischen Zentralbank betonte auch der Internationale Währungsfonds (IWF), dass die öffentlichen Schulden vieler EU-Länder alarmierend seien und die bislang angekündigten Sparmaßnahmen hinter den notwendigen Einschnitten zurückblieben. Für Länder mit „niedriger fiskalischer Glaubwürdigkeit“ sei die unverzügliche Konsolidierung ein Muss.

Das Ende der stetig steigenden Schulden
 
Insgesamt zeichnet sich also ab, dass die stetig steigenden Schuldenberge der letzten Jahrzehnte sowie die exorbitant steigende Staatsverschuldung der beiden letzten Jahre (verursacht durch wegbrechende Steuereinnahmen und gleichzeitigen Konjunkturprogrammen) bald ein Ende haben dürften. 
 
Und genau hier liegt der Knackpunkt: Den strengen Sparmaßnahmen beziehungsweise die damit einhergehenden sinkenden Ausgaben werden meiner Meinung nach zu wenig Beachtung geschenkt. Die Investitionszurückhaltung der Staaten senkt die Nachfrage auf den Märkten und führt bei gleich bleibendem Angebot zu einer Nachfragelücke. Insgesamt verstärkt dies die deflationäre Tendenz und könnte der aktuellen Stabilisierung der Konjunktur erneut zusetzen.

Fazit: Während in den vergangenen Monaten die zahlreichen Konjunkturprogramme kombiniert mit den niedrigen Zinsen seitens der Notenbanken die im Umlauf befindliche Geldmenge stark aufblähten, ist nun die entgegengesetzte Richtung abzusehen. Ein Zwang zu niedrigeren Staatsausgaben könnte mittelfristig erneuten Druck auf die zarte Konjunkturerholung mit sich bringen. Sollte sich die wirtschaftliche Lage noch einmal verschlechtern, sind erneute Konjunkturprogramme zudem dann sehr unwahrscheinlich. Der Handlungsrahmen der EU-Staaten ist mittlerweile stark eingeschränkt und stellt somit einen neuen Unsicherheitsfaktor dar. Entgegen der weitverbreiteten Ansicht einer anziehenden Inflation hat sich meiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit des Deflationsszenarios durch die aktuelle Entwicklung erhöht.
 
Welches Szenario sich letzten Endes durchsetzten wird, bleibt abzuwarten. Wie auch immer, als Leser des Steffens Daily`s halten wir Sie weiterhin auf dem Laufenden und stellen Ihnen frühzeitig die jeweiligen Auswirkungen auf die Märkte dar. Nun wünsche ich Ihnen erst einmal ein schönes Wochenende!

Beste Grüße

Bernd Raschkowski
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permanent:

Vertrauen ist ein hoher Kredit,

4
15.05.10 10:52

ist das Vertrauen verspielt, wird es schwer dieses wieder aufzubauen.

Permanent

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permanent:

Gier funktioniert

6
15.05.10 10:56

"Gier – ein besseres Wort fällt mir nicht ein – ist gut. Gier funktioniert. Gier klärt die Dinge, schneidet mitten hindurch und verkörpert die Essenz des Geistes der Evolution. Gier in allen seinen Formen – nach Leben, Geld, Liebe, Wissen – war unentbehrlich für den Aufstieg der Menschheit.“

Dies ist eine der berühmtesten Ansprachen der Filmgeschichte, gehalten von Michael Douglas in „Wall Street“, vor fast einem Vierteljahrhundert, als die Markt-„Reformen“ von Reagan und Thatcher die Börsen zum ersten Mal auf Speed setzten.

Antworten
wawidu:

$NYA200R

2
15.05.10 11:04
zeigt: Die Luft entweicht in Schüben aus der "Echoblase". Das Setting von Prozentkurve und MAs deutet auf eine große Wende hin.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 320350
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alfastr:

interessant

2
15.05.10 11:07
blogs.wsj.com/economics/2010/05/14/...tely-very-accommodative/
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alfastr:

DIHK-Chef will Rentengarantie abschaffen

3
15.05.10 11:12
thostar:

Und Merkel kämpft nun gegen die SKS

4
15.05.10 11:25
denn schliesslich (Zitat!) "die Märkte haben sich gegen uns verschworen und wir haben diesen Kampf aufgenommen".
Ich wünsche Frau Merkel und den anderen Träumern in diesem Land viel Spass dabei.

