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Der USA Bären-Thread

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fkuebler:

Sehr vernünftige EZB, aber kein Schwein guckt hin!

8
20.11.09 18:56

Na dann will ich mir doch wenigstens selbst mal die Mühe machen: Trichet: time to withdraw some support measures

Trichet: time to withdraw some support measures

ECB President Trichet says some liquidity support for financial system should be withdrawn

  • By Michael Bauer and George Frey, AP Business Writers
  • On 10:40 am EST, Friday November 20, 2009

FRANKFURT (AP) -- Although it is too early to say the crisis is over, it is time to withdraw some of the policy measures that supported the financial system through the credit crunch, the European Central Bank President Jean-Claude Trichet said Friday.

In a speech at the European Banking Congress in Frankfurt, Trichet likened the financial system to a recovering patient and said it was time to pull back the medicine "if the patient is to get back on its own feet."

He said the ECB would soon be pulling some of its liquidity-providing "extraordinary measures" to ensure they don't cause an inflation threat. The ECB is expected to provide details on how the programs will be scaled back at its Dec. 3 meeting.

He said the financial system had to prove that it could work without the ECB's help, and that policy makers should be wary of repeating the mistakes of the past, when very cheap credit helped create dangerous imbalances and asset bubbles.

"It is surely too early to say the crisis is over," Trichet said, but it is time to look to the future and learn from the past.

Trichet called on banks to make more credit available and to bulk up their reserves with their quarterly profits if necessary. Bonuses, he said, also need to be kept in check.

The chief of the central bank for the 330 million citizens across the 16 countries that share the euro said taxpayers wouldn't accept another round of bailouts.

"The financial sector can't forget that it's supposed to serve the real economy, and not the other way around."

Confirming its tougher stance on bank support, the ECB later in the day said it was tightening the conditions on the type of collateral banks could use to get credit with the central bank.

Asset backed securities used as collateral would need two credit ratings, rather than just one. The rule will apply to all such securities issued as of March 1, 2010.

The bank said it deemed the move necessary to keep high credit standards.

"In addition, the changes, which reflect recent market developments, aim to make a further contribution to restoring the proper functioning of the ABS market," the ECB said.

Also speaking at the European Banking Congress, Germany's Finance Minister Wolfgang Schaeuble warned that while the worst had passed for the German economy in 2009, the downturn and risks lingered.

Schaeuble noted recent stock market gains, increased finance activity and improvements in banks' earnings were encouraging, but said it wasn't time to let the guard down.

"The financial system, as in the past, is still fragile. The insecurity of financial market participants is still high and the problems of the banking sector still aren't solved.

"As a realist, one has to assume that next year, here in Germany, banks will see more charges to their balance sheets because of the effects of rising corporate insolvencies and unemployment," Schaeuble said.

 

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permanent:

Konzerne tricksen bei Bilanzen

4
20.11.09 19:03

Führende deutsche Industriekonzerne weisen für das Jahr 2009 deutlich höhere Gewinne aus, als sie tatsächlich erwirtschaften. Viele Unternehmen hübschen mit einem Bilanztrick ihre Bücher auf.

http://www.handelsblatt.com/

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pfeifenlümmel:

Die Banken

5
20.11.09 19:04
hier bei uns werden neue Probleme bekommen; meine Meinung nach wird der Immobilienmarkt gerade bei den Gewerbeimmobilien zusammenbrechen. Aus dem  privatem Bereich erhalten die Bankem keine Unterstützung, Zwangsversteigerungen sind die Folge von zunehmender Arbeitslosigkeit.
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Malko07:

#52876: Die EZB wird sich

6
20.11.09 19:33
demnächst damit beschäftigen. Aber was können sie schon großes tun? Mit dem Aufkauf der Pfandbriefe könnten sie aufhören. Aber Zinsen erhöhen? Nur wenn man dem $-CT weiteres Feuer geben möchte.
Antworten
pfeifenlümmel:

Kriegt er noch einen hoch

 
20.11.09 19:35
oder nicht mehr?
Der USA Bären-Thread 276883
Antworten
pfeifenlümmel:

Et kütt, ett kütt...

5
20.11.09 19:51
Der USA Bären-Thread 276890
Antworten
pfeifenlümmel:

Nun zum Rotwein

 
20.11.09 20:12

im Wein liegt die Wahrheit und nicht in Köpi.

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thostar:

Banken bringen gerade ihre Bestände an den Mann

6
20.11.09 20:28
das ist zumindest meine Beobachtung, wenn man dem leicht abwärts gerichteten Trend der Carrytrades Glauben schenken darf. Sehr kunstvoll!! An neuralgischen Punkten (charttechnischen Marken zumeist) wird oft ganz massiv hochgekauft, kurz und schmerzlos (oder schmerzvoll für die Shorties, die noch an die Bearflags glauben), wie man zB an dem von Pfeiffenlümmel reingestellten Dow-chart sehen kann.
Am auffälligsten ist jedoch die tägliche Schlussoffensive, die die Kursmanipulation am einfachsten zulässt: Dann müssen am nächsten Morgen in Europa die Banken oder Fonds wieder nachkaufen. Danach fallen die Kurse wieder ganz langsam - manchmal auch unkontrolliert schnell, so wie heute.
Aber das passiert eben, wenn die Banken sich plötlich zurückziehen und nur noch das dumb money drin ist: Plötzlich fallen die Kurse ein wenig, dann stärker, da keiner mehr stützt, dann werden Trends gerissen und dann... ja was passiert dann: Genau: Das KGV wird wieder hervorgeholt und plötzlich merken alle, wie überteuert ihre Aktien sind.
Aktuell ist mein Eindruck, dass die Banken bei den schönen Kursen einfach laufen lassen, d.h. verkaufen an das dumb money. Dow immer schön über 10k, damit man die 10k-Baseball-Cappies nicht umsonst verteilt hat, und der Lappe darunter findet sich ganz automatisch.
Die grosse Frage ist mE, was passieren wird, wenn die Banken nicht mehr eingreifen können, zB aufgrund eigener Liquiditätsanpassungen oder einer weiteren Pleitewelle? Über den Druck auf die Fed wurde auch schon geschrieben; ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass dieses Possenspiel noch viel weiter gehen kann.
Antworten
fkuebler:

Malko #879: Die EZB ist kein Wundertäter, aber...

