Steffel nicht zum Zuge kommen zu lassen. Und nun das. Die berliner CDU entpuppt sich als Chaos-Truppe - als Verein der Unfähigen, der sich eine absolute Pfeife zum Vormann gewählt hat. Wundert mich, dass überhaupt noch ein Viertel diese Truppe gestern gewählt hat. Liegt eigentlich schon auf dem Müllhaufen der miefigen Geschichte.
Hier die Meldung aus der "Welt" - ein Landesfürst wird abserviert:
Vergleich mit Nazi-Wahl: Berlins CDU-Chef Stölzl unter Druck
"Inforadio": Vizepräsident des Abgeordnetenhauses nennt Sieg von Rot-Grün auf Bundesebene Unglück, stellt Zusammenhang zu 1931/32 her. SPD fordert Rücktritt, Stölzl: Missverständnis
Berlin - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat sich klar von dem Vergleich des Berliner CDU-Vorsitzenden Christoph Stölzl zwischen dem rot-grünen Wahlsieg und einem Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1931/32 distanziert. Diese Äußerung sei abwegig und völlig inakzeptabel, sagte Merkel am Montag nach der Sitzung des CDU-Bundesvorstandes in Berlin.
Stölzl sagte laut "Inforadio", eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition im Bund sei ein Sieg der Unvernunft über die Vernunft: "Die Deutschen haben immer Unglück gehabt, wenn sie sich irrationalen Stimmungen hingaben oder sich mit Propaganda-Phrasen in Gang bringen ließen. Das war 1914 so, das große Unglück der Erdrutsch-Wahlen von 1931/32 war so - und sie waren immer im Glück, wenn sie nüchtern waren.“ Er hoffe sehr, dass sich die Nüchternheit wieder durchsetze.
Stölzl selbst bestritt später, den rot-grünen Wahlsieg mit dem Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1931/32 verglichen zu haben. „Den mir unterstellten Vergleich habe ich nicht gezogen“, erklärte er. „Auf die Frage Vernunft oder Unvernunft bei Wahlen habe ich im Rahmen eines Interviews als Historiker natürlich auch auf geschichtliche Ereignisse zurückgegriffen.“ Stölzl räumte ein: „Sollte ich mich wirklich missverständlich ausgedrückt haben, dann tut es mir selbstverständlich leid.“
SPD-Fraktionschef: "Politischen Verstand verloren"
Die SPD in Berlin drängt unterdessen Stölzl, der Vizepräsident des Abgeordnetenhauses ist, zum Rücktritt sowohl in dieser Position als auch als Landeschef der Christdemokraten. Dazu sagte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Michael Müller, Stölzl habe „seinen politischen Verstand“ verloren. Auch der SPD-Landesvorsitzende Peter Strieder sprach von einem beispiellosen Vorgang. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Wolfgang Wieland, forderte eine Entschuldigung des CDU-Politikers für den „unsäglichen Vergleich“.
Erst vor wenigen Tagen war die jetzt abgetretene Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) wegen eines angeblichen Hitler-Bush-Vergleichs in die Kritik geraten. Das ihr zugeschriebene Zitat hatte sogar in den Stunden vor dem Wahltag zu massiver Kritik der US-Regierung an der rot-grünen Bundesregierung geführt. WELT.de/oht, dpa, AP