Dass der Euro vor allem aufgrund der Auflösung riskanter Finanzgeschäfte und Carrytrades unter den Druck einer Lawine gerät, hat Herr Ackermann seiner (Geschäfts-)Freundin Merkel wohl noch nicht verraten.
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 320353
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Anti Lemming:

alfastr - # 477

22
15.05.10 12:03
"Ihr plädiert für den ausschluss Gr. aus der eu; wie ich es verstanden habe, für einen sofortigen.
Gr. hat ca. 300 mrd (vielleicht auch weniger, aber in etwa) anleihen auf dem markt,
die dann nicht bedient werden.
d.h. sie verschwinden aus den bilanzen von banken und versicherungen.
d.h. das ek von diesen instituten wird entsprechend geringer."



Griechenland kommt mittelfristig nicht um irgendeine Form der Abwertung herum.

Zurzeit wird versucht, die Haushaltsausgaben, das Lohn- und Renten-Niveau usw. zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen. Dieses Rettungsmodell dürfte aber scheitern, weil es zu "verordneter Deflation" führt. Ein Land, das ohnehin sehr schwach aufgestellt ist und kaum was zum Exportieren hat außer Oliven und Schulden,  kann durch Schrumpfung nicht genesen. Der Tourismus wird auch keine neue Blüte erleben, solange ein Cappucino in Athen 4,50 Euro kostet.

Warum sonst setzten alle anderen Länder, die es sich leisten können (USA, GB, D., Japan), auf massive weitere Staatsverschuldung, um zumindest kosmetisch den Status quo aufrecht zu erhalten?

Bei den Griechenland-Hilfen wird das Scheitern bereits jetzt einkalkuliert (siehe Ackermanns Hinweis, dass wir das Geld nie wiedersehen werden). Die Zahlungen erfolgen ausschließlich aus der übergeordneten politischen Prämisse, die Eurozone und den Euro zu retten - "koste es was es wolle" bzw. "um jeden Preis" (wurde wörtlich gesagt...) -, weil es für die Schöpfer der Währungsunion keinen Weg zurück mehr gibt (außer mit massivem Gesichtsverlust). Denn:

- Sie sind viel zu stolz auf das "Geschaffene";

- zu arrogant, um eigene Fehler, Kurzsichtigkeit und "Schönwetterdenken" einzugestehen;

- zu borniert, um zuzugeben, dass der Euro-Karren achstief im Kot steckt;

- und zu Amerika-hörig (Merkel), um nicht die gleichen Fehler wie dort (sinnlose Geldflutungen plus
   Auffang-Zweckgesellschaften) zu machen.

- Die EU-Bürokraten müssten zudem Angst haben, überflüssig zu werden, was sie de facto schon immer waren (warum sonst wurden immer nur abgehalfterte Hinterbänkler/Provinzler zum "Gnadenhof Brüssel" abgeschoben?

All diese Geldflutungen bringen aber nur Aufschub - hüben wie drüben - , während die Bestandsschulden ausufern und im Verhältnis zu den - trotz Stimu-Paketen - kaum wachsenden BIPs demnächst unerträglich hoch werden. So hoch, dass die Staaten am Ende keine Staatsanleihen mehr loswerden, weil "Investoren" das Ponzi-Spiel satt haben.

Es ist ein unbestrittener Fakt, dass die Ökonomien bei Staatsstimulation nicht in dem Maße wachsen, wie die Schulden steigen. Die Effizenz sieht bestenfalls so auch, dass fünf Dollar/Euro an neuen Schulden für einen Dollar/Euro Wachstum generieren. Daraus folgt zwangsläufig, dass sich bei der "Stimu-Schulden-Kur" das Verhältnis von Schulden zu BIP immer ungünstiger entwickeln wird - bis zur Sollbruchstelle des Käuferstreiks bei Staatsanleihen.



Um zur obigen Frage von alfastr zurückzukommen: Früher hätte Griechenland in einer vergleichbaren Lage die Drachme drastisch abgewertet. Nicht auf Null, aber um vielleicht -20 bis -30 %. Hätten die deutschen Banken dann Drachmen-Staatsanleihen im Portfolio, dann säßen sie entsprechend auf -20 bis -30 % Währungsverlusten. D.h. es hätte einen "Haircut" über die Währungsverluste gegeben.

