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Der USA Bären-Thread


Thema
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Maxgreeen:

#49997 der IWF arbeitet doch für die USA

8
03.10.09 11:29
Ständigt wird berichtet das in Europa schwaches Wachstum ist es im Rest der Welt auch nicht viel besser ist. Nur die USA schaffen es wieder schnell Wachstum zu schafffen. Und warum das ganze Theater. Weil die Amis ihre Schuldscheine verkaufen müssen um weiter ihre Masche weiter durchzuziehen.
Das die Finanzindustrie sich an den Kosten der Krise beteiligen soll ist eine gute Idee solange es die amerikanischen Banken nicht betrifft.

Es ist doch krank wenn die USA schon über 50% Unternehmensgewinne aus Finanzprodukten zieht. Hinter Finanzprodukten steckt keine "echte" Arbeit und damit auch keine echte "Wertschöpfung".

Wir brauchen neue Banken deren Leitlinie nicht der maximale Profit ist sondern die Sicherheit der Einlagen ihrer Kunden. Wenn man ganz vorbildlich wäre dürfte eine Bank nur das als Kredit verleihen was sie wirklich besitzt besser noch nur 80% von den Einlagen. ( ich habe gerade geträumt sorry )

Schönes WE
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Anti Lemming:

FK - zum 4. Quartal

5
03.10.09 11:37
"Zum Q4 wird dieser Mechanismus übrigens definitiv nicht mehr so sein! Insofern kann ich meinen vorsichtigeren Bärenkollegen nur ganz wohlmeinend raten, spätestens im Verlauf von Q4 nicht mehr abzuwarten und antizyklisch auch zumindest den Kofferraum voll Shorts zu packen..."

Da könntest Du Dich täuschen. Referenz ist dann nämlich bereits das vierte Quartal 2008, in dem die US-Wirtschaft in die Schockstarre fiel.

Vergleicht man flaues Wachstum im 4. Quartal 2009 mit Brutal-Schrumpfung im 4. Quartal 2008, so könnte unterm Strich eine für Bären unliebsame Überraschung herauskommen. Das "schöne Wachstum" (im Direktvergleich YoY) wäre zwar nur numerisch auf Grund des obigen Basiseffekts, dürfte von den "wohlwollend bullischen" GS-Kurstreibern aber dennoch für "bare Münze" genommen werden, zumal sie dran verdienen. Das ist der gleiche Mechanismus, der sie vor den weichgespülten Bank-Bilanzen die Augen verschließen - und sogar eine Finanzaktien-Rallye lostreten - ließ.

Faktisch sind alle US-Großbanken bankrott. Dank der FASB-Aufweichung machen sie aber Milliardengewinne. Und diese Scheingewinne nimmt GS dann wohlmeinend zum Anlass, US-Indizes weiter in Richtung Allzeithochs zu treiben.

Die Bären hatten dann zwar "im Prinzip Recht" (wenn man gesunden Menschenverstand und gesunde Buchführung zugrundelegt), sind aber leider pleite. Die Pleitebanken hingegen überlebten - dank der "freundlichen Spende" rechthaberischer Bären ;-)

P.S. Ich male hier bewusst in grellen Farben. Voraussagen haben zum Glück die Eigenschaft, in der Regel nicht einzutreten.
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fkuebler:

AL #49993: Q4 - unangenehme Überraschung?

6
03.10.09 12:03

"Da könntest Du Dich täuschen. Referenz ist dann nämlich bereits das vierte Quartal 2008, in dem die US-Wirtschaft in die Schockstarre fiel."

Völlig d'accord. Da könnte ich mich in der Tat täuschen, und das zu negieren wäre dumm (und leichtsinnig). 

Trotzdem bin ich ziemlich sicher (so sicher wie man nun mal sein kann, wenn man sich spekulativ über die Zukunft äussert).

Falls die Luft nicht schon jetzt raus ist und der Markt in Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau geht, dann ist spätestens mit der Q4-Berichtssaison die Luft raus (also im Januar/Februar, wegen "Vorahnung" aber vielleicht auch schon zum Jahreswechsel).

