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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Apple Inc

Strategie Hebel
Steigender Apple Inc-Kurs 5,03 9,99 14,87
Fallender Apple Inc-Kurs 4,97 10,09 14,55
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH4MUZ7 , DE000VY14SE6 , DE000VY4A3G7 , DE000VJ0H976 , DE000VH63D72 , DE000VY613F5 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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wawidu:

Das perfekte technische Setting

5
19.06.09 03:05
zeigt sich in der Trendkurve über der Preiskurve des DJ US Delivery Services Index ($DJUSAF) seit November 2006. Die größten darin gelisteten Unternehmen sind: FedEx (FDX), United Parcel Service (UPS) und Expeditors International (EXPD). In Anbetracht meiner Informationen bzgl. deren Geschäftsentwicklung seit März 2009 kann ich nur feststellen: Nichts als "heiße Luft"!
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Der USA Bären-Thread 239640
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wawidu:

$DJUSAF über 4 Jahre

5
19.06.09 03:11
MA 25 hat MA 50 bereits deutlich nach unten geschnitten!
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Der USA Bären-Thread 239641
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CarpeDies:

@wawidu #45072

8
19.06.09 08:08
Ich möchte an der Stelle das Posting von wawidu nochmal betonen: Denninger sagt dabei über das exzessive Angebot von US-Staatsanleihen - gerade nächste Woche sind wieder viele zig Milliarden die zu vertickern sind - :
Now obviously they won't keep doing that for the next 52 weeks (one hopes) but you have to be smoking something if you think the market can continue to absorb this sort of supply and shrug it off.

Ich muss sagen, dass ich mich dieser Meinung mehr als der von Malko anschliessen kann. Der Markt wird irgendwann gesättigt sein, und die Renditen werden steigen müssen, wenn die Scheine noch an den Mann gebracht werden sollen. Das aber hat natürlich verheerende Auswirkungen auf die Zinsen und damit auf die verbliebenen (noch) liquiden Haus-Owner.

Fazit: alles steht und fällt mit den Auktionen: hier werden die Zeichen gesetzt, wie sich der Markt entwickeln wird, also genau aufpassen ;)
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Anti Lemming:

Katjuscha - # 45074 Genesung der US-Banken

6
19.06.09 08:09

"Könnte dieser SPF nicht bis Anfang 2010 auf 250 Punkte steigen?"

SPF, der "Subindex Finanzen" des SP-500, kann nur weiter steigen, wenn die darin enthaltenen Aktien - also US-Finanzwerte - weiter steigen. Da gibt es jedoch einige ehemals große, die als "wandelnde Zombies" praktisch keine Chance haben, dem Pennystock-Dasein zu entfliehen - allen voran Fannie Mae und Freddie Mac, die für 5.000 Milliarden Dollar Aktiva (Housing-Kredite, die zunehmend fauler werden) in den Büchern haben - das ist knapp die Hälfte des US-BIP - und dazu negatives Eigenkapital! Ohne die Staatsgarantien wären diese Government Sponsored Entities (GSM) längst pleite. USA "darf" Fannie und Freddie aber schon allein deshalb nicht pleite gehen lassen, weil die Chinesen für rund 500 Milliarden Bonds dieser beiden GSM haben. Die "implizite Staatsgarantie" für die Bonds beinhaltet (indirekt) auch eine implizite Staatsgarantie für die Aktien, egal wie übel es in den Büchern aussieht. Fannie und Freddie sind daher zu groß um zu sterben und zu krank zum Gedeihen. Auch beim Versicherer AIG besteht wenig Hoffnung, dass der einst von 100 Dollar kommende Kurs zu unseren Lebzeiten wieder zweistellig wird.

FNM, FRE und AIG waren von der MK her wichtige Bestandteile der US-Finanzindizes. Nun hat sich deren MK quasi in Luft aufgelöst. Fundamental deutet sich keine Verbesserung der Lage an. Im Gegenteil bedroht die laufende Pleitewelle bei den "Prime"-Mortgages Fannie und Freddie stärker als zuvor die faulen Subprime-Assets, die ja zu einem erheblichen Teil bei deutsche Landesbanken "endgelagert" werden konnten. Faulen Gewerbeimmo-Kredite und deren Derivate sind eine weitere Großbaustelle.