3
20.11.09 20:47

"Die EZB wird sich demnächst damit beschäftigen. Aber was können sie schon großes tun? Mit dem Aufkauf der Pfandbriefe könnten sie aufhören. Aber Zinsen erhöhen? Nur wenn man dem $-CT weiteres Feuer geben möchte."

... man sollte sie mMn auch nicht unterschätzen. 

Ich kann jetzt nicht qualifiziert sagen, was sie tun kann oder nicht, denn ich bin schliesslich kein Zentralbanker. Aber ich glaube nicht, dass sie der FED ganz wehrlos unterlegen ist. Manches dürfte allerdings auch in die Kategorie "politisches Hinterzimmer-Manöver" liegen, wo es sich unserer Kenntnis entzieht.

Dabei gibt es mMn einen gewichtigen Unterschied zwischen EZB und FED, der der EZB (ggf. sogar unfreiwillig) eine deutlich grössere geldpolitische Glaubwürdigkeit gibt:

Der Dollar ist einfach gegeben, er kann gut oder schlecht gemanaged werden, aber das kann allenfalls seine internationale Rolle beeinflussen.

Demgegenüber wissen die EZB-ler (und die Policymaker im Hinrtergrund), dass der Euro eben nicht gottgegeben ist. Wenn sie nicht einigermassen kompromisslos seinen "Kredit" verteidigt, dann ist er in 20 Jahren schlicht und einfach wieder verschwunden. Und mit "schlicht und einfach" wären vermutlich noch ziemlich brutale Finanz- und Europapolitische Nebenwirkungen verbunden.

Es gibt also einen Grund, warum die EZB zu den Guten gehört... ;-)

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Stöffen:

Malko, Staatsschulden bei Nullzins

5
20.11.09 21:31
oder äußerst niedrigen Zinsen ist die eine Sache, aber was passiert, wenn bei der riesigen Größe der mittlerweile aufgebauten Schuldentürme die Zinsen bereits marginal anziehen, was früher oder später passieren wird?

$4.8 trillion - Interest on U.S. debt

Unless lawmakers make big changes, the interest Americans will have to pay to keep the country running over the next decade will reach unheard of levels.

Here's a new way to think about the U.S. government's epic borrowing: More than half of the $9 trillion in debt that Uncle Sam is expected to build up over the next decade will be interest.

More than half. In fact, $4.8 trillion.

If that's hard to grasp, here's another way to look at why that's a problem.

In 2015 alone, the estimated interest due - $533 billion - is equal to a third of the federal income taxes expected to be paid that year, said Charles Konigsberg, chief budget counsel of the Concord Coalition, a deficit watchdog group.

On the bright side - such as it is - the record levels of debt issued lately have paid for stimulus and other rescue programs that prevented the economy from falling off a cliff. And the money was borrowed at very low rates.
But accumulating any more interest on what the United States owes at this point is like extreme sport: dangerous.

All the more so because interest rates will rise when private sector borrowers return to the debt market and compete with the government for capital. At that point, the country's interest payments could jack up very fast.
"When interest rates rise even a small amount, the interest payments go up a lot because of the size of the debt," Konigsberg said.

The Congressional Budget Office, which made the $4.8 trillion forecast, already baked some increase in rates into the cake. But there is always a chance those estimates may prove too conservative.

And then it's Vicious Circle 101 - well known to anyone who has gotten too into hock with Visa and MasterCard.
The country depends heavily on borrowing to fund what it wants to do. But the more debt it racks up, the more likely it becomes that creditors could demand a higher interest rate for making new loans to the government.
Higher rates in turn make it harder to pay off the underlying debt because more and more money is going to pay off interest - money, by the way, which is also borrowed.

And as more money goes to interest, creditors may become concerned that the country can't pay down its principal and lawmakers will have less to fund all the things government is supposed to do.

"[P]olicymakers would be less able to pay for other national spending priorities and would have less flexibility to deal with unexpected developments (such as a war or recession). Moreover, rising interest costs would make the economy more vulnerable to a meltdown in financial markets," the CBO wrote in its most recent long-term budget outlook.

So far, that crisis of confidence hasn't happened. And no one can predict with any certainty whether or when it could occur.

But should it occur, the change could be abrupt.

That's because the government frequently rolls over - or refinances - the debt it has issued as it comes due.
In other words, when a Treasury bond or note matures, the government must pay the investor the face value on that debt. In order to do that, the Treasury borrows money to pay back the investor, which means the debt would be refinanced at whatever the going interest rates are at the time.

Just how much churn is there? Of late, a fair bit it seems. A Treasury borrowing advisory committee reported in early November that "approximately 40 percent of the debt will need to be refinanced in less than one year."
Since rates may well stay low over the next year, it's possible that debt could be refinanced at the same or even lower rates. But that situation won't last forever.

So what will Washington do?

To help mitigate the potential risk of rising rates, the Treasury has said it would start increasing the average maturity of the new debt it issues. That way the debt it refinances in the next couple of years will be locked in at lower rates for longer periods of time.

And the Obama administration has promised to produce a deficit-reduction plan that would aim to bring down annual deficits to roughly 3% of GDP over the next several years, below the 4% to 5% currently projected.
If that happens, the $4.8 trillion in interest payments that CBO estimates for the next decade could go down if interest rates don't increase as much as CBO expects.

"There will be less debt outstanding than if we don't get the deficit down. It may also reduce [the average interest rate on the debt] since less debt means less pressure on interest rates," said William Gale, co-director of the Tax Policy Center.

But whether they can do that within a few years of an economic recovery is another matter. "Even under the president's [2010] budget as evaluated by the CBO we do not get anywhere close to that," Gale said.
That could mean the president's 2011 budget proposals would have to make a lot of changes to get closer to the 3% goal. Unpopular changes like tax hikes and spending cuts.