Dann werden sich nämlich die pessimistischeren Einschätzungen zur Makroökonomie (Dabbeldipp, vielleicht sogar China-Trabbel) in den Vordergrund gearbeitet haben, und das wird in den Outlooks der berichtenden Firmen sichtbar sein. Vielleicht sogar überdeutlich, weil sich die Firmen so wie im vergangenen Q2 Luft verschaffen wollen. Und Outlooks schlagen KGVs (die in Change-Umgebungen sowieso immer völlig witzlos sind).

Insofern bleibe ich auch bei meiner Empfehlung an die lieben Bärenkollegen, an die sich ja sowieso niemand halten wird... 

Eigentlich schade auch deshalb, weil es selten eine so ideale Zeit gibt für eine Umsetzung gemäss Malko07 #48512: Man liest und staunt :-0 Das letzte Mal war im Herbst 2007, praktisch zeitgleich. Damals hatte ich das auch initial entwickelt und sehr kräftig profitiert.

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Stöffen:

Schlachtplatte?

6
03.10.09 12:09
"….lockt man Fundi-Bären auf die Schlachtplatte und hat eine "wunderschöne Basis", den SP-500 erneut mit "better-than-expected" auf nun über 1100 zu prügeln. Die Bären werden dann  wieder alle am Nasenring durch den Sand der Bullenarena geschleift…"

AL, das gilt doch wohl nur für sehr fickerige Bären. Der eigentliche Bär dagegen bringt die erforderliche Ruhe auf, die ihn vor einem zu frühen Eintreten in den Markt abhält, denn er hat das unerschütterliche Bewusstsein, dass die durch eine unerhörte Schuldensause angetriebenen Boom-Jahre unwiderruflich vorbei sind.
Von daher ist es mir eher angenehm, wenn die Kurse wider den Fundamentals noch weiter hochgeprügelt werden, das Shorten macht bei größeren Fallhöhen halt viel mehr Spaß ;-)))

An dieser Stelle noch kurz zum charttechnischen Überblick von Carl Swenlin. Obwohl, so Swenlin, viele Leute momentan wieder mit dem Begiff eines Crashs hantieren, fehle aber der schlüssige Beweis, warum es so kommen sollte. Das momentane Szenario bietet das Bild einer normalen Korrektur, welche gerade versucht auf den 50er-EMA aufzusetzen, Major Support bietet der 200er-EMA, welcher im SPX bei 971,8 Pünten liegt. Diesen Supports sollte man erhöhte Aufmerksamkeit zukommen lassen.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 264160
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Malko07:

fkuebler (#50003), mit dem

9
03.10.09 12:28
Gedanken spiele ich noch immer. Allerdings werden derartige Spielchen von mir als Spielchen betrieben und nicht als massives Engagement. So ein ETF hat auch wenig Bezug zur Volatilität und man kann sich einen Ausschnitt des Absturzes holen ohne notwendigem antizyklichen Handeln.

Während bei mir bei massiven Spekulationen die fundamentale Situation ganz vorne steht (ein sehr wichtiger fundamentaler Aspekt ist der Preis), spielen bei kleinen Spielchen die technischen und die Stimmungsaspekte eine Rolle. Aus letzterer Sicht ist der Markt mMn momentan noch nicht soweit.  Ich sehe bis jetzt nur übliche Zuckungen in einem intakten steilen Aufwärtstrend. Da die Zuckungen selten und nie groß sind, erzeugen sie bei den Bären immer wieder verzweifelte Hoffnungen. Aber man kann und konnte nie Kurse errechnen oder herbei beten. Und deshalb warte ich noch immer, aber mit Short-Gedanken, keinen Taten:
Der USA Bären-Thread 264162
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Stöffen:

Kognitive Dissonanzen?

9
03.10.09 12:31
Es macht schon einen Unterschied, was man subjektiv wahrnimmt und als Folge daraus abzuleiten versucht und was demgegenüber der Realitätsverlauf bietet.

