Hallo knmn,
vielen Dank für deine Antwort. Ich kann sie teilweise aber nicht ganz nachvollziehen.
Du verwechselt hier wohl Eigenkapital mit Marktkapitalisierung.
Der eigene Aktienkurs hat nichts mit der Bilanzierung zu tun.
Selbst wenn der Kurs aktuell durch die Decke schießt, ändert das nichts am Eigenkapital. Es sei denn, man gibt neue Aktien aus.
Zum Goodwill: wenn ich eine Akquisition tätige, dann bilanziere ich es je nach Position. Dies macht man nicht automatisch im goodwill. Wenn dieser hohe Wert aus einem Kauf resultiert, dann hat man wohl nen laden gekauft mit sehr hohen bilanziellen Goodwill. Was ich aber aus der Unternehmenshistorie so nicht sehen kann. Es gab nur ein paar kleinere Zukäufe.
Weiß hier jemand, was hinter diesem hohen Goodwill steht?
Was soll denn zugekauft werden? Immobilien oder andere Unternehmen, die im Immogewerbe tätig sind?
Für mich ist es ganz normales Gebahren, dass mit erwirtschafteten Gewinnen gearbeitet wird und sie nicht einfach nur auf dem Konto liegen.
Patrizia Immobilien ist ein guter Hinweis.
Ich hab mir die mal in der Bilanz und co. angeschaut. Was mir hier auffällt in der 2018er Bilanz:
Goodwill: 200 Mio
Other intangible assetts: 170 Mio
-----------------------------------------
Summe 370 Mio
Bei einem Eigenkapital von 1,1 Mrd ist das nur ein kleiner Teil vom Eigenkapital. Patrizia Immobilien hat einen Umsatz vom Kerngeschäft von ca. 300 Mio im Gegensatz zu Corestat zu ca. 200 Mio -> also ungefähr 50% größer. Patrizia Immobilien hat eine Marktkapitalisierung von 1.7 Mrd im Gegensatz zu den 650 Mio von Corestat. Vom Gewinn her sind sie ähnlich (ca. 60 Mio. Gewinn nach Steuern, Abschreibung und Zinsen im Geschäftsjahr 2018 bei Patrizia und 100 Mio Gewinn bei Corestat (hier aber mit Sondereffekt der Veräußerung eines Assets mit einem 60 Mio Sondergewinn vor Steuern).
Bei Corestat ist aber:
Goodwill: 570 Mio
Other intangible assetts: 130 Mio
-----------------------------------------
Summe 700 Mio
-> Obwohl kleiner als Patrizia deutlich höhere immatrielle Güter bilanziert (fast doppelt so viel!!!!!)! Das Eigenkapital beläuft sich hier auf 620 Mio -> ohne diese immatriellen Güter wäre das Eigenkapital sogar negativ!
Ich sehe schon, dass der Laden aktuell wohl eine Goldgrube ist, insbesondere, wie wenig Kapital hier eigentlich drin steckt (Kaum harte Assets wie Gebäude usw.) und wie viel Geld erwirtschaftet wird. Aber wenn man die Ausschüttungsquote durch die Dividende so hoch hält, gibt es keine Rücklagen für schlechte Zeiten. Und als Aktionär bin ich schon daran interessiert, dass der Laden auch ne Kriese überstehen kann.
Cheers poordad
vielen Dank für deine Antwort. Ich kann sie teilweise aber nicht ganz nachvollziehen.
Du verwechselt hier wohl Eigenkapital mit Marktkapitalisierung.
Der eigene Aktienkurs hat nichts mit der Bilanzierung zu tun.
Selbst wenn der Kurs aktuell durch die Decke schießt, ändert das nichts am Eigenkapital. Es sei denn, man gibt neue Aktien aus.
Zum Goodwill: wenn ich eine Akquisition tätige, dann bilanziere ich es je nach Position. Dies macht man nicht automatisch im goodwill. Wenn dieser hohe Wert aus einem Kauf resultiert, dann hat man wohl nen laden gekauft mit sehr hohen bilanziellen Goodwill. Was ich aber aus der Unternehmenshistorie so nicht sehen kann. Es gab nur ein paar kleinere Zukäufe.
Weiß hier jemand, was hinter diesem hohen Goodwill steht?
Was soll denn zugekauft werden? Immobilien oder andere Unternehmen, die im Immogewerbe tätig sind?
Für mich ist es ganz normales Gebahren, dass mit erwirtschafteten Gewinnen gearbeitet wird und sie nicht einfach nur auf dem Konto liegen.
Patrizia Immobilien ist ein guter Hinweis.
Ich hab mir die mal in der Bilanz und co. angeschaut. Was mir hier auffällt in der 2018er Bilanz:
Goodwill: 200 Mio
Other intangible assetts: 170 Mio
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Summe 370 Mio
Bei einem Eigenkapital von 1,1 Mrd ist das nur ein kleiner Teil vom Eigenkapital. Patrizia Immobilien hat einen Umsatz vom Kerngeschäft von ca. 300 Mio im Gegensatz zu Corestat zu ca. 200 Mio -> also ungefähr 50% größer. Patrizia Immobilien hat eine Marktkapitalisierung von 1.7 Mrd im Gegensatz zu den 650 Mio von Corestat. Vom Gewinn her sind sie ähnlich (ca. 60 Mio. Gewinn nach Steuern, Abschreibung und Zinsen im Geschäftsjahr 2018 bei Patrizia und 100 Mio Gewinn bei Corestat (hier aber mit Sondereffekt der Veräußerung eines Assets mit einem 60 Mio Sondergewinn vor Steuern).
Bei Corestat ist aber:
Goodwill: 570 Mio
Other intangible assetts: 130 Mio
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Summe 700 Mio
-> Obwohl kleiner als Patrizia deutlich höhere immatrielle Güter bilanziert (fast doppelt so viel!!!!!)! Das Eigenkapital beläuft sich hier auf 620 Mio -> ohne diese immatriellen Güter wäre das Eigenkapital sogar negativ!
Ich sehe schon, dass der Laden aktuell wohl eine Goldgrube ist, insbesondere, wie wenig Kapital hier eigentlich drin steckt (Kaum harte Assets wie Gebäude usw.) und wie viel Geld erwirtschaftet wird. Aber wenn man die Ausschüttungsquote durch die Dividende so hoch hält, gibt es keine Rücklagen für schlechte Zeiten. Und als Aktionär bin ich schon daran interessiert, dass der Laden auch ne Kriese überstehen kann.
Cheers poordad
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