Der tiefe Fall des Henning S.
Von Dietmar Palan und Arne Stuhr
Der Kurssturz an den Börsen hat das Vertrauen der Anleger erschüttert. Das mm-Börsenbarometer hat viele Verlierer. Besonders hart traf es Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle und Deutsche-Bank-Vorsteher Josef Ackermann.
Hamburg - Henning Schulte-Noelle, Vorstandschef des Münchener Versicherungskonzerns Allianz, hat seit dem Zusammenschluss seines Unternehmens mit der Dresdner Bank einen massiven Vertrauensverlust der Aktionäre hinnehmen müssen.
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Steiler Absturz: Allianz-Chef Schulte-Noelle ist der große Verlierer des aktuellen mm-Börsenbarometers
Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter Privatanlegern, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid in Zusammenarbeit mit der Hamburger Kirchhoff Consult exklusiv für manager magazin durchgeführt hat.
Nur noch 43 Prozent der privaten Aktionäre in Deutschland glauben demnach, dass Schulte-Noelle den Aktienkurs des Versicherungsriesen wieder nachhaltig steigern kann. Vor drei Monaten waren es noch 58 Prozent gewesen. Der Allianz-Chef ist damit der große Verlierer des manager-magazin-Börsenbarometers vom Oktober.
Das Vertrauen in die Topmanager schwindet
Schulte-Noelle steht mit seinen schlechten Werten keineswegs allein da. Die massiven Kursverluste des Sommers haben zu einem erheblichen Vertrauensverlust der Aktionäre in die Fähigkeiten der deutschen Spitzenmanager geführt. Nahezu die komplette Führungsriege der deutschen Konzernelite musste Einbußen hinnehmen.
Anlegers Lieblinge
Wenn Sie wissen wollen, wie die deutsche Wirtschaftselite bei den Anlegern im Einzelnen abschneidet, klicken Sie bitte hier.
Lediglich DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp und der Eon-Vorstandsvorsitzende Ulrich Hartmann konnte sich gegen den Trend behaupten. Schrempp legte gegenüber der vorangegangenen Befragung sogar um fünf Prozentpunkte zu.
Angesehenster deutscher Konzernlenker ist – wie bereits vor drei Monaten – BMW-Primus Helmut Panke. 69 Prozent der Befragten sind der Meinung, der frisch gekürte Vorstandschef werde den BMW-Aktienkurs nachhaltig steigern können. Panke führt im Börsenbarometer vor Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (68 Prozent Zuspruch), DaimlerChrysler-Lenker Jürgen Schrempp (ebenfalls 68 Prozent) und VW-Vormann Bernd Pischetsrieder (66 Prozent).
Investoren zweifeln an den Aussichten für Aktien
Die Umfrage zeigt zugleich: Die desolate Entwicklung an den Weltbörsen führt dazu, dass die deutschen Privatanleger ihr Zutrauen in die Aktie allmählich verlieren. Erstmals seit April vergangenen Jahres nennen weniger als die Hälfte der Befragten Aktien oder Aktienfonds als bevorzugte Anlageform.
Dabei zeigen auch die Bilanzskandale in den USA Wirkung auf den deutschen Aktienmarkt. Rund 80 Prozent der Befragten glauben, dass sich ähnliche Tricksereien auch bei deutschen Unternehmen abgespielt haben könnten.
Die detaillierte Analyse zum Börsenbarometer lesen Sie im neuen manager magazin 10/2002, das am Freitag (20. September) erscheint. Wie die deutsche Wirtschaftselite bei den Anlegern im Einzelnen abschneidet, erfahren Sie hier.
Überblick: Die Topmanager im Anlegerurteil
Methode: So ermittelt mm das Anlageklima
Download: Die Ergebnisse im Detail [€]
www.manager-magazin.de/unternehmen/...er/0,2828,212601,00.html
Von Dietmar Palan und Arne Stuhr
Der Kurssturz an den Börsen hat das Vertrauen der Anleger erschüttert. Das mm-Börsenbarometer hat viele Verlierer. Besonders hart traf es Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle und Deutsche-Bank-Vorsteher Josef Ackermann.
Hamburg - Henning Schulte-Noelle, Vorstandschef des Münchener Versicherungskonzerns Allianz, hat seit dem Zusammenschluss seines Unternehmens mit der Dresdner Bank einen massiven Vertrauensverlust der Aktionäre hinnehmen müssen.
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Steiler Absturz: Allianz-Chef Schulte-Noelle ist der große Verlierer des aktuellen mm-Börsenbarometers
Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter Privatanlegern, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid in Zusammenarbeit mit der Hamburger Kirchhoff Consult exklusiv für manager magazin durchgeführt hat.
Nur noch 43 Prozent der privaten Aktionäre in Deutschland glauben demnach, dass Schulte-Noelle den Aktienkurs des Versicherungsriesen wieder nachhaltig steigern kann. Vor drei Monaten waren es noch 58 Prozent gewesen. Der Allianz-Chef ist damit der große Verlierer des manager-magazin-Börsenbarometers vom Oktober.
Das Vertrauen in die Topmanager schwindet
Schulte-Noelle steht mit seinen schlechten Werten keineswegs allein da. Die massiven Kursverluste des Sommers haben zu einem erheblichen Vertrauensverlust der Aktionäre in die Fähigkeiten der deutschen Spitzenmanager geführt. Nahezu die komplette Führungsriege der deutschen Konzernelite musste Einbußen hinnehmen.
Anlegers Lieblinge
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Lediglich DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp und der Eon-Vorstandsvorsitzende Ulrich Hartmann konnte sich gegen den Trend behaupten. Schrempp legte gegenüber der vorangegangenen Befragung sogar um fünf Prozentpunkte zu.
Angesehenster deutscher Konzernlenker ist – wie bereits vor drei Monaten – BMW-Primus Helmut Panke. 69 Prozent der Befragten sind der Meinung, der frisch gekürte Vorstandschef werde den BMW-Aktienkurs nachhaltig steigern können. Panke führt im Börsenbarometer vor Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (68 Prozent Zuspruch), DaimlerChrysler-Lenker Jürgen Schrempp (ebenfalls 68 Prozent) und VW-Vormann Bernd Pischetsrieder (66 Prozent).
Investoren zweifeln an den Aussichten für Aktien
Die Umfrage zeigt zugleich: Die desolate Entwicklung an den Weltbörsen führt dazu, dass die deutschen Privatanleger ihr Zutrauen in die Aktie allmählich verlieren. Erstmals seit April vergangenen Jahres nennen weniger als die Hälfte der Befragten Aktien oder Aktienfonds als bevorzugte Anlageform.
Dabei zeigen auch die Bilanzskandale in den USA Wirkung auf den deutschen Aktienmarkt. Rund 80 Prozent der Befragten glauben, dass sich ähnliche Tricksereien auch bei deutschen Unternehmen abgespielt haben könnten.
Die detaillierte Analyse zum Börsenbarometer lesen Sie im neuen manager magazin 10/2002, das am Freitag (20. September) erscheint. Wie die deutsche Wirtschaftselite bei den Anlegern im Einzelnen abschneidet, erfahren Sie hier.
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