Ich begleite den Bären-Thread bzw. den Vorgänger-Thread ja mittlerweile eine geraume Zeit. Beispielhaft sei hier mal angeführt, dass nicht nur ich sondern auch einige Member dieses Threads zu Beginn des Jahres 2007 ja schon fast zu bärisch geworden sind. Wir haben das Unvermeidliche kommen sehen, wir lagen auch tendenziell in der richtigen Spur, nur lief der DÜX von 6500 Pünten zu Jahresbeginn 2007 noch bis über die 8000er-Marke.
Daher bin ich gewarnt, was zu frühe Short-Einstiege betrifft.
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fischerei:

Heute ist Thementag auf 3sat

4
03.10.09 12:44

Der Preis des Geldes

Ein Thementag rund um Banken, Kredite und Macht notiert.  Eines der zentralen Themen auf dem G20-Gipfel in Pittsburgh war eine Reform des Weltfinanzsystems. Eine Finanzkrise wie die im Herbst 2008 soll es nie wieder geben. Was aber hatte dazu geführt? Die Krise und die Folgen haben deutlich gemacht, wie wenig wir von internationalen Finanzströmen und ihren Regeln wissen.

3sat beschäftigt sich am Thementag "Der Preis des Geldes" am Samstag, 3. Oktober, ab 6.30 Uhr 24 Stunden lang mit der Finanzwelt, mit Brokern und Banken, mit Spielern und Opfern - und hinterfragt, was Geld aus uns und mit uns macht.

Antworten
fkuebler:

Malko07 #50005: Auf die Gefahr, jetzt zu...

2
03.10.09 12:45

... über-missionieren:

Disclaimer vorab: zu warten und nichts zu machen ist immer ok. Auch und vor allem dann, wenn man nicht gierig ist und sich deshalb dann hinterher auch nicht ärgert (wäre bei mir leider beides nicht gegeben :-)

Aber wenn man schon "ein Spielchen" erwägt, dann möchte ich doch noch eine Bemerkung machen:

ETF klingt ähnlich und als Instrument gleich gut geeignet, ist es mMn aber beides nicht. Die defensive Wette, die man jetzt machen kann, ist zum Beispiel von der Art: es kann ruhig weiter steigen, aber im Schnitt nicht mehr als 100 Punkte pro Monat und letztendlich auch nicht über 6'300 (nur mal als Beispiel).

Und eine Short-Wette, die in dieser Art sogar weiter steigende Kurse erlaubt und mit fortschreitender Zeit (im diametralen Gegensatz zu Puts) auch nicht leidet (durch eigenen Wertverfall), sondern im Gegenteil sogar immer besser wird (durch Wertverfall bei den anderen der Optionen, die man verkauft hat), so eine Wette ist halt das gern zitierte Malko07 #48512: Man liest und staunt :-0

Der einzige Nachteil (und mindestens einen muss es schliesslich geben, denn sonst müsste es ja Träumerei gewesen sein) ist, dass bei einem Börsen-Stukaflug der Gewinn nicht höher wird als bei einer fortdauernden Seitwärtsbewegung.

Aber wenn man nicht gierig ist, dann müsste man damit ja leben können... ;-)

Antworten
Anti Lemming:

Stöffen - gleiches Spiel wie im Juni/Juli?

7
03.10.09 12:45
Das gleiche Muster sahen wir Juni/Juli. Da gingen die Kurse ebenfalls wegen einer "überraschenden" Serie schlechter Makro-Zahlen runter, Chart-Bären wurden per SKS reingelockt. Danach wurden Fundi- und Chart-Bären Hand in Hand mit dem Better-than-expected-Hokuspokus auf die Schlachtplatte geführt.

Es könnte sein, dass die jüngste Indexschwäche nach gleichem (Schlacht-)Muster abläuft. Wir stehen nun allerdings 200-SPX Punkte höher als im Juli, so dass auf der Bewertungs-Seite für die Bullen kaum noch Honig (Buttermilch?)  zu saugen bleibt.

Geht man von 67 $ SPX-Gewinn (operativ; für das Jahresende) aus, so errechnet sich bei einem KGV von 15,5 (überhöht, aber das ist laut Kass zurzeit eine realistische Vorgabe) ein "fairer" SP-500-Stand von 1038. Aktuell haben wir 1025.

Man sollte ergänzen, dass Bärenmärkte typischerweise eher mit KGVs von 8 enden. Im März hatten wir es "nur" bis 11 geschafft.

