Die jüngsten Daten zur Wirtschaft und Preisentwicklung haben in Deutschland Angst vor einer Deflation ausgelöst. Die Folgen für die Wirtschaft [1] wären gravierend, die Börsen haben entsprechend mit Abschlägen reagiert.
Noch ist nicht sicher, dass es überhaut zu diesem Albtraum-Szenario kommt. Aber die Anleger tun gut daran, sich schon einmal darauf einzustellen. Wie das geht? Mit den richtigen Aktien. Zwar wird sich eine schwache Konjunktur in allen Wirtschaftsbereichen niederschlagen, einige Brachen dürften aber weniger von einem Abwärtsstrudel betroffen sein.
Besonders großer Preisdruck ist bei schwacher Konjunkturlage in Märkten zu erwarten, die gesättigt sind. Ein Beispiel dafür sind die Autohersteller, die schon seit längerem die Kunden mit Rabatten in die Verkaufshallen locken. In Brachen mit hohem Wachstumspotenzial sowie Bereichen, die sich durch innovative Produkte mit Alleinstellungsmerkmal auszeichnen, ist dagegen kaum Preisdruck zu befürchten.
Kaum Gefahr bei Internet-Werten
Mit am besten dürften in einer Deflation die Internetwerte abschneiden. Das Wachstumspotenzial in diesem Bereich ist unverändert hoch, da sich das weltweite Netz immer weiter verbreitet und Internet-Anbieter ständig neue Kundengruppen erschließen können. Von fallenden Preisen im Internet kann kaum die Rede sein, gehen doch immer mehr Anbieter gerade erst dazu über, die bisherigen Gratis-Dienstleistungen kostenpflichtig zu machen.
Aber auch bei den traditionellen Internet-Angeboten sind die Zeiten fallender Preise, wie sie etwa um die Jahrtausendwende herrschten, vorbei. T-Online [ WKN: 555770 ] hat im vergangenen Jahr den DSL-Preis um fünf Euro nach oben geschraubt, dem Kundenzuwachs hat das nicht geschadet.
Die Telekom-Tochter dürfte wegen ihrer starken Stellung auf dem europäischen Internetmarkt mittelfristig zu den großen Gewinnern zählen. Leider ist ein Teil der Zukunftsfantasie schon in der Aktie eingepreist. Der Marktkapitalisierung von mehr als acht Milliarden Euro steht zwar ein Cash-Bestand von fast vier Milliarden Euro gegenüber, dennoch ist die Bewertung sehr ambitioniert.
Wir favorisieren aus dem TecDAX weiter die Aktie von United Internet [ WKN: 508903 ], die seit mehreren Quartalen mit soliden Zahlen [2] überzeugt. Das KGV für 2004 von 16 bietet noch Kurspotenzial. Aus der zweiten Reihe halten wir Teles [ WKN: 745490 ] für interessant. Sollte das skyDSL- bzw. das cableDSL-Geschäft richtig anlaufen, muss über eine Neubewertung des Berliner Technologieanbieters nachgedacht werden [3] . Aber auch das derzeitige Geschäft lässt noch Luft für Kursgewinne.
Weitere interessante Branchen
Kaum betroffen von einer Deflation dürften Biotech-Firmen sein, weil die Patente auf Wirkstoffe eine Monopolstellung sichern und damit die Gewähr für stabile Preise bieten. Dazu werden Patienten auch bei schwacher Konjunktur nicht auf Medikamente verzichten.
Die großen und profitablen Biotech-Firmen sitzen allerdings fast alle in den USA. Von einer guten Entwicklung der Branche können deutsche Anleger durch ein Investment in die Beteiligungsgesellschaft BB Biotech [ WKN: 888509 ] profitieren. Schon in den letzten Jahren hat das Portfolio-Management einen gutes Händchen bewiesen und die Vergleichsindizes outperformt.
Ähnlich stabil dürften auch die Preise bei Medizintechnik-Firmen bleiben, weil sich die Branche ebenfalls durch innovative Produkte auszeichnet. Unser Favorit aus dieser Branche bleibt auch nach dem starken Kursanstieg der letzten Monate die Aktie von Drägerwerk [ WKN: 555063 ]. Die Aussichten auf die kommenden Geschäftsjahre sind blendend [4] , nachdem das Joint Venture mit Siemens genehmigt ist. Das Papier hat sein Potenzial deshalb noch lange nicht ausgeschöpft.
Sowohl Teles, United Internet und Drägerwerk haben schon im letzten Jahr unter Beweis gestellt, dass sie auch in schwierigen Konjunkturphasen bestehen können. Für den Fall einer Deflation haben Anleger mit den Papieren des Trios deshalb die besten Chancen, ungeschoren davon zu kommen.
Noch ist nicht sicher, dass es überhaut zu diesem Albtraum-Szenario kommt. Aber die Anleger tun gut daran, sich schon einmal darauf einzustellen. Wie das geht? Mit den richtigen Aktien. Zwar wird sich eine schwache Konjunktur in allen Wirtschaftsbereichen niederschlagen, einige Brachen dürften aber weniger von einem Abwärtsstrudel betroffen sein.
Besonders großer Preisdruck ist bei schwacher Konjunkturlage in Märkten zu erwarten, die gesättigt sind. Ein Beispiel dafür sind die Autohersteller, die schon seit längerem die Kunden mit Rabatten in die Verkaufshallen locken. In Brachen mit hohem Wachstumspotenzial sowie Bereichen, die sich durch innovative Produkte mit Alleinstellungsmerkmal auszeichnen, ist dagegen kaum Preisdruck zu befürchten.
Kaum Gefahr bei Internet-Werten
Mit am besten dürften in einer Deflation die Internetwerte abschneiden. Das Wachstumspotenzial in diesem Bereich ist unverändert hoch, da sich das weltweite Netz immer weiter verbreitet und Internet-Anbieter ständig neue Kundengruppen erschließen können. Von fallenden Preisen im Internet kann kaum die Rede sein, gehen doch immer mehr Anbieter gerade erst dazu über, die bisherigen Gratis-Dienstleistungen kostenpflichtig zu machen.
Aber auch bei den traditionellen Internet-Angeboten sind die Zeiten fallender Preise, wie sie etwa um die Jahrtausendwende herrschten, vorbei. T-Online [ WKN: 555770 ] hat im vergangenen Jahr den DSL-Preis um fünf Euro nach oben geschraubt, dem Kundenzuwachs hat das nicht geschadet.
Die Telekom-Tochter dürfte wegen ihrer starken Stellung auf dem europäischen Internetmarkt mittelfristig zu den großen Gewinnern zählen. Leider ist ein Teil der Zukunftsfantasie schon in der Aktie eingepreist. Der Marktkapitalisierung von mehr als acht Milliarden Euro steht zwar ein Cash-Bestand von fast vier Milliarden Euro gegenüber, dennoch ist die Bewertung sehr ambitioniert.
Wir favorisieren aus dem TecDAX weiter die Aktie von United Internet [ WKN: 508903 ], die seit mehreren Quartalen mit soliden Zahlen [2] überzeugt. Das KGV für 2004 von 16 bietet noch Kurspotenzial. Aus der zweiten Reihe halten wir Teles [ WKN: 745490 ] für interessant. Sollte das skyDSL- bzw. das cableDSL-Geschäft richtig anlaufen, muss über eine Neubewertung des Berliner Technologieanbieters nachgedacht werden [3] . Aber auch das derzeitige Geschäft lässt noch Luft für Kursgewinne.
Weitere interessante Branchen
Kaum betroffen von einer Deflation dürften Biotech-Firmen sein, weil die Patente auf Wirkstoffe eine Monopolstellung sichern und damit die Gewähr für stabile Preise bieten. Dazu werden Patienten auch bei schwacher Konjunktur nicht auf Medikamente verzichten.
Die großen und profitablen Biotech-Firmen sitzen allerdings fast alle in den USA. Von einer guten Entwicklung der Branche können deutsche Anleger durch ein Investment in die Beteiligungsgesellschaft BB Biotech [ WKN: 888509 ] profitieren. Schon in den letzten Jahren hat das Portfolio-Management einen gutes Händchen bewiesen und die Vergleichsindizes outperformt.
Ähnlich stabil dürften auch die Preise bei Medizintechnik-Firmen bleiben, weil sich die Branche ebenfalls durch innovative Produkte auszeichnet. Unser Favorit aus dieser Branche bleibt auch nach dem starken Kursanstieg der letzten Monate die Aktie von Drägerwerk [ WKN: 555063 ]. Die Aussichten auf die kommenden Geschäftsjahre sind blendend [4] , nachdem das Joint Venture mit Siemens genehmigt ist. Das Papier hat sein Potenzial deshalb noch lange nicht ausgeschöpft.
Sowohl Teles, United Internet und Drägerwerk haben schon im letzten Jahr unter Beweis gestellt, dass sie auch in schwierigen Konjunkturphasen bestehen können. Für den Fall einer Deflation haben Anleger mit den Papieren des Trios deshalb die besten Chancen, ungeschoren davon zu kommen.
