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Wenn das Ego schwächelt, hilft die Leistungsmessung (garantiert mainstream-tauglicher Leistungstest). Wenn mich niemand lobt, muss ich es eben selber tun, auch wenn ich sonst so kritisch bin (aber eben nur, wenn es in mein Konzept passt). Ist es nicht traurig, wenn man es nötig hat, mit seinem IQ anzugeben? Übertriebenes Eigenlob lässt meist auf psychische Probleme und Entwicklungsstörungen schließen.
"Der logische Fehler des Intelligenzbegriffs
Freerk Huisken argumentiert, Hegel folgend,[22] dass der Glaube, Intelligenz messen zu können, auf einem Denkfehler beruhe: Man vermute, dass sich eine allgemeine Fähigkeit zu intelligenten Leistungen in bestimmten messbaren Test-Leistungen äußere. Dies unterstelle eine tautologische Aufspaltung des umgangssprachlichen Begriffs Intelligenz in ein in sich selbst ruhendes Ursache-Wirkungsverhältnis: Man verdoppele intelligente Leistungen in deren Äußerung (bestimmte messbare Test-Leistungen) und das diesen Äußerungen angeblich zugrundeliegende Vermögen dazu – ausgedrückt im IQ-Wert. Durch diese willkürliche Zerlegung von Intelligenz in „Fähigkeit und Äußerung derselben“ werde aus den vom Test behaupteten, sorgfältig ausgedachten Kriterien für das Konstrukt Intelligenz ein Messinstrument für die Intelligenz. Insofern treffe die berühmte Aussage, Intelligenz sei, was der IQ-Test misst, auf jede Intelligenzmessung zu und lasse somit unter der Hand überhaupt erst Intelligenz als abstrakten Gegenstand wahr werden. Damit seien der ideologischen Nutzung der Intelligenz methodisch die Türen der Wissenschaft geöffnet. Bestimmte intelligente Leistungen seien inhaltlich nicht abstrakt vergleichbar – es sei denn, der Wille zur Auffindung abstrakter Intelligenz bringt sie genau als das, was man aus bestimmten praktischen (ideologischen) Interessen heraus messen will, theoretisch hervor (z. B. für die Feinsteuerung von Selektion).[23]"
Siehe auch Selbstreferenzialität, Overachievement,
"Verschiedentlich wurde darauf hingewiesen, dass es menschliche Fähigkeiten gibt, die durch den traditionellen IQ-Test nicht erfasst werden. Diese können aber mitunter eine bedeutende Rolle im Leben eines Menschen spielen. Ein hoher IQ allein führt oft nicht zu einem glücklichen Lebenslauf, wenn dafür andere Fähigkeiten fehlen.
Emotionale Intelligenz[Bearbeiten]
Von Kritikern wird die These vertreten, dass die emotionale Intelligenz für den persönlichen und beruflichen Erfolg viel wichtiger sei als der IQ.[42] Forscher haben begonnen, Messinstrumente zu entwickeln, von denen sie hoffen, dass sie reliable und valide Maße des EQ ergeben. Eines dieser Messinstrumente ist die Multifactor Emotional Intelligence Scale. Hier werden von den Testpersonen Lösungsvorschläge für eine Reihe von emotionsbezogenen Aufgaben verlangt. Beispielsweise sollen sie die Emotion identifizieren, die eine bestimmte Situation hervorrufen würde. Sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen korrelierten die EQ-Werte nur mäßig mit den IQ-Werten.[43]
Multiple Intelligenzen[Bearbeiten]
Der Psychologe und Erziehungswissenschaftler Howard Gardner hat kritisiert, dass es viele Dinge gäbe, die durch den IQ nicht erfasst und erklärt würden. Gardner identifizierte zahlreiche Intelligenzen, die der IQ-Test nicht misst.[44] Es gibt laut Gardner unter anderem die logisch-mathematische, linguistische, musikalische, räumliche, körperlich-kinästhetische, interpersonale, intrapersonale und ökologische Intelligenz. In neueren Veröffentlichungen denkt Gardner darüber nach, ob es eine spirituelle/existenzielle Intelligenz (die Fähigkeit über große Fragen wie den Sinn des Lebens nachzudenken) gibt.[45] Die Wertschätzung dieser verschiedenen Intelligenzen variiert von Gesellschaft zu Gesellschaft. Westliche Gesellschaften schätzen oft andere Intelligenzen als nichtwestliche Gesellschaften. Beispielsweise müssen auf den Karolinen, einer Inselgruppe, die zu Mikronesien gehört, die Leute in der Lage sein, weite Strecken ohne Karte zu navigieren. Sie verwenden dazu ihre räumliche und kinästhetische Intelligenz. Auf Bali, wo künstlerische Darbietungen im Alltagsleben eine große Rolle spielen, wird vor allem die musikalische Intelligenz hoch geschätzt. Zwischenmenschliche Intelligenz wird in Japan, wo kooperatives Handeln und das Leben in der Gemeinde betont werden, geschätzt. In westlichen Gesellschaften werden vor allem die logisch-mathematische und die linguistische Intelligenz geschätzt.[44]"
Eine brauchbare Zusammenfassung als Einstieg in die Kritik des Intelligenzbegriffs:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_am_Intelligenzbegriff