Die Variable bei der Bewertung sind, wie man sieht, weniger die SPX-Gewinne (im Tief 50 Dollar, im Hoch 82) als das diesen Gewinnen  "zugestandene" KGV. Die jüngsten SPX-Anstiege gehen fast ausschließlich auf "KGV-Aufblasung" seitens der Zockerbanken zurück.

Bekämen wir 2010 ein eher schwaches Wachstum von 60 Dollar SPX-Gewinn, und billigen wir diesem ein "Bärenmarkt-Ende-KGV" von 8 zu, errechnet sich ein Kursziel für den SPX von 480.

In der breiten Spanne zwischen diesen 480 und jenen 1350, die man bei 75 Dollar-SPX-Gewinn (Hype-Erwartung für 2010) multipliziert mit einem "Bullen- KGV" von 18 erhielte, haben die Zockeranken bei ihren Spielchen "freies Ermessen". Der Mittelwert zwischen diesen beiden Extremen ist übrigens 915 - was sich grob mit meiner Vorstellung eines fairen Werts deckt (d.h. mir würde nicht im Traum einfallen, obenhalb von 900 im SPX in irgendwas long zu gehen).
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fkuebler:

AL #50009: Gleiches Spielchen, wie lange?

5
03.10.09 12:50

Vorab: von KGVs halte ich ja nicht so viel, und deshalb ist für mich dein Kernsatz:

"Es könnte sein, dass die jüngste Indexschwäche nach gleichem (Schlacht-)Muster abläuft. Wir stehen nun allerdings 200-SPX Punkte höher als im Juli,"

Man kann die Chose zweifellos wiederholen, aber mit jeder Wiederholung wird die Chance, dass man durchkommt, kleiner.

Das erinnert mich an Russisch-Roulette: das kann man auch ein paar Mal erfolgreich wiederholen, aber in der Praxis nicht ewig... ;-))

Antworten
fkuebler:

Töffel #50006: Kognitive Dissonanzen?

5
03.10.09 13:00

"Daher bin ich gewarnt, was zu frühe Short-Einstiege betrifft."

Das ist absolut berechtigt. Und im Herbst 2007 habe ich vielleicht schlicht und einfach Anfängerglück (bezüglich der zitierten Methodik) gehabt ;-)

Aber man kann Timing-Risiken mMn letzten Endes nicht dadurch ausschliessen, dass man sich selbst zu gutem Timing "dienstverpflichtet". Das gibt es mMn einfach nicht, und auch solche Lichtgestalten wie Buffet nehmen das nicht für sich in Anspruch.

Der richtige Ausweg aus dem Dilemma ist mMn, dass man sich vom Timing so weit wie sinnvoll möglich methodisch unabhängig macht. Aber wenn ich die dazugehörende Methode jetzt noch einmal zitiere, dann würde ich vermutlich mit Dreschflegeln aus dem Thread geprügelt... ;-))

Antworten
Malko07:

Die großen Spieler

7
03.10.09 13:05
müssen erst Angst bekommen, damit sie zum Ausgang streben. Solange sie keine Angst haben, freuen sie sich über Buchgewinne, die sie durch die Bank notwendig haben. Was konkret könnte die nächsten Wochen diese Angst auslösen? Wenn einem dazu nichts einfällt, wird es die nächsten Wochen, mit der einen und anderen Falle für die "Fremden" im Prinzip weiter aufwärts gehen oder in einen Seitwärtskriechgang überwechseln. Total beklopft sind die Großen nicht. Sie wollen sich nicht ohne Grund selber Schwierigkeiten bereiten.
Antworten
Stöffen:

AL, komm doch bitte noch mal kurz

7
03.10.09 13:20

und begebe dich noch mal zu Marketwatch und klicke den beigefügten Link dazu an. Hast du schon mal ein derartiges bullishes Getrommel auf nur einer einzigen Seite gesehen? Möchte nicht wissen, wieviele Hirne momentan da "weichgespült" werden. http://www.marketwatch.com/trading-strategies

Is correction inevitable?
Investors are braced for a pullback, but history shows an October correction isn't in the cards this year, Ethan Anderson contends.