Bei den anderen US-Großbanken wie Bank of America gab es stark verwässernde Kapitalerhöhungen, teils - wie bei BAC - auch durch Umwandlung von TARP-Kapital in Aktien. Selbst wenn die Gewinne dieser Banken mal wieder den Stand vor der Krise erreichen sollten (was wegen der Dauerflaute bei Mergers & Aquisitions und Investmentbanking noch viele Jahre dauern kann), so wird dieser Gewinn dann auf sehr viel mehr Aktien als zuvor verteilt, was Kurserholungen auf alte Level auf Jahrzehnte ausschließt (außer die Inflation läuft stark aus dem Ruder, dann ist aber der Dollar weniger wert). Von einer anstehenden Genesung kann aber nicht die Rede sein. Im Gegenteil drohen bei den Großbanken noch empfindliche weitere Schieflagen: Von potenziell 3.800 Milliarden an faulen Krediten ist erst ein Bruchteil abgeschrieben. Selbst der konservative IWF geht von weiteren 2.632 faulen Milliarden aus. Das kann nicht mal mit den Mega-Emissionen neuer Staatsanleihen aufgefangen werden - so der Markt dieses Überangebot überhaupt zu schlucken bereit ist.

Eine Sache ist, das US-Finanzsystem vor dem Totalzusammenbruch zu bewahren (vorerst gelungen). Eine andere Sache ist, die Banken wieder wirklich gesunden zu lassen. Nur dank der unsäglichen FASB-Aufweichung, mit der faule Assets zum Einkaufspreis angesetzt werden können, haben viele US-Banken überhaupt noch nennenswert Eigenkapital. Ohne diese Taschenspielertricks wären viele längst über den Jordan gegangen. Die riesigen Mengen an faulen Assets mit Laufzeiten von bis zu  30 Jahren werden den US-Banken noch jahrzehntelang Kummer bereiten - wie seit 1990 den japanischen Banken. US-Banken trauen sich ja nicht mal, Geithners Pläne einer Veräußerung fauler Assets mit Beteiligung von Privatinvestoren zuzulassen, weil sie Angst haben, dabei würde der wahre Wert ihre "Müll-Schätze" offenbar, was die FASB-Bewertung als Farce entlarven würde.

Obama hat das schon ganz richtig beschrieben. Das US-Bankensystem ist ein Siechenheim.

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Malko07:

daiphong (#45069), wenn alles beim allten

10
19.06.09 08:22
(Handelsungleichgewichte) bleibt, ist es nur eine Frage der Zeit bis die Weltwirtschaft und das zugehöre Finanzsystem kollabiert. Die Industrien würden dann in den Exportländern auch eindampfen. Diese Gefahr ist absolut real. Wir stehen schon am Rand des Abgrundes. Nach Gutsherrenart wurden ja auch bis heute von den großen Exportnationen deren Exporte subventioniert und deren Währungen nach unten manipuliert. Protektionismus ist also absolut nicht neues außer dass jetzt auch die Importländer anfangen gegenzusteuern.

Abwerten kann man nur eine Währung, die in einer festen Relation zu einer anderen Währung steht, also nicht frei schwankt. Die schiere Masse an US-$ ist hier ja unbestritten. Keine andere Währung reicht nur andeutungsweise an diese Masse heran. An welche Währung könnte sich jetzt der US-$ binden damit er anschließend abwerten könnte? Ich kenne sie nicht und deshalb meinte ich eine Abwertung wäre technisch nicht möglich. Wenn der US-$ à la longue an Wert gegenüber vielen anderen Währungen verliert ist das keine Abwertung sondern ein schleichender Verfall. Der ist aber administrativ kaum steuerbar und damit kann man die Handelssituation in absehbarer Zeit nicht verbessern.
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Anti Lemming:

Die magische Anziehungskraft der Null-Linie

4
19.06.09 08:26
hier gezeigt am Beispiel von Fannie Mae (als Ergänzung zu meinem letzten Posting)

Fannie und Freddie sind Firmen mit negativem Eigenkapital, die Aktiva in Höhe von 5.000 Milliarden Dollar (die Hälfte des US-BIP) in den Büchern haben - darunter in zunehmender Zahl faul werdende Prime-Hypotheken. Die Passiva (Bonds der FMs zur Refinanzierung) liegen nicht nur bei vielen großen Fonds, Pensionsfonds und Banken inkl. der Fed, sondern auch zu etwa 10 % bei bei chinesischen Zentralbank: China hält Anleihen der beiden FMs im Gegenwert von 500 Milliarden Dollar - das ist rund ein Viertel der gesamten "Staatsersparnisse".

