DAX Analyse 4. Teil: Umsetzung in eine Elliott-Analyse (Teil I)
von Boris Leschek, Freier Autor
Vorbemerkungen
Mit der heutigen langfristigen Analyse des DAX soll nun erklärt werden, wie man mit Hilfe der in Teil 1 - Teil 3 vermittelten Analysetechniken einen Elliott-Wave Count erstellt.
1. Teil: Definition der Methode
2. Teil: Konstruktion der Channeling Points
3. Teil: Trading System mit Performance Check
4. Teil: Umsetzung in eine Elliott Wave Analyse
Konstruktion der Channeling Lines
Bild 01: DAX Channeling-Lines and Channeling-Points
Zunächst ziehen wir eine Channeling-Line ausgehend vom ATH (P0 purpur) zum nächstgelegenem Extrema (Px purpur).
Ausgehend von diesem Channeling-Point Px purpur wird eine erneute Channeling-Line durch das nächste Extrema gezogen. Diese Points bekommen die Bezeichnungen P0 green und Px green.
Das Jahrestief wird mit dem Channeling-Point P0 blue gekennzeichnet. Ausgehend von diesem wird eine Channeling-Line durch das nächste Extrema gezogen. Dieser wird mit Px blue bezeichnet.
Nun muss analysiert werden, ob die Points Px mit P2, P4 oder PB gelabelt werden müssen.
Grundsätzliches Problem: Die Channeling Lines P0-Px purpur und P0-Px green wurden noch nicht wieder nach oben durchbrochen.
Dies bedeutet also: Es liegt noch keinerlei Bestätigung für die konstruierten Points P2, P4 und PB vor.
Nur die Line P0-PB blue wurde gebrochen und somit wurde diese Line bestätigt.
Gehen wir nun die einzelnen Szenarien durch:
Channeling-Line: P0 purpur – P2 purpur
Ist dies möglich?
Ist der Downmove vom ATH als Impulse zu charakterisieren?
Damit der Downmove als Impulse gezählt werden kann, muss Px green die Bezeichnung P4 green erhalten. Dadurch wird das Jahrestief als das Ende der Wave-5 bezeichnet.
Aus mehreren Gründen kann der Downmove aber NICHT als Impulse pattern bezeichnet werden.
a) Die sogennannte Wave-3 enthält Wellenüberschneidungen. Dies darf unter keinen Umständen in einer Wave-3 auftreten.
Die einzelnen Subwaves der Wave-3 haben eine 3wellige Struktur.
b) Eine andere Regel besagt, dass die P2-P4 Line spätestens dann durchbrochen werden muss, wenn die Dauer der Corretive Wave höchstens die Zeit in Anspruch genommen hat, die zur Bildung der Wave-5 benötigt wurde. In unserem Fall müsste dies also in den nächsten 13 Handelstagen geschehen.
Eine 100% Sicherheit, dass es sich NICHT um eine Impulsewave handelt ist also in 13 Handelstagen gegeben.
Dies ist also eine Variante, die ich in 13 Handelstagen aus der Szenarienauswahl herausnehmen werde.
Die einzige sinnvolle Möglichkeit, die ich zur Zeit sehe, ist, dass das Jahreslow erst das Ende der Wave-3 war. Daraus ergibt sich aber sofort, dass wir es mit einem Diagonal Triangle, beginnend im ATH zu tun hätten.
Auch diese Variante werde ich nicht weiter in der Szenarienauswahl behalten, da sie mir aktuell nicht schlüssig erscheint. Würde bei einem möglichen Triangle aber zum Tragen kommen.
Channeling Point: P0 purpur – PB purpur
Das Jahrestief markiert also das Ende der Wave-c.
Allerdings ergibt sich hier das Problem zwischen den Fibonacci Verhältnissen von Wave-a und Wave-c. Die gesamte Struktur kann nur als Zigzag gezählt werden. Die Wave-c darf aber nur maximal 161,8% der Länge von Wave-a erreichen. Somit fällt diese Variante also auch aus.
Fazit:
Es gibt unter diesen Voraussetzungen keinen schlüssigen Count. Einzige Möglichkeit ist, dass wir es mit einem Triangle zu tun haben. Doch diese Möglichkeit lasse ich zunächst ausser acht, da es zum jetzigen Zeitpunkt eine zu grosse Spekulation ist. Anzeichen dafür sind aber schon vorhanden.
Was also ist zu tun?
Des Rätsels Lösung liegt in der Verlagerung des Endpunktes der vorangegangenen Impulsewave zum Channeling-Point P0 green.