Budget hawks hope the president will push for a deficit-reduction commission to come up with ways to cut the deficit and then propose legislation that lawmakers would only be able to vote for or against. The reason: There is no political will to make the tough calls. Especially in a mid-term election year.

money.cnn.com/2009/11/19/news/economy/debt_interest/index.htm
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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thostar:

Der Nasdaq passt einfach viel zu gut rein

7
20.11.09 21:37
Da muss man keine Wellen zählen: Doppelboden von 1040 mit Erreichen 1520 bereits im Juni komplettiert, strebte der Index nach höherem, also 161er Retracement bei 1820: Exakt hier befindet sich noch ein Breakaway-Gap vom September letzten Jahres, als sich der Index endgültig von der schönen Bullenwelt verabschiedete (da klopften die Lehman Brüder an ... ) - SCHÖNERE CHARTS KANN ES NICHT GEBEN, GENTLEMEN!
Übrigens ist es Pflicht, an möglichen Wendepunkten den Nasdaq bevorzugt zu beobachten, weil er den anderen Indizes immer eine Nasenlänge voraus ist. In den verg. Tagen war der Nasdaq immer schwächer als der Dow.
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 276925
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thostar:

Die Zeit der Stock-Picker ist (angeblich) gekommen

6
20.11.09 22:28
Das sind die Nachrichten, die ich sehen will. Müssen jetzt noch schnell irgendwelche Ladenhüter an den Mann gebracht werden, die bisher von den green shoots (oder waren es shots ???) nicht profitieren konnten? Die Bänker sind ja noch optimistisch und verweisen selbst auf das Geld an der Sideline (weil sie selbst keins mehr haben??) - harr-harr-muss-kurz-raus...

www.handelsblatt.com/finanzen/...k-picker-ist-gekommen;2486353
Die Zeit der Stock Picker ist gekommen

Die Börsen haben in diesem Jahr kräftig zugelegt. Die Experten streiten sich, ob die Rally noch einmal Fahrt aufnimmt oder schon bald vorbei sein wird. Beide Seiten haben gute Argumente. Einig sind sie sich in einem Punkt: Die Auswahl der richtigen Aktien wird schwieriger.

FRANKFURT. Die Unsicherheit an den Börsen ist groß. Seit Wochen fehlt den Aktienmärkten die klare Richtung. Der Dax pendelt zwischen 5 300 und 5 800 Punkten. Mal scheint es, als sei die Zeit der Korrektur gekommen. Doch kaum hat der Index ein paar hundert Punkte abgegeben, setzt er auch schon wieder zu Gegenbewegung an. Wie soll das weitergehen? So unsicher die Lage, so widersprüchlich fallen die Prognosen für die kommenden Wochen und Monate aus.

Manche haben die Hoffnung auf eine Jahresendrally nicht aufgegeben. So sagt etwa Andreas Hürkamp von der Commerzbank weitere Gewinne voraus. "Die Pessimisten sind an den Aktienmärkten wieder in der Mehrheit", sagt der Experte. Und Warren Buffett habe uns gelehrt, dass beim Investieren der Pessimismus der Freund und die Euphorie der Feind sei.

Auch Markus Reinwand von der Helaba sagt: "Es wäre verfrüht, schon jetzt einen Nachruf auf die Aktienrally zu verfassen." In der Zunft der Aktienstrategen zählt Reinwand immer wieder zu den größten Optimisten. Er sagt, nach den "tradingorientierten Investoren", die bislang das Marktgeschehen bestimmt hätten, würden sich nach und nach immer mehr "längerfristig orientierte Anleger aus der Deckung wagen". Nach wie vor liege viel Geld in niedrigverzinslichen kurzfristigen Anlagen, welches in den kommenden Monaten in die Aktienmärkte fließen könne.

...


Ich glaub die Stock-Picker sehen so aus, oder?
Der USA Bären-Thread 276934
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Stöffen:

Pferdewechsel bei Carry-Trades?

8
20.11.09 22:31

20. Nov 2009: Pferdewechsel bei Carry-Trades? Und makroökonomische Unbill

Der Komplex "Dollar als Carry-Trade-Währung" war zuletzt mehrfach thematisiert worden. Nichts währt ewig, auch keine Intermarket-Korrelation. Daher möchte ich heute zunächst mögliche alternative Entwicklungen diskutieren.

Die Korrelation zwischen Aktien, z.B. dem S&P 500, und dem Währungspaar Euro/Dollar ist über den gesamten Zeitraum des Bull-Run seit Mitte März immer stärker geworden (siehe Chart! - "SPX vs ECW"). Indirekt geschlossen wurden offenbar zunehmend Assets mit Dollar-Krediten finanziert.

Nun hat Fed-Chef Bernanke am Montag dieser Woche herausgestellt, dass die Fed an einem festen Dollar interessiert ist. Das könnte das Signal gewesen sein, nicht mehr darauf zu wetten, dass Euro/Dollar über die alten Hochs bei rund 1,5050 hinaus steigt. In der Tat verhält sich das Währungspaar seitdem sehr volatil, die Aufwärtslinie aus März war schon in der Vorwoche unterboten worden.

Der Yen hat im Verhältnis zum Dollar seine Bedeutung als Carry-Trade-Währung eingebüßt (siehe Chart!). Man sieht sehr deutlich, dass sich das Währungspaar seit Mitte September aus dem mit dem S&P 500 gebildeten neutralen Band herausbewegt - ein Indiz, dass beide signifikant asynchron laufen. Hingegen ist der Gleichlauf zwischen Euro/Yen und EuroStoxx 50 nach wie vor gegeben.

Dollar/Yen notiert nahe an einem langjährigem Tief bei rund 88,50, das zuletzt im Januar und Anfang Oktober erreicht worden war (siehe Chart!). Im Chart sind auch die Phasen starker positiver Korrelationen zum S&P 500 eingezeichnet (vertikale, verbundene Linien).  

Bei Euro/Dollar dürfte sich, abgesehen von einer aktuell volatilen Bewegung um 1,49 herum, übergeordnet eher weiterer Abwärtsdruck ergeben. Das hat erhebliche Konsequenzen für Carry-Trades. Eine festere Kreditwährung, in diesem Fall der Dollar, macht Carry-Trades zunehmend teurer. Werden in einer solchen Situation Carry-Trades aufgelöst, stärkt das die Kreditwährung zusätzlich und bringt weitere Carry-Trades unter Druck. Für die damit finanzierten Assets, z.B. Aktien, gilt das gleiche. Das sehen wir aktuell.