Ähnlich sehen die Charts von FRE und AIG aus.
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Der USA Bären-Thread 239665
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Malko07:

Katjuscha (# 45074), es spricht weder was

6
19.06.09 08:33
dafür noch was dagegen dass der SPF bis Anfang 2010 auf 250 steigen wird. Schon der bisherige Anstieg ist "irrational" und fundamental nicht ansatzweise begründbar. Wieso sollte er also nicht noch höher steigen oder wesentlich tiefer fallen? Keiner weiß das. Kann man auch nicht aus den Charts entnehmen und die fundamentale Lage wirkt immer nur zu überraschenden Zeitpunkten.
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obgicou:

ketzerische

 
19.06.09 08:41
aber hoffentlich Erkenntnisgewinn bringende Frage (ich weiß die Antwort selber nicht, wäre aber interessiert):
Wieviele Treasuries laufen nächste Woche aus?
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Malko07:

A.L. (#45081), Leichenfledderei sollte

7
19.06.09 08:42
man nicht betreiben. Die FM's sind inzwischen Staatsapparate, so wie HRE und Depfa. Die "Kurse" von derartigen Firmen sind  total uninteressant, auch ihre Bilanzen. Den wirklichen Wert ihrer Vermögensstände würde man nur kennen wenn man in die Zukunft schauen könnte. Übrigens sind die Papiere der FM's nicht nur in China gelandet. Der größere Anteil verteilt sich über den Rest der Welt. Auch deutsche Lebensversicherer und Pensionsfonds sind stolze Besitzer derartiger Papiere.  Diese Papiere sind faktisch Staatsanleihen mit zusätzlicher Deckung, so wie unsere Pfandbriefe von der Depfa.
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Anti Lemming:

Malko - und was ist mit AIG?

3
19.06.09 08:49
Man muss sogar übergeordnet fragen: Wo verläuft die recht unscharfe Grenze zwischen "noch" Aktiengesellschaft und "schon" volkseigener Betrieb?

Du bist in mehreren früheren Postings ja selbst davon ausgegangen, dass das US-Bankensystem letztlich in der Verstaatlichung enden wird. Wäre dem so, würden ALLE US-Bankaktien-Charts enden wie der von FNM in # 45081 oder der von AIG (unten).

Damit wäre auch Katjuschas Frage, ob der SPF wieder auf 250 steigen kann, "abschlägig zu beantworten".
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Der USA Bären-Thread 239670
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pfeifenlümmel:

Vorhersagen über

9
19.06.09 08:52
die Entwicklung der Konjunktur sind schwierig. Der Wirtschaftablauf ähnelt einem Schaltwerk, bei dem der Output in der nächsten kurzen Zeitperiode wieder zum Input wird, also ein Rückkopplung vorliegt, bei der viele Faktoren beteiligt sind. So könnte sich auch die Hypothekenkrise bessern, wenn sich die Witrschaft erholt und die Beschäftigung und Löhne wieder steigen. Ohne die erheblichen Geldspritzen in dieses Regelsystem wäre das Schaltwerk schon lange kollabiert. Die hohe Verschuldung wird aber selbst wieder ein Teil diese Systems mit entsprechenden Auswirkungen.
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Malko07:

A.L., ich bin immer noch der Meinung,

9
19.06.09 09:12
dass die meisten US-Großbanken in der Verstaatlichung landen werden. Allerdings ob das schon Anfang 2010 oder schon früher oder erst später ist - keine Ahnung. Könnte ich derartig präzise timen würde ich nicht so mühsam in großen Zeitscheiben spekulieren. Ich wäre dann ganz schön fix bei der Sache.

