Dax peilt 4500 Punkte an


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EinsamerSam.:

Dax peilt 4500 Punkte an

 
01.06.05 13:50
Autobauer im Fokus

Dax peilt 4500 Punkte an

Der Deutsche Aktienindex Dax hat am Mittwoch Fahrt aufgenommen und ein neues Jahreshoch markiert. Gefragt waren angesichts der anhaltenden Talfahrt des Euro vor allem Aktien der vom Export abhängigen Automobilbauer.

HB FRANKFURT. Der Leitindex kletterte bis zum Mittag um 0,65 % auf 4489,74 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Sommer 2002. „Der Aktienmarkt ist stark von der Charttechnik geprägt“, begründete BW-Bank-Händler Stephan Linz den Dax-Anstieg angesichts nur weniger Unternehmensnachrichten. Heinz-Bernd Schmitz von der NordLB verwies auf die dünnen Handelsumsätze. „Derzeit traut sich niemand, Aktien zu verkaufen. Allerdings stocken auch nur sehr wenige Investoren ihren Bestand auf. Daher geht der Markt nur zögerlich nach oben.“

Auf den Einkaufslisten der Anleger standen erneut die Autowerte ganz oben. „Der Autosektor profitiert eindeutig vom nachgebenden Euro-Kurs“, sagte ein Händler. Seit der Ablehnung der EU-Verfassung durch Frankreich am Sonntag rutschte die Gemeinschaftswährung zum Dollar deutlich ab und notierte zuletzt mit 1,2233 Dollar auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2004. An diesem Mittwoch stimmen die Niederlande über die EU-Verfassung ab. Die Aktien von BMW gewannen 1,4 %, die Titel von Daimler-Chrysler legten um ein Prozent zu. Die Anteilsscheine von Volkswagen verteuerten sich um rund zwei Prozent und führten damit die Gewinnerliste im Dax an. Börsianer verwiesen auf den Rekordabsatz der VW-Tochter Audi im Mai. „Die Zahlen von Audi sind besser als erwartet und haben den VW-Kurs angetrieben“, sagte ein Händler.

Spekulationen über eine Aktienplatzierung des Bundeslandes Bayern belasteten zeitweise den Aktienkurs des Energieriesen Eon. Das Bayerische Finanzministerium dementierte dies später. Daraufhin zogen die Eon-Titel wieder an auf ein Plus von einem Prozent auf 71 Euro.

Die Aktien der HVB setzten nach ihrem jüngsten Höhenflug ihre Kursverluste vom Vortag fort und gaben 0,9 % auf 19,85 Euro nach. „Die Übernahmefantasie ist erst einmal raus aus der Aktie“, begründete ein Börsianer den Abschlag. Die italienische Großbank Unicredito, die an einer Übernahme der zweitgrößten deutschen Bank interessiert ist, hatte am Dienstag Erwartungen an eine sehr schnelle Einigung in den Übernahmeverhandlungen gedämpft.

Im M-Dax rutschten die Aktien von EADS um 1,3 % ab. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern räumte ein, dass sich die Auslieferung des neuen Großraumflugzeugs A380 um bis zu sechs Monate verzögern könne.

Gekauft wurden hingegen die Aktien des Chemiekonzerns Lanxess, der als heißer Kandidat für einen Aufstieg in den M-Dax gehandelt wird. Nach Aussage von Finanzexperten wird die geplante Ausgabe einer Euro-Benchmark-Anleihe vom Markt positiv aufgenommen. Ein Aktienhändler verwies auf die derzeit niedrigen Zinsen: „Die Gelegenheit scheint günstig, Schulden abzubauen.“ Lanxess-Aktien verteuerten sich um rund fünf Prozent auf 18,20 Euro.

Quelle: HANDELSBLATT, Mittwoch, 01. Juni 2005, 13:45 Uhr

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Der Einsame Samariter

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EinsamerSam.:

Dax überspringt 4500-Punkte-Marke

 
02.06.05 07:15
Höchster Stand seit rund drei Jahren

Dax überspringt 4500-Punkte-Marke

Der Deutsche Aktienindex ist am Mittwoch zum ersten Mal seit rund drei Jahren wieder über die psychologisch wichtige Marke von 4500 Punkten geklettert. Die Euro-Schwäche und freundliche Vorgaben von der Wall Street haben dabei geholfen. Von der Talfahrt des Euro profitierten in erster Linie die Aktien der vom Export abhängigen Automobilhersteller.

HB FRANKFURT. Deutschlands wichtigster Börsenindex schloss 1,5 % höher bei 4527 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte erhöhte sich um 0,30 % auf 5993 Punkte und der Technologie-Index TecDax stieg um 0,79 % auf 535 Zähler.

