Dell erwartet weiter sinkende PC-Preise
Der US-Computerhersteller Dell sieht noch kein Ende der Preisspirale mit sinkenden PC-Preisen und erwartet offensichtlich, dass verunsicherte Kunden von Hewlett-Packard (HP) und Compaq zu dem US-Konzern wechseln. "Wir haben unsere Marktstellung und Marktanteile durch internes Wachstum gewonnen, an dieser Strategie wollen wir im Kern festhalten", sagte Dell-Europa-Chef Paul Bell in einem Gespräch mit der FTD in München. Er wollte keine Detailangaben zum Umfang des möglichen Zusatzgeschäftes durch die angekündigte rund 20 Milliarden Dollar teure Übernahme von Compaq durch HP machen. "Wir konzentrieren uns auf unser Geschäft. Aber es gibt vermehrt Kundenanfragen."
Wie der Dell-Europa-Chef sagte ist bei einem Merger im Umfang des geplanten Zusammenschlusses von HP und Compaq "das Management meist rund ein Jahr lang vor allem mit dem Aufbau neuer Strukturen beschäftigt." Diese Schwächephase der Wettbewerber will Dell nutzen.
Der US-Konzern Dell, der seine Computer direkt über Telefon oder Internet und ohne Zwischenhändler an die Kunden verkauft, gilt in der Branche als Gewinner aus dem geplanten Zusammenschluss von HP und Compaq. Weil die Kunden in den Industriestaaten derzeit ihre Investitionen in Technologie zurückfahren, haben aber praktisch alle Hersteller Kostensenkungsprogramme beschlossen. Mit einem Aufschwung in der Computerbranche sei nicht vor dem nächsten Frühjahr zu rechnen. "Wir machen derzeit unsere Planung. Für einen zusätzlichen Kostenabbau über die bekannten Programme hinaus, gibt es derzeit aber keinen Anlass", sagte Bell. Im Gegenteil plant Dell einen Ausbau der Fertigungskapazitäten in Europa. In Irland hat Dell zwei seiner weltweit sechs Fertigungsstätten. Dort sind etwa 3800 Mitarbeiter beschäftigt. "Die beiden Werke in Irland stoßen im Herbst 2002 an ihre Grenzen. Im kommenden Frühjahr wollen wir darüber entscheiden, wo in Europa zusätzliche Fertigungskapazitäten aufgebaut werden", sagte Dell. Dabei gebe es eine Vielzahl von möglichen "kostengünstigen Standorten". (as)
[Tue, 11.09.2001] - © 2001 de.internet.com
Der US-Computerhersteller Dell sieht noch kein Ende der Preisspirale mit sinkenden PC-Preisen und erwartet offensichtlich, dass verunsicherte Kunden von Hewlett-Packard (HP) und Compaq zu dem US-Konzern wechseln. "Wir haben unsere Marktstellung und Marktanteile durch internes Wachstum gewonnen, an dieser Strategie wollen wir im Kern festhalten", sagte Dell-Europa-Chef Paul Bell in einem Gespräch mit der FTD in München. Er wollte keine Detailangaben zum Umfang des möglichen Zusatzgeschäftes durch die angekündigte rund 20 Milliarden Dollar teure Übernahme von Compaq durch HP machen. "Wir konzentrieren uns auf unser Geschäft. Aber es gibt vermehrt Kundenanfragen."
Wie der Dell-Europa-Chef sagte ist bei einem Merger im Umfang des geplanten Zusammenschlusses von HP und Compaq "das Management meist rund ein Jahr lang vor allem mit dem Aufbau neuer Strukturen beschäftigt." Diese Schwächephase der Wettbewerber will Dell nutzen.
Der US-Konzern Dell, der seine Computer direkt über Telefon oder Internet und ohne Zwischenhändler an die Kunden verkauft, gilt in der Branche als Gewinner aus dem geplanten Zusammenschluss von HP und Compaq. Weil die Kunden in den Industriestaaten derzeit ihre Investitionen in Technologie zurückfahren, haben aber praktisch alle Hersteller Kostensenkungsprogramme beschlossen. Mit einem Aufschwung in der Computerbranche sei nicht vor dem nächsten Frühjahr zu rechnen. "Wir machen derzeit unsere Planung. Für einen zusätzlichen Kostenabbau über die bekannten Programme hinaus, gibt es derzeit aber keinen Anlass", sagte Bell. Im Gegenteil plant Dell einen Ausbau der Fertigungskapazitäten in Europa. In Irland hat Dell zwei seiner weltweit sechs Fertigungsstätten. Dort sind etwa 3800 Mitarbeiter beschäftigt. "Die beiden Werke in Irland stoßen im Herbst 2002 an ihre Grenzen. Im kommenden Frühjahr wollen wir darüber entscheiden, wo in Europa zusätzliche Fertigungskapazitäten aufgebaut werden", sagte Dell. Dabei gebe es eine Vielzahl von möglichen "kostengünstigen Standorten". (as)
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