von Nina Luttmer
Der Trend bei den Quartalszahlen geht in die richtige Richtung. Dass die Börsianer das tiefrote Ergebnis jedoch zeitweise euphorisch feiern, zeigt: Die Lage ist so schlimm, dass die Bank schon für Winzigkeiten gelobt wird.
Heutzutage gibt man sich eben mit wenig zufrieden. "Das operative Ergebnis und der Risikoabbau waren im zweiten Quartal gut", schreiben etwa die Analysten von Sal. Oppenheim über das Quartalsergebnis der Commerzbank. Die Börse feiert - zumindest am Morgen - die Ergebnisse. Die Aktie liegt zeitweise 5,3 Prozent im Plus.
Es ist schon schizophren. Da legt die Deutsche Bank vergangene Woche einen Gewinn von 1,1 Mrd. Euro vor - und die Börsianer strafen die Bank ab. Die Aktie verlor schon zu Handelsbeginn und schloss mit einem Minus von 11,4 Prozent. Ja, die Entwicklung der Geschäftsfelder mit Ausnahme des Investmentbankings ließ zu wünschen übrig. Und ja, die Bank schnitt im Investmentbanking zwar mit einem hohen Gewinn ab, aber eben schlechter als Konkurrenten wie Goldman Sachs - die womöglich aber eben auch ein noch riskanteres Rad in dem Geschäft drehten als die Deutsche Bank. Aber am Ende stand bei der Deutschen Bank dennoch ein satter Gewinn. Die Commerzbank dagegen machte im zweiten Quartal erneut einen Verlust von 763 Mio. Euro nach 888 Mio. Euro im ersten Quartal. Damit schnitt sie sogar schlechter ab, als Analysten erwartet hatten. In drei von fünf operativen Geschäftsfeldern wies die Bank einen Verlust aus. Nur im Privatkundengeschäft und in der Mittelstandsbank stand eine schwarze Zahl - die jedoch mickriger ausfiel als im ersten Quartal. Die anfangs positive Reaktion der Börse ist wohl darauf zurückzuführen, dass von der Commerzbank leider einfach nicht mehr viel erwartet wird. Genau wie von vielen Landesbanken, bei denen jedes negative Ergebnis unterhalb der Milliardengrenze wohl als Erfolg gefeiert werden muss. Im Grunde ist die Situation der staatlichen Landesbanken und der teilstaatlichen Commerzbank in dem Punkt ganz komfortabel: Wo niemand etwas erwartet, wird man schon für Kleinigkeiten gelobt.
Früher freute die Öffentlichkeit sich über Gewinne. Heute ist sie schon mit satten Verlusten zufrieden, nach dem Motto: Es könnte bei denen ja noch schlimmer sein. So loben Analysten bei der Commerzbank etwa ein operatives Minus von 201 Millionen Euro - das nicht ganz so miserabel war, wie sie geglaubt hatten. Oder den Anstieg der Kernkapitalquote - der hauptsächlich auf eine staatliche Bilanzierungserleichterung zurückzuführen ist. Nicht zu vergessen die Reduktion der risikogewichteten Aktiva - einer Risikokennzahl - die aber nach Aussagen der Bank wieder steigen wird - wenn auch nicht so doll wie einst befürchtet.
Tatsache ist sicherlich: Der Trend bei den Commerzbank-Zahlen geht in die richtige Richtung. Das Niveau, von dem sie kommt, ist jedoch jämmerlich. Die Morgeneuphorie an der Börse ist inzwischen verflogen, die Commerzbank-Aktien sind zumindest zeitweise leicht ins Minus.
www.ftd.de/meinung/kommentare/...u-der-Commerzbank/550170.html
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen....
Finger weg von diesem Dreck.....
Der Trend bei den Quartalszahlen geht in die richtige Richtung. Dass die Börsianer das tiefrote Ergebnis jedoch zeitweise euphorisch feiern, zeigt: Die Lage ist so schlimm, dass die Bank schon für Winzigkeiten gelobt wird.
Heutzutage gibt man sich eben mit wenig zufrieden. "Das operative Ergebnis und der Risikoabbau waren im zweiten Quartal gut", schreiben etwa die Analysten von Sal. Oppenheim über das Quartalsergebnis der Commerzbank. Die Börse feiert - zumindest am Morgen - die Ergebnisse. Die Aktie liegt zeitweise 5,3 Prozent im Plus.
Es ist schon schizophren. Da legt die Deutsche Bank vergangene Woche einen Gewinn von 1,1 Mrd. Euro vor - und die Börsianer strafen die Bank ab. Die Aktie verlor schon zu Handelsbeginn und schloss mit einem Minus von 11,4 Prozent. Ja, die Entwicklung der Geschäftsfelder mit Ausnahme des Investmentbankings ließ zu wünschen übrig. Und ja, die Bank schnitt im Investmentbanking zwar mit einem hohen Gewinn ab, aber eben schlechter als Konkurrenten wie Goldman Sachs - die womöglich aber eben auch ein noch riskanteres Rad in dem Geschäft drehten als die Deutsche Bank. Aber am Ende stand bei der Deutschen Bank dennoch ein satter Gewinn. Die Commerzbank dagegen machte im zweiten Quartal erneut einen Verlust von 763 Mio. Euro nach 888 Mio. Euro im ersten Quartal. Damit schnitt sie sogar schlechter ab, als Analysten erwartet hatten. In drei von fünf operativen Geschäftsfeldern wies die Bank einen Verlust aus. Nur im Privatkundengeschäft und in der Mittelstandsbank stand eine schwarze Zahl - die jedoch mickriger ausfiel als im ersten Quartal. Die anfangs positive Reaktion der Börse ist wohl darauf zurückzuführen, dass von der Commerzbank leider einfach nicht mehr viel erwartet wird. Genau wie von vielen Landesbanken, bei denen jedes negative Ergebnis unterhalb der Milliardengrenze wohl als Erfolg gefeiert werden muss. Im Grunde ist die Situation der staatlichen Landesbanken und der teilstaatlichen Commerzbank in dem Punkt ganz komfortabel: Wo niemand etwas erwartet, wird man schon für Kleinigkeiten gelobt.
Früher freute die Öffentlichkeit sich über Gewinne. Heute ist sie schon mit satten Verlusten zufrieden, nach dem Motto: Es könnte bei denen ja noch schlimmer sein. So loben Analysten bei der Commerzbank etwa ein operatives Minus von 201 Millionen Euro - das nicht ganz so miserabel war, wie sie geglaubt hatten. Oder den Anstieg der Kernkapitalquote - der hauptsächlich auf eine staatliche Bilanzierungserleichterung zurückzuführen ist. Nicht zu vergessen die Reduktion der risikogewichteten Aktiva - einer Risikokennzahl - die aber nach Aussagen der Bank wieder steigen wird - wenn auch nicht so doll wie einst befürchtet.
Tatsache ist sicherlich: Der Trend bei den Commerzbank-Zahlen geht in die richtige Richtung. Das Niveau, von dem sie kommt, ist jedoch jämmerlich. Die Morgeneuphorie an der Börse ist inzwischen verflogen, die Commerzbank-Aktien sind zumindest zeitweise leicht ins Minus.
www.ftd.de/meinung/kommentare/...u-der-Commerzbank/550170.html
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen....
Finger weg von diesem Dreck.....
Wer sich über mich ärgert,der hat kein Problem mit mir,
sondern mit sich selbst
sondern mit sich selbst