Roubin fokussiert - ähnlich wie der BT - auf wirkliche oder vermeintliche makroökonomische Fakten, die auf implizite Risiken im globalen Kapitalismus verweisen. Risiken, die dessen destruktive Seite offenlegen, sobald sie explizit werden. Seine damit bebilderten Doom-Prognosen ergeben sich jedoch erst durch die Hochrechnung expliziter Risiken in die Zukunft hinein, im Analogieverfahren die Destrutivität früherer Krisen dabei
potenzierend. ...
Der Einwand gegen die Analyse ist der, dass die destruktiven Erscheinungen in Krisen, platzenden Blasen, wertlos gewordenem Kredit und ausuferndem Deficit Spending aus ihrem funktionalem Zusammenhang gerissen werden. Tatsächlich gehören diese Erscheinungen ebenso in die kapitalistische Kausalität wie ihr Gegenüber, die Boom- und Akkumulationsphasen. Kapitalismus reproduziert sich in Zyklen - Blasen werden aufgepumpt bis sie mit Getöse platzen und dann geht es genau so wieder von vorne los. Volkswirte können dies offenbar nicht wahrhaben. Sie glauben, es ist was faul im Staate Dänemark, wenn 'die Märkte' - anarchisch wie sie sind - sich nicht an ihr Modell einer risikolosen, rationalen, linear wachsenden und um alle Krisen bereinigte Wirtschaft halten. Deshalb verstehen sie auch nicht, dass sowohl Überakkumulation wie die auf diese folgende Kontraktion die Hebel liefern, die massgeblich den technologischen Fortschritt erzeugen - von dem wir alle leben. Obwohl auch dies per Analogie erfahrbar wäre...
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'The fight is finished before it is begun' Morihei Ueshiba