Der Nikkei bietet noch vernünftige Werte


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Der Nikkei bietet noch vernünftige Werte

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25.08.05 12:10
Der Nikkei bietet noch vernünftige Werte 2073113

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Hatten in den vergangenen Wochen zunächst vor allem die europäischen Börsen mit Kursgewinnen auf sich aufmerksam gemacht, so sorgten in den vergangenen Tagen die japanischen Aktien für eine gewisse Furore.


Der Nikkei hat seit seinem Zwischentief im April bei 10.770 Punkten inzwischen nicht nur 16 Prozent zugelegt, sondern mit den jüngsten Kursgewinnen die Handelsspanne zwischen 10.500 und rund 12.000 Punkten nach oben überwunden, in der er sich zuvor genau ein Jahr befunden hatte. Am Mittwoch erreichte er mit einem Plus von 0,24 Prozent ein neues Vierjahreshoch bei 12.502 Zählern.

Nikkei und Topix charttechnisch ausgebrochen



Beim breiteren Topix-Index - er beinhaltet zur Zeit 1.650 Werte mit einer Marktkapitalisierung von 403 Billionen Yen - ist der Ausbruch nach oben charttechnisch sogar noch deutlicher gelungen, auch wenn er seit April „nur” 15,5 Prozent zulegt hat.

Hintergrund der Bewegung sind einerseits positive Nachrichten von der Wirtschaftsseite, die auf einen langsamen, aber stetigen Aufschwung hindeuten. Er dürfte nicht nur vor Export, sondern auch von der Binnennachfrage getragen werden. Gleichzeitig scheinen die Börsianer auch auf die im September anstehende Parlamentswahl zu setzen. Zunehmende Popularitätswerte von Ministerpräsident Junichiro Koizumi dürften zu einem gewissen Optimismus verführen.



Sollte er gestärkt aus der Wahl hervorgehen, dann dürfte der Regierungschef seine vor kurzem im Parlament gescheiterte Postreform doch noch durchsetzen. Private Finanzinstitutionen wären wohl die Nutznießer, falls die japanische Post, bisher die größte Sparkasse der Welt, privatisiert und zerschlagen werden sollte. Auch die Konsolidierung der Branche und der umfangreichen, von der Finanzaufsicht erzwungenen Abschreibungen „fauler Kredite” dürften eine Rolle spielen. Manche Analysten sehen den Index zum Ende des Jahres bei 14.000 Punkten stehen.

Blickt man ein Jahr zurück, so haben sich aber nicht nur die Finanzwerte gut entwickelt. Sondern zu den größten Kursgewinnern gehören nicht unbedingt die Finanzwerte, sondern Maschinenbauwerte wie Japan Steel Works und Okuma, der Dienstleister Chiyoda oder der Stahlhersteller Sumitomo Metal Industries. Weit vorne liegen auch Werte wie Sumitomo Heavy Industries, das Chemieunternehmen Toagosei oder auch der Maschinenbauer Komatsu.

Nicht nur die Finanzwerte legen zu

Das deutet auf eine grundlegende Entwicklung im Lande der aufgehenden Sonne hin, auch wenn sie teilweise auf Sonderentwicklungen wie den boomenden Schiffsbau oder die Dynamik im Rohstoffbereich zurückgehen mag. Sollte sich die Weltkonjunktur nicht deutlich abschwächen, dürften die Perspektiven der Unternehmen im Lande nicht zu schlecht sein.

Viele von ihnen haben sich in den vergangenen Jahren von der jahrzehntelangen Krise erholt, stehen nicht nur wieder vergleichsweise solide da, sondern konnten in der jüngsten Zeit wieder profitabel wachsen. Das führte nicht nur dazu, daß einige der Aktien wieder deutlich zulegen konnten. Sondern gleichzeitig sind einzelne Werte im internationalen Vergleich noch vernünftig bewertet. Vor allem dann, wenn man die Papiere mit teuren amerikanischen Aktien vergleicht.

Auf dieser Basis dürfte die Börse tatsächlich in einem anhaltend freundlichen weltwirtschaftlichen Klima weiteres Kurspotential haben. Die Risiken sind in einer konjunkturellen Abkühlung in Amerika und China zu sehen. Allerdings muß das für die asiatischen Staaten nicht zu schlecht sein. Denn es könnte zu einer gewissen Erleichterung auf der Rohstoffseite führen.

Quelle: faznet.de
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Kräftiger Auftrieb an Japans Aktienmarkt

 
07.09.05 11:10
Der Nikkei bietet noch vernünftige Werte 2095164

Die Hoffnung auf einen Wahlsieg von Ministerpräsident Junichiro Koizumi hat den japanischen Aktienkursen kräftigen Auftrieb verschafft. Am Dienstag schoß der Nikkei-225-Index zeitweise über die Marke von 12.700 Zählern, schloß aufgrund massiver Gewinnmitnahmen dann aber doch leicht unter Vortagsniveau. Damit hatte er vorübergehend den höchsten Stand seit vier Jahren erreicht.


Motor des Höhenflugs sind nicht zuletzt die hohen Kapitalzuflüsse von seiten europäischer, asiatischer und amerikanischer Investoren. Nur wenige Tage vor den Neuwahlen zum Tokioter Unterhaus am Wochenende rechnen sie für die kommenden Monate mit einer ungebremsten Fortsetzung der Reformpolitik von Koizumi. Koizumis Politik kommt jenen Unternehmen zugute, die sich während der zurückliegenden Jahre der Wachstumsschwäche und Deflation neu aufgestellt, Kostenblöcke reduziert und Mittelzuflüsse erhöht haben.