Andersherum bei Dollar/Yen: Hier spitzt sich die Lage ebenfalls zu - hält der Support bei 88,50 und bildet sich hier ein Boden für eine Aufwärtsbewegung? Wenn dem so wird, bewirkt ein schwächer werdender Yen eine zusätzliche Verbilligung der in Yen geschriebenen Carry-Trades und die Schwäche-Bewegung wird durch weitere Carry-Trades noch verstärkt - währungsseitig ein günstiges Umfeld für solche Geschäfte.

Mitte März 2008 gab es eine Situation bei Dollar/Yen, die gut vergleichbar ist mit der aktuellen Situation. Damals war die Entkopplung zum S&P 500 auf ein Maximum angestiegen (siehe Chart! - Cursorposition), das Währungspaar bildete zeitgleich ein Tief aus. In der Folge kam es zu einem synchronen Anstieg bei beiden Werten. In dieser rund sieben Wochen anhaltenden Phase legten beide gut 8 % zu.

Auch wenn es noch sehr früh ist - ich halte es für gut möglich, dass Carry-Trades jetzt wieder verstärkt auf den Dollar/Yen verlagert werden. Da die Leitzinsen beider Währungsräume vergleichbar niedrig sind, eignen sich Dollar wie Yen hierfür gleich gut, es kommt lediglich auf die Kursperspektiven an. Und da spricht einiges für eine künftige Entwicklung ähnlich der zwischen Juni und September 2003. Auf heute übertragen bedeutete das: Der Support bei 88,50 hält zunächst, es kommt zu einem Fehlausbruch über die relevante Abwärtslinie, bevor das Währungspaar nach unten durchbricht (siehe Chart!).  

Trifft die Annahme zu, dürfte es wegen Umschichtungen bei mit Carry-Trades finanzierten Assets kurzfristig ziemlich holprig werden. Gut möglich auch, dass im Zuge der damit in Verbindung stehenden Yen-Abwertung der Nikkei nun einen Boden findet. Wahrscheinlich wird das Ganze auch noch begleitet von erratischen Kursbewegungen bei Yen, Dollar und Euro.

Für Gold (und Silber) könnte das bedeuten, dass deren Aufwärtsbewegung erst einmal nicht mehr weiter geht. Gold war in der Vergangenheit sehr häufig ein Hedge gegen einen sinkenden Dollar. Wenn der Dollar jetzt erstarkt, fiele dieses Argument weg. Wahrscheinlich werden auch Rohstoffe mit einem sinkenden Euro/Dollar unter Druck kommen.

Insgesamt würden sich die meisten anderen Assets tendenziell (und zeitweise) von ECW entkoppeln, nachdem die Synchronität zuletzt extrem eng geworden war. Wie schon gesagt, nichts währt ewig, auch keine Intermarket-Korrelation.

Auch wenn ein weitergehender Carry-Trade-Ritt (auf welchem Pferd auch immer) zunächst von ungebrochener Risikobereitschaft zeugt - im großen zeitlichen Rahmen beinhaltet ein fester werdender Dollar eine bärische Botschaft. Ein nachhaltig starker Dollar war in der jüngeren Vergangenheit ein deutliches Zeichen von Problemen in Güter- und Finanzmärkten, insofern kommen übergeordnet (weitere) Zweifel an der Nachhaltigkeit des Bull-Runs auf.

Was könnte die bullische Freude nachhaltig trüben? Die US-Baubeginne sind im Oktober um 10,6 % auf 529.000 eingebrochen, das ist das niedrigste Niveau seit April. Analysten gingen von 600.000 Baubeginnen aus. Die Zahl der Baugenehmigungen brach im Oktober auf 552.000 ein. Erwartet wurden 580.000. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von fast 25 %, bei den Baubeginnen sogar einer von über 30 %.

Aber es lauern weitere Gefahren im Immobiliensektor, und zwar vor allem bei den gewerblichen Immobilien. Hier sind gegenwärtig Darlehen im Volumen von rund 3,5 Bill. Dollar offen. Sie wurden zu einem nicht unbeträchtlichen Teil dazu verwendet, in der Hochpreisphase bis 2007 Objekte zu erwerben. Dabei war eine Kreditfinanzierung von bis zu 80 % keine Seltenheit. Geschätzte 1,3 bis 1,5 Bill. Dollar an Schulden für Gewerbeimmobilien müssen in den nächsten drei bis vier Jahren refinanziert werden, davon etwa 500 Mrd. Dollar in 2010.  

Und das in einer Situation, wo die Preise für Gewerbeimmobilien um 40 % unter ihrem Hoch aus 2007 liegen und weiter fallen. Die Darlehensgeber sind mit gut 50 % Banken und Sparkassen, gefolgt von Investoren in "Collateralized Mortgage Backed Securities" (CMBS) mit 21 % (nach Fed-Angaben). Seit 2002 sind die CMBS überdurchschnittlich stark gestiegen, nämlich um 144 % gegenüber dem durchschnittlichen Zuwachs von gut 75 % (siehe Chart!). Gerade diese Konstruktionen hatten sich bei der Hypothekenkrise im Privatsektor als besonders riskant erwiesen.

Wer springt da ein? Die Banken sind daran interessiert, ihre Ausrichtung hierbei abzubauen. Die Deutsche Bank schätzt, dass mindestens 65 % der Kredite bei Fälligkeit nicht refinanziert werden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Bereich der Gewerbeimmobilien der konjunkturellen Erholung hinterherläuft. Ungewöhnlich aber ist das Ausmaß des Einbruchs in diesem Sektor. Die Leerstände steigen, Bankrotte der Besitzer nehmen zu. Und mancher Beobachter geht davon aus, dass eine Besserung überhaupt erst dann einsetzen kann, wenn die Arbeitslosenquote spürbar und nachhaltig zurückgeht. Müssen also Regierung und Fed mit einem weiteren (gigantischen) Rettungsprogramm in die Bresche springen?

