Ich persönlich bin ja großer Jordan-Fan, aber ich glaube trotzdem, daß er sich damit übernimmt! Was meint Ihr?
Hier mal zum Anfang Stimmen von US-Basketball-Größen (taken from sport1.de):
Washington/München - Die Vorfreude könnte kaum größer sein. Mit Begeisterung reagiert Amerikas Sportwelt auf das gestern bekannt gegebene Comeback des besten Basketballspielers aller Zeiten.
"Fabelhaft", schwärmt Magic Johnson, "es wird spannend werden, wie er sich gegen die neuen Stars der NBA schlägt. Selbst mit nur 80 Prozent seiner alten Leistungsfähigkeit, ist Michael Jordan ein überragender Spieler."
Phil Jackson wollte Michael Jordan nach L.A. holen
Auch Lakers-Coach Phil Jackson, der Jordan bei den Chicago Bulls trainierte, freut sich, dass "His Airness" für weitere zwei Jahre die Basketballstiefel schnüren wird: "Das ist eine wundervolle Nachricht für den Basketball-Sport. Schade nur, dass er mein Angebot ausgeschlagen hat, hier beim Meister in Los Angeles zu spielen."
Der Mann, der zehnmal im Laufe seiner legendären Karriere bester Punktejäger der NBA war und sechsmal die Meisterschaft mit den Bulls gewann, entschied sich nach drei Jahren Pause und zwei Monaten von den Medien akribisch verfolgter Grübelei für das größte Wagnis seiner Karriere.
Im Alter von 38 Jahren tritt Air Jordan zum letzten Duell mit Kobe Bryant und Allen Iverson an - den neuen jungen Herrschern in der NBA.
"Immer noch einer der besten Spieler der Liga"
Doc Rivers, der in Orlando mit Tracy McGrady einen dieser jungen Superstars trainiert, glaubt, dass Jordan auch nach drei Jahren Pause noch mithalten kann. "Er (Jordan) wird immer noch einer der besten Spieler der Liga sein. Ihm ist es egal, was die anderen denken. Einerseits ärgern wir uns als Öffentlichkeit, wenn Sportler keine Risiken eingehen. Und dann kritisieren wir wieder eine solche mutige Entscheidung."
"Ein Spieler seines Kalibers bestimmt selbst, wann und wie seine Karriere endet. Selbst wenn das nicht dem Willen aller Fans entspricht."
Auch Football-Ikone Joe Namath, der die New York Jets 1969 zu ihrem einzigen Super-Bowl-Triumph führte, versteht Jordans Beweggründe. "Da ist dieser Hunger. Das ganze Leben war man Athlet und man stand im Wettbewerb. Allzu gerne glaubt man dann, dass diese Zeit noch nicht ganz vorbei ist."
Premiere World überträgt den ersten Auftritt live
Zum ersten Mal wird Jordan am 30. Oktober, 1234 Tage nach seinem letzten NBA-Spiel, das Trikot der Wizards in einem Punktspiel tragen. In New Yorks Madison Square Garden trifft Washington dann zum Saisonstart auf die New York Knicks (live auf Premiere World).
Sugar Ray Leonard, der gleich viermal wieder die Boxhandschuhe anzog und nach seinem `87er-Comeback Marvin Hagler den Gürtel des Mittelgewichtsweltmeisters abnahm, sympathisiert ebenfalls mit Jordan:
"Vielleicht scheitert er ja gar nicht. Vielleicht spielt er besser als je zuvor. Menschen wie Michael und ich fürchten uns nicht davor, unseren Ruf zu beschädigen. Spitzensportler sind es gewohnt, auch aus der Position des Außenseiters heraus zu gewinnen."
Sugar Ray Leonard: "Das macht eine Legende aus"
"Gerade in diesen Momenten zeigt man, dass man etwas besonderes ist. Die Bereitschaft, auch im vorgerückten Alter große Risiken einzugehen, das macht eine Legende aus."
Finanziell wird sich Michael Jordans Mut nicht direkt auszahlen. Im Gehaltsgefüge der Washington Wizards rangiert er mit einer Millionen Dollar Jahresgehalt an zwölfter Stelle. Ohnehin will Jordan, dessen Vermögen auf 400 Millionen Dollar geschätzt wird, sein erstes Jahressalär den Opfern der terroristischen Anschläge vom 11. September spenden.
