Österreich bestraft erstmals Insiderhandel
Wien - Knalleffekt im Wiener Landesgericht: Erstmals gab es in Österreich am Donnerstag Verurteilungen wegen Insiderhandels mit Börse. Ein Brüderpaar wurde zu saftigen Geldstrafen verurteilt. Einer der beiden wurde zu 240.000 Schilling (17.441 Euro), der andere zu 50.000 Schilling Geldstrafe plus Gewinn-Abschöpfung von mehr als 48.000 Schilling verdonnert. Richter Gerhard Pohnert begründete das Urteil, das mit den relativ hohen Geldstrafen, abschreckende Maßnahmen gesetzt werden sollten. Die Schuldsprüche sind nicht rechtskräftig.
Gegenstand des Verfahrens war die außerordentliche Hauptversammlung der Leykam-Aktionäre vom 9. März 2000. Im Wiener Hotel Marriott erfuhren damals die Versammelten, dass anlässlich der Verschmelzung der Leykam-Mürztaler Papier und Zellstoff AG mit dem südafrikanischen Papier-Riesen Sappi das Abfindungsangebot an die verbliebenen Minderheitsaktionäre von 32 auf 35 Euro (482 S) je Aktie erhöht wird. Bei dieser Sitzung war ein 57-jähriger Kaufmann aus Graz anwesend, der seit Jahren Leykam-Anteile hatte und seinen Zwillingsbruder über das Angebot informiert haben soll.
Wien - Knalleffekt im Wiener Landesgericht: Erstmals gab es in Österreich am Donnerstag Verurteilungen wegen Insiderhandels mit Börse. Ein Brüderpaar wurde zu saftigen Geldstrafen verurteilt. Einer der beiden wurde zu 240.000 Schilling (17.441 Euro), der andere zu 50.000 Schilling Geldstrafe plus Gewinn-Abschöpfung von mehr als 48.000 Schilling verdonnert. Richter Gerhard Pohnert begründete das Urteil, das mit den relativ hohen Geldstrafen, abschreckende Maßnahmen gesetzt werden sollten. Die Schuldsprüche sind nicht rechtskräftig.
Gegenstand des Verfahrens war die außerordentliche Hauptversammlung der Leykam-Aktionäre vom 9. März 2000. Im Wiener Hotel Marriott erfuhren damals die Versammelten, dass anlässlich der Verschmelzung der Leykam-Mürztaler Papier und Zellstoff AG mit dem südafrikanischen Papier-Riesen Sappi das Abfindungsangebot an die verbliebenen Minderheitsaktionäre von 32 auf 35 Euro (482 S) je Aktie erhöht wird. Bei dieser Sitzung war ein 57-jähriger Kaufmann aus Graz anwesend, der seit Jahren Leykam-Anteile hatte und seinen Zwillingsbruder über das Angebot informiert haben soll.