Da dies wegen des Euros nicht mehr möglich ist, das Grundproblem (mangelnde Wirtschaftskraft, zu starke Währung) aber bestehen bleibt, wird den Griechen mittelfristig mMn nichts anderes übrig bleiben, als diesen Haircut durch prozentuale Herabsetzung des Rückkaufspreises für Staatsanleihen herbeizuführen. D.h. irgendein Trottel, der den Griechen 1000 Euro geliehen hat (durch Kauf von Staatsanleihen), erhält am Ende der Laufzeit nur noch z. B. 650 Euro zurück. Die Zinsen werden zwar wie vereinbart bezahlt, doch der Rückzahlungsbetrag wird reduziert. Im Endeffekt (netto) kommt dabei das Gleiche raus wie im "Drachmen-Abwertungs-Modell" im vorherigen Absatz.

Wer glaubt, es gäbe andere Lösungen, macht sich was vor. Man kann auch durch noch so geschicktes Hin- und Herschieben der Schulden nicht verhindern, dass irgendwer am Ende die Ausfall-Schäden zu zahlen hat. Es wird nach dem neuesten Rettungs-Modell vorwiegend der Steuerzahler sein. Die Banken sind fein raus, weil sich ihren Griechenschrott bei der EZB oder einer angeschlossenen Zweckgesellschaft "endlagern". Dann sind "die Bürger", denen der Schrott auf diese Weise aufgehalst wird, die Dummen, wenn der o. g. Haircut mit einigen Monaten/Jahren Verzögerung dennoch kommt.

Wie stark der Haircut ausfallen wird, weiß man nicht. Er könnte auch bei 50 % und mehr liegen, wenn die jetzige Deflations-Schrumpfkur substanzielle Langzeitschäden hinterlässt, was ich für möglich halte. D.h. der Aufschub bringt nicht nur keine Besserung für die Griechen, sonden substanzielle Verschlechterung. Allen Ernstes könnte es für die Griechen besser sein, JETZT schon aus dem Euro auszuscheiden und die Schuldenabwertung über Währung/Haircut durchzuführen. Allerdings wären dann die nordeuropäischen Banken die Dummen, und da sie - wie in USA - die Politik dominieren, wird es dazu nicht kommen. Sie wollen mit dem wortreichen Notfall-Rettungs-Versteckspiel den Steuerzahler zum Zahlmeister machen.  Das abzusehende Elend der Griechen (aussichtslose "Darb-Wirtschaft" mit Euro-Erhalt) dient im Wesentlichen dazu, den Banken den Aderlass zu ersparen.

Wie auch immer: Die Verluste der ausländischen Banken bzw. der EZB-Zweckgesellschaften, die für 300 Mrd. "Ouzo"-Anleihen halten, werden nicht volle 300 Mrd. betragen, sondern werden prozentual dem kommenden "Haircut" entsprechen. Fällt dieser mit 30 % aus, lägen die Verluste bei 90 Mrd. - was für die Nordbanken bzw. den europ. Steuerzahler zu verschmerzen wäre. Allein schon die Rettung der HRE hat über 100 Mrd. gekostet.



FAZIT:  Jeder weiß insgeheim, dass Griechenland "fertig hat". Die Gläubiger-Banken versuchen aber, die Verluste über die EZB-Hilfen dem Steuerzahler auszuhalsen. Dazu posaunen Politiker wie Sarkozy und Merkel vollmundig hehre/hohle Parolen heraus wie (sinngemäß): "Wir sagen Ja zu Europa und bekennen uns als guter Europäer voller Stolz zu unserer Einheitswährung, und wir lassen uns diese nicht durch böse Spekulanten kaputt machen..."  

Die Sätze könnten von SED-Politiker Honecker stammen. Jetzt stammen sie von "Kapitalisten", die - nicht minder demagogisch - den Banken Verluste ersparen wollen. Auf Kosten der Steuerzahler.
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alfastr:

@Al

2
15.05.10 12:17
sehr gut geschrieben!
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permanent:

Kalifornien streicht Sozialleistungen

9
15.05.10 12:24
Schwarzenegger hat "keine Wahl"

Kalifornien streicht Sozialleistungen

Im finanziell schwer angeschlagenen US-Bundesstaat Kalifornien wird künftig kräftig gespart. Gouverneuer Schwarzenegger kündigte einen Sparplan an, von dem vor allem Sozialhilfeprogramme und das Gesundheitswesen betroffen wären.