Die AIG ist an sich ein grundsolides Unternehmen bei dem eine verrückte Abteilung durchgedreht ist. Zur Lösung der AIG-Problematik fehlte bis jetzt die rechtliche Grundlage. Kommt Obamas neues Witzgesetz durch den Kongress, gibt es die rechtliche Grundlage AIG zu zerlegen und den gesunden Teil an die Börse zu bringen. Der Kreditversicherungsteil bekommt dann der Steuerzahler "geschenkt". Die alten AIG-Aktien sind dann nichts mehr wert und verschwinden aus den entsprechenden Indizes. Die neue AIG wird aber dort sofort einziehen.
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4
19.06.09 09:16

DAX: Terminmarktverfall sorgt für Zweiteilung

von Andreas Wolf

Von einem Bullenangriff kann man im Hinblick auf den gestrigen Handel nicht gerade sprechen, aber immerhin rührte sich an der Marke von 4.800 Punkten mal etwas Widerstand. Mehr als 4.858 Punkte brachten die Bullen nach einem lauen Vormittag aber nicht zustande, so dass nach dem verhaltenen Schlusstand bei 4.837 Punkten von einem wahrscheinlichen Abrechnungspreis bei 4.800 Punkten ausgegangen werden muss. Damit ist der Verlauf des Vormittags bereits einfach vorherzusagen. Es wird spätestens ab 10.00 Uhr eine Art Bewegungslosigkeit herrschen, die sich erst nach 13.00 Uhr durch stärkere Handelsaktivitäten vor allem in Einzeltiteln löst. Welchen Verlauf der Handel am Nachmittag nehmen wird, ist kaum vorherzusagen. Allein die heftigen Schwankungen einzelnen Aktien am gestrigen Tag, lassen erahnen welche irrationale Bewegungen uns heute noch begleiten werden. So fuhr die Aktie der Deutschen Börse zwischen 13.00 und 16.00 Uhr zwischen 57 und 60 Euro Achterbahn, die Merck-Aktie stieg von knapp 70,70 Euro auf 72,20 Euro, schloss dann aber im Minus und die Aktie der Deutschen Bank kam nach einem langweiligen Handelsverlauf um 42 Euro erst gegen Ende so richtig in Fahrt und schloss bei 44,40 Euro als Tagesgewinner. Der Höhepunkt des närrischen Treibens dürfte dann am Montag erreicht werden, wenn die Nachwirkungen des Abrechnungstermins 17.30 Uhr wieder gerade gerückt werden.


VW unter Beobachtung


Schon seit Tagen wird über die mögliche Entwicklung der VW- und Porsche-Aktien zum Terminverfall diskutiert. Grundlage sind die 640.000 Terminkontrakte mit Verkaufsoptionen, die am Freitag vermutlich wertlos verfallen werden. Die Basispreise dieser Kontrakte liegen so niedrig, dass es schon zu einem regelrechten Einbruch der VW-Aktie kommen müsste, um sie noch ins Geld, also die Gewinnzone, zu bringen. Um dies zu ermöglichen, wäre ein umfangreicher Verkauf von VW-Papieren notwendig, der noch dazu koordiniert werden müsste. Eine unauffällige Transaktion, so wie Porsche das zum Erwerb eines Teils der VW-Aktien durchgeführt hat, ist kaum denkbar. Die Erwartung, dass es heute deshalb zu Verwerfungen bei den Aktienkursen beider Papiere kommen könnte, ist deshalb wohl etwas zu hoch gehängt. Vermutlich wird „die Gefahr" vorüberziehen, ohne das sich etwas Herausragendes bewegt hat. Privatanleger dürften seit hohen Spekulationsverlusten mit der VW-Aktie im letzten Herbst ohnehin von dem Papier die Nase voll haben.

Nochmal abwärts, dann wieder hoch

Die eisernen Regeln des Terminverfalls führen häufig zu einer kurzen, aber intensiven Verstärkung des vorherrschenden Trends. Es besteht deshalb durchaus die Möglichkeit, dass nach einem „frisierten" Abrechungskurs am Nachmittag eine leichte Aufwärtsbewegung folgt, die den DAX leicht über dem gestrigen Schlusskurs hievt. Im Zuge des Montagshandels würde dann eine zweite Abwärtswelle einen nochmaligen Schlusskurs unter 4.800 Punkte manifestieren, bevor es dann im Verlaufe der Woche zu einer ausgeprägten Erholung am Aktienmarkt käme. Hintergrund dieser Überlegung ist die häufig zu beobachtende, stärkere Volatilität der Kurse an Montagen. Befand sich der DAX in ähnlichen technischen Situationen wie aktuell, produzierte er häufig am Montag nach dem Terminverfall ein absolutes Tief, das als Ausgangpunkt für deutlichere Kursgewinne diente. Ein Durchrutschen des deutschen Standardwerte-Index auf die nächst gelegene, größere Unterstützungsmarke bei 4.655 Punkten ist zwar nicht auszuschließen, erscheint aber nach den technischen Gesetzen einer Korrekturbewegung eher unwahrscheinlich.