In den nächsten Teilen wird nun der komplette Wave Count des DAX seit dem ATH genauer behandelt und erklärt.

DAX Analyse 4. Teil: Umsetzung in eine Elliott-Analyse (Teil II)
von Boris Leschek, Freier Autor
Bisheriges Fazit:
In 4. Teil: Umsetzung in eine Elliott Wave Analyse der Elliott Wave Analyse des DAX seit dem ATH wurde gezeigt, dass die Channeling Method scheinbar kein vernünftiges Ergebnis liefern kann.
Es gibt unter diesen Voraussetzungen keinen schlüssigen Count. Einzige Möglichkeit ist, dass wir es mit einem Triangle zu tun haben. Doch diese Möglichkeit lasse ich zunächst ausser acht, da es zum jetzigen Zeitpunkt eine zu grosse Spekulation ist. Anzeichen dafür sind aber schon vorhanden.
Was also ist zu tun?
Des Rätsels Lösung liegt in der Verlagerung des Enpunktes der vorangegangenen Impulsewave zum Channeling-Point P0 green.
Betrachten wir also den Chart etwas genauer.
Degree Definition Table
(Bild 01)
Übersichtchart
Bild 02: DAX - Complete Count since ATH
Interpretation
Der zu analysierende Degree wird D08 sein. Wenn eine Wave mit Wave-V oder Wave-C gelabelt wird, erhält dieser Endpunkt zusätzlich eine Labelung des Degree D09.
Durch die schon angedeutete Verlagerung des wirklichen Endes der kompletten Wave im Degree D08 wird der Channeling-Point P0 purpur mit Wave III und der Channeling-Point Px purpur mit Wave V und somit Wave V’ gelabelt.
Inwieweit das Label auf dem Degree D10 Wave (V) oder Wave (III) lautet soll zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter interessieren. Grundsätzlich ist diese Fragestellung aber interessant, da durch die Wahl Wave (III) oder Wave (V) die zukünftige Entwicklung der nächsten 5-10 Jahre entscheidend beeinflusst werden wird.
Das Low-Extrema zwischen diesen beiden Points wird mit Wave IV gekennzeichnet.
Der Channeling-Point Px green wird mit Wave B, das zwischen Wave V und Wave B liegende Low-Extrema mit Wave A bezeichnet.
Das Jahrestief 2001 bekommt die Bezeichnung Wave C und damit auch Wave A’.
Übersichtchart
Bild 03: DAX - Complete Count last 5 Years
Um die letzten 2 Jahre noch besser im Gesamtzusammenhang zu sehen habe ich den Count der letzten 5 Jahre zusammengestellt.
Dadurch erhält man ein noch besseres Gefühl für die augenblickliche Situation.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen sehr interessanten Artikel hinweisen, der den DAX über die letzten 34 Jahre analysiert. Für mich eine ausgesprochen gute Analyse, da sie mir sehr schlüssig erscheint. Im langfristigen Zeifenster werde ich wohl diesen Count als Grundlage hernehmen.
Deutscher Aktienindex - ein 34 Jahreszyklus
Autoren: BEA, JFO HP:http://www.parus.de
Detailed Charts
Bild 04: DAX Zoom - Wave IV and Wave V
Bild 05: DAX Zoom - Wave A
Bild 06: DAX Daily (Prefered Count since 21. September 2001)
Diese Charts sollen einfach einen etwas detaillierteren Eindruck vermitteln, wie nun auf den tieferen Degrees gezählt wird.
Der Chart in Bild 06 soll als Grundlage für die Analyse des DAX für den 02. Januar 2002 dienen.
Damit schliesst sich zunächst der Kreis, der einen ersten Eindruck über den Wave Verlauf des DAX in den letzten 34 Jahren vermitteln sollte.
Dieses Szenario soll in keinster Weise dem Leser den "wahren" Elliott Wave Count des DAX vermitteln.
Vielmehr soll er als Grundlage für Diskussionen stehen, um so die unterschiedlichen Sichtweisen der Elliott Wave Analysten zu erläutern.
Fazit
Egal wie nun der "wahre" Count lauten wird, eins kann mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit festgestellt werden: Der Baermarkt hat erst begonnen.
Kursrallies, wie in den 90er Jahren, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Sicherlich wird es die ein oder andere Baermarktrally geben, zur Zeit befinden wir uns mitten drin. Aber es werden sich dann auch wieder ausgeprägte baerishe Tendenzen einstellen.
Als Beispiel möchte ich hier die langfristige Prognose vom 21.09.2001 für den NDX hereinstellen, damit man eine visuelle Andeutung von dem bekommt, was ich meine.