Auf Kalifornien kommen wegen der schweren Finanzkrise drastische Kürzungen zu. Das stellte Gouverneur Arnold Schwarzenegger in Aussicht, als er einen neuen Milliardenhaushalt für das kommende Haushaltsjahr mit kräftigen Einsparungen präsentierte.

Der Republikaner will den Rotstift vor allem bei Sozialhilfeprogrammen und im Gesundheitswesen ansetzen, ältere Menschen und Kinder wären stark betroffen. "Ich habe keine Wahl", klagte der Politiker nach Angaben der "Los Angeles Times" in der Landeshauptstadt Sacramento mit Blick auf die leeren Haushaltskassen. Steuererhöhungen lehnt Schwarzenegger jedoch kategorisch ab.

Im kommenden Wirtschaftsjahr, das im Juli beginnt, muss ein geschätztes Haushaltsloch in Höhe von 19 Milliarden Dollar gestopft werden. Die geplanten Ausgaben in dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat liegen bei rund 83 Milliarden Dollar.

Ölbohrungen im Ozean abgesagt

Stimmen die Parlamentarier den Kürzungen zu, so würden staatliche Zuschüsse für Kinderhorte, arbeitslose Familien, psychisch Kranke und die Betreuung älterer Menschen in ihren Häusern stark beschnitten oder ganz wegfallen. Schwarzenegger sprach sich aber gegen weitere Sparpläne an Universitäten und gegen die mögliche Schließung von Naturparks an der Westküste aus.

Bis vor kurzem machte sich Schwarzenegger noch für umstrittene Ölbohrungen nahe Santa Barbara stark, um auf diese Weise die leere Haushaltskasse aufzubessern. Doch nach dem Ölunglück im Golf von Mexiko hatte er Anfang Mai seine Unterstützung für das geplante Bohrprojekt einer texanischen Firma zurückgezogen.

Bereits im Januar hatte Schwarzenegger einen "Notstand" ausgerufen und auf rasche Verhandlungen im Parlament gedrängt, um einen Finanzkollaps zu vermeiden. Im letzten Jahr gab es massive Einsparungen vor allem im Gesundheitswesen, bei der Bildung und im Sozialwesen, um ein Haushaltsdefizit in Höhe von 60 Milliarden Dollar auszugleichen.

Demokraten kündigen Widerstand an

Fast jedes Jahr kommt es in Kalifornien, das für sich genommen die achtgrößte Wirtschaftsmacht der Welt wäre, zu einem Tauziehen um Kürzungen. Bei sinkenden Steuereinnahmen und hoher Arbeitslosigkeit stehen Schwarzenegger in seinem letzten Amtsjahr weitere Kämpfe um die umstrittenen Einsparungen bevor. Der demokratische Senatspräsident Darrell Steinberg drohte mit heftigem Widerstand gegen die drastischen Sparpläne des Gouverneurs für Sozialhilfeempfänger. "Wir werden nicht dabei mitmachen, Kinder und Familien zu zerstören", warnte Steinberg.

Nach zwei Amtszeiten muss Schwarzenegger Ende des Jahres 2010 seinen Gouverneursposten aufgeben. Ein Nachfolger wird im November gewählt.

Quelle: dpa

Antworten
Svartur:

@Palaimon

15
15.05.10 12:46
Obama sagt vieles, was er dann wirklich will, hängt für mich damit nicht zusammen.

Wirtschaftlich gesehen ist für die USA ein Auseinanderbrechen der EU, bzw. eine Schwächung insofern wichtig, weil die EU als Block anders auftreten kann und auch einen Gegenpol zu den USA darstellt.

Als einzelne Ländern sind die EU Staaten wesentlich besser manipulierbar, aber auch den Amis ist klar, daß ein Auseinanderbrechen der EU zu Turbulenzen führt, somit ist der jetztige Weg der USA erstmal Destabilisierung und Ablenkung von den eigenen Problemen.