Dass Jordan den Zenit seiner Flugkurve längst überschritten habe, davon ist College-Coach John Thompson (Georgetown) überzeugt: "Die alten Tricks, von der Foullinie abzuheben und dann den Ball in den Korb zu stopfen, das klappt nicht mehr. Das gehört der Vergangenheit an. Jetzt wird er mehr am Boden spielen müssen. Wir werden ihn Floor Jordan statt Air Jordan nennen müssen." ("Floor" ist das amerikanische Wort für Hallenboden, Anm.d.Red.).
Julius Erving: "Er wird wieder herausragend spielen"
Julius Erving, in den siebziger Jahren der dominante Spieler in der NBA, ist sich indes sicher, dass Jordan weiß, was er tut. "Ich habe mit ihm in den letzten Wochen ein paar Mal gesprochen. Er ist hoch motiviert und voll konzentriert. Michael wagt diesen Schritt, weil er davon überzeugt ist, dass er wieder herausragend spielen kann. Und er wird herausragend spielen."
Auch bei den Fernsehbossen herrscht Euphorie. "Michael wird im Schnitt zwanzig Punkte erzielen und die Wizards, die im Vorjahr nur 19 Siege verbuchten, in einen Playoff-Kandidaten verwandeln orakelt", etwa Dick Vitale vom Sportsender ESPN.
"Wir sind begeistert, dass Michael wieder spielt", bläst NBCs Sportchef Dick Ebersol ins gleiche Horn. "Es wird sehr viel Spaß machen, den größten Spieler im direkten Vergleich mit der neuen Generation der NBA zu erleben."
Alle bauen auf den "Jordan-Faktor"
Der Vertrag zwischen NBC und der NBA läuft nach dieser Saison aus. Für die Übertragungsrechte hatte NBC 1,75 Milliarden Dollar gezahlt. Jordans Rücktritt nach der Saison 1997-98 führte zu einem deutlichen Absacken der Einschaltquote.
Auf mehr als zehn Milliarden Dollar hatte das amerikanische `Fortune"-Magazine vor drei Jahren Jordans Einfluss auf die US-Wirtschaft beziffert, die erneute Rückkehr wurde an New Yorks Wall Street als willkommenes positives Signal für die vom Terror angeschlagene Wirtschaft gedeutet.
Alle hoffen also auf den "Jordan-Faktor" - am meisten die Washington Wizards.
Thomas Hackbarth
Hier mal zum Anfang Stimmen von US-Basketball-Größen (taken from sport1.de):
Washington/München - Die Vorfreude könnte kaum größer sein. Mit Begeisterung reagiert Amerikas Sportwelt auf das gestern bekannt gegebene Comeback des besten Basketballspielers aller Zeiten.
"Fabelhaft", schwärmt Magic Johnson, "es wird spannend werden, wie er sich gegen die neuen Stars der NBA schlägt. Selbst mit nur 80 Prozent seiner alten Leistungsfähigkeit, ist Michael Jordan ein überragender Spieler."
Phil Jackson wollte Michael Jordan nach L.A. holen
Auch Lakers-Coach Phil Jackson, der Jordan bei den Chicago Bulls trainierte, freut sich, dass "His Airness" für weitere zwei Jahre die Basketballstiefel schnüren wird: "Das ist eine wundervolle Nachricht für den Basketball-Sport. Schade nur, dass er mein Angebot ausgeschlagen hat, hier beim Meister in Los Angeles zu spielen."
Der Mann, der zehnmal im Laufe seiner legendären Karriere bester Punktejäger der NBA war und sechsmal die Meisterschaft mit den Bulls gewann, entschied sich nach drei Jahren Pause und zwei Monaten von den Medien akribisch verfolgter Grübelei für das größte Wagnis seiner Karriere.
Im Alter von 38 Jahren tritt Air Jordan zum letzten Duell mit Kobe Bryant und Allen Iverson an - den neuen jungen Herrschern in der NBA.
"Immer noch einer der besten Spieler der Liga"
Doc Rivers, der in Orlando mit Tracy McGrady einen dieser jungen Superstars trainiert, glaubt, dass Jordan auch nach drei Jahren Pause noch mithalten kann. "Er (Jordan) wird immer noch einer der besten Spieler der Liga sein. Ihm ist es egal, was die anderen denken. Einerseits ärgern wir uns als Öffentlichkeit, wenn Sportler keine Risiken eingehen. Und dann kritisieren wir wieder eine solche mutige Entscheidung."
"Ein Spieler seines Kalibers bestimmt selbst, wann und wie seine Karriere endet. Selbst wenn das nicht dem Willen aller Fans entspricht."
Auch Football-Ikone Joe Namath, der die New York Jets 1969 zu ihrem einzigen Super-Bowl-Triumph führte, versteht Jordans Beweggründe. "Da ist dieser Hunger. Das ganze Leben war man Athlet und man stand im Wettbewerb. Allzu gerne glaubt man dann, dass diese Zeit noch nicht ganz vorbei ist."
Premiere World überträgt den ersten Auftritt live
Zum ersten Mal wird Jordan am 30. Oktober, 1234 Tage nach seinem letzten NBA-Spiel, das Trikot der Wizards in einem Punktspiel tragen. In New Yorks Madison Square Garden trifft Washington dann zum Saisonstart auf die New York Knicks (live auf Premiere World).
Sugar Ray Leonard, der gleich viermal wieder die Boxhandschuhe anzog und nach seinem `87er-Comeback Marvin Hagler den Gürtel des Mittelgewichtsweltmeisters abnahm, sympathisiert ebenfalls mit Jordan:
"Vielleicht scheitert er ja gar nicht. Vielleicht spielt er besser als je zuvor. Menschen wie Michael und ich fürchten uns nicht davor, unseren Ruf zu beschädigen. Spitzensportler sind es gewohnt, auch aus der Position des Außenseiters heraus zu gewinnen."
Sugar Ray Leonard: "Das macht eine Legende aus"
"Gerade in diesen Momenten zeigt man, dass man etwas besonderes ist. Die Bereitschaft, auch im vorgerückten Alter große Risiken einzugehen, das macht eine Legende aus."
Finanziell wird sich Michael Jordans Mut nicht direkt auszahlen. Im Gehaltsgefüge der Washington Wizards rangiert er mit einer Millionen Dollar Jahresgehalt an zwölfter Stelle. Ohnehin will Jordan, dessen Vermögen auf 400 Millionen Dollar geschätzt wird, sein erstes Jahressalär den Opfern der terroristischen Anschläge vom 11. September spenden.
Dass Jordan den Zenit seiner Flugkurve längst überschritten habe, davon ist College-Coach John Thompson (Georgetown) überzeugt: "Die alten Tricks, von der Foullinie abzuheben und dann den Ball in den Korb zu stopfen, das klappt nicht mehr. Das gehört der Vergangenheit an. Jetzt wird er mehr am Boden spielen müssen. Wir werden ihn Floor Jordan statt Air Jordan nennen müssen." ("Floor" ist das amerikanische Wort für Hallenboden, Anm.d.Red.).
Julius Erving: "Er wird wieder herausragend spielen"
Julius Erving, in den siebziger Jahren der dominante Spieler in der NBA, ist sich indes sicher, dass Jordan weiß, was er tut. "Ich habe mit ihm in den letzten Wochen ein paar Mal gesprochen. Er ist hoch motiviert und voll konzentriert. Michael wagt diesen Schritt, weil er davon überzeugt ist, dass er wieder herausragend spielen kann. Und er wird herausragend spielen."
Auch bei den Fernsehbossen herrscht Euphorie. "Michael wird im Schnitt zwanzig Punkte erzielen und die Wizards, die im Vorjahr nur 19 Siege verbuchten, in einen Playoff-Kandidaten verwandeln orakelt", etwa Dick Vitale vom Sportsender ESPN.
"Wir sind begeistert, dass Michael wieder spielt", bläst NBCs Sportchef Dick Ebersol ins gleiche Horn. "Es wird sehr viel Spaß machen, den größten Spieler im direkten Vergleich mit der neuen Generation der NBA zu erleben."
Alle bauen auf den "Jordan-Faktor"
Der Vertrag zwischen NBC und der NBA läuft nach dieser Saison aus. Für die Übertragungsrechte hatte NBC 1,75 Milliarden Dollar gezahlt. Jordans Rücktritt nach der Saison 1997-98 führte zu einem deutlichen Absacken der Einschaltquote.
Auf mehr als zehn Milliarden Dollar hatte das amerikanische `Fortune"-Magazine vor drei Jahren Jordans Einfluss auf die US-Wirtschaft beziffert, die erneute Rückkehr wurde an New Yorks Wall Street als willkommenes positives Signal für die vom Terror angeschlagene Wirtschaft gedeutet.
Alle hoffen also auf den "Jordan-Faktor" - am meisten die Washington Wizards.
Thomas Hackbarth