Demonstrieren für Frieden

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Demonstrieren für Frieden

 
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Los Angeles (AP) Rund 500 Menschen haben am Samstag in der kalifornischen Metropole Los Angeles gegen eine militärische Antwort der USA auf die Terroranschläge vom 11. September demonstriert. Sie legten einen Moment des Schweigens für jene ein, die bei einem amerikanischen Vergeltungsangriff getötet würden. Die Demonstranten appellierten ferner an Präsident George W. Bush, Gewalt nicht mit Gewalt zu vergelten.
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Auch in der Innenstadt von Seattle im Staat Washington demonstrierten über 100 Menschen für Frieden und gegen einen Militärschlag gegen Afghanistan, wo sich der mutmaßliche Drahtzieher der Terroranschläge von New York und Washington, Osama Bin Laden, versteckt hält. Auf der anderen Straßenseite fanden sich gleichzeitig etwa ein Dutzend Demonstranten ein, die die Politik von Präsident Bush vorbehaltlos unterstützen.




© ap - Meldung vom 23.09.2001 10:22 Uhr

Friedensbewegung plant bundesweite Proteste gegen den Krieg
 
 

Kassel (AP) Die Friedensbewegung will in den kommenden Wochen bundesweit gegen drohende Militärschläge der USA protestieren. Auf einer Konferenz des Bundesausschusses Friedensratschlag einigten sich am Samstag in Kassel die 150 Teilnehmer auf einen gemeinsamen Aufruf unter dem Motto: «Aufstehen für den Frieden». Geplant sind untere anderem Großdemonstrationen am 13. Oktober in Berlin und in Stuttgart. Bereits am Samstag demonstrierten Tausende Menschen gegen einen drohenden Krieg.

In Berlin verlief eine Protestaktion mit mehreren tausend Demonstranten zwischen Rotem Rathaus und Auswärtigem Amt nach Angaben der Polizei friedlich. Aufgerufen hatte zu der Aktion ein «Bündnis gegen Krieg». Auch in Köln gingen nach Polizeiangaben rund 200 Menschen unter dem Motto «Aktion für den Frieden» auf die Straße. Der Protestmarsch sei ohne Zwischenfälle verlaufen.

Der Anmelder der Berliner Demonstration, Ralf Reinders, erklärte, den Protestzug habe ein Bündnis aus politischen Organisationen und zahlreichen gesellschaftlichen Gruppen initiiert. Viele Menschen seien empört über die «Kriegsvorbereitung der NATO». Mit der Demonstration solle Solidarität mit den Opfern weltweit bekundet und die Forderung untermauert werden, jede Militäraktion von USA, NATO und Bundeswehr zu stoppen.

In Kassel betonte der Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, Willy van Ooyen: «Mit einem Militärschlag wird die Gewaltspirale nur verlängert». Leidtragende seien bei einem Krieg vor allem die Zivilbevölkerung. Die Friedensbewegten kritisierten Bundeskanzler Gerhard Schröder, der den USA bedingungslos in ihrer Politik folgen wolle. «Wir fühlen uns damit selbst als Geiseln genommen», sagte van Ooyen. Jeder sei wegen der Anschläge auf New York und Washington entsetzt. Trotzdem sprächen sich viele Deutsche gegen kriegerische Auseinandersetzungen aus.

Friedensbewegung plant bundesweite Proteste gegen den Krieg - Erste Zusammenfassung

Der Politikwissenschaftler Werner Ruf betonte, terroristische Anschläge wie jene in den USA seien nicht zu vermeiden. Man dürfe nicht übereilt und ohne ausreichende Beweise handeln. Das Terrorismusproblem könne nur langfristig mit einer anderen Außen- und Entwicklungspolitik gelöst werden. Dabei müsse vermehrt die Armut bekämpft und Respekt vor anderen kulturellen Identitäten aufgebracht werden.

Bislang habe der Westen jedoch nur auf stabile Regierungen im Nahen Osten geachtet. Gegen Menschenrechtsverletzungen in der Region und undemokratische Regime habe man sich kaum gewandt. «Mit einem militärischen Angriff auf Afghanistan bringt man nur wieder zahlreiche Unschuldige um», sagte Ruf. Durch diese kontraproduktive Gewalt werde der Hass und die Wut der Hilflosen gegen den Westen nur weiter verstärkt.

www.friedensratschlag.de




© ap - Meldung vom 22.09.2001 18:55 Uhr
 




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