Nein, nicht bewusst ausgeblendet. Mir fehlen hierzu die historischen Kursdaten.
Bin schon Stolz, dass ich die S&P-Daten ab 1930 habe.
Aber der eigentliche Tiefpunkt wurde auch erst 1932 erreicht.
Tatsächlich ist der Crash ab 1929 ziemlich vergleichbar mit dem Crash ab 2000.
Auch ist es im nachhinein auch schön zu sehen, dass es tausende Erklärungen für den Crash gibt.
Tatsächlich kann man es aber auch kurz fassen:
Wenn alle in Aktien investiert sind, können Aktien eigentlich nur noch fallen!
Und eine Euphorie nach Kostolany sehe ich weit und breit noch nicht:
- Aktienfonds haben seit 2008 riesige Mittelabflüsse. Erst jetzt nehmen die Mittelabflüsse langsam ab.
- Umsätze an den Börsen sind eher gering
- Zinsen sind superniedrig, Tappering hin oder her
- Die Wirtschaft hat gerade eine Rezession hinter sich. Rezessionen sind immer gute Börsenzeiten, während ein Wirtschaftsboom an der Börse meistens eher schlecht ist.
- IPOs sind auf einem minimalem Niveau.
- Privatanleger, jedenfalls in Deutschland, sind kaum vertreten.
Negativ sind hingegen hohe Aktienkredite in den USA, der starke Aktienanstieg aktuell, die sinkenden Anleihekurse.
Für mich bleibt es, wie es ist. Wir sehen, wenn überhaupt (!!!), einen Aktiencrash vergleichbar 2011. Danach wird es weiter bergauf gehen.
Warum ich es so sehe:
- Ich glaube, dass 2000 alle potentiellen Aktionäre an der Börse waren.
- In den folgenden Jahren bis 2003 wurden die meisten Kleinanleger abgeschüttelt. Die kommen nicht so schnell wieder.
- Die Kleinanleger, die weiterhin euphorisch waren, wurden bis Ende 2007 bestätigt, wurden dann aber 2008/2009 oder spätestens beim Crash 2011 abgeschüttelt.
- 2009 und 2011 dürften dann die Kostolany-Hartgesottenen das Ruder übernommen haben.
www.kostolany-analyse.de