DAX-Ausblick + Termine der kommenden Woche


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DAX-Ausblick + Termine der kommenden Woche

 
30.11.02 23:40
Die Voraussetzungen für einen weiteren Kursanstieg deutscher Aktien in der neuen Woche haben sich nach Ansicht der Analysten der Bankgesellschaft Berlin gebessert. Die ökonomischen Rahmenbedingungen deuteten mit den jüngsten US-Konjunkturdaten ein verringertes Risiko für eine Rezession an.

FRANKFURT. Besonders die Tatsache, dass einige Stimmungsindikatoren nach oben gedreht hätten, wird positiv vermerkt. Auch die europäischen Konjunkturdaten seien recht ordentlich ausgefallen. Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex habe sich zwar weiter eingetrübt, doch spreche die erneut bessere Einschätzung der Geschäftslage dafür, dass die verschlechterte Erwartungskomponente lediglich ein temporäres Ereignis sei.

Positive Einflüsse für den Aktienmarkt gehen den Analysten zufolge nicht nur von den Konjunkturdaten aus. Auch die Geldpolitik könnte sich kursfördernd auswirken. Nach der Leitzinssenkung der Federal Reserve und auf Grund des weitgehend entspannten Preisklimas wird am kommenden Donnerstag mit einer Senkung um 50 Basispunkte durch die Europäische Zentralbank (EZB) gerechnet. Damit seien die Voraussetzungen für eine Jahresendrally geschaffen. Vor diesem Hintergrund sei es nur noch eine Frage von Tagen, bis der Dax die Hürde von 3 400 Punkten nachhaltig nehme.

Zunächst ist Konsolidierung angesagt

Technische Analysten gehen allerdings nicht davon aus, dass der Dax den entscheidenden Widerstand im Bereich von 3 440 bis 3 443 Zählern bereits in der neuen Woche brechen wird. Gegen einen dynamischen Ausbruch über 3 440 Zähler spreche die überkaufte Situation, so dass zunächst einmal eine Verschnaufpause unter dieser wichtigen Marke angesagt sei, merkt der technische Analyst Marcel Mußler von den "Mußler-Briefen" an. Wichtig sei zudem, dass nach unten hin die Unterstützung bei 3 300 Punkten nun nicht mehr deutlich unterschritten wird.

Auch bei Einzelwerten des Dax sei zunächst eine Konsolidierungsphase angesagt. So rechnet Chartanlayst Wieland Staud bei Münchener Rück mit einem Rückgang in den Bereich von 130 bis 128 Euro. Nach einer kurzen Stabilisierung und Bodenbildung sollte der Titel sich dann aber wieder nach oben bewegen. Auch bei der Tui sei eine kurzfristige Konsolidierung nur schwer vermeidbar. Die Widerstandszone im Bereich von 20 bis 22 Euro sei kaum im ersten Anlauf überwindbar, so dass die Aktie erst noch einmal Anlauf nehmen müsste, um das Erholungstief von 25 Euro in Angriff zu nehmen. Die "Startbahn" für den großen Sprung erstrecke sich dabei bis zu den Unterstützungen bei 18 bzw 16 Euro.

Termine der kommenden Woche

Während die Flut der Quartalszahlen in der neuen Woche abebbt, dürften die anstehenden Konjunkturdaten besonders stark in den Fokus der Anleger rücken. Gleich am Montag steht ISM-Index Verarbeitendes Gewerbe für November auf der Tagesordnung. Für Impulse dürften auch die am gleichen Tag anstehenden US-Bauausgaben im Oktober und die US-Neubauverkäufe im Oktober am Dienstag sorgen. Sollte sich der US-Immobilienmarkt in weiterhin robuster Verfassung befinden, wäre dies ein positives Signal für die Märkte.

Am Mittwoch stehen dann mit den deutschen Arbeitsmarktdaten für November, dem EU-BIP für das dritte Quartal und dem ISM-Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe für November eine ganze Reihe von wichtigen Daten an. Wichtigstes Ereignis bleibt jedoch die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag, die andere Ereignisse an diesem Tag - wie die Siemens-Bilanzpressekonferenz oder das vorläufige Jahresergebnis von ThyssenKrupp - in den Hintergrund drängen dürfte. Mit den US-Arbeitsmarktdaten für November als weiterem wichtigen Ereignis endet die Woche.
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Schwedenkug.:

Schnauze

 
30.11.02 23:46
DAX-Ausblick + Termine der kommenden Woche 870312
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Neues Kursziel für FMC

 
01.12.02 13:52
...reiner Tisch bei Münchener Rück

Nach dem Asbest-Vergleich von FMC sehen die Analysten der WGZ Bank neue Perspektiven für den Dialyse-Spezialisten. Auch die Münchener Rück hat nach Ansicht von J.P. Morgan nun Chancen auf höhere Profitabilität. IR ist von Jenoptik enttäuscht.

