Von Dirk Kirschbaum
Das war paradox
In meinem letzten Beitrag wies ich Sie auf die extrem niedrige Volatilität am Aktienmarkt und das sich daraus ergebende exzellente Chance/Risiko-Verhältnis bei Derivaten hin. Die vergangenen Tagen haben eindrucksvoll in Erscheinung gebracht, wie außergewöhnlich unterbewertet vor allem klassische Optionsscheine derzeit tatsächlich sind. Trotz des kräftigen Einbruchs der Börsen infolge der Terroranschläge von London – der Dax verlor innerhalb weniger Stunden mehr als 3 Prozent – haben viele Call-Optionsscheine (Sie haben richtig gelesen: Calls nicht Puts!) im selben Zeitraum um 20 bis 30 Prozent zugelegt.
Als Beispiel sei der Call mit der Wertpapierkennummer CG1C02 genannt, der innerhalb weniger Minuten von 0,25 Euro auf 0,46 Euro sprang. Während also der Basiswert (EuroStoxx 50) rund 3 Prozent verlor, gewann dieser Call nicht weniger als 80 Prozent an Wert!
Grund für diese scheinbar paradoxe, weil entgegengesetzte Entwicklung von Optionsschein und Basiswert, ist der Anstieg der Volatilität gewesen. Der sogenannte VDax, der die Schwankungsbreite im Dax mißt, explodierte um mehr als 50 Prozent. Über die implizite Volatilität fließt dieses Maß zur Messung von Kursausschlägen, in die Berechnung der Optionspreise mit ein.
Da sich die Aktienmärkte nun mittlerweile schon eineinhalb Jahre per saldo kaum von der Stelle rühren, sind die Volatilitäten auf ein historisch niedriges Niveau gesunken sind. Der VDax notiert aktuell bei lediglich 13 Prozent, daß heißt dem Dax wird gerade noch ein Bewegungsspielraum von rund 400 Punkten jährlich zugetraut! Offensichtlich haben sich viele Anleger an die Lethargie der vergangenen Monate gewöhnt.
Dabei zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Derart lang anhaltende richtungslose Marktphasen sind extrem selten und kamen in 100 Jahren überhaupt nur zwei weitere Mal vor. Zum Vergleich: Der langfristige Durchschnitt im VDax liegt bei knapp 20 Prozent, noch 2003 betrug die Volatilität deutscher Aktien fast 60 Prozent.
Für Derivate-Anleger bedeutet das jetzt eine einmalige „win-win-Situation“. Denn unabhängig von der Kursentwicklung des Basiswertes gewinnen die Optionsscheine automatisch kräftig an Wert, wenn die Volatilitäten mittel- bis langfristig wieder auf ihr "Normalniveau" (oder sogar darüber hinaus) zurückkehren. Liegen Sie dann auch noch mit Ihrer Markteinschätzung richtig, profitieren Sie doppelt. Gleichzeitig besitzen Sie einen komfortablen Risikopuffer. Denn selbst wenn Sie sich geirrt haben sollten, werden Kursverluste durch einen Anstieg der Volatilität kompensiert, so daß Sie selbst dann noch Gewinne erzielen, wenn genau das Gegenteil von dem passiert, was Sie erwarten (siehe oben).
Umgekehrt verhindert eine „natürliche Grenze“ ein weiteres Absinken der Volatilität, denn Aktienkurse werden auch in Zukunft immer schwanken. So günstig wie heute werden Sie Derivate deshalb kaum noch einmal einkaufen können.
Schon im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer deutlichen Zunahme der Dynamik an den Börsen - entweder in Form einer schärferen Korrektur oder einer schwungvollen Rallye. Richtig positionierte Derivateanleger profitieren dann, wie beschrieben, in jedem Fall. Im Rahmen unseres Derivate-Portfoliomanagements (www.derivate-portfoliomanagement.de) filtern wir für unsere Kunden systematisch die besten Produkte heraus und suchen nach attraktiven "Schnäppchen". Denn wie bei Aktien gilt auch bei Derivaten: Es gibt gute und schlechte, teure und günstige, überbewertete und unterbewerte Scheine. Kaufen Sie deshalb nicht wahl- und planlos!
Dirk Kirschbaum leitet das Derivate-Portfoliomanagement der Grüner Vermögensverwaltung und ist Gründer und Geschäftsführer der Kirschbaum Derivate-Investments GmbH. Mehr Informationen unter www.derivate-investments.de.
