Elternabend fertig und noch was zu Deinem Posting anhand der Nasdaq Daten für morgen.
Warum hat mein System Short angezeigt?
Weil das Momentum nachläßt und anhand meiner Datenreihen durch den Move nach unten ein Short angezeigt wurde.
Die Untergrenze der für den Tag berechneten Verlaufsgrenzen wurde unterschritten.
Was stutzig machte: Wie geschrieben, Nasdaq hat das Signal nicht bestätigt, Euro/USD am Folgetag ebenfalls nicht.
Das Systemsignal in der Nasdaq ist demnach noch Long.
Gehandelt habe ich trotz der relativ wenigen Signale dieses Jahr 621 Transaktionen.
Mein Ziel ist, daß Handelssystem als Signalgeber zu nutzen und innerhalb der vorgegebenen Parameter besser abzuschneiden. Also auch Teilverkäufe und Teil Einkäufe, durchaus auch Hedging Positionen.
Für morgen habe ich bei der Nasdaq die Obergrenze bei 1746, nach unten bei 1721.
Ausgehend von diesen Daten und dem momentanen Seitwärtsgeschiebe, kann ich also innerhalb dieser Parameter arbeiten, so wie heute beim Dax und auch bei der Nasdaq.
Würde morgen die Nasdaq mit Bravour die 1746 nehmen, dann war´s Essig mit Short. Schließt er in der Stunden deutlicher unter 1721, dann ist die Nasdaq Short. Entsprechend sollte auch das Signal beim Dax sein.
Natürlich ist jeder Einstieg ein Risiko, egal in welche Richtung. Lasse ich aber einen Long oder Short zu lange laufen, habe ich das Risiko aber genauso, für mich zählt immer nur was am Tagesende rausgekommen ist. Wenn ich bei 5000 in den Dax rein bin und ich lasse alle Shortgelegenheiten flitzen, verliere ich de facto Geld, denn es laufen zwischenzeitlich Punkte gegen mich, von denen ich nicht weiß, ob es nicht doch mehr werden.
Gestaffelte Einstiege antizyklisch, daß bringt selten etwas, egal ob Long oder Short. Da habe ich lieber die Geduld und achte darauf, die Grenzen auszuloten. Die nachfolgenden Trends sind meist effektiver und es ist nicht so, daß man 2009 nichts mit Short verdienen konnte. Im Gegenteil. Richtig ist aber, daß die Shortsignale seit März/April eher Fehlsignale waren als vorher. Macht aber nichts, weil man es einfach vorher nicht weiß, welches Signal paßt und welches nicht. Somit kann nur die Gesamtheit der Signale einen passenden Handelsertrag möglich machen.
Da wo mein System schwierig ist umgesetzt zu werden, sind die Währungen. Funzt nicht.
Aber heute weiß ich nicht was morgen kommt, auch wenn viele diesen Anschein erwecken und auch wenn derzeit alles für Long spricht.
Noch etwas zu den fundamentalen Begründungen eines Marktes.
Mein Handelssystem ist dafür da, meine persönliche Meinung in den Hintergrund zu stellen. Deswegen baut das alles über Exel auf. Die Firma Visual Chart liefert die Daten so, daß ich, was ich brauche, mit Exel bearbeiten kann. Daraus entstehen dann eigene Charts und eben die Verlaufsmöglichkeiten für den kommenden Tag.
Dennoch ist es ein großer Fehler, die fundamentale Betrachtung komplett auszusetzen, oder einen Move wie derzeit so zu sehen, wie es viele Marktteilnehmer derzeit tun. Insofern empfinde ich die Sticheleien gegenüber Leuten die sich viele Gedanken darum machen als unfair. Es ist ein Leichtes in der jetzigen Zeit zu schreiben: Hey, Long ist angesagt!!! Dann rutscht der Dax irgendwann ab, kommt unter die GD´s und man sagt : Hey, jetzt ist Short angesagt. Das ist grobes Handeln, daß vermag ein jeder mit GD´s oder Bollinger Band zu sehen und zu handeln. Die meisten Bullen aber gehen gnadenlos unter in richtige Downer und Bären die heute noch leben, nach 2000, nach 2007, die können zumindestens gut handeln :-)