Die Analysten der WGZ Bank empfehlen Anlegern, die Aktie des Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care  Care (578 580) zu "akkumulieren". FMC hat einen Vergleich über alle Gläubigeranfechtungsklagen in den USA bekannt gegeben. Die Asbestklagen seien Spätfolgen des im Jahr 1996 getätigten Kaufs der National Medical Care (NMC) von dem inzwischen insolventen Unternehmen W.R.Grace.

Mit dem Abschluss des Vergleichs würden nun alle aus dem Insolvenzverfahren von Grace entstandenen Forderungen gegenüber FMC erlöschen, so die Analysten. FMC hat im vierten Quartal Rückstellungen in Höhe von 177 Millionen Dollar gebildet, die nach Angaben des Unternehmens nun für die durch den Vergleich fälligen Zahlungen ausreichen. Der schwelende Rechtsstreit hatte für einen Abschlag von rund 20 Prozent auf den fairen Wert von FMC gesorgt, der nun entralle. Die Analysten der WGZ erhöhen deshalb das Kursziel für die Aktie von 42 auf 52 Euro.

Die Analysten von J.P. Morgan haben die Aktie des Rückversicherers Münchener Rück  (843 002) nach Vorlage der Quartalszahlen mit "Übergewichten" eingestuft. Das Kerngeschäft im kommenden Jahr werde nach Ansicht der Analysten sehr profitabel sein: Außerdem sei das Risiko von Kapital-Fehlinvestitionen gesunken.

Die Einschätzung der Aktie habe sich nach drei "Nein" des Rückversicherers verändert: Die Münchener planten nicht, ihre Beteiligung an der HypoVereinsbank (25,7 Prozent) aufzustocken. Zudem seien keine Übernahmen im Erstversicherungsgeschäft avisiert. Drittens sei keine Kapitalerhöhung geplant. "Diese drei Nein bedeuten, dass die Chancen auf größere Gewinne steigen", heißt es in der Studie von J.P. Morgan. Die Analysten gehen davon aus, dass sich die Aktie der Münchener Rück besser als der Vergleichssektor entwickeln wird.

Jenoptik: Enttäuschende Zahlen / "Halten" (IR)

Die Analysten von Independent Research stufen die Aktie des im MDax notierten Technologieunternehmens von Jenoptik  (622 910) nach Vorlage der Neunmonatszahlen mit "Halten" ein. In den ersten neun Monaten des Jahres 2002 habe Jenoptik einen Umsatz von 847,7 (Vorjahreszeitraum 979,0) Millionen Euro erzielt. Das Ebit sei von 49,4 auf 18 und das Nettoergebnis von 38,1 auf 1,2 Millionen Euro gesunken. Dies sei deutlich unter den Erwartungen gewesen. Jenoptik habe eine Verschiebung von substantiellen, ursprünglich für das Jahr 2002 geplante Umsätze in Höhe von rund 300 Millionen Euro in das kommende Geschäftsjahr hinnehmen müssen. Darüber hinaus hatte das Unternehmen Wertberichtigungen auf eigene Aktien in Höhe von 6 Millionen Euro vorgenommen. Die Restrukturierungen der amerikanischen Tochter der M+W Zander haben das Ergebnis mit weiteren 10 Millionen Euro belastet. Für das Gesamtjahr 2002 erwartet der Konzern nunmehr einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro.

mm.de
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Zündet Wim das Weihnachts-Feuerwerk?

 
02.12.02 06:27
Die Jahresendrallye ist viel zu oft beschworen, aber nicht ausgeschlossen: Der Zwang der Fondsmanager, sich gut darzustellen, könnte die Kurse in dieser Woche ebenso treiben wie eine Zinssenkung der EZB. Sie gilt als überfällig und könnte kräftiger ausfallen als vermutet.

Hamburg - Beobachter setzen darauf, dass der Deutsche Aktienindex seine Erholung auch in der ersten Dezemberwoche fortsetzen wird. Bedingung dafür ist jedoch ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk der Europäischen Zentralbank: Anleger erwarten, dass die EZB nach ihrer Ratssitzung am Donnerstag die Leitzinsen um mindestens 25 Basispunkte senkt. Die Leitzinsen in Euroland sind mit 3,25 Prozent derzeit mehr als doppelt so hoch wie in den USA (1,25 Prozent).

Fondsmanager unter Handlungsdruck

Auch der Herdentrieb der Profis stützt die Kurserholung. Institutionelle Anleger kaufen in den letzten Wochen eines Jahres traditionell verstärkt Aktien, um damit deren Preis in die Höhe zu treiben und den Wert ihrer Portfolios zum Bilanzstichtag am Jahresende zu steigern. Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass 2002 das dritte Jahr in Folge mit Verlusten an der Börse wird.

Derzeit liegt der Deutsche Aktienindex (Dax) immer noch um mehr als 30 Prozent unter seinem Niveau zu Jahresbeginn 2002. Allerdings werten es Beobachter als gutes Zeichen, dass der Dax am vergangenen Freitag kurzzeitig wieder die Marke von 3400 Punkten getestet hat.

Gewerbeindex - leichte Erholung erwartet

Am Montag werden die entscheidenden Impulse mal wieder von den USA ausgehen. Nach dem Thanksgiving-Wochenende und dem verkürzten Handelstag am Freitag, den der Dow Jones mit leichten Verlusten beendete, stehen am Montag mit dem PMI-Index des verarbeitenden Gewerbes (16 Uhr MEZ) und den Auto-Absatzzahlen in den USA weitere wichtige Konjunkturdaten an.

Die Aktivität der Gewerbebetriebe gilt als einer der verlässlichsten Wegweiser für die weitere Konjunkturentwicklung. Sollte der Index wie von Analysten erwartet von 49,3 im Oktober auf 50,5 Punkte im November steigen, ist dies ein gutes Zeichen für eine konjunkturelle Erholung. Am gleichen Tag veröffentlicht die Agentur Reuters ihren PMI-Index für die Eurozone.

Repower: Börsen-Baby rückt auf

Von der Unternehmensseite gibt es in dieser Woche am Deutschen Aktienmarkt wenig Neues. Umso wichtiger dürften die Konjunkturdaten und der Verlauf des Weihnachtsgeschäftes für den Einzelhandel werden. Am Montag tagt der Aufsichtsrat der im MDax gelisteten Beteiligungsgesellschaft WCM, die in der vergangenen Woche Abschreibungen in Milliardenhöhe vorgenommen hat.

Am Neuen Markt dürfte sich das Interesse der Anleger zu Wochenbeginn auf Rpower richten. Der Windkraft-Anlagenbauer steigt am Montag in den Auswahlindex Nemax50 auf. Das Hamburger Unternehmen war bislang der einzige Börsengänger des Jahres am Wachstumssegment der Deutschen Börse.

Porsche und Produktivitätszahlen zur Wochenmitte

Am Dienstag wird der Wirtschaftsstimmungs-Index für die Euro-Zone veröffentlicht. Besonders in Deutschland wurde in den vergangenen Wochen in besonders düsteren Farben gemalt.

Für einen Lichtblick könnte am Mittwoch (4. Dezember) jedoch das deutsche Vorzeige-Unternehmen Porsche  sorgen. Der Autobauer erläutert seine Zahlen während der Bilanz-Pressekonferenz in Stuttgart. Ebenfalls am Mittwoch wird sich der Bundesverbank deutscher Banken eine Umfrage zur konjunkturellen und wirtschaftlichen Entwicklung 2003 vorstellen.

In den USA werden am Mittwoch die Produktivitätszahlen für das dritte Quartal und die Auftragslage der US-Industrie veröffentlicht. Weiterhin erläutert die irische Billigfluglinie Ryanair  in Frankfurt ihre weitere Strategie, was nicht nur für Anleger der Lufthansa  interessant sein dürfte.

Big Thursday: EZB, Intel und Thyssen im Blick

Der entscheidende Tag ist in dieser Woche der Donnerstag, an dem die Zinsentscheidung der EZB, vorläufige Zahlen des US-Chipriesen Intel , der Jahresüberblick von ThyssenKrupp  sowie die Bilanz-Pk von Siemens  anstehen.

Die große Mehrzahl der von Reuters befragten Experten geht von einer Senkung des Schlüsselzinses um einen halben Prozentpunkt auf 2,75 Prozent aus, um die lahmende Konjunktur anzukurbeln. Die befragten Volkswirte hielten diesen Schritt für überfällig. Die europäischen Währungshüter hatten bereits im November eine Zinssenkung intensiv diskutiert, sich wegen der unsicheren Aussichten für Konjunktur und Inflation aber dagegen entschieden. Nach der aggressiven Zinssenkung der US-Notenbank im November sind die Leitzinsen in Euroland (3,25 Prozent) derzeit mehr als doppelt so hoch wie in den USA (1,25 Prozent). Als letzter der 30 im Dax gelisteten Großkonzerne wird ThyssenKrupp  seine Ergebnisse am Donnerstag präsentieren. Der Stahlproduzent hat nach Einschätzung von Analysten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 sein selbst gestecktes Gewinnziel von rund 400 Millionen Euro übertroffen. Ebenfalls am Donnerstag (5. Dezember) bittet Siemens  zur Bilanz-PK nach München.

Arbeitsmarkt zum Abschluss

Am Freitag geht die Börsenwoche mit den neuen US-Arbeitsmarktdaten zu Ende. Beobachter hoffen auf eine positive Überraschung einen leichten Anstieg der Beschäftigungszahlen. Trüber sieht es dagegen in Deutschland aus: Die Zahl der Arbeitslosen im November, die am Mittwoch bekannt gegeben werden, dürfte auf rund vier Millionen Menschen steigen.

mm.de
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