Noch 200 Tage bis zum Euro-Bargeld - Devisenhändler glaubt Euro
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Countdown läuft: Am Donnerstag sind es noch 200 Tage bis zur Einführung des Euro-Bargeldes. Seit 896 Tagen jedoch ist die Gemeinschaftswährung für Folker Hellmeyer längst Realität: "Beruflich ist der Euro längst etabliert", meint der Chefanalyst im Devisenhandel der Helaba in Frankfurt. Pünktlich zu seiner offiziellen Einführung als öffentliches Zahlungsmittel wird die Gemeinschaftswährung nach Ansicht von Hellmeyer die Dollar-Parität aber nicht mehr erreichen. "Ich erwarte in den kommenden sechs Monaten eine sukzessive Befestigung, im Vergleich zum Dollar wird der Euro wieder in den Bereich von 90 Cent vorstoßen und sich dann mittelfristig bei 95 Cent ansiedeln", sagte der Fachmann im Gespräch mit der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX. Hintergrund seiner Prognose sei die Tatsache, dass sich Europa im Zuge der weltwirtschaftlichen Abschwächung und der konjunkturellen Abkühlung in den Vereinigten Staaten sowie in Japan schlichtweg als stabilste Region empfehle: "Es ist zwar wahr, dass Amerika einen großen Vertrauensvorschuss wegen der Politik des Notenbankchefs Greenspan genießt. Aber letzlich sind nicht die Zinsdifferenzen relevant; entscheidend sind die Leistungsdifferenzen." Hinsichtlich der rückläufigen Produktivitätsrate und der hohen Lohnstückkosten verdienten die USA derzeit eigentlich mehr Skepsis, meinte Hellmeyer. Skepsis würde derzeit aber der Markt ungern zulassen, und deswegen fließe eben weiterhin mehr Kapital in die Staaten. "Obwohl es hier in Europa besser aufgehoben wäre"./aa/av
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Countdown läuft: Am Donnerstag sind es noch 200 Tage bis zur Einführung des Euro-Bargeldes. Seit 896 Tagen jedoch ist die Gemeinschaftswährung für Folker Hellmeyer längst Realität: "Beruflich ist der Euro längst etabliert", meint der Chefanalyst im Devisenhandel der Helaba in Frankfurt. Pünktlich zu seiner offiziellen Einführung als öffentliches Zahlungsmittel wird die Gemeinschaftswährung nach Ansicht von Hellmeyer die Dollar-Parität aber nicht mehr erreichen. "Ich erwarte in den kommenden sechs Monaten eine sukzessive Befestigung, im Vergleich zum Dollar wird der Euro wieder in den Bereich von 90 Cent vorstoßen und sich dann mittelfristig bei 95 Cent ansiedeln", sagte der Fachmann im Gespräch mit der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX. Hintergrund seiner Prognose sei die Tatsache, dass sich Europa im Zuge der weltwirtschaftlichen Abschwächung und der konjunkturellen Abkühlung in den Vereinigten Staaten sowie in Japan schlichtweg als stabilste Region empfehle: "Es ist zwar wahr, dass Amerika einen großen Vertrauensvorschuss wegen der Politik des Notenbankchefs Greenspan genießt. Aber letzlich sind nicht die Zinsdifferenzen relevant; entscheidend sind die Leistungsdifferenzen." Hinsichtlich der rückläufigen Produktivitätsrate und der hohen Lohnstückkosten verdienten die USA derzeit eigentlich mehr Skepsis, meinte Hellmeyer. Skepsis würde derzeit aber der Markt ungern zulassen, und deswegen fließe eben weiterhin mehr Kapital in die Staaten. "Obwohl es hier in Europa besser aufgehoben wäre"./aa/av