Habeck in einer Rede beim Atlantic Council in Berlin :
«Unser Wirtschaftsmodell beruhte auf billigem russischem Gas und dem chinesischen Markt. Das eine gibt es nicht mehr, und China ist nun ein systemischer Rivale.»
www.nzz.ch/wirtschaft/...ues-wirtschaftsmodell-ein-ld.1756854
Ich frage mich immer, wie Habeck das so genau wissen kann, so als Grüner "mit der Fächerkombination Germanistik, Philosophie und Philologie". Hat er so schnell von den Ratgebern in seinem Ministerium gelernt ? ist er ein Naturtalent der Ökonomie ? Geht die Eigenschaft "Grünes Denken" einher mit unternehmerischer Kompetenz ?
Ich habe mich auch in der näheren Vergangenheit oft gefragt, welchen Anteil die Energiekosten an den Herstellungskosten der Produkte der deutschen Industrie eigentlich haben. Ist der so groß, dass ein Anstieg der Energiekosten wie im aktuellen Fall deutsche Produkte im In- und Ausland so viel teurer macht, dass die Exportumsätze sinken ?
Letzteres glaube ich nicht. In einem Auto von Mercedes Benz dürfte der Energiekostenanteil, der im Verkaufspreis drin ist, gering sein.
O.K., Produktion von Ammoniak, Chlor, Elektrolysestahl etc. ist praktisch kostenmäßig reine Energie, und der Bäcker dürfte für sein Brot viel Energie zur Herstellung benötigen.
Aber Maschinenbau, der hauptsächliche Exportzweig Deutschlands, nicht.
Auf solchen Zweckpessimismus wie von Habeck (andere hauen aber derzeit gern in die gleich Kerbe) gehört sofort ein Deckel drauf.
Hört erst mal auf, der Industrie hier aus ideologischen Gründen Knüppel zwischen die Beine zu schmeißen, stellt die Weichen auf Rückholung ausgelagerter Industriezweige speziell aus China, macht die Halbleiterindustrie stark durch gute Ausbildung hier vor Ort, kein Müllunterricht mehr wie gehabt, ohne wirkliche Leistungsanforderung, und durch verbeamtete Lehrer.
Organisiert alles etwas besser, mit Geduld und dem Wissen, dass man damit richtig liegt, und man kommt sehr weit.
Die Wirtschaft in Deutschland ist sehr anpassungsfähig, die organisieren sich selbst, wenn man sie läßt. Nichts spricht dagegen, die Energiekosten in der Industrie durch intelligente Lösungen zu senken.
Bezüglich der Landwirtschaft, die ja auch mit dem Argument "höhere Energiekosten" die Preise erhöht, habe ich mich schon gefragt, ob sich je einer über den Dieselverbrauch von Zugmaschinen etc. Gedanken gemacht hat. Ich vermute, dass der Dieselverbrauch eines landwirtschaftlichen Maschine ein ziemlich nachrangiges Thema ist bei John Deere etc.
All das würde ich dem Robäääär am liebsten zurufen. Eigentlich ist der ja sogar noch ein allseits beliebter Sympathieträger, und da geht dann oft dabei unter, dass unter der netten Erscheinung doch ein Grüner steckt.
Bei Habeck kann man sich solche Zurufe aber noch vorstellen, bei anderen, Faeser und Paus usw., ist sowieso Hopfen und Malz verloren.