Ich habe davon zwar nicht allzuviel verstanden, aber ich will hoffen das mein Put zulegt, ab Mittwoch.
Stammdaten
Emittent Citibank
Basiswert DAX (846900)
Typ C/P Put
Typ E/A Amerikanisch
Basispreis 4.200,00
Währung EUR
Fälligkeit 18.03.2002
Bez.-Verh. 0,010
Börsenplätze BER DUS FRA STU
Bemerkung Keine
Kursdaten
Kurs Basiswert 28.12., 14:15
- in EUR 5.160,10
Kurs Optionsschein 28.12., 17:43
- Geld (in EUR) 0,370 (n.a. / -13,95%)
- Brief (in EUR) 0,390 (n.a. / -13,33%)
Spread
- Absolut 0,02
- Homogenisiert 2,00
- in % des Briefkurses 5,13%

gruß
proxi
Damit der Downmove als Impulse gezählt werden kann, muss Px green die Bezeichnung P4 green erhalten. Dadurch wird das Jahrestief als das Ende der Wave-5 bezeichnet.
Aus mehreren Gründen kann der Downmove aber NICHT als Impulse pattern bezeichnet werden.
a) Die sogennannte Wave-3 enthält Wellenüberschneidungen. Dies darf unter keinen Umständen in einer Wave-3 auftreten.
Die einzelnen Subwaves der Wave-3 haben eine 3wellige Struktur.
b) Eine andere Regel besagt, dass die P2-P4 Line spätestens dann durchbrochen werden muss, wenn die Dauer der Corretive Wave höchstens die Zeit in Anspruch genommen hat, die zur Bildung der Wave-5 benötigt wurde. In unserem Fall müsste dies also in den nächsten 13 Handelstagen geschehen.
Eine 100% Sicherheit, dass es sich NICHT um eine Impulsewave handelt ist also in 13 Handelstagen gegeben.
Dies ist also eine Variante, die ich in 13 Handelstagen aus der Szenarienauswahl herausnehmen werde.
Die einzige sinnvolle Möglichkeit, die ich zur Zeit sehe, ist, dass das Jahreslow erst das Ende der Wave-3 war. Daraus ergibt sich aber sofort, dass wir es mit einem Diagonal Triangle, beginnend im ATH zu tun hätten.
Auch diese Variante werde ich nicht weiter in der Szenarienauswahl behalten, da sie mir aktuell nicht schlüssig erscheint. Würde bei einem möglichen Triangle aber zum Tragen kommen.
Channeling Point: P0 purpur – PB purpur
Das Jahrestief markiert also das Ende der Wave-c.
Allerdings ergibt sich hier das Problem zwischen den Fibonacci Verhältnissen von Wave-a und Wave-c. Die gesamte Struktur kann nur als Zigzag gezählt werden. Die Wave-c darf aber nur maximal 161,8% der Länge von Wave-a erreichen. Somit fällt diese Variante also auch aus.
Fazit:
Es gibt unter diesen Voraussetzungen keinen schlüssigen Count. Einzige Möglichkeit ist, dass wir es mit einem Triangle zu tun haben. Doch diese Möglichkeit lasse ich zunächst ausser acht, da es zum jetzigen Zeitpunkt eine zu grosse Spekulation ist. Anzeichen dafür sind aber schon vorhanden.
Was also ist zu tun?
Des Rätsels Lösung liegt in der Verlagerung des Endpunktes der vorangegangenen Impulsewave zum Channeling-Point P0 green.
In den nächsten Teilen wird nun der komplette Wave Count des DAX seit dem ATH genauer behandelt und erklärt.

DAX Analyse 4. Teil: Umsetzung in eine Elliott-Analyse (Teil II)
von Boris Leschek, Freier Autor
Bisheriges Fazit:
In 4. Teil: Umsetzung in eine Elliott Wave Analyse der Elliott Wave Analyse des DAX seit dem ATH wurde gezeigt, dass die Channeling Method scheinbar kein vernünftiges Ergebnis liefern kann.
Es gibt unter diesen Voraussetzungen keinen schlüssigen Count. Einzige Möglichkeit ist, dass wir es mit einem Triangle zu tun haben. Doch diese Möglichkeit lasse ich zunächst ausser acht, da es zum jetzigen Zeitpunkt eine zu grosse Spekulation ist. Anzeichen dafür sind aber schon vorhanden.
Was also ist zu tun?