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Warten auf die Federal Reserve

Mit dem nahenden Halbjahresende dünnt sich der Kalender im Bezug auf Unternehmens- und Konjunkturdaten deutlich aus. Für heute findet sich im Umfeld des dreifachen Terminverfalls an den Aktienmärkten kein Eintrag, deshalb bietet sich schon ein Blick in die nächste Woche an.
Die US-Notenbank trifft sich am nächsten Dienstag zur ihrer geldpolitischen Sitzung, die am Mittwochabend mit der Verkündung der Leitzinsentscheidung endet. Eine Aktivität auf diesem Feld wird von den Notenbankern nicht erwartet, dafür aber eine Einschätzung über die Dauer der liquiditätszuführenden Geldpolitik. Zudem dürften die Marktteilnehmer eine Stellungnahme zu dem anziehendem Zinsniveau auf den Rentenmärkten erwarten.
Kann die Notenbank ihre derzeitige Strategie im Einklang mit den aktuellen Marktentwicklungen bringen und dabei auf der rhetorischen Bremse bleiben, sollte das als vorläufige Beruhigungspille für die Finanzmärkte ausreichen. Im aktuellen Stadium der Weltwirtschaft kann die Notenbank ohnehin nicht mehr machen als ein Arzt nach einer Notoperation: Psychologie und Geduld sind gefragt. Über beides verfügt Ben Bernanke, der Vorsitzende der US-Notenbank, im ausreichenden Maße.

Konjunkturdaten: -------------------
Unternehmenszahlen: -------------------

Wichtige Marken:

Unterstützungen: 4.717; 4.761; 4.818
Widerstände: 4.856; 4.919; 4.989

Viel Glück, Erfolg und ein schönes Wochenende!

 

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daiphong:

Malko, eine Weltreservewährung ist kaputt,

5
19.06.09 09:28
wenn die Resevenation die Anlagegelder einfach verjubelt oder fehlinvestiert hat. Wie kaputt der Dollar ist, zeigt sich doch nicht nur im Handels-, auch im Haushalts- und privatem Defizit. Selbst wenn das Handelsdefizit durch Illiquidität und Sparsamkeit auf Null geht, das Haushaltsdefizit pumpt nun alle Welt an.
Wenn die nicht zahlt, wird der Konsum weiter zusammenbrechen, denn dann müsste man ja plötzlich wirklich angemessene Steuern bezahlen, oh jeh! Oder man erschafft sich selbst hunderte bis tausende von Milliarden durch die Fed. Weltreservewährung? Illiquides, unrentables Trockengebiet.
Der nächste Absturz ist vorgezeichnet, weil man längerfristig nur liquide bleibt, wenn man durch Dollarerschaffung weiter abwertet. Natürlich erstmal gegen Europa, dort hat man die meisten Finanzanlagen  und das gibt den Asiaten Gelegenheit, ihre Dollarbestände teilabzuschreiben und sich neu auszurichten.
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Anti Lemming:

CarpeDies - zu den Mammut-Emissionen und Denninger

14
19.06.09 09:38

Interessant ist auch das Wechselspiel zwischen Staatsanleihenkursen und Aktienkursen, auf das Denninger abhebt.

Die Fed will bei den Auktionen die Riesenmengen an neuen Staatsanleihen ja zu möglichst niedrigen Zinsen loswerden, weil sonst der Schuldendienst  (Zinszahlungen) irgendwann unbezahlbar wird. Es geht hier um hartes Geld, das dauerhaft zu zahlen ist.