Nehmen wir mal an, die stärkste Exportmacht neben China, also Deutschland, würde die EU verlassen. Das bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine erhebliche Aufwertung der dann deutschen Währung, was wiederum die US Preise purzeln läßt.

Die Amis sind ein Importland, deswegen habe ich nie verstanden, warum man sich über einen schwachen Dollar freut. Die Vorteile für die heimische Industrie bei einer Dollar Abwertung können entsprechend nur temporär sein. Wenn die USA wirklich einen hohen Anteil in der eigenen Produktion haben möchte und wettbewerbsfähig sein will, dann braucht es stärkere Währungen um sie herum, damit die einheimischen Produkte gekauft werden. Ansonsten, bei einem schwachen Euro, von zum Beispiel unter einem Euro, werden die US Exporte wegbrechen, die EU Importe, wie aus Deutschland erheblich gesteigert werden.

Deswegen möchte man ja auch gern, daß die Chinesen aufwerten.

Militärisch ist die EU ebenfalls eine starke Nummer und auch hier, im Nato Verbund sind Einzelstaaten besser manipulierbar, wesentlich angreifbarer bei Schwäche.

Die jetzigen Bemühungen gegen den Euro sind somit klar nicht für die heimische Wirtschaft, im Gegenteil, die Amerikaner haben mit dem starken Dollar im Rücken die Möglichkeit, im Ausland günstig einzukaufen und ich gehe davon aus, daß dies auch das Ziel ist, bei erheblich schwächeren Kursen des Euro und Stärke des Dollars, sich günstig in Europa Filetstücke zu sichern.

Der Rest bleibt dann in europäischer Hand.

Durch das Drucken der US Währung UND Stärke, haben die USA enorme Möglichkeiten.

Das Obama die Rettung Griechenlands will ist klar, schließlich steckt da ja auch deren Kohle drin und die wollen sie nicht verlieren. Purer Eigennutz, plus dem willkommenen Effekt, daß Europa durch Sparmaßnahmen auf allen Ebenen geschwächt wird, weil die Politik nicht begreift, daß eben die angedachten Sparmaßnahmen wirtschaftlich eine Abschwächung bedeuten und hier hast Du Recht, wenn es in Europa zu einer erneuten Rezession kommt, dann fehlt es natürlich an Binnennachfrage.

Alles was die Politik derzeit tätigt, egal ob in Europa oder den USA, läuft auf die Stärkung Asiens hinaus, die wesentlich geschickter agieren. Wir können diesen Kampf gegen China nur schwer gewinnen und weil das ziemlich auf der Hand liegt, werden die Jungs der Wall Street noch dieses oder nächstes Jahr China ins Visier nehmen. Die ersten versuchsballons haben wir schon gesehen, bezüglich der Immobiliebn. Das ist ja nicht neu, aber es wird noch nicht hochgekocht. Sind die Jungs mit Europa fertig, nehmen sie China ins Kreuzfeuer und hier dürften die Reaktionen der Chinesen sehr interessant werden.

Ich bin ernsthaft der Meinung, daß hinter all dem A.) ein Plan steckt, der uns eine totalitäre Weltregierung beschert, militärisch und innenpolitisch basierend auf Terrorangst, wirtschaftlich basierend auf der Angst vor Zusammenbrüchen und natürlich muß die Ernährung "gesichert" sein. Die großen Konzerne wären die absoluten Gewinner in einem solchen Szenario.


oder B.) die Politik nur noch reagiert, die Konzerne und Großfinanz längst ihre Pläne umsetzen und entsprechend ihrer Computermodelle die wirtschaftlichen Gemeinschaften manipulieren und formen. Dazu gehört neben der Einflußnahme auf die Politik auch die Kontrolle der Bevölkerung über Preisdiktate, Lohndiktate und natürlich der persönlichen bewegungsfreiheit, die nicht eingeschränkt wird, daß wäre zu platt, sondern erfaßt und ausgewertet Möglichkeiten bieten, die Gesamtheit zu beherrschen.

Beides läuft auf Finanz und Wirtschafts Diktaturen hinaus. Da Geld die Welt regiert und wir schneller die Umverteilung sehen, befinden wir uns im Endstadium dieser Pläne.