Deregulierung, Liberalisierung und Umstrukturierung

Derzeit liegt der Regierungschef in allen Umfragen vorn. Hat er doch versprochen, die seit fünfzig Jahren fast ununterbrochen regierende Liberaldemokratische Partei zu überrennen, wenn sie sich weiteren grundlegenden Reformen in den Weg stellen sollte. In der Bevölkerung kommt das gut an, Anleger läßt es hoffen. Mit der anvisierten Deregulierung, Liberalisierung und Umstrukturierung einzelner Märkte sowie der staatlichen Pensions- und Versicherungskassen sucht der Ministerpräsident neue Wachstumskräfte zu entfalten.

Reformgegner hatten ihn dabei Anfang August vorübergehend ausgebremst. Doch nahm Koizumi eine Abstimmungsniederlage im Oberhaus über die von ihm gewünschte Privatisierung der Staatspost ohne Rücksicht auf Verluste zum Anlaß, landesweite Neuwahlen auszurufen. Damit will er sich nun ein neues Mandat für Reformen holen. Seit dieser Ankündigung ist der Nikkei-Index um mehr als sieben Prozent gestiegen, seit Jahresbeginn hat der Index schon fast 10 Prozent gewonnen. Das Kursfeuerwerk wurde vor allem von Anlegern im Ausland entfacht. Sie füllen ihre Portfolios mit japanischen Papieren auf und sind seit Wochen Nettokäufer an der Tokioter Börse. Allein im August investierten sie unter dem Strich umgerechnet 15 Milliarden Euro am Markt; im Juli waren es zehn, im Juni zwei Milliarden Euro. Im Jahresverlauf flossen 50 Milliarden Euro aus dem Ausland an Japans Börse.

Banktitel gefragt

Dort standen die Aktien der Banken ganz oben auf den Wunschlisten der Anleger. Koizumi hatte die nach dem Platzen der kreditfinanzierten Spekulationsblase seit 1990 tief in der Krise steckende Branche mit einschneidenden Maßnahmen wie Festigung der Kapitalbasis und Abschreibung der Problemkredite zu Veränderungen gedrängt. Im Mai erklärte Staatsminister Tatsuya Ito, Chef der Tokioter Finanzaufsicht FSA, die Bankenkrise für beendet. Seitdem hat der Branchenindex 15 Prozent zugelegt. Die Aktien der Großbanken Mizuho und Sumitomo gewannen sogar 20 Prozent, Mitsubishi 15 Prozent.

Gefragt sind auch die Aktien der großen Stahlhersteller des Landes. Unternehmen wie Nippon Steel, JFE und Kobe Steel rechnen für das erste Halbjahr mit Gewinnen in Rekordhöhe. Sie hatten bereits vor den deftigen Preisanstiegen auf den weltweiten Rohstoffmärkten mittelfristig kostengünstige Kaufverträge mit ihren internationalen Zulieferern unterzeichnet. Das zahlt sich nun aus. Lag der Kurs von Nippon Steel im Juni noch bei 260 Yen, notierte er am Dienstag bei 342 Yen. Die JFE Holdings verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 20 Prozent, Kobe Steel von 30 und Sumitomo Metal von 35 Prozent.

Postprivatisierung umstritten

Zu den zentralen Wahlkampfthemen zählt nicht zuletzt die umstrittene Privatisierung der Post. Die verschiedenen Regierungen Japans haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten bereits Staatsunternehmen wie Eisenbahn- und Fluggesellschaften sowie Strom- und Versorgungsunternehmen privatisiert. Dabei spielten Anteilsverkäufe über die Börse eine wichtige Rolle. Auf diesem Weg erlöste der Staat bislang umgerechnet rund 230 Milliarden Euro. Dennoch hat das Land heute immer noch 160 sogenannte Sonderstaatsbetriebe. Sie sind fest in der Hand der Bürokratie, arbeiten in Branchen wie der Ölverarbeitung und Baufinanzierung und machen dabei oft Verluste. An der Spitze stehen vielfach hochbezahlte pensionierte Beamte mit parteipolitisch guten Kontakten.

Mit der anvisierten Privatisierung der Japan Post Corp. will Koizumi einen der letzten Schritte auf diesem Reformweg gehen. Die seit 130 Jahren in staatlicher Hand befindliche Post liefert mit ihren 280 000 Mitarbeitern nicht nur landesweit Briefe und Pakete aus, sie ist auch das mit Abstand größte Finanzhaus der Welt. Ihre Sparkasse und ihre Lebensversicherung verwalten Vermögenswerte von umgerechnet 2,5 Billionen Euro. In den Jahren der Bankenkrise war die Post ein sicherer Hafen für die Ersparnisse einfacher Japaner. Der Regierungschef peilt nun an, diese Gelder, die bislang vor allem in Staatsanleihen geparkt waren und öffentlichen Unternehmungen zugute kamen, in die Privatwirtschaft zu kanalisieren. In der Politik gibt es dagegen erhebliche Widerstände, an der Börse wird das Vorhaben begrüßt.


Text: F.A.Z., 07.09.2005
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