Um die Zinsen der Langläufer runterzubringen, gibt es zwei Möglichkeiten:

 

1. Der Aufkauf von im Umlauf befindlicher US-Staatsanleihen längerer Laufzeit mittels Quantitativem Easing (QE)

Problem: Der Aufkauf kostet selber Geld, das ja per se nicht in ausreichender Menge da ist. Die Fed kann zwar Trader mit den Aufkaufen "blitzen" (pushen) und evtl. zeitweise Short-Squeezes erzeugen. Fundamental aber ist der US-Bondsmarkt viel zu groß, als dass die Fed mit ihren paar Hundert Milliarden wirklich "Quantensprünge" zuwege bringen kann.

Die Lage ist ähnlich wie bei Devisenmarkt-Interventionen. Keine Notenbank der Welt hätte die Mittel, um z. B. einen weltweiten Dollar-Abverkauf durch Stützungskäufe aufzufangen. Das gelingt allenfalls temporär. Aus den gleichen Gründen kann die Fed nicht gegen die offenkundige Unlust des Marktes an US-Staatsanleihen wirksam "gegenankaufen". Der Markt ist zu groß. Wenn der Markt der Ansicht ist, die Risiken seien in Anbetracht der zurzeit mickrigen Zinsrenditen auf Langläufer (vor allem in Hinblick auf drohende Inflation infolge von QE) zu hoch, dann wird er diese Anleihen verkaufen und damit einen Druck nach unten (bei den Kursen) bzw. nach oben (bei den Zinsen) erzeugen, gegen den die Fed nicht ankommt.

 

2. "Zulassen" von Schwäche im US-Aktienmarkt, um die Umschichtungen von Bonds in Aktien umzukehren

Ein weiterer Störfaktor bei QE sind die großen Fonds/Pensionsfonds, die jetzt von Bonds (die im Winter als das Non-plus-ultra galten) in Aktien umschichten. (Doug Kass glaubt, dass diese Umschichtungen sich jetzt dem Ende zuneigen.) Eine (forcierte?) Schwäche im Aktienmarkt würde den Geldstrom der großen Fonds - raus aus Anleihen, rein in Aktien - stoppen. Die Fed hätte somit die Möglichkeit, über den Aktienmarkt den Bondsmarkt zu ihren Gunsten zu steuern. Der Aktienmarkt ist leichter zu "steuern" als der Anleihemarkt, da er vom Volumen her um das ca. Fünf- bis Sechsfache (meine Schätzung) kleiner ist. Der Geldstrom der "Institutionellen" würde, wenn sie zurück in Bonds gingen, die QE-Maßnahmen der Fed stützen, da dann mehr Player am selben Strang zögen.

Der Bondsmarkt ist für die Fed im Prinzip wichtiger als der Aktienmarkt. Im Aktienmarkt geht es - da die Kapitalerhöhungen der US-Großbanken nun durch sind - "nur noch" um Verbrauchervertrauen und Konsumlust (je höher die Aktien stehen, desto sicherer fühlen sich US-Konsumenten, wobei die Kreditrestriktionen freilich weiterhin den Deckel bei neuerlichen Konsumorgien draufhalten). Im viel größeren Bondsmarkt hingegen geht es um hartes Geld und harte Fakten, nämlich um

1. den Schuldendienst. Können die Unmengen an neuen Staatsanleihen nur mit hohen Zinsen über 5 % losgeschlagen werden, droht bald ein Großteil des US-BIPs allein dafür draufzugehen, den Bondshaltern die Zinsen zu  zahlen.

2. den Kreditmarkt. Fallen die Longbonds, bewirkt der Anstieg der Marktzinsen eine Verteuerung der Kredite, die die Wirtschaft weiter bremst. Die Bremse wirkt ähnlich wie zu hohe Zinsen am kurzen Ende. Die Fed hat die Zinsen am kurzen Ende ja eigens gesenkt, um die Märkte liquider zu machen. Nun hat sie das Fiasko am langen Ende, das das "Theater" am kurzen zunichte macht.

Diese beiden Faktoren könnten gewichtiger sein als höhere Aktien-Indizes. Es geht um die Bezahlbarkeit zukünftiger Zinsen. Nagen diese Zinszahlungen zu sehr am BIP, müssen später noch mehr Anleihen rausgegeben werden, um allein die Schulden zu zahlen. Es droht, kurzum, eine "argentinische Abwärtsspirale" mit Bonds- und Dollar-Verfall.