Durchkreuzt werden kann das nur durch eine Politik die nicht korrupt ist und tatsächlich Großkonzerne zerschlägt, falls das möglich ist und auch die Bankenwelt entsprechend zerstückelt, damit die Machtblöcke zerfallen und ein tatsächlicher Wettbewerb stattfinden kann. Ein solches Vorhaben dürfte kein Politiker je überleben, JF Kennedy hatte sich seinerzeit auch gegen die Macht der Wall Street gewandt und schon früher die entsprechenden Zeichen erkannt. Sein Weg wäre der Richtige gewesen, danach hat sich niemand mehr an solche Aktionen gewagt. Dieser Mann war seiner zeit weit voraus.

Alles in allem keine Verschwörungstheorien, aber ich bin nicht so naiv zu glauben, daß bei Treffen der wichtigsten Menschen dieses Planeten, die zudem geheim sind und keiner weiß worum es geht, Skat gespielt wird, oder man sich zum Wohle der Bevölkerungen austauscht. Wäre letzteres so, würde man es öffentlich verkaufen und sich als Heilsbringer darstellen.

Die Realtiät ist in der Regel schlimmer, als jeder Verschwörungstheoretiker es sich vorstellen kann und die Politiker sind und bleiben die Vasallen des heutigen "Adels".

Tut mir leid es so schreiben zu müssen, aber angesichts der ganzen Misere, die immer weiter gekocht wird und immer mehr überkocht, vermag ich es nicht mehr anders zu sehen und Frieden über diejenigen, die so blauäugig sind zu glauben, daß alles mit rechten Dingen zugeht und alle nur das Wohl des Volkes im Auge haben und sich selbst zwar auch bedienen, aber doch nicht mit darüber hinaus gehenden Allmachtsphantasien spielen. Die vergangenheit zeigt, gerade die ganz Große verlieren schnell den Bezug zur Realität, fühlen sich als Götter und wollen gar nicht mehr Geld, sondern in erster Linie viel mehr Macht und Anerkennung, als sie haben und wenn sich da einige drunter zusammenraufen, kommen nicht zwingend die schönsten und besten Ergebnisse für die Menschen bei raus, die diese nur als Pöbel und Fußvolk, als Ameisen und Sklaven ansehen.
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Anti Lemming:

Kommentar zur Polemik

12
15.05.10 13:21
bei den Zyklikern:

"Um was es mir geht ist nicht, den Bärenthread vorzuführen, denn Fehler machen wir alle. Sondern vielmehr zu zeigen, dass man sich bei Währungen extrem verschätzen kann, wenn man Trends mental fortsetzt. ... Vor einem halben Jahr war der USD noch das "Klopapier" der Welt, heute vermeintlich stabile Fluchtwährung....Für den Privatanleger ergibt sich daraus die Folgerung, dass es keinen Sinn macht, eine Währung vorherzusagen."

Ich habe Ende 2009, wie zuletzt im Dezember hier gepostet, fast mein gesamtes Depot sukzessive in den US-Dollar umgeschichtet. Seit Dezember besitze ich im Depot praktisch kaum noch Euros. Der letzte Kauf erfolgte bei 1,5040. Es handelt sich dabei um eine ungehebelte Posi, die aus dem Grund keine Knock-out-Risiken hat. Das einzige Risiko bestand darin, dass der Dollar weiter abschmiert in Richtung 1,60 (wie 2008). Ich hatte bereits im Dezember mehrmals ein Kursziel von 1,30 genannt, das inzwischen unterschritten wurde.

Die Dollar-Positionierung war nur insofern extrem, als sie "zu 99 %" erfolgte. Ich hab die Dollars bis heute gehalten und denke trotz des günstigen Kurses von EUR/USD 1,2380 am letzten Freitag noch nicht daran, sie "in Euro zurückzutauschen". Damit beginne ich erst sukzessive ab 1,15 abwärts. Wenn die Querelen in der Eurozone Überhand nehmen, könnte der Euro auch bis unter die Parität fallen.