What about China effect?
For those who wonder how corporations have thrived in this economy, take a look at how China has helped them, Zachary Karabell writes.

No reason to be spooked
There are several signs pointing to a continued bullish market this month, Robert Maltbie says.

Time to stand up for rally
Tom Lydon says there's no reason to remain in the safe haven of money markets in this climate.

Frost isn't that chilly
There's a chill in the marketplace but long-term bullish trends remain intact, Jim Lowell writes.

Time to play the pullback
The easy money has been made; now it's time to play the pullback game, Thomas Kee writes.

More gains possible Der USA Bären-Thread 6628716
Loren Danielson of RBC Wealth Management thinks the bulls will remain in control a bit longer, and good earnings news will help.

It's not that bad Der USA Bären-Thread 6628716
Neil Hennessey, chief investment officer at Hennessey Funds, says now is the best time to put new money to work in the market.

Hope through commodities
The market isn't out of the woods, but commodities bring hope for weary investors, Kevin Kerr writes.

                                         

 

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AngelaF.:

3 Gedanken

10
03.10.09 13:23
1)
@Pfeifenlümmel:
"Glaubt Ihr dem Spiegel etwa bezüglich der prognostizierten Arbeitslosenzahlen? Dann habt Ihr aber nicht mit dem Einfallsreichtum der Manipulation von Statistiken gerechnet. Stelle dagegen eine Arbeitslosigkeit von -10% ( minus ) in Aussicht."


Ironie an - Gibt es eigentlich schon eine börsennotierte Auffanggesellschaft? - Ironie aus


2)
@Maxgreen:
Es ist doch krank wenn die USA schon über 50% Unternehmensgewinne aus Finanzprodukten zieht. Hinter Finanzprodukten steckt keine "echte" Arbeit und damit auch keine echte "Wertschöpfung".

Denen bleibt einfach gar nichts anderes übrig. Produzieren können nun mal die Asiaten viel billiger.
Und bei den Produktionsanlagen haben sie in weiten Bereichen gegen Deutschland, Japan etc. keine Chance, trotz niedrigem Dollarkurs. Also bleibt nur spekulieren, unterstützt durch die Zahlenbieger der diversen Statistikersteller. Wenn`s läuft ist es gut - wenn`s nicht läuft wird die Druckerpresse angeworfen.
Der Prozentsatz an "echter Arbeit" in Amerika wird erst nennenswert steigen wenn der Dollar weiter (dauerhaft) fällt und Amerika für andere Nationen als Billiglohnland so attraktiv wird, daß es sich lohnt die Produktion nach USA zu verlagern. Erste Tendenzen sind ja schon erkennbar.

3)
Noch was zum letzten Kommentar von Ronald Gehrt "V wie Vehltritt", der - vom Stil her - m.M. nach schon Richtung "Neues aus der Anstalt" tendiert.
"Die Stimuli der Regierungen sind nun über die Bühne. Turnhallen, Schulen, Rathäuser sind
renoviert ... Straßen, Brücken, Tunnel neu gebaut oder instand gesetzt ... Bauaufträge
wurden teilweise für Dinge vergeben, die niemals irgendwer brauchen wird. Machen wir das
2010 erneut?"

Mir scheint, entweder steckt der Mann nicht nur mit dem Kopf im Sand, sondern schon mit dem ganzen Körper, oder er schreibt das ganz bewußt um seinen Argumenten etwas Unterfütterung zu geben.
Beides fände ich sehr negativ (um es mal vorsichtig auszudrücken).

Meine Sicht zu diesem Punkt:
Ein Konjunkturprogramm (ich rede jetzt nicht von der Abwrackprämie, sondern von den Bauvorhaben die ja den wesentlich größeren Teil der zu verteilenden Gelder ausmachen) teile ich in 4 Teile ein:

1) Beschluss des Programms

2) Auftragsvergabe

3) Abarbeiten der Aufträge

4) Bezahlung/Restzahlung der Aufträge

Durch Gehrt`s Wortwahl wird der Eindruck erweckt als ob alle 4 Punkte komplett absolviert worden sind und die Konjunkturprogramme nichts gebracht haben.