Denninger glaubt daher, dass der Druck, den der Markt über die Longbonds-Kurse auf die Fed ausübt, sie dazu bringen wird, am relativ "weichen Ende" der Aktien nachzugeben. Er macht das sogar in Zahlen fest:

So Ben's liquidity games have bought him about 15 basis points of improvement in the TNX, but he's given up 35 handles on the SPX. At this rate to get the TNX down to 3% he'll have to sacrifice 230 points on the SPX, taking it down to about the March lows."


Zinsrendite von US-Staatsanleihen mit 10 Jahren Laufzeit:   Ben läuft trotz QE der Kurs weg...

 

 

 

 

(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 239678
Antworten
Malko07:

daiphong, die Handelssituation hat nur wenig mit

12
19.06.09 09:46
dem US-$ zu tun. In der Vergangenheit haben sowohl die Japaner als auch die Chinesen ihre Währungen gegenüber dem US-$ nach unten manipuliert. Je nach US-Administration wurde stärker oder weniger stark auf diesen Umstand aufmerksam gemacht und auch gewünscht, dass diese Manipulationen aufhören. Es gab allerdings in den USA viele Konzernen und ihre Vertreter in Washington, die ein starkes Interesse an den Ungleichgewichten hatten. Die kurzfristige Gier hat sie verständlicherweise getrieben nach dem Motto: Was schert mit die Nationalökonomie wenn es bei mir in der Kasse klingelt.

Selbstverständlich müssen die Amis auch weiter verstärkt sparen damit eine Chance besteht mittelfristig ein Gleichgewicht zu erreichen. Wenn sie die momentane Quote beibehalten (über dem Durchschnitt der EU) sieht es diesbezüglich gut aus. Parallel muss die Industriepolitik für mehr Eigenproduktion im Lande sorgen und diese vor unfairer Konkurrenz schützen. Sollte dies wirklich so kommen bin ich der Überzeugung, dass die USA in 10 Jahren wieder eine wirkliche Weltmacht sein werden. Wenn sie diesen Weg nicht durchhalten, werden wir alle in der Hölle landen, nicht nur die USA.
Antworten
obgicou:

Habe inzwischen die Antwort

10
19.06.09 09:59
auf meine Frage gefunden;
nächste Woche laufen 19Mrd T's aus.

Immer schön beide Seiten einer Medaille zu kennen.
Antworten
Anti Lemming:

Für Montag seh ich schwarz

4
19.06.09 10:27

Denn dann ist  Neumond !

Antworten
permanent:

Allen Stanford Arrested Following Indictment

7
19.06.09 10:44
Allen Stanford Arrested Following Indictment
ALLEN STANFORD, CRIME, SEC, COURT, SETTLE, PONZI SCHEME,
Posted By: Scott Cohn | Senior Correspondent, CNBC
CNBC.com
| 18 Jun 2009 | 06:53 PM ET

Texas billionaire Allen Stanford, who built a small real estate business into a global banking empire and became one of America's richest men, is in federal custody in Virginia. He was arrested within hours of his indictment Thursday in what authorities have called a "massive" $8 billion Ponzi scheme.

 

An FBI spokesperson says Stanford was arrested Thursday evening in Stafford, VA, just outside Fredericksburg. Stanford's criminal defense attorney, Dick DeGuerin, says the 59-year-old financier surrendered to authorities. Stanford is expected to appear before a federal judge in Richmond on Friday.

As CNBC first reported, Stanford's indictment was returned by a federal grand jury in Houston late Thursday afternoon. Sources say Stanford was one of several people indicted, but because a federal magistrate placed the indictments under seal, it was not immediately clear who was indicted or what they were charged with, and the Justice Department refused to comment.

The indictment comes almost exactly four months after the Securities and Exchange Commission filed civil fraud charges against Stanford, two of his top executives and three of his companies.

The SEC claimed Stanford issued billions of dollars in bogus certificates of deposit from his offshore bank in Antigua, where Stanford held dual citizenship and was knighted by the island nation in 2006. Stanford has denied wrongdoing. In addition to Stanford, the SEC sued his Chief Financial Officer, James Davis, who is now cooperating with authorities. Also accused is Stanford's Chief Investment Officer, Laura Pendergest-Holt. Pendergest-Holt has pleaded not guilty to criminal charges she conspired with Stanford and Davis to obstruct the SEC investigation. She is likely to face new charges in the indictment returned Thursday, according to sources close to the case.