Ein zweiter Gefahrenpunkt sind die Unternehmenskredite. Finanzminister Geithner äußerte sich jetzt zur bereits bestehenden Kreditklemme. Danach hätten es vor allem kleinere Firmen sehr schwer, Kredite zu bekommen. Die Situation dürfte sich noch verschärfen, wenn die Unternehmensbilanzen früh in 2010 vorliegen und bestehende Kredite neu bewertet werden. Es gehört keine Glaskugel dazu, vorauszusehen, dass sich die Konditionen durchweg erheblich verschlechtern werden. Unternehmen, die es bis hierher gebracht haben, könnten gerade dann auf der Strecke bleiben.

Ein dritter Gefahrenpunkt: In 2010 sind die staatlichen Anreizprogramme in den USA ein Jahr alt. Man kann davon ausgehen, dass deren Wirkungsverzögerung zwischen sechs und zwölf Monaten liegt. Damit muss sich bald zeigen, ob der Keynessche Multiplikator dieser Maßnahmen über eins liegt, sprich, ob staatliche Ausgaben zusätzliche private Wirtschaftsaktivitäten losgetreten haben.  

An den Einzelhandelsumsätzen im Oktober zeigt sich schön, dass der Strohfeuer-Effekt der amerikanischen Abwrackprämie schon wieder verloschen ist. Die Kfz-Verkäufe befinden sich aktuell wieder auf dem Niveau von 1982, als die Bevölkerung der USA noch rund 50 Millionen geringer war.

Solche einmaligen Aktionen bleiben ohne Keynesschen Multiplikator-Effekt, wenn die Verbraucher nicht mit einer Verbesserung ihrer Lage rechnen. Und das tun sie nicht - siehe Verbrauchersentiment und Verbraucherstimmung (siehe Chart!). Solche Aktionen kosten dann mehr als sie bringen - sie helfen nur kurzzeitig den Anbietern, stellen also eine versteckte Subvention der Hersteller dar und verzerren die Marktkräfte.

Wenn das ein Vorgeschmack auf die Wirkung der Anreiz-Programme insgesamt ist, dann "gute Nacht". Dann ist eine double-dip-Rezession so gut wie sicher mit der Gefahr eines Abgleitens in eine Depression.  

Irgendwann werden die Aktienkurse anfangen, solche negativen Szenarien "einzupreisen", die V-förmig vorgelaufenen Kurse müssen sich der Realität stellen. Ein kosmetischer Punkt könnte dabei die Bullen noch etwas stützen, der statistische Basiseffekt. 2010 wird mit den schlechten Vergleichzahlen von 2009 gerechnet. Und die zu erreichen ist zumindest leichter als die noch relativ hohen Werte von 2008.

Und was ist in der Zwischenzeit? In meinem Artikel von der vergangenen Woche hatte ich "kurzfristige Perspektiven und mittelfristige Weichenstellung" diskutiert: Ist bei einem Stand des S&P 500 bei rund 1120 Schluss mit der bullischen Vorstellung oder geht es weiter bis zum nächsten Ziel bei etwas über 1200? Wobei die erste Variante nicht unbedingt gleich einen Zusammenbruch bedeuten muss, denkbar wäre auch eine längere volatile Phase von Gewinnmitnahmen und Fehlausbrüchen.

Wie zuletzt bereits erörtert (z.B. im Diskussions-Form, Eintrag vom 12.11.09) sind im S&P 500 und Dow Abwärtslinien aus Okt 2007 im Test. Sie wurden gestern intraday erneut erreicht, der Schlusskurs lag etwas höher (siehe Chart!). Werden sie nachhaltig gebrochen, trübte das bullische Bild bereits jetzt deutlich ein. Dann wäre eher von der Variante "1120 im S&P 500" auszugehen. Anderenfalls steigt die Wahrscheinlichkeit einer Jahresend-Rallye mit höheren Zielkursen.

Für die Bullen spricht, dass die Volumenverteilung im S&P 500 jetzt in Akkumulation gekippt ist (siehe Chart!). Das deutet darauf hin, dass große Adressen erneut zufassen. Auch Mitte März und Mitte Juli war das schon der Fall - jedes Mal zu Beginn eines starken Aufwärtsimpulses.

Zum "Wollen" gehört das "Können" - und hier zeigen die Verläufe der Bankreserven per Oktober einen weiteren Zuwachs (siehe Chart!). Die Überschussreserven kommen auf fast 95 % der gesamten Reserven, das zeigt das enorme Ausmaß an Liquidität. Das zeigt ferner: Das Potenzial zur Geldschöpfung per Kredit (und mithin das Inflationspotenzial (cet. par.)) ist sehr hoch und es steigt weiter. Aber die Banken verleihen wenig, spekulieren lieber an den Finanzmärkten - die Zentralbank-Mittel kosten fast nichts, also kann man nur gewinnen. Und so lange bleibt das Potenzial das, was es ist.

Die Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft werden immer tiefer gelegt. Nach Wal-Mart hat sie auch Target, der zweitgrößte nach Wal-Mart, gedämpft. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer positiven Überraschung. Zudem haben die Fed und die G20 geschworen, die Geldpolitik weiter locker zu halten. Und die Fed hat (s.o.) die Schleusen im Oktober nochmals kräftig aufgedreht.

Auch das spricht eher noch für die Bullen. Allerdings herrscht Sentiment-seitig kurzfristig ein unangemessener Optimismus vor. Das legt nahe, dass es beim Test der Ausbruchslinien im Dow und S&P 500 auch zu einem "Fehldurchbruch" kommen kann - Fehlsignale gibt es ja insbesondere seit März in Serie. Autor: Klaus Singer / TimePatternAnalysis

Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
wawidu:

Steffen Bogs

3
20.11.09 22:49
wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/11/...albjahr-2009.html

wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/11/...e-auf-rekord.html

Und dazu werden in den nächsten Monaten/Jahren noch stark (exponentiell) steigende Deliquency Rates im gewerblichen Immobiliensektor kommen. Dies ist absolut kein Szenario, das auf eine ökonomische Recovery hindeutet.
Antworten
wawidu:

thostar - # 52886

5
20.11.09 23:19
Der Chart des NDX zeigt seit März eindeutig ein parabolisches Muster, und solche Muster habern sich in der Vergangenheit stets als Vorboten scharfen Kursverfalls erwiesen.
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 276943
Antworten
Maxgreeen:

#52890 sollte ein W werden

 
20.11.09 23:34
wird jetzt ein VrL
Jeder hat ein System, reich zu werden, das nicht funktioniert.
Antworten
wawidu:

Bedarf es bzgl. dieses Charts

3
20.11.09 23:49
vielleicht noch einer Erläuterung?
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 276946
Antworten
Maxgreeen:

#856- Deflation mit 0-2% Zinsen für die nächsten

8
20.11.09 23:58
Jahre ist auch mein Szenario. Firmen würden weiterhin Gewinne machen aber keine Gewinnsteigerungen ( bei gleichen Umsätzen). Kein wirkliches Problem. Die Staaten könnten sich entschulden, die Vermögenden müssten geringe Renditen akzeptieren. Die Vermögensverteilung "könnte" sich von oben nach unten verschieben.
Wahrscheinlich werden die Staatsschulden aber trotz 0% Zinsen zunehmen weil sich der Staat von der Lobby der Grossinvestoren erpressen lässt.
Wenn z.b. Deutschland, USA, Grossbritannien etc. keine Neuverschuldung mehr hätten wo würden Grossinvestoren ( Versicherungen, Fonds etc ) ihr Geld anlegen? Bleibt die Börse und die Rohstoffe. Bei Deflation sind allerdings keine grossen Steigerungen zu erwarten. Also werden Staaten dazu gedrängt Schulden zu machen ( verkauft wird uns das als Stimulation der Wirtschaft ).
Japan hängt schon lange in der Deflation, jedoch konnten die Bürger ihre Einkommen steigern und die Arbeitslosenrate ist mit 5% auch OK. Nur der Staat hat sich weiter mächtig verschuldet, eigentlich umsonst. Man hätte die letzten 20 Jahre nutzen können um die Finanzen zu regulieren. Lieber kauft man Ami-Schuldscheine und macht sich zum Dollarsklaven und verliert weiter.
Jeder hat ein System, reich zu werden, das nicht funktioniert.
Antworten
Malko07:

Stöffen (#52885), ich diskutiere

18
21.11.09 09:35
ungern darüber was eventuell in 10 Jahren los sein wird. Ich habe schon große Schwierigkeiten die beiden kommende Jahre einigermaßen einzuschätzen. Aus jahrzehntelanger Erfahrung weiß ich, dass man alle Prognosen zu einem Bereich von 5 Jahren und länger unbesehen in die Tonne treten kann.  

Im Gegensatz zu manchen Goldjünger sehe ich uns schon lange auf dem Weg in die Deflation. Diesbezüglich liege ich bis jetzt auch richtiger als Bernanke und Co. Die Geldvernichtung in wichtigen Bereichen des Wirtschaftsleben geht eben schneller vor sich als wie irgendwer neues Geld schöpfen kann. Dabei ist zielgerichtetes Schöpfen praktisch unmöglich. Wäre das möglich, würde auch die Planwirtschaft funktionieren. Das Abwerfen von Dollarnoten aus dem Hubschrauber führt momentan nur zu einer höheren Verschmutzung des Atlantiks. Irgendwann ist er grün und nicht mehr blau.

Da auch ich die absolute Wahrheit nicht gepachtet habe (oh Wunder), habe ich mich in dem Post auf den du referierst hingewiesen, dass z.B. die Bundesrepublik einen Zinssatz von 10% über längere Zeit nicht überleben würde. Dies gilt sicherlich auch für viele andere Staaten. Sie werden sich also mit aller manipulativen Kraft anstrengen, dass es nicht so weit kommt. Die bewusste Abwertung der Schulden über eine starke Inflation ist Quatsch. Das würde keiner überleben. Goldverkäufer drohen aber verständlicherweise damit. Sie sind sich darin einig mit Aktien-, Immobilien- und Agrarlandverkäufer.

Aber wie schon gesagt, ich "sehe" eine hohe andauernde Inflation auf absehbare Zeit nicht. Überschuldungen führen eben nicht wie manche Goldjünger glauben in die Inflation sondern in die Deflation. Die weitere Vergreisung der Gesellschaften der westlichen Welt und von China unterstützen diesen Weg massiv.


Auch das Aufblasen der Aktienpreise beinhaltet nicht die Fähigkeit den Konsumenten mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Die Stabilität dieser Preise ist so gering, dass der kleinste Versuch der Ergebnisrealisierung zum Zusammenbruch führen würde. Der Verbraucher fühlt sich eventuell mental besser, kann die angebliche Quelle aber nicht nutzen. Eine zusätzliche Kreditaufnahme mit dieser Blase als Sicherheit ist bei dem erreichten Verschuldungsgrad meistens nicht möglich.

Weit über die Hälfte des Börsenumsatzes weltweit wird heute über die Algols- und HFT-Computer gesteuert. Beiden ist gemein, dass sie keinen Aktienbesitz akkumulieren. Sie sorgen mit ihren Transaktionen nur dafür, dass der Trend weiterläuft und verstärken diesen. Dieses funktioniert momentan so schön weil die meisten potentiellen Spekulanten längsten investiert sind und die am Seitenaus nicht mehr mögen. Man stelle sich vor, wir beide verkaufen uns täglich einige Henkelaktien und kein anderer interessiert sich für diese Aktie. Wir werden den Preis mit einem sehr geringen Einsatz in ungeahnte Höhen treiben können. Die Besitzer der Henkel-Aktie werden sich immer stärker freuen und für die am Seitenaus wird diese Aktie immer uninteressanter werden. Diese Automaten funktionieren natürlich komplizierter aber stark vereinfacht darf man das so sehen. Wenn jetzt viele vom Seitenaus oder viele Besitzer aktiv werden, können diese Automaten den Trend nicht mehr bestimmen. Sie müssen schnellstens auf den möglichen neuen Trend eingestellt werden.  GS meint, dass sie den Job Gottes machen und die am Seitenaus zum Einsteigen motivieren. Aus eigenem Interesse werden sie aber den Job des Teufels machen, wenn  zu viele der Besitzer ihre Aktien zu Geld machen wollen um z.B. den Konsum hochzuschrauben oder Kredite zu tilgen. Wenn das stimmt was ich hier von mir gebe, haben die Zentralbanken und die Politik auf voller Breite versagt und die Lage nur verschlimmbessert. Es wäre dann besser gewesen die Zocker geordnet abzuwickeln.
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relaxed:

War mir unsicher über ein zukünftiges Deflations-

7
21.11.09 10:18
oder Inflationsszenario und habe deshalb eine Beratungsveranstaltung einer deutschen Bank besucht. Die dortigen Banker setzen auf Inflation.

