HP & Lenovo angeblich an Kauf von Dell interessiert
Wirtschaft & Firmen Der Versuch des Firmengründers Michael Dell den PC-Hersteller Dell wieder zu einem Privatunternehmen zu machen und die Anteile der Aktieneigner zurückzukaufen, steht vor einigen Hürden. Unter anderem sollen die Konkurrenten Hewlett-Packard und Lenovo Interesse an einem Kauf haben.
Wie der US-Wirtschaftsdienst 'Bloomberg' unter Berufung auf eine Reihe informierter Quellen berichtet, sollen HP und Lenovo mit einer Übernahme des schwächselnden Konkurrenten liebäugeln. Die Abgabe von tatsächlichen Kaufangeboten sei jedoch vorerst noch recht unwahrscheinlich, heißt es.
Derzeit sucht der Vorstand von Dell nach weiteren Geboten für einen Kauf des Unternehmens, nachdem der CEO und Gründer Michael Dell jüngst angekündigt hatte, die Anteile von den Aktionären zum Preis von 24,4 Milliarden US-Dollar zurückkaufen zu wollen. Das Ziel ist es angeblich, einen höheren Preis zu erzielen, um die Teilhaber so möglichst stark vom Verkauf ihrer Anteile profitieren zu lassen.
So versuchen unter anderem der Milliardär Carl Icahn und einige andere wichtige Aktionäre von Dell, den Preis in die Höhe zu treiben, um so einen Verkauf entweder zu vereiteln oder zumindest durch einen höheren Kurs höhere Einnahmen beim Verkauf eigener Aktienkontingente aus ihrem Besitz zu erzielen.
Icahn hat nach eigenen Angaben inzwischen Anteile in Höhe von 6 Prozent erworben, was ihm Stimmrechte verschafft. Auch einige andere große Anteilseigner wollen den Verkauf an Michael Dell unter den aktuellen Bedingungen verhindern, weil ihnen der Preis zu niedrig ist. Der Dell-Vorstand hat nun angekündigt, agressiv auf höhere Gebote hinzuarbeiten.
Seit Michael Dell sein Rückkaufangebot gemacht hat, ist der Kurs der Dell-Aktie deutlich gestiegen. Der Firmengründer hatte 13,65 US-Dollar für jede Aktie geboten, als der Kurs noch erheblich niedriger stand. Die großen Anteilseigner sehen den Wert des Unternehmens derzeit bei rund 24 Dollar pro Aktie, was ein weit höherer Preis wäre, als Michael Dell aktuell zahlen könnte.
"Lebbe geht weiter"