Secrets Of The Knight: Sir Allen Stanford & The Missing Billions

The theme of obstructing the SEC will be a major part of the new criminal case, according to sources. The SEC had received inquiries about Stanford as far back as 2001, and launched a formal investigation in 2005. But it was unable to bring formal charges until February 17, shutting down the company and locking all of its assets — and those of Stanford's investors — in a court-imposed receivership.

Investors, who are likely to recover just pennies on the dollar, have criticized the SEC and other regulators for not acting sooner. As CNBC first reported on June 5, prosecutors have been investigating a possible pattern of deceiving regulators. If true, it might explain the pace of the investigation.

 

While officials refused to discuss the contents of the sealed indictment, it is likely to expand on the SEC's allegations of a Ponzi scheme built around the certificates of deposit issued by Stanford International Bank in Antigua. The CDs were marketed to individuals — many of them retirees in the U.S. — as safe investments. But the SEC alleges the proceeds from the CDs were used to pay improbably high returns to earlier investors, and to fund Allen Stanford's lavish lifestyle.

Stanford leased a fleet of private jets, and had homes in St. Croix, Houston and elsewhere. He gained fame as a lavish sponsor of professional sports, most notably cricket, which Stanford sought to popularize worldwide. Stanford bankrolled a $20 million cricket tournament based in Antigua, pitting his team of "All Stars" against a team from Great Britain. The winners could take their share of the prize money in cash, or invest it in Stanford certificates of deposit.

Stanford also cultivated an air of intrigue. Rumors abounded for years that the offshore banker worked as an informant for the U.S. government. Asked by CNBC in April about his role, Stanford responded, "You talking about the CIA?" He then refused to discuss the matter. While Stanford did draw praise from U.S. authorities in 2001 for turning over millions of dollars in drug money that was being laundered through his offshore bank, it is unclear whether his relationship with U.S. authorities went any deeper than that.  (Read more here)

Antworten
Anti Lemming:

Eigennütziges Gepushe der Infineon-Aktie

7
19.06.09 10:47
www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/...rkaufen/529047.html

So wie im Artikel oben die Banken, die von einer Kapitalerhöhung bei Infineon profitieren wollen, den Kurs von Infineon mit immer neuen Kaufempfehlungen auf 2,50 bis 3 Euro zu pushen versuchen (erst ab dem Niveau wird eine KE technisch machbar), so haben mMn auch in USA Broker wie Goldman-Sachs die US-Bankaktien hochgepusht - wohl wissend, dass fundamental an diesen Aktien, die nur mittels FASB-Aufweichung noch hinreichend hohe EK-Quoten haben, nichts "Empfehlenswertes" dran ist.

Eigennutz geht vor Gemeinnutz.
Antworten
Anti Lemming:

Permanent - ein neuer 8-Milliarden-Madoff?

3
19.06.09 10:51
"Je niedriger die Tide steht, desto eher sieht man, wer nackt schwamm."

sinngemäß zitiert nach Warren Buffett
Antworten
Gelöschter Beitrag. Einblenden »
#45097

permanent:

Bund fehlen 300 Milliarden Euro bis 2013

9
19.06.09 11:04
19. Juni 2009 Die nächste Bundesregierung steht vor gigantischen Haushaltsproblemen. In den vier Jahren von 2010 bis 2013 fehlen dem Bund 300 Milliarden Euro, um seine Ausgabenpläne realisieren zu können. Das geht aus der mittelfristigen Finanzplanung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hervor.
www.faz.net/s/...EBBC8844EB3DCCE108~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Antworten
Gelöschter Beitrag. Einblenden »
#45099

buju:

Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

 
19.06.09 11:17
Prof. Bernd Senf:
Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise -
und ein Ausblick auf die Konsequenzen
ab 04:30 Minute...

  
                                                                      §
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Steigender Apple Inc-Kurs 5,03 9,99 14,87
Fallender Apple Inc-Kurs 4,97 10,09 14,55
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH4MUZ7 , DE000VY14SE6 , DE000VY4A3G7 , DE000VJ0H976 , DE000VH63D72 , DE000VY613F5 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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