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2003 - Die Top Picks der Analysten
Das Jahr geht zu Ende und die Analysten halten Rückschau. Dabei geht es allerdings wenig besinnlich zu. Makroökonomisch sieht es weiterhin düster aus, selbst wenn die US-Daten laut der Deutschen Bank mittlerweile etwas besser aussehen als jene aus Europa. Auch das Weihnachtsgeschäft betrachten die Experten mit gemischten Gefühlen.
Die Deutsche Bank erwartet weiterhin "deutliche Abwertungen", selbst wenn aktuelle Bewertungen "nicht übertrieben" erscheinen. Für eine mittelfristige Rallye aber sind Aktien immer noch nicht günstig genug. Eine echte Verbesserung an den Börsen könne nur durch einen konjunkturellen Turnaround ausgelöst werden, so die Analysten. Nach den Enttäuschungen der vergangenen zwei Jahre ist der Markt jedoch viel vorsichtiger geworden.
Investieren oder nicht?
Die WestLB Panmure hat Argumente für und gegen ein Aktienengagement gesammelt. Für ein Aktienengagement sprechen:
Konsumvertrauen in den USA wird sich weiter erholen
niedrige Leitzinsen werden Konjunkturerholung in den USA unterstützen
erste Zinssenkung in Euroland seit 13 Monaten hat positive Wirkung auf das Geschäftsklima
verbesserte Margen bei Unternehmen durch Kostensenkungen
Aktienmarkt ist gegenüber Anleihen deutlich unterbewertet
Märkte haben konsolidiert und überkaufte Marktsituation abgebaut
Gegen ein Aktienengagement sprechen:
schwaches erstes Quartal 2003 für deutsche Konjunktur erwartet
negative Wirkungen der Steuererhöhungen
Arbeitslosigkeit wird weiter steigen
Ifo-Index ist zum siebten mal in Folge gefallen
schwache Industrieproduktion, könnte bis Sommer 2003 anhalten
Gefahr eines Krieges im Irak
Risiken durch Terroranschläge
Konsens-Gewinnerwartungen für 2003 könnten weiter sinken
Die Top Picks der InvestmentbankenMultex Investor hat für Sie zum Jahresende die Top Picks von sieben Banken zusammengestellt. Wo erhältlich, werden die Unternehmen mit Kurszielen (in Klammern) angegeben.
Bankhaus Top Picks (Euro) Kommentar
Deutsche Bank Abengoa (7,20), Continental (25), HIT Entertainment (400), Puma (82), SEB (113), Swedisch Match (95), Vendex (16) Bei diesen Unternehmen handelt es sich um langfristige Wachstumsstorys, die den Markt mit ihren nächsten Ergebnissen von ihrer Qualität überzeugen sollten. Schon 2002 konnten sie positiv überraschen. Dieser Trend sollte auch 2003 anhalten.
WestLB Panmure Siemens (59), Deutsche Börse (44), Gehe (46), Hannover Rück (28), Fuchs Petro, United Internet Da im vergangenen Monat die negativen Rating-Änderungen vorherrschten, haben die Analysten ihre Kursziele teilweise reduziert. Negative Einschätzungen u. a. für: Commerzbank, Deutsche Telekom, Lufthansa, VW, Gerry Weber, Schwarz Pharma
DZ Bank (Auswahl) BASF, DaimlerChrysler, Deutsche Börse, Deutsche Telekom, FMC, Infineon, Lufthansa, Thyssen Krupp, TUI, VW, Aareal Bank, Gehe, Medion, Biotech, Kontron, United Internet 2003 sind Kursrückgänge wegen Belastungen im Nahen Osten nicht auszuschließen. Wird ein Krieg vermieden, ergibt sich kurzfristig ein deutliches Rallyepotenzial. Nach Vorlage der Jahresabschlüsse 2002 in Q1 sind weitere Gewinnrevisionen zu erwarten. Zyklische Ausrichtung bei Anlagen empfohlen.
Bank Vontobel (Auswahl) Für risikoscheue Investoren: Novartis, Serono, Swatch, Swiss Re, Nokia. Für risikofreudige Investoren: Swisslog, Kardex, Leica Geosystems, MediGene, Süss Microtechnic Die schwache Konjunktur drückt auf die Ergebnisse, die Gewinne haben sich seit 2000 mehr als halbiert. Daher ist eine gesunde Bilanz von entscheidender Bedeutung. Bilanzkennzahlen und effektive Cash Flows rücken wieder vermehrt ins Zentrum des Interesses. Daher bei der Bewertung Konzentration auf die Bonität.
Credit Suisse First Boston (Auswahl) Aventis (54,20), Accor (32,40), Allianz (99), Bank of Ireland (10,20), Bayer (28), Fresenius (67), SAP (79,10), VW (73) Mit Ausnahme von SAP, das den Sektor dominiert, stammen alle Unternehmen aus Branchen, die CSFB übergewichtet. Die Stocks haben die "besten Geschäftsmodelle" und eine überdurchschnittliche Profitabiliät.
Banc of America Actelion, AstraZeneca, AXA, British Telecom, Phillips, Reuters, Sage Konsens-Ratings für Gewinne je Aktie für 2003 sind zu hoch. Aufgrund fundamentaler Bewertung sind die Aussichten für 2003 aber besser als Ende 2001. Mit EPS-Kürzungen muss jedoch gerechnet werden. Sektoren mit starker Preiskraft (z. B. Healthcare) sollte man übergewichten.
Lehman Brothers AT&T, EATON, Edison, HP, Merck, Microsoft, Morgan Stanley, Nucor, Sara Lee, Sun Microsystems Gewichtung zugunsten des US-Marktes im Portfolio verschoben (von 39 auf 50%). Europa-Anteil (ohne UK) jetzt von 35 auf 24%. Anteile bei Financials (29%), Healthcare (12%) und Versorgern (1%) wurden gesenkt, Energie (5%) und Technologie (14%) leicht erhöht
Quelle: Deutsche Bank Equity Research, WestLB Panmure, DZ Bank, Vontobel Equity Research, Credit Suisse First Boston, Banc of America Securities, Lehman Brothers
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