Die Entscheidung "long Dollar" war, wie ich im Dezember schon kommentierte, eine markt-bärische. Ich setzte darauf, dass sich die Krise erneut zuspitzen wird und eine erneute Flucht in den Dollar (wie 2008) einsetzen wird. Der EU-Niedergang gibt mir jetzt Recht:

---------------------------------------
EZB-Nothilfen
Trichet sieht schwerste Krise seit Zweitem Weltkrieg


Es ist ein historischer Schritt für die EZB. Seit Anfang der Woche kauft die Zentralbank Staatsanleihen auf. Ihr Präsident Trichet rechtfertigt sich mit dramatischen Aussagen - und fordert von den europäischen Regierungen einen "Quantensprung".

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/...zweitem-weltkrieg/50114551.html
---------------------------------------

Dass eine Krise auf Staatspleiten-Ebene zu erwarten ist, habe ich Ende letzten Jahres (als ich die Dollars kaufte) klipp und klar in folgendem Thread beschrieben:

http://www.ariva.de/forum/...fuer-2010-Ende-der-Schulden-Sause-397356

FAZIT: Auch Kleinanleger könnten mit ihren kleinen Köpfen Geld verdienen. Den Unwägbarkeiten entsprechend sollte man aber von K.O.-Konstruktionen usw. die Finger lassen.



P.S.
In mein Trading-Depot bei Ariva hab ich am Freitag ein hochriskantes K.O.-Papier reingenommen. Es ist ein long-K.O. auf EUR/AUD, der nur noch 2 % über dem Knockout steht. Das Risiko rührt vor allem daher, dass es eine antizyklische Position ist, die mitten in einem starken Down-Trend "platziert" wurde. Die Posi-Größe ist so gewählt, dass sie keine katastrophalen Schäden hinterlässt, falls der Knockout kommt.

Vor dem Kauf dieser Posi hatte ich die Beobachtung gemacht, dass wegen der Euro-Krise die Rohstoffpreise (vor allem Öl) zu purzeln beginnen. Im Gefolge fing auch die Rohstoffwährung Austral-Dollar und inbesondere AUD/USD (Chart unten) zu schwächeln. In Krisenzeiten (fallende Rohstoffpreise) kann der Aussi in sehr kurzer Zeit Riesenverluste einfahren, da er handelseng ist. Zu viele Hedgefonds haben, um die hohen AUD-Zinsen von 4,5 % mitzunehmen, AUD/USD-Carrytrades aufgebaut. Sie müssen bei Rohstoffschwäche alle durch die enge Tür wieder raus. Dies führte am Freitag dazu, dass AUD/USD fast noch schneller fiel als EUR/USD. Netto blieb EUR/AUD in den letzten 24 h fast unverändert.  Diese Posi ist - im Gegensatz zur obigen "langzeit-strategischen" Dollar-Long-Position im realen Depot - ein reiner Zock, der bei einer kleinen Euro-Erholung Anfang nächster Woche wieder rausfliegen wird.



Austral-Dollar zum US-Dollar: EU-Krise und purzelnde Rohstoffpreise setzen den "Aussi" unter Druck
(Verkleinert auf 84%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 320365
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alfastr:

@Al

 
15.05.10 13:44
zwei Fragen:
1. wieso könnte man nicht folgendes tun:
Gr. jetzt erlauben einen haircut iHv z.B. 50% zu machen,
sie in Euro Zone weiter zu lassen mit folgender Bedingung:
sie können ihre Anleihen nicht auf den freien Markt bringen, sondern müssen sie von Ezb einkaufen lassen; die Ezb entscheidet dann über das Volumen (in Richtung nach unten), so könnte man doch die ausstehenden Schulden langfristig senken oder?

2. Du hast es sehr gut geschildert mit Deinen USD Positionen;
könntest Du vielleicht argumentieren, weiso es bald der Zeitpunkt kommt wieder in Euro umzuschichten?
Danke :)
Antworten
musicus1:

Währungen.......der YEN

7
15.05.10 14:02
die carrytrades beherrschten den markt am freitag, und  der schlüssel war der yen zu allen währungen..... NZD und AUD bleiben gute alternativen zum EURO, mein cashdepot  habe ich weiter aufgestockt, und gold im long habe ich am freitag verkauft.....AG suche ich einen shorteinstieg.....CU  shorts erhöht und in PB short gegangen....
Antworten
wawidu:

Wenn "verbotenes Terrain" betreten wird

2
15.05.10 14:04
folgt die "brutale Strafe" postwendend. Nach meiner Einschätzung dürfte die Ratiokurve nun für längere Zeit von weekly MA 200 wegbleiben. Dieser Wochenchart lässt geradezu perfekt erkennen, was der Upswing des SPX seit März 2009 war: eine extrem heftige B-Welle in einem Großen Bärenmarkt.
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 320372
Antworten
Anti Lemming:

alfastr - die Stimmung

13
15.05.10 14:07
ist bereits sehr Euro-negativ, siehe den Screenshot unten aus einer laufenden FTD-Umfrage.