Da die Trefferquote deutscher Banker bekannt ist, wissen wir jetzt was kommen wird. ;-))
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Malko07:

Eine Bank will uns

5
21.11.09 10:25
alle möglichen "Vermögensbausteine" verkaufen. In einer Deflation nimmt das Geld auch ohne die Einschaltung von Banken an Wert zu. Es ist das Ende vieler Banken. Deshalb darf es so etwas per se nicht geben.
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Anti Lemming:

Malko - Legenden der Hyperinflation

11
21.11.09 10:59

"Überschuldungen führen eben nicht wie manche Goldjünger glauben in die Inflation sondern in die Deflation."  

Die Goldjünger und Doomsdayer hängen sich an den Beispielen der Weimarer Republik und Zimbabwe auf. Solche "Entschuldungen" via Hyperinflation sind jedoch mMn immer nur lokal und von kleinen Staaten machbar - auf Kosten der anderen.

Dass weltweit eine Hyperinflation kommt, halte ich für ausgeschlossen - auch aus dem einfachen Grund, weil es dann keinen "Dritten" gibt, den man damit übervorteilen kann. Global überwiegt mMn die Vernunft und eine einigermaßen ernste Sorge um Geldwerterhalt, den man insbesondere bei der EZB beobachten kann. Von ihr kamen die ersten Anstöße zum Exit, und nun unternimmt sie sogar bereits erste Schritte in diese Richtung (Artikel unten).

In Euroland kann man höchstwahrscheinlich davon ausgehen, dass die Inflation kontrolliert und mittelfristig innerhalb der Zielvorgaben von 3 % pro Jahr maximal bleibt. (Auch dies führt ca. alle 20 J. zur Geldwerthalbierung, wird aber normalerweise durch Zinsen aufgefangen).  

Gelddrucken zum Entschulden kann man bei der EZB mit ziemlicher Sicherheit ausschließen. Dies diszipliniert mMn auch indirekt die Amis. Die im Artikel unten genannte neue EZB-Vorschrift, verbriefte Papiere (ABS, MBS) von zwei Ratingagenturen bewerten zu lassen und die schlechtere der beiden Bewertungen als Maßgabe heranzuziehen, ist mMn eine sehr gute Idee, um den "AAA-Missbrauch" künftig zu vermeiden.

Mittelfristig (über die nächsten Jahre) sollte es bei den von Malko genannten - und zurzeit auch zahlenmäßig belegbaren - deflationären Tendenzen bleiben.

 


 

Dass die Hyperinflations-Horrorstorys nach wie vor in Foren und Gazetten kursieren, ist Folge der gezielten Propaganda vieler  Rohstoff-und Gold-Fonds, die an der aktuellen "Echoblase" zu 2008 verdienen wollen (bis sie unvermeidlich platzt...). Kurstreiber wie GS und andere Mega-Zocker mit integrierten Rohöl-Abteilungen sitzen natürlich auch in diesem Boot.

Die Hyperinflations-Story ist wegen der Geldflutungen der Notenbanken ja auch vordergründig glaubhaft - sowas ist immer wichtig, damit Joe Sixpacks einen Denk-Knochen vorgeworfen bekommt, auf dem er kauen kann.

Faktisch jedoch ist die Hyperinflations-Mär ähnlich substanzlos wie die um das Jahr 2000 von Fonds verbreitete Mär, durch das Internet habe ein neues Zeitalter begonnen, das herkömmliche Bewertungsmäßstäbe obsolet macht, und es sei daher "auch jetzt noch nicht zu spät", in Internet-, Technologie- und Telekommunikations-Fonds einzusteigen. Diese Message war nachweislich falsch. Ebenso falsch ist die Message, es sei aktuell "noch nicht zu spät", in Aktien. Rohstoffe und Gold einzusteigen.

Solche Spin-Storys gab es bereits 1929. Damals hieß es, durch das Radio und den revolutionären Transport per Eisenbahn (Buffett, you're late on this one) beginne eine neue Ära, die herkömmliche Bewertungsmaßstäbe obsolet macht. Damals endete dies Schnapsidee in der Großen Depression. Die Wiederholungs-Wahrscheinlichkeit liegt aktuell bei 5 %.

 


 

Lockere Geldpolitik
EZB macht den ersten Exit-Schritt

Notenbanken in aller Welt haben Milliardensummen in das Bankensystem gepumpt. Investoren fürchten deshalb Vermögensblasen. Die Europäische Zentralbank wagt jetzt den ersten kleinen Schritt aus der lockeren Geldpolitik - und fängt bei Verbriefungen an.   von Tobias Bayer  Frankfurt

Die Europäische Zentralbank (EZB) macht den ersten kleinen Schritt in Richtung Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik. Sie verschärft die Vorschriften für die Sicherheitshinterlegung bei Verbriefungen (Asset-Backed Securities, ABS), die ab dem 1. März 2010 begeben werden. Ab März 2011 sollen die härteren Anforderungen auf alle ABS-Papiere ausgeweitet werden, teilte die EZB am Freitag mit.

Banken hinterlegen bei der Zentralbank ABS-Papiere, um sich refinanzieren zu können. Verbriefungen sind während der Krise besonders dafür beliebt, weil sie auf dem Kapitalmarkt nicht platziert werden können. Private Investoren verschmähen die Papiere, seitdem es gerade bei US-Immobilienkrediten und darauf aufbauenden Produkten wie CDOs (Collateralized Debt Obligations, das sind komplexe Kreditportfolien) zu Übertreibungen kam. 2008 kletterte das bei der EZB hinterlegte ABS-Volumen um rund 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Schätzung der Commerzbank wuchs der Bestand auf 40 Prozent aller prinzipiell einlieferfähigen Papiere dieser Kategorie an.