„Die Ursache ist ausschließlich währungsbedingt“, sagte Heino Ruland, Marktanalyst beim Handelshaus Steubing. Ein anderer Börsianer erklärte den Kurssprung des Dax am Nachmittag mit den steigenden US-Börsen. Ein Händler sagte, er habe eher eine Konsolidierung des Dax erwartet. „Es ist schon erstaunlich, welche Dynamik der Dax entwickelt. Damit hätte ich nicht gerechnet.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Papiere der Autokonzerne. Die Titel von Daimler-Chrysler gewannen 1,6 %, BMW 2,3 % und Volkswagen 2,6 %. „Der Autosektor profitiert eindeutig vom nachgebenden Euro-Kurs“, sagte ein Händler. Ein niedrigerer Euro-Wechselkurs verbilligt deutsche Produkte im umsatzstarken Dollarraum und erleichtert so den für die Unternehmen wichtigen Export. Die Kursgewinne bei den VW-Aktien erklärten Börsianer zudem mit dem Rekordabsatz der Tochter Audi im Mai. „Die Zahlen von Audi sind besser als erwartet und haben den VW-Kurs angetrieben“, sagte ein Händler.

Für Verwirrung am Aktienmarkt sorgten Marktspekulationen über eine angebliche Platzierung von Eon-Aktien durch das Bundesland Bayern. Zeitweise drehten die Titel des Energieversorgers daraufhin leicht ins Minus. Die Bayerische Landesregierung wies die Gerüchte als „falsch“ zurück und sorgte damit für eine Erholung des Aktienkurses. Die Eon-Aktien gingen mit einem Plus von 1,4 % aus dem Handel.

Gefragt waren auch die Papiere von Bayer, die um 2,3 % zulegten, nachdem der Chemie- und Pharmakonzern weitere 300 Mill. € an Einsparungen angekündigt hatte. Ein Händler verwies zudem auf den steigenden Gesamtmarkt und die Charttechnik. „Der Chart sieht einfach traumhaft aus“, sagte er.

Fresenius Medical Care (FMC) gehörten mit plus 1,71 % auf 64,93 € ebenfalls zu den gefragtesten Werten. Der Dialyse-Spezialist hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr noch einmal bekräftigt. Auch die bestätigte Prognose von Fraport stieß am Aktienmarkt auf positive Resonanz. Das Papier des Frankfurter Flughafenbetreibers zog um 1,81 % auf 33,80 € an.

In der Gunst der Anleger weit oben standen auch die Papiere des MDax-Kandidaten Lanxess mit einem Plus von mehr als fünf Prozent. Nach Aussage von Finanzexperten wird die geplante Ausgabe einer Euro-Benchmark-Anleihe vom Markt positiv aufgenommen.

Aktien der Deutschen Post profitierten von einer positiv aufgenommenen Unternehmenspräsentation und stiegen um 1,84 % auf 19,42 €. Händlern zufolge hat sich das Unternehmen positiv auf der „German Corporate Conference“ der Deutschen Bank präsentiert. Hier seien optimistische Aussagen gemacht worden.

Siemens-Papiere gewannen 1,79 % auf 60,41 €. Der Konzern baut in Herdecke ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk für rund 220 Mill. €. Auftraggeber für das Werk mit einer Leistung von 400 Megawatt ist die Kraftwerksgesellschaft Herdecke in Hagen. Der Auftrag schließt die Wartung des Kraftwerks ein.

Schlechter als der Markt entwickelten sich die Aktien der HVB, die zeitweise im Minus notierten und nur 0,4 % höher schlossen. Die italienische Großbank Unicredito, die an der Münchener Bank interessiert ist, hatte am Dienstag Erwartungen an eine sehr schnelle Einigung in den Übernahmeverhandlungen gedämpft. „Die erste Euphorie ist erst einmal raus. Viele fragen sich jetzt, ob der Deal überhaupt zu Stande kommt, wann und welchen Sinn er macht“, sagte ein Händler.

Einziger Verlierer im Dax waren die Papiere von Altana mit einem Minus von einem Prozent auf 47,89 €. Händlern zufolge hatte Goldman Sachs die Gewinnschätzung für den Pharma- und Spezialchemiekonzern für 2006 gesenkt.

Gefragt waren die Papiere der Norddeutschen Affinerie, die im MDax um knapp drei Prozent zulegten. Die größte deutsche Kupferhütte sieht die langfristigen Schmelzlöhne bei 110 bis 112 Dollar pro Tonne.

Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere fiel auf das Rekordtief von 3,02 (Vortag 3,06) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,15 % auf 122,62 Punkte zu. Für den Bund Future ging es um 0,34 % auf 122,73 Punkte nach oben.

Der Kurs des Euro fiel erneut. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2228 (Dienstag: 1,2331) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8178 (0,8110) Euro. Seit Jahresbeginn hat die Gemeinschaftswährung damit rund zehn Prozent an Wert eingebüßt.

Quelle: HANDELSBLATT, Mittwoch, 01. Juni 2005, 18:45 Uhr

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