Das ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass die Ängste zu Unrecht bestehen. Als alle Passagiere auf das Deck der Titanic flüchteten, weil sie Angst hatten, dass das Schiff sinkt (unten war schon Alles "unter Wasser"), war das zwar ebenfalls eine Panik-Reaktion. Aber die Titanic sank danach TROTZDEM.

In Euro-Land geht es mittlerweile um die Substanz:

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet [sagte, dass...] in einer so dramatischen Krise...ein "Quantensprung" in der staatlichen Kontrolle nötig ist. Man befinde sich "zweifelsohne" noch immer "in der schwierigsten Situation seit dem Zweiten Weltkrieg, vielleicht sogar seit dem Ersten", sagte Trichet dem "Spiegel".

www.ftd.de/finanzen/maerkte/...zweitem-weltkrieg/50114551.html

Wenn Notenbanker, ansonsten bekannt für ihre Bedachtsamkeit, solche harte Worten wählen, darf man davon ausgehen, dass die Ängste nicht übertrieben sind, sondern zu Recht bestehen. Mit Blick auf Griechenland lässt sich z. B. konstatieren, dass dem Land nicht mehr zu helfen und der Staatsbankrott auf mittlere Sicht unvermeidlich ist. Ähnlich hatte sich vor einigen Tagen auch "Querschüsse" geäußert (Link hatte ich hier gepostet). Wie soll eine Währungsunion vertrauenswürdig bleiben, wenn sich einzelne Staaten in die Pleite verabschieden?

FAZIT: Die Euro-Ängste sind riesig, aber vermutlich nicht übertrieben. Da zudem jede Menge Hedgefonds Druck machen (im Sept. 1992 schaffte es ein einziger HF, nämlich der von G. Soros, das brit. Pfund in die Knie zu zwingen), kann man damit rechnen, dass "die Meute" noch weiteren Flurschaden anrichten wird - zumal es USA nützt (siehe Svatur oben). Der Niedergang des Euro könnte genauso stur und widersinnig ablaufen wie der Momentum-getriebene Anstieg der Aktienkurse seit März 2009. Erst unterhalb der Parität hätte ich einige Gewissheit, die Dollar-Posi nicht zu schnell "gegeben" zu haben. Ob ich damit richtig liege, muss sich zeigen. Vielleicht ist auch schon bei 1,10 oder höher Schluss. Man sollte nicht vergessen, dass der Wechselkurs von EUR/USD bei der Einführung bei 1,18 lag. Wir sind aktuell mit 1,2380 immer noch darüber.
Der USA Bären-Thread 320371
Antworten
Svartur:

@daiphong

5
15.05.10 15:00
Freue mich erneut sehr über Deine Erheiterung angesichts meiner Texte.

Zum Wesen des Austauschs gehört in meinen Augen, sich nicht über die Argumente anderer zu belustigen, sondern die Argumente, wenn sie denn so unsinnig sind, zu entkräften.

Mit letzterem habe ich kein Problem, bin nicht beratungsresistent und wenn man zwei unterschiedliche Standpunkte hat, kann man auch damit leben.

Ob diese dann richtig oder falsch sind, sei mal dahingestellt.

Falls Du zu einer ernsthaften Gegenargumentation keine Zeit, keine Lust, oder sonstwas hast, ist das auch okay, nur kann ich dann mit der Bewertung nun überhaupt nichts anfangen, es bringt einen aber eher dazu, nichts zu schreiben, wozu das Ganze, wenn es Leute gibt, die auf diese Weise reagieren.
Antworten
Anti Lemming:

"It's sinks, sinks, sinks"

5
15.05.10 15:06
Der USA Bären-Thread 320375
Antworten
Anti Lemming:

Bailout!

2
15.05.10 15:07
Der USA Bären-Thread 320376
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