Die EZB erschwert die Refinanzierung nun. Zukünftig müssen die ABS-Papiere von zwei Ratingagenturen bewertet werden. Außerdem kommt die "Second Best"-Regel zum Zuge. Das bedeutet, dass auch die schlechtere Note die Mindestanforderungen der EZB erfüllen muss. "Wir werden in den kommenden Monaten viele dieser Schritte erleben. Aber ist wird noch eine Weile dauern, bis die Leitzinsen angehoben werden", sagte Jennifer McKeown, Volkswirtin bei Capital Economics in London.

Die Exit-Frage ist momentan für viele Investoren die bestimmende. Die EZB senkte im Einklang mit anderen Notenbanken wie der amerikanischen Federal Reserve und der Bank of England den Leitzins auf ein historisches Tief. Parallel dazu weitete sie die Liquiditätsvergabe an die Banken aus und führte einen Jahreskredit ein, der im Dezember zum dritten Mal vergeben wird. Einige Anleger fürchten, dass die Politik des billigen Geldes zu Vermögensblasen führt - in Schwellenländern, aber auch auf den Kapitalmärkten.

Die EZB steht mit der leichten Verschärfung aber allein. Die Fed verlängerte jüngst Wertpapieraufkaufprogramme. Ihre Bilanz schwoll nach Zahlen vom Freitag um 73,8 Mrd. auf 2210 Mrd. $ an. Das ist ein Jahreshoch. Die Bank of England wiederum weitete auf ihrer jüngsten Sitzung die Aufkäufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren um 25 Mrd. auf 200 Mrd. Pfund aus.

Die Verschärfung der ABS-Regeln nährt Spekulationen, dass die EZB die Geldleihe an die Banken über zwölf Monate zum Jahresende einstellt. Das vorerst letzte Geschäft dieses Umfangs ist für Mitte Dezember angesetzt. Erst im Frühjahr hatte sie beschlossen, die Geldversorgung auf ein Jahr auszudehnen. Bisher teilte die Zentralbank die Liquidität zum Leitzins zu. Es könnte sein, dass jetzt ein Aufschlag fällig wird.

Innerhalb des geldpolitischen Rats der EZB gibt es schon seit längerem Überlegungen, die Stützungsaktionen zu beenden. "Ein fortgesetztes Leben am Liquiditätstropf der Notenbanken ist keine Handlungsoption für eine nachhaltige Zukunft und mit Sicherheit kein nachhaltiges Geschäftsmodell", hatte Bundesbankchef Axel Weber vor einigen Wochen gesagt.

Weber steht nicht allein. Auch im Ausland wird das Thema diskutiert. Die griechische Notenbank forderte einige der nationalen Banken auf, sich beim Dezember-Jahrestender zurückzuhalten. "Durch eine frühzeitige Rückkehr an die Geld- und Kapitalmärkte soll ihre überproportional hohe Abhängigkeit von der Zentralbank rechtzeitig reduziert werden", schrieben...

www.ftd.de/finanzen/maerkte/...sten-exit-schritt/50040353.html

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permanent:

Der Finanzsektor schrumpft von selbst

4
21.11.09 11:14
Robert Shiller

"Der Finanzsektor schrumpft von selbst"

Von Arvid Kaiser

Während Aufseher weltweit über die Zerschlagung von Banken reden, mahnt ein großer Kritiker der Finanzbranche zur Mäßigung. Robert Shiller will die Spekulation nicht beschneiden, sondern in den Dienst der Gesellschaft stellen. Im Interview mit manager-magazin.de fordert der US-Ökonom vor allem von seiner eigenen Zunft Reformen.

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/...8,661821,00.html

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permanent:

Wieso wird Gold immer mit Doomsday

6
21.11.09 11:24

gleichgesetzt?

Wieso kann man das Thema Gold nicht emotionslos behandeln?

Gold ist nutzlos, zu nichts -außer zum anschauen für den/die es mag- zu gebrauchen. Dennoch glauben viele Menschen an den Wert des Goldes -gleiches gilt für Diamanten. Der Glaube des Menschen, seine Illusion geben Gold einen Wert, nicht mehr und nicht weniger.
In den 70er Jahren gab es keinen Doomsday und keine Hyperinflation und dennoch boomte Gold. Es bedarf also nicht dem Untergang um Goldpreise steigen zu lassen.

Wieso muss Gold also immer geliebt oder verteufelt werden? Es handelt sich um eine (relativ kleine) Assetklasse nicht mehr und nicht weniger.

Ich würde mich eventuell noch dazu herablassen das Thema Umweltschutz im Zusammenhang mit der Goldförderung zu emotionsgeladen zu diskutieren, nicht aber den Preis.
Übelegt einmal wie viel CO2 in die Atmosphäre gelangt um eine OZ Gold zu fördern.

Ich wünsche euch ein entspanntes WE.

Permanent

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Dreiklang:

Der Dollar-Carrytrade wird weiterlaufen

4
21.11.09 12:03
es sei denn, die EZB würde das Verhalten der FED spiegeln, dann wären aber sämtliche Verpflichtungen zur Stabilität hinfällig und der Euro würde zu einer reinen Inflationswährung (verkommen).

Die  EZB wird aber gar nicht anders können als das Geld zusammenzuhalten. Damit wäre die Asymmetrie gegeben und entsprechend wird EURUSD reagieren.

Das ist übrigens auch die einzige Möglichkeit, der FED Zügel anzulegen (ihr den Giftzahn der immer weiteren Geldblase zumindest zu lockern).  Erst dann, wenn niemand mehr Dollar haben will - weil das Halten von Dollar nur Verluste produziert - entsteht für die FED die Notwendigkeit, ihr Verhalten zu ändern.


Wenn nicht: Solange zu den bisherigen Wechselkursen weitergearbeitet wird, kann die FED - zu ihrem Vorteil, denn sie ist der eigentliche Gelddrucker - das Weltwährungssystem ungehemmt aufblasen. Was bedeutet,  dass die FED neben Dollar auch Euro, Yen etc. druckt und diese Währungen über den Hebel der Weltleitwährung genauso verwässern kann wie den Dollar.
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