Quelle: in-stock.de
...be invested
Der Einsame Samariter
Das war paradox
In meinem letzten Beitrag wies ich Sie auf die extrem niedrige Volatilität am Aktienmarkt und das sich daraus ergebende exzellente Chance/Risiko-Verhältnis bei Derivaten hin. Die vergangenen Tagen haben eindrucksvoll in Erscheinung gebracht, wie außergewöhnlich unterbewertet vor allem klassische Optionsscheine derzeit tatsächlich sind. Trotz des kräftigen Einbruchs der Börsen infolge der Terroranschläge von London – der Dax verlor innerhalb weniger Stunden mehr als 3 Prozent – haben viele Call-Optionsscheine (Sie haben richtig gelesen: Calls nicht Puts!) im selben Zeitraum um 20 bis 30 Prozent zugelegt.
Als Beispiel sei der Call mit der Wertpapierkennummer CG1C02 genannt, der innerhalb weniger Minuten von 0,25 Euro auf 0,46 Euro sprang. Während also der Basiswert (EuroStoxx 50) rund 3 Prozent verlor, gewann dieser Call nicht weniger als 80 Prozent an Wert!
Grund für diese scheinbar paradoxe, weil entgegengesetzte Entwicklung von Optionsschein und Basiswert, ist der Anstieg der Volatilität gewesen. Der sogenannte VDax, der die Schwankungsbreite im Dax mißt, explodierte um mehr als 50 Prozent. Über die implizite Volatilität fließt dieses Maß zur Messung von Kursausschlägen, in die Berechnung der Optionspreise mit ein.
Da sich die Aktienmärkte nun mittlerweile schon eineinhalb Jahre per saldo kaum von der Stelle rühren, sind die Volatilitäten auf ein historisch niedriges Niveau gesunken sind. Der VDax notiert aktuell bei lediglich 13 Prozent, daß heißt dem Dax wird gerade noch ein Bewegungsspielraum von rund 400 Punkten jährlich zugetraut! Offensichtlich haben sich viele Anleger an die Lethargie der vergangenen Monate gewöhnt.
Dabei zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Derart lang anhaltende richtungslose Marktphasen sind extrem selten und kamen in 100 Jahren überhaupt nur zwei weitere Mal vor. Zum Vergleich: Der langfristige Durchschnitt im VDax liegt bei knapp 20 Prozent, noch 2003 betrug die Volatilität deutscher Aktien fast 60 Prozent.
Für Derivate-Anleger bedeutet das jetzt eine einmalige „win-win-Situation“. Denn unabhängig von der Kursentwicklung des Basiswertes gewinnen die Optionsscheine automatisch kräftig an Wert, wenn die Volatilitäten mittel- bis langfristig wieder auf ihr "Normalniveau" (oder sogar darüber hinaus) zurückkehren. Liegen Sie dann auch noch mit Ihrer Markteinschätzung richtig, profitieren Sie doppelt. Gleichzeitig besitzen Sie einen komfortablen Risikopuffer. Denn selbst wenn Sie sich geirrt haben sollten, werden Kursverluste durch einen Anstieg der Volatilität kompensiert, so daß Sie selbst dann noch Gewinne erzielen, wenn genau das Gegenteil von dem passiert, was Sie erwarten (siehe oben).
Umgekehrt verhindert eine „natürliche Grenze“ ein weiteres Absinken der Volatilität, denn Aktienkurse werden auch in Zukunft immer schwanken. So günstig wie heute werden Sie Derivate deshalb kaum noch einmal einkaufen können.
Schon im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer deutlichen Zunahme der Dynamik an den Börsen - entweder in Form einer schärferen Korrektur oder einer schwungvollen Rallye. Richtig positionierte Derivateanleger profitieren dann, wie beschrieben, in jedem Fall. Im Rahmen unseres Derivate-Portfoliomanagements (www.derivate-portfoliomanagement.de) filtern wir für unsere Kunden systematisch die besten Produkte heraus und suchen nach attraktiven "Schnäppchen". Denn wie bei Aktien gilt auch bei Derivaten: Es gibt gute und schlechte, teure und günstige, überbewertete und unterbewerte Scheine. Kaufen Sie deshalb nicht wahl- und planlos!
Dirk Kirschbaum leitet das Derivate-Portfoliomanagement der Grüner Vermögensverwaltung und ist Gründer und Geschäftsführer der Kirschbaum Derivate-Investments GmbH. Mehr Informationen unter www.derivate-investments.de.
Quelle: in-stock.de
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Der Einsame Samariter