Wie man die 4 Punkte auch sehen kann (m.M. nach realistischer)

Punkt1: Abgehakt

Punkt 2: Zu über 50% erledigt.

Punkt 3: Deutlich unter 50% (ich persönlich schätze mal 20%)

Punkt 4: Da möchte ich nur sagen daß die Zahlungsmoral der öffentlichen Hand mit "sehr bescheiden" ziemlich treffend beschrieben werden kann.


Schönes Wochenende
Antworten
fkuebler:

Töffel #50013: Das kennt man aus Filmmusiken, ...

2
03.10.09 13:28

"Hast du schon mal ein derartiges bullishes Getrommel auf nur einer einzigen Seite gesehen?"

... und da ist es als das Crescendo vor dem Finale bekannt... ;-)

Antworten
Stöffen:

@ AF

3
03.10.09 13:43
Ich habe in der vergangenen Woche mit Mitarbeitern / Besitzern mehrerer kleinerer Firmen bzw. Mittelständlern gesprochen (Tischlereien, Klimatechnik, Klempnereien & Heizungsbau, usw.)
Die sind bis Oberkante Unterlippe randzu mit Arbeit, von Krise ist da nichts zu spüren.

Bestätigt auch in etwa den Fakt, den Permanent hier aktuell vorgebracht hat, als er zu Instandsetzungsarbeiten an seiner Immobilie kurzfristig einen Dachdecker benötigte, welcher ihn aber aufgrund der Auftragslage auf einen späteren Termin vertrösten musste.

Ausnahmefälle?
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
fkuebler:

Töffel #50016: Ausnahmefälle?

2
03.10.09 13:50
Das würde ich auch gerne wissen.

Als Bär könnte ich mir zurechtlegen, dass das Arbitragewirkungen aus der Baubranche sind, die ja klassischerweise als einzige durch öffentlichen Stimulus gepusht wird (abgesehen von der sehr kreativen Abwrackprämie).

Aber so besonders überzeugend finde ich das auch nicht...
Antworten
Anti Lemming:

Stöffen - bullisches Getrommel

8
03.10.09 13:56
Ich frag mich, ob die Marketwatch-Autoren eine "Schmutzzulage" erhalten?

Schließlich scheinen sie ja insoweit gebildet zu sein, als sie mehr als zwei zusammenhängende Worte zu Papier bringen. Man kann sogar eine sich von Absatz zu Absatz steigernde Perfidie - mithin ein übergreifend böswilliges Konzept - feststellen. Sowas kennt man sonst nur in den sich dramaturgisch zuspitzenden Szenen von Dostojewskis "Der Idiot".

Im Ernst, ich glaube, die Autoren wissen es im Grunde besser. Als "Lohnschreiber" verkaufen sie konzeptionell verordnete Soll-Inhalte - ähnlich wie Strafverteidiger, die pflichtgemäß die Argumente eines Verbrechers vertreten, obwohl sie ihn und seine Taten im Grunde verabscheuen. Der Angeklagte ist in diesem "Fall" die US-Blasenwirtschaft.

Daher meine Vermutung einer Schmutzzulage.

Vielleicht schanzt ihnen Goldman 1 % der PPT-Gewinne als "Verdreh-Bonus" zu?
Antworten
Anti Lemming:

Stöffen - der Bulle im Krankenbett

6
03.10.09 14:14

auf der von Dir genannten Marketwatch-Seite (Karikatur) schien mir auch übertrieben gesund dargestellt, vor allem was die Augenfarbe betrifft.

Ich hatte mir daher erlaubt, das Bild etwas "bären-gerächter" aufzupeppen

 

Der USA Bären-Thread 264171
Antworten
Malko07:

Viele Bauaufträge wurden

6
03.10.09 14:19
schon vor etlicher Zeit in die Welt gesetzt. Nur wenige wurden abgeblasen. Im Sommer sind erst die Konjunkturmaßnahmen so richtig angelaufen (im Urlaub Baustelle über Baustelle). Bei einer klassischen Rezession wären sie wieder typischerweise zu spät dran gewesen. Besonders bei Infrastrukturaufgaben ist der Baumarkt heiß gelaufen. Im privaten Hausbau gibt es inzwischen deutliche Abkühlungen. Demnächst wird es in diesem Sektor mit dem richtig großen Jammern beginnen. Im Gewerbebau, finanziert durch Immobilienfonds,  sind sehr viele Projekte noch im Bau. Es muss ja was für den zukünftigen Leerstand getan werden. Der Geldfluss in derartige Fonds ist, trotz aller geschürten Inflationsängste, stark zurück gegangen. Alles in allem kann man sagen, dass es dem Bau noch sehr gut geht. Massive Einbrüche gibt es primär im Maschinenbau und anderen exportintensiven Branchen. Sogar Siemens fängt an zu jammern. Auch ein realwirtschaftlicher Zusammenbruch braucht eben Zeit, nur Geduld.
Antworten
daiphong:

wenn schon Bärenfalle, dann

2
03.10.09 14:29
auch richtig und gleich mit einer Bullenfalle dazu -  einen Monat lang Deflation spielen.

(Dann bis in den Dezember hinein Inflation spielen. Wenn der Dollar an der Kante läuft, herrscht 2010 Großalarm in Deutschland, Japan, China. Bis er erstmal wieder zurückkommt - und der Sommer der Hoffnung anbricht)

Den Jahrhunderflopp 2007/8 (Zusammenbruch der Inflation) werden die Amis so jedenfalls nicht gleich wiederholen und ggf. anders floppen. Längere Deflation kann es dort wegen der Doppelfunktion des Dollars (Nationalwährung/Weltwährung) und der insgesamt schwachen Wirtschaft nicht geben. Man lebt nicht unerheblich über den (überbewerteten, inflationierenden, abwertenden, volatilen) Dollar bzw. Finanzsektor vom Ausland und wird das nicht so schnell aufgeben wollen.
Antworten
Anti Lemming:

Dick Arms zum SPX-Trendbruch

6
03.10.09 14:41

Dick Arms ist der Erfinder des nach ihm benannten Arms-Index. Er sieht im SP-500 einen "Breakdown" (womöglich längerfristige Trendwende). Zwar könnte noch eine leichte  technische Erholung kommen, doch die sollte man dann seiner Ansicht nach zum Abshorten nutzen (womöglich geschah genau dies bereits am Freitag in der "Bären-Stunde".

Ähnliche technische Short-Argumente hatte Dick Arms im September genannt, als der SP-500 auf 980 gefallen war. Damals erwiesen sie sich aber als falsch, es gab nach unten kein "follow-through".

Die Crux in einem mit Liquidität von Zentralbanken nach oben gepumpten Zockermarkt ist, dass technische Indikatoren, die in normalen Zeiten (wo wirkliches Geld wirkliche Risiken einging) nicht mehr funktionieren. Auch Shark musste feststellen, dass herkömmliche Chart-Technik seit März "laufend Fehlsignale" lieferte, die die BigBoyz sogar zu ihrem eigenen Vorteil (Bärenfallen) künstlich herbeiführen.

 



We Get the Breakdown We Expected

By Dick Arms
Street.com Contributor
10/2/2009 9:09 AM EDT


Do not underestimate the importance of the last two days! I wrote after the break last week and before the new slide this week that the 1040 level in the S&P was critical and needed to hold if the advance since July was to continue.

We broke that level yesterday. That now suggests a possible slide to the ascending trendline going back to March, if not further. There was some support at the 1040 level, because that was the old August high, but the support turned out to be quite fleeting.

The shorter-term Arms Index moving averages remain oversold, but not extremely so. The offsets are such that they are likely to move away from that position. The implication is the probability of a short-term rally, but I think it would not be very impressive in view of the technical damage that has been done. Such a rally would look like an opportunity to initiate some short positions.

 

(Verkleinert auf 54%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 264172
Antworten
Anti Lemming:

Update 2

7
03.10.09 14:56
Der USA Bären-Thread 264175
Antworten
TurboLuke:

Neues von P.Schiff

4
03.10.09 14:58

Quelle: http://www.safehaven.com/article-14627.htm

 

The Recovery That Isn't
by Peter Schiff

 


 
Der USA Bären-Thread 6629006

For those market boosters who are prattling on about the possibility of a "jobless recovery," I offer an invitation to join me for a breakfast of "fat-free bacon," "eggless omelets," and "no-carb bread." As unappetizing as such a meal may sound, it would nevertheless offer more substance than the oxymoronic concept of an economic resurgence without job creation.

Those who do cling to the absurd belief that, absent exponential productivity gains, the economy can expand while workers are being laid off will undergo a massive test of their convictions now that it's clear the employment picture is bleak. Today's weaker-than-expected report on non-farm payrolls revealed that employers shed 263,000 jobs in September. The losses propelled the headline unemployment rate to a 26-year high of 9.8%. U6, the Bureau of Labor Statistics' most complete measure of unemployment, has risen to a dismal 17%. This figure includes those people who want to work full time, but have simply given up looking, or who have accepted part-time work in the interim. As it is similar to the methodology used during the Great Depression, U6 offers better historical perspective on the severity of our current crisis.

Taken together with yesterday's larger-than-expected pickup in unemployment claims (first time claims rose by 17,000 to 551,000), today's report makes it certain that the job market is still contracting, even while some indicators like GDP and consumer confidence are moving in the opposite direction.

There is no question that the sense of panic has temporarily subsided. In recent interviews, Treasury Secretary Geithner has been almost giddy in his descriptions of the recovery - all the while crediting his own policies for averting disaster. Americans are once again taking the government's bait by spending money they don't have to buy things they can't afford. Evidence of this trend was contained in data released earlier this week which showed that even while income growth was largely stagnant, U.S. consumers showed the biggest month-over-month increase in personal spending in ten years! With the same report showing a 25% drop in the savings rate, the source of the spending money is clear. But depleting savings and increasing borrowing does not a recovery make.

To really recuperate, the government must allow market forces to restructure our economy. The government and individuals must rein in their spending; we must replenish our stock of savings, allow interest rates to rise, asset prices to adjust to economic reality, insolvent businesses to fail, and wages to reflect productivity. To accomplish these goals, subsidies that distort market forces must be removed and regulations that undermine our competitiveness must be repealed.

None of this can be accomplished without a degree of short-term economic pain. However, if we endure it, the payback will be a real recovery with plenty of new jobs that don't rely on government stimulus money. If we refuse to allow the economy to experience a real recession, we will never have the benefit of a real recovery. Instead, we get the "jobless recovery," a veneer of apparently positive indicators that merely obscures the underlying rot.

Over the last few decades, our industrial job market has atrophied while service- and public-sector jobs have grown unsustainably. We must restore balance. New jobs will have to come from areas that produce goods; bloated service and government sectors must be allowed to shrink. By propping up the sectors that need to contract, and running staggering budget deficits, the government cuts off the capital necessary to fund sectors that need to expand.

In truth, many of the service-sector jobs that exist today, such as real estate sales, mortgage finance, home improvement, and auto sales, were created in an environment of ever-increasing home equity, rising stock prices, and almost unlimited access to cheap consumer credit. With home equity gone, stock markets flat, and credit depleted, Americans find themselves needing to save rather than spend. But Washington has put through policies that have counteracted our good instincts.

While we were focusing our economy on consumer spending, much of the rest of the world was saving for the future. As such, we must begin to produce more for export, so that we can sell goods to those who have the savings to pay for them. That is the only way we can repay our debts, replenish our savings, repair our infrastructure, and rebuild our industrial base.

Another prerequisite to any real economic expansion is the potential for business owners to earn profits. With increased regulation and higher taxes on the way, these incentives are being diminished. In fact, via a phenomenon called 'regime uncertainty,' our current policy path is actually encouraging businesses to contract in order to prepare for a more hostile business environment.

Robust economies utilize all spare capacity, or restructure it for better use. Having 17% of our able-bodied population sitting at home or working part-time at Cinnabon indicates that our present policies are weakening the economy - even if GDP is growing. There is no "jobless recovery," only senseless cheerleading.

[... gekürzt ...]

Antworten
Stöffen:

Eine Hilfskrücke für Short-Einstiege

5
03.10.09 15:03
kann der 10-Month-EMA eher bieten als irgendwelche dubiosen Glaskugeln ;-)))
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Der USA Bären-Thread 264176
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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