Quelle: www.devisen-trader.de
Der Euro ist kaum noch zu halten. Am vergangenen Donnerstag sorgte die Andeutung einer Pause im Zinserhöhungszyklus durch den US-Notenbankchef Bernanke dafür, dass der Wechselkurs bis zum Hoch vom September 2005 bei 1,2580 steigen konnte. Dabei ließen zuletzt die überwiegend positiven Zahlen zur US-Wirtschaft den Markt ziemlich kalt. Man darf gespannt sein, ob die zahlreichen in der nächsten Woche anstehenden US-Konjunkturdaten dem US-Dollar wieder etwas Unterstützung geben. Im Mittelpunkt stehen dabei die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Die Analysten rechnen im Durchschnitt nach einem Plus von 211.000 im März auch für April mit einer Zunahme der Beschäftigung um 198.000 Personen. Es bräuchte allerdings einen deutlich darüber liegenden Zuwachs, um dem Dollar Auftrieb zu geben. Ebenfalls veröffentlicht werden die ISM-Indizes für das verarbeitende und das nicht-verarbeitende Gewerbe. Es wird mit einem leichten Rückgang beider Indikatoren gerechnet.
Keine Überraschung ist dagegen von der EZB zu erwarten. Die schwedische Riksbank hat es dabei schon einmal vorgemacht: Sie ließ den Leitzins konstant bei 2,00 Prozent, stellte aber eine Erhöhung im Juni in Aussicht. Auch die EZB dürfte den Leitzins bei ihrer Sitzung am Donnerstag konstant bei 2,50 Prozent lassen. Angesichts der zuletzt starken Konjunkturdaten aus der Eurozone wäre jedoch in diesem Fall eine Erhöhung im Juni sehr wahrscheinlich und dürfte vom Markt eingepreist werden.
Charttechnik: Die charttechnischen Widerstände bei 1,2410 und 1,2470 stellten für EUR/USD in der vergangenen Woche kaum ein Problem dar. Der Wechselkurs legte im Gefolge der Bernanke-Äußerungen bis auf 1,2580 zu und testete damit den Widerstand bei 1,2580/90, der im September 2005 eine starke Erholungsbewegung von EUR/USD beendete. Diese Marke dürfte trotz des für den US-Dollar inzwischen sehr negativen Sentiments nicht so einfach zu überwinden sein. Insbesondere der dicht gedrängte Datenkalender der nächsten Woche könnte dabei für einige Kursturbulenzen sorgen. Die Trendrichtung bleibt jedoch weiter aufwärts gerichtet, auch wenn sich die überhitzten charttechnischen Indikatoren im überkauften Bereich befinden und damit eine Korrektur nahe legen.
Strategie: EUR/USD nimmt nun mittelfristig wieder die Marke von 1,30 ins Visier. In einer Korrektur kann daher eine Long-Position eröffnet werden. Wir werden Sie im Devisen-Trader rechtzeitig informieren (am Sonntag erhalten Sie wie gewohnt eine ausführliche EUR/USD Analyse).