Des Rätsels Lösung liegt in der Verlagerung des Enpunktes der vorangegangenen Impulsewave zum Channeling-Point P0 green.
Betrachten wir also den Chart etwas genauer.
Degree Definition Table
(Bild 01)
Übersichtchart
Bild 02: DAX - Complete Count since ATH
Interpretation
Der zu analysierende Degree wird D08 sein. Wenn eine Wave mit Wave-V oder Wave-C gelabelt wird, erhält dieser Endpunkt zusätzlich eine Labelung des Degree D09.
Durch die schon angedeutete Verlagerung des wirklichen Endes der kompletten Wave im Degree D08 wird der Channeling-Point P0 purpur mit Wave III und der Channeling-Point Px purpur mit Wave V und somit Wave V’ gelabelt.
Inwieweit das Label auf dem Degree D10 Wave (V) oder Wave (III) lautet soll zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter interessieren. Grundsätzlich ist diese Fragestellung aber interessant, da durch die Wahl Wave (III) oder Wave (V) die zukünftige Entwicklung der nächsten 5-10 Jahre entscheidend beeinflusst werden wird.
Das Low-Extrema zwischen diesen beiden Points wird mit Wave IV gekennzeichnet.
Der Channeling-Point Px green wird mit Wave B, das zwischen Wave V und Wave B liegende Low-Extrema mit Wave A bezeichnet.
Das Jahrestief 2001 bekommt die Bezeichnung Wave C und damit auch Wave A’.
Übersichtchart
Bild 03: DAX - Complete Count last 5 Years
Um die letzten 2 Jahre noch besser im Gesamtzusammenhang zu sehen habe ich den Count der letzten 5 Jahre zusammengestellt.
Dadurch erhält man ein noch besseres Gefühl für die augenblickliche Situation.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen sehr interessanten Artikel hinweisen, der den DAX über die letzten 34 Jahre analysiert. Für mich eine ausgesprochen gute Analyse, da sie mir sehr schlüssig erscheint. Im langfristigen Zeifenster werde ich wohl diesen Count als Grundlage hernehmen.
Deutscher Aktienindex - ein 34 Jahreszyklus
Autoren: BEA, JFO HP:http://www.parus.de
Detailed Charts
Bild 04: DAX Zoom - Wave IV and Wave V
Bild 05: DAX Zoom - Wave A
Bild 06: DAX Daily (Prefered Count since 21. September 2001)
Diese Charts sollen einfach einen etwas detaillierteren Eindruck vermitteln, wie nun auf den tieferen Degrees gezählt wird.
Der Chart in Bild 06 soll als Grundlage für die Analyse des DAX für den 02. Januar 2002 dienen.
Damit schliesst sich zunächst der Kreis, der einen ersten Eindruck über den Wave Verlauf des DAX in den letzten 34 Jahren vermitteln sollte.
Dieses Szenario soll in keinster Weise dem Leser den "wahren" Elliott Wave Count des DAX vermitteln.
Vielmehr soll er als Grundlage für Diskussionen stehen, um so die unterschiedlichen Sichtweisen der Elliott Wave Analysten zu erläutern.
Fazit
Egal wie nun der "wahre" Count lauten wird, eins kann mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit festgestellt werden: Der Baermarkt hat erst begonnen.
Kursrallies, wie in den 90er Jahren, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Sicherlich wird es die ein oder andere Baermarktrally geben, zur Zeit befinden wir uns mitten drin. Aber es werden sich dann auch wieder ausgeprägte baerishe Tendenzen einstellen.
Als Beispiel möchte ich hier die langfristige Prognose vom 21.09.2001 für den NDX hereinstellen, damit man eine visuelle Andeutung von dem bekommt, was ich meine.







Ich habe davon zwar nicht allzuviel verstanden, aber ich will hoffen das mein Put zulegt, ab Mittwoch.
Stammdaten
Emittent Citibank
Basiswert DAX (846900)
Typ C/P Put
Typ E/A Amerikanisch
Basispreis 4.200,00
Währung EUR
Fälligkeit 18.03.2002
Bez.-Verh. 0,010
Börsenplätze BER DUS FRA STU
Bemerkung Keine
Kursdaten
Kurs Basiswert 28.12., 14:15
- in EUR 5.160,10
Kurs Optionsschein 28.12., 17:43
- Geld (in EUR) 0,370 (n.a. / -13,95%)
- Brief (in EUR) 0,390 (n.a. / -13,33%)
Spread
- Absolut 0,02
- Homogenisiert 2,00
- in % des Briefkurses